Back Basics – 5 Tipps zum Backen wunderschöner und super leckerer Torten

Bald ist es so weit, Heisse Himbeeren wird zwei Jahre alt und das muss natürlich ordentlich gefeiert werden. Seit Wochen überlege ich schon, wie der Anlass gebührend auf dem Blog gewürdigt wird. Mittlerweile ist die Entscheidung gefallen. Wir feiern mit einer Torte und zwar am Sonntag. Aber, es wird nicht irgendeine Torte, sondern eben eine Torte zum zweiten Geburtstag von Heisse Himbeeren und dementsprechend viel Planung bedarf die ganze Angelegenheit. Vorbereitung und Planung braucht aber im Endeffekt jede Torte, ganz egal ob sie für den Sonntagskaffee oder einen runden Geburtstag gedacht ist. Und deswegen verrate ich Euch heute, meine 5 Tipps zum Torte backen mit denen ihr garantiert stressfrei und mit viel Freude den Schneebesen schwingt.

Plant genug Zeit ein

Backen ist in den allermeisten Fällen mit viel Zeit und vor allem mit viel Wartezeit verbunden. Wenn Ihr also eine Torte für einen speziellen Anlass wie einen Geburtstag, ein Jubiläum oder vielleicht sogar für eine Hochzeit backen möchtet, ist es wichtig früh genug anzufangen und Wartezeiten zum Kühlen der Torte oder zum Aushärten der Dekoration frühzeitig einzuplanen.

Überhaupt ist ein Zeitplan bei größeren Backprojekten Gold wert. Ihr könnt also nichts vergessen und seit super vorbereitet. Ich schreibe vor größeren Backprojekten normalerweise einen Zeitplan, vom Einkaufen bis zum Anschneiden. Der sieht normalerweise in Etwa so aus:

Tag 1: Einkaufen und Kuchenböden Backen

Tag 2: Füllung vorbereiten, Böden zuschneiden, tränken und die Torte füllen.

Tag 3: Torte mit Krümelschicht und finaler Schicht einstreichen und dekorieren. Und natürlich das Essen nicht vergessen.

Zum Vorbereiten der Böden habe ich übrigens noch einen Extratipp. Ich tränke die Böden immer mit Saft, Milch, Kaffee, Zuckersirup, Likör oder was auch immer zur jeweiligen Torte passt. Das sorgt nämlich ganz einfach dafür, dass die Torte saftiger wird und auch länger lecker, frisch und saftig bleibt.

Je nachdem ob die Creme – wie zum Beispiel eine Ganache – kühlen muss, bereite ich die gleich mit den Böden vor. Das ist natürlich alles kein Hexenwerk, erleichtert Euch aber die Arbeit enorm.

Überlegt Euch vorher was ihr machen möchtet

Bevor es los gehen kann und Ihr zum Einkaufen losstarten könnt, solltet Ihr eine ziemlich genaue Vorstellung haben, wie die Torte aussehen soll und was ihr dafür alles braucht. Oft zeichne ich mir eine Torte auch vorher grob auf, damit ich ungefähr weiß, wie viel Dekoration ich brauche. Was die Dekoration betrifft, kaufe ich übrigens immer ein bisschen Extra ein. Ihr wisst ja, dass ich meine Torten am liebsten mit Obst und Schokolade dekoriere. Also wird einfach ein bisschen mehr Obst und Schoki gekauft, als ich vermutlich brauche. Aber ihr wisst wie das ist, manchmal funktioniert etwas nicht aufs erste mal und Ihr müsst nochmal neu anfangen. Dann ist es super entspannt, wenn Ihr einfach ein paar mehr Zutaten daheim habt und nicht nochmal in den Supermarkt düsen müsst.

Überfordert Euch nicht

Wenn Ihr noch nie großartig viel gebacken habt und dann ein großes Backprojekt wie zum Beispiel eine Geburtstagstorte für die beste Freundin oder die bessere Hälfte backen möchtet, dann kann das schon mal ein bisschen Nerven kosten. Nehmt Euch also in so einem Fall nicht so viel vor und fangt langsam an. Die beschenkte Person freut sich sowieso über einen selbstgebackenen Kuchen. Egal ob es eine zweistöckige Torte mit 5 Füllungen ist oder ein leckerer Marmorkuchen nach Omas Geheimrezept. Mit viel Liebe selbst gebacken, schmeckt immer noch am Besten.

Geschmack ist wichtiger als Aussehen

Ein Kuchen und eine Torte muss vor allem eines: Gut schmecken. Wenn das Backwerk dazu noch großartig aussieht, umso besser. Ich finde aber es macht überhaupt keinen Sinn, eine viel zu süße, klebrige Torte zu backen, nur weil die Tonnen an Fondant und Zuckerdekoration sonst nicht gehalten werden. Das ist meine persönliche Meinung, muss ich dazu sagen. Grundsätzlich ist mir aber Geschmack schon immer wichtiger gewesen. Und auch fruchtig leckere Torten mit einer leichteren Quarkcreme können sehr sehr hübsch sein, das haben wir hier glaube ich zu genüge festgestellt 🙂

Entscheidet Euch also im Zweifel für das, was Euch schmeckt und backt eine richtig leckere und hübsche Torte und kein Zuckermonster das keinem wirklich schmeckt.

Nicht jedes Rezept funktioniert für jedes Vorhaben

Welche Torte und welche Füllung für Euren Anlass perfekt sind, hängt immer davon ab, was Ihr machen möchtet und wofür die Torte schlussendlich gedacht ist. Plant Ihr zum Beispiel eine Motivtorte, braucht Ihr einen Untergrund der Stabil ist und keine Sahne oder keinen Quark für die Füllung verwendet. Beides sorgt nämlich dafür, dass Fondant und Blütenpaste, die ja für die Dekoration von Motivtorten vermehrt zum Einsatz kommen, schmelzen. Hier sind also eher Torten mit Buttercreme oder Ganache Füllung an der Tagesordnung. Auch bei einer mehrstöckigen Torte ist es wichtig, dass die Torten eine gewisse Standfestigkeit haben, damit auch das Gewicht der oberen Torten gehalten wird. Festere Teige und festere Füllungen erleichtern Euch also hier das Leben gewaltig.

Auch zu bedenken ist, wer die Torte später verspeisen darf. Sind viele Kinder anwesend, ist eine Kaffeefüllung vermutlich nicht die beste Idee. Backt Ihr für die Babyparty einer schwangeren Freundin, sollte auf Alkohol im Kuchen und der Füllung komplett verzichtet werden. Wenn Ihr für andere Leute backt, ist es auch gut vorher nach Vorlieben für die Füllung zu fragen. Auch wenn man die Torte als Geschenk mitbringt, freut sich der Beschenkte wenn Ihr auf seine Wünsche eingeht.

Last but not least, ist es natürlich auch wichtig zu wissen, wann und wo die Torte gegessen wird. Seit Ihr im Sommer auf einer Gartenparty eingeladen und die Torte schwitzt sich unter umständen ein paar Stunden ins Hitzekoma, ist eine Käsesahnetorte oder sowas nicht die erste Wahl. Für solche Extremfälle ist übrigens ein Käsekuchen einsame Spitzenklasse. Kein No Bake Cheesecake sondern ein richtiger, gebackener Käsekuchen. Dem wird es auch nicht so schnell zu warm. Perfekt ist zum Beispiel mein New York Cheesecake 🙂

Bevor Ihr also drauf los backt und ein Rezept auswählt, ist es immer ratsam, kurz zu überlegen was am Ende aus der Torte werden soll und wer die Torte wann und wo essen wird.

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