Weihnachtliche Macarons

Knusprig zarte Macarons gefüllt mit einer leckeren weihnachtlich wunderbaren Marzipanfüllung.
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Einen wunderschönen 2. Advent wünsch ich Euch meine Lieben! Wie schnell die Zeit vergeht … In nicht mal 3 Wochen ist schon Weihnachten und der Kalender bis zum Jahresende füllt sich immer mehr. Letzte Woche habe ich – welch vermessene Idee – noch einen Termin beim Friseur meines Vertrauens vor Weihnachten vereinbaren wollen. Und musste zu meiner Überraschung feststellen, dass die nichts mehr frei hatte. Absolut nichts mehr. Und zwar von jetzt an bis in neue Jahr … Naja, hilft ja nix, jetzt probiere ich halt mal einen neuen Friseur aus … Wir werden sehen was draus wird …

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Wie laufen die Weihnachtsvorbereitungen bei Euch? Habt Ihr schon fleißig dekoriert und gebacken? Bei uns hier sieht es wie jedes Jahr aus, wie in der Werkstatt des Christkinds höchst persönlich (oder des Weihnachtsmannes – was da am Heiligen Abend die Päckchen bringt, unterliegt ja regionalen Schwankungen). Im Garten steht ein Christbaum und Rentiere und der Eingang von unserem Zuhause erstrahlt ebenfalls in weihnachtlichen Glanz und ist mit diversen Lichterketten und Tannengirlanden behängt.

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Auch die Weihnachtsbäckerei ist in vollem Gange. Dieses Jahr allerdings Uni-bedingt weniger bei mir als bei meiner Mama, aber leider gehts nicht anders. Aaaaaber ich war natürlich nicht untätig und habe auch schon fleißig gebacken. Ich hab mich nämlich an den Klassiker der französischen Patisserie gewagt – der im Internet gehyped wird – wovon ich spreche? Von Macarons natürlich! Und das war was, kann ich Euch sagen … Macarons backen ist nämlich nicht einfach. Muss ich jetzt einfach mal so frei von der Leber weg gleich im Voraus einwerfen. Ich hab ehrlich gesagt noch nie ein so dermaßen zickiges Gebäck erlebt … Nach diversen Versuchen und einem beinahe Weinkrampf, hab ich es dann aber geschafft! Und wenn ich das kann, dann könnt Ihr das natürlich erst recht!

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Das wichtigste beim Macarons backen ist Zeit. Ihr werdet beim ersten Mal vermutlich zwei oder drei Versuche machen. Aber – probieren geht über studieren und genau deswegen darf auch mal was nicht klappen. Außerdem ist es wichtig, dass Ihr Euch für jeden Schritt viel Zeit nehmt und nicht hetzt. Das mögen die Makrönchen nämlich gar nicht. Aber eines nach dem anderen. Was die Zutaten betrifft sind die Macarons eigentlich recht genügsam. Ihr braucht Eiweiß (es muss Zimmerwarm sein – ganz wichtig), eine Prise Salz, Zucker, Puderzucker und fein gemahlene Mandeln ohne Schale. Die gibt’s in der Backabteilung eines jeden guten Supermarktes.

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Los gehts damit, Puderzucker und Mandeln zweimal durch ein feines Haarsieb zu streichen, damit nur die kleinen feinen Mandelteile im Teig landen. Die großen Stückchen wollen wir da nämlich nicht haben. Dann wird das Eiweiß steif geschlagen. Wenn das langsam fest wird, gebt Ihr nach und nach den Zucker dazu und schlagt das Eiweiß richtig schön steif. Wenn Ihr die Macarons so wie ich einfärben wollt, dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt. Die Farbe wird nämlich unter den süßen Eischnee gerührt. Wichtig ist, dass Ihr Pasten- oder Pulverfarbe verwendet. Flüssige Lebensmittelfarbe enthält zu viel Feuchtigkeit und das mögen die Macarons nicht. Sind nämlich keine Diven müsst Ihr wissen.

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Ab jetzt wird es richtig interessant. Die gesiebte Mandel Puderzucker Mischung kommt jetzt nämlich zum Eischnee. Das macht Ihr am besten in 2 Etappen. Ist die erste Hälfte gerade so untergehoben, gebt Ihr die zweite Hälfte dazu. Gaaaaaaanz wichtig: Ihr dürft den Teig nicht zu lange schlagen – aber auch nicht zu kurz. Wenn Ihr zu lange rührt, zerlaufen Euch die Macarons und kriegen beim backen nicht das typische Füßchen. Wenn Ihr nicht lange genug rührt, dann reißen sie beim backen auf der Oberfläche und kriegen auch kein Füßchen. Der Teig ist perfekt, wenn er die Konsistenz von flüssiger Lava hat. Ist zwar ein blöder Vergleich, aber ich glaube jeder kann sich was darunter vorstellen. Wenn der Teig also wie flüssige Lava vom Löffel läuft dann ist er perfekt.

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Jetzt gehts auch schon ab aufs Blech damit. Am besten geht das mit einem Spritzbeutel mit großer Lochtülle. Spritzt einfach auf ein Backblech auf dem frisches Backpapier liegt, gleichmäßige Kreise mit 1.5 – 2 cm Durchmesser. Es dauert ein bisschen bis Ihr den dreh raus habt, aber keine Sorge, irgendwann klappt es.

macarones-5Jetzt müssen die Macarons an der Luft trocknen, bevor es in den Ofen geht. Das ist wichtig wichtig wichtig. Wie lange sie trocknen müssen hängt vor allem von den Temperaturen in Eure Küche ab, aber auch von der Witterung. Bei Regenwetter ist einfach mehr Feuchtigkeit in der Luft und die Macarons brauchen viel länger zum trocknen. Am besten testet Ihr mit dem Finger ob sie schon trocken sind. Bleibt kein Teig mehr am Finger kleben, dürfen sie in den Ofen. Generell gilt aber, dass länger trocknen im Zweifel besser ist.

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Beim anschließenden Backen entwickeln die Macarons dann das typische Füßen. Nach dem Backen müssen sie komplett auskühlen, bevor sie vom Backpapier genommen und gefüllt werden können. Als Füllung habe ich mich dieses mal, weil ja Weihnachtszeit ist, mich für winterliches Marzipan entschieden. Mega lecker sag ich Euch.

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Die genaue Schritt für Schritt Anleitung gibt’s natürlich auch im Rezept. Zum ausdrucken versteht sich. Also Ihr Lieben, ran an die Spritzbeutel! Traut Euch und backt zu Weihnachten leckere Macarons. Die lassen sich auch ganz wunderbar verschenken und bleiben in einer Blechdose auch einige Wochen lang frisch.

Weihnachtliche Macarones

Weihnachtliche Macarones

Knusprig zarte Macarones gefüllt mit einer leckeren weihnachtlich wunderbaren Marzipanfüllung.

    Der Teig
  • 200 g Puderzucker
  • 100 g fein gemahlen Mandeln ohne Schale
  • 120 g Eiweiß (ca. 3 große Eier zimmerwarm)
  • 1 Prise Salz
  • 40 g feinster Zucker
  • Lebensmittel-Pastenfarbe
    Für die Füllung
  • 100 g Marzipan
  • 1 Prise Zimt
  • 3 EL brauner Rum
  1. Mandeln und Puderzucker gemeinsam 2-3 mal durch ein feines Sieb streichen, bis keine großen Mandelstückchen mehr vorhanden sind.
  2. Eiweiß in eine vollkommen fettfreie Schüssel geben. Die Prise Salz dazu geben und steif schlagen. Wenn das Eiweiß anfängt steif zu werden, den Zucker unter rieseln lassen und den Eischnee dann ganz Steif schlagen.
  3. Jetzt nach belieben Lebensmittelfarbe (Paste oder Pulver) unter den Eischnee mischen.
  4. Puderzucker Mandel Mischung in zwei Portionen unter den Eischnee heben. Wenn sich die erste Portion gerade verteilt hat, die zweite dazu geben und so lange weiter unterheben, bis der Teig die Konsistenz von flüssiger Lava hat.
  5. 3 kalte Backbleche mit Backpapier belegen. Teig in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle geben. Gleichmäßige große Kreise mit 1.5 - 2 cm Durchmesser aufspritzen. Etwas Platz zwischen den Kreisen lassen.
  6. Macarones mindestens 1 Stunde, eher länger trocknen lassen. Mit dem Finger testen, ob die Macarones bereits eine Haut gebildet haben. Bleibt kein Teig mehr am Finger kleben, sind sie fertig zum Backen.
  7. Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Macarones für ca. 10 - 12 Minuten backen. Beim Backen bekommen sie das kleine "Füßchen". Sie sind fertig, wenn die Oberseite knusprig aber noch nicht gebräunt ist.
  8. Nach dem Backen komplett abkühlen lassen. In einer Schüssel Marzipan, Rum und Zimt vermischen. Mit einem kleinen Spritzbeutel die abgekühlten Macarones damit füllen.

Tipps:

Mandeln ohne Haut verwenden.

Im Eiweiß darf absolut kein Eigelb sein.

Wenn Ihr Streusel ab den Macarones haben wollt, diese auf die Macarones geben bevor sie gebacken werden aber nachdem sie getrocknet sind.

Lieber zu lange als zu kurz trocknen lassen.

Für die Füllung sind Euch keine Grenzen gesetzt. Marmelade, Karamell, Buttercreme oder Nutella - Erlaubt ist was schmeckt.

Übung macht den Meister 🙂

http://heissehimbeeren.com/weihnachtliche-macarons/

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Wenn Ihr die Macarons nachbackt, freue ich mich sehr über Eure Fotos auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren oder natürlich auch per E-Mail!

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F: Welche Plätzchen backt Ihr dieses Jahr?

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