Geburtstagstorte

Kaffeepause: 4 Jahre Heisse Himbeeren

Heisse Himbeeren wird vier Jahre alt. Zum Auftakt des Geburtstagsmonats teile ich meine vier größten Lehren aus vier Jahren Blog mit Dir.

Vanilleeis mit heissen Himbeeren

Mein erstes Rezept hier auf dem Blog – Selbst gemachtes Vanilleeis mit heißen Himbeeren

4 Jahre, das sind 50 Monate, 1522 Tage oder mehr als 131 Mio. Sekunden. Viel hat sich getan, seit mit Heisse Himbeeren, mein Blog und mein größtes Hobby gestartet ist. Gedanken habe ich mir anfangs viele gemacht, wie das wohl werden wird und wohin mich die Reise bringt. Heute, fast vier Jahre später hat sich viel getan. Ich habe mein Studium begonnen und abgeschlossen. Bin wieder ins Berufsleben gestartet. Wir haben geheiratet, eine Hund adoptiert und sind umgezogen. Gerne fühlt es sich so an, als würde die Zeit im Flug vergehen. Blickt man aber im Detail zurück stellt man fest, wie viel in einem Jahr, das uns gefühlt zwischen den Fingern zerrinnt, alles geschehen ist. Bleiben tun immer die guten Erinnerungen.

Gerade bin ich auf dem Weg nach Luxemburg, Andys Oma besuchen. Die entgegen aller Prognosen sogar noch unsere Hochzeit erlebt hat und die nächstes Jahr hoffentlich Ihren 80. Geburtstag feiern wird. Dass sie trotz schwerer Krankheit alles erreicht und erlebt, was sie sich vorgenommen hat, ist ein großes Vorbild durchzuhalten, wenn man ein Ziel erreichen möchte. Nicht nur die Menschen in meinem Umfeld sind weise und gute Lehrmeister, auch durch meinen Blog habe ich viel (dazu) gelernt. Über mich, darüber was möglich ist, wenn man nur will. Den Auftakt zum Geburtstagsmonat nutze ich dafür, meine vier wichtigsten Lektionen, die mich vier Jahre als Teilzeit Bloggerin gelehrt haben mit Dir teilen. Die Geburtstagstorte mit der wir bisher jeden Bloggeburtstag gefeiert haben gibts natürlich auch noch in ein paar Wochen.

Geburtstagstorte

Jahr 1: Einfach anfangen!

Logisch, um ein Ziel zu erreichen, müssen wir anfangen, los laufen. So selbstverständlich das klingt, so oft scheitern im wahren Leben Pläne daran, dass wir einfach nicht anfangen. Wir schmieden Pläne, stecken Ziele und bauen Luftschlösser. Die Reise nach xy, was wäre doch ein Ziel. Endlich weniger Fleisch essen, einen neuen Job suchen, die Traumwohnung finden, die eigenen Leidenschaft zum Beruf machen.

Pläne hat man viele im Leben. Nicht alle davon lassen sich auch umsetzen. Oft scheitert die Erreichung eines Plans nämlich daran, dass man nie den ersten Schritt geht und anfängt. Natürlich kann sich ein Projekt oder ein Ziel im Nachhinein als nicht realisierbar herausstellten oder schlichtweg scheitern. Wenn Du nie anfängst, dann hast Du schon verloren, ohne es versucht zu haben.

Geburtstagstorte

Zu Beginn des Blogs standen viele und lange Gespräche. Die Suche nach einer Domain begann und bald hatte ich mich für eine entschieden. Blog Design und Fotografieren davon hatte ich keine Ahnung. Trotzdem habe ich eines Tages im Herbst 2015 beschlossen, dass ich genug geplant, diskutiert und überlegt habe. Der Blog war für mich gut so, wie er war und einfach so habe ich die Website Online genommen. Hilfe, ich bin im Internet.

Jede Woche folgte ein Rezept. Die erste Spiegelreflexkamera zog ein und Lightroom wurde vom undurchdringlichen Software Dschungel zum treuen Weggefährten in der Bildbearbeitung. Wenn Du aber einmal angefangen hast, dann findest Du den Rest unterwegs raus. Kein Weg ist derselbe und selten sind die Schnurgerade. Fang einfach an, Deinen Traum umzusetzen. Einen Tag nach dem anderen und Schritt für Schritt.

Himbeer Champagner Torte

Jahr 2: Prioritäten setzen ist wichtig!

Konstanz ist wichtig. Jede Woche zu einer bestimmten Zeit ein neues Rezept zu posten kann jedoch eine ganz schöne Herausforderung sein. Spätestens die erste Einladung bei Freunden, das erste Familienfest oder eine Urlaubsreise. Kein Rezept zu posten, das war für mich eigentlich nie eine Option. Auch, wenn es schwerfällt und ein Webprojekt wie der Blog am Anfang eigentlich nur von den eigenen Eltern und den aller besten Freunden gelesen wird. Bleib dran. Nach der “Rosarote Brille, juhu ich habe einen Blog-Honeymoon-Phase” fand ich mich irgendwann in der Realität wieder. Besonders der erste Sommer war eine kleine Herausforderung. Die Sonne scheint, alle sind ständig draußen und beim Backen in der Küche oder Blogpost schreiben auf dem Balkon bekommt man schnell das Gefühl, jetzt etwas zu verpassen.

Himbeer Champagner Torte

Die gute Nachricht ist: Du verpasst nichts. Nicht wirklich wenigstens. Mit einem guten Zeitplan und dem Setzen von Prioritäten kriegt man alles gut unter einen Hut. Meine Priorität: Familie und Freunde. Steht ein wichtiges Ereignis, ein Geburtstag oder ein großer Feiertag wie Weihnachten an, plane ich das schon im Voraus ein und arbeite die Wochen vorher etwas vor. Rezepte lassen sich auch schon Wochen vorher backen und fotografieren und auch den Blogpost kann ich einige Tage vorher komplett vorbereiten. Das lässt dann Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben und meine große Priorität, der Blog wird trotzdem bedient. Mit ein bisschen Vorplanung und den richtigen Prioritäten ist alles realisierbar.

Geburtstagstorte

Jahr 3: Du kannst alles sein, was Du willst!

Nach zwei Jahren Blog hatte ich eine gute Routine gefunden. Ein Blogbeitrag die Woche, immer Backrezepte. Tja, wie das manchmal so ist, Routine kann auch schnell langweilig werden. Deswegen war es Zeit, etwas neues Auszuprobieren. Und siehe da, Veränderung heißt in diesem Fall Fortschritt. Um den Spaß an der Sache nicht zu verlieren ist es wichtig, neues auszuprobieren und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Und so entwickelte sich der Blog über die Jahre vom reinen Back Blog hin zur Plattform, die er heute ist. Mit Backrezepten – alles von Easy und einfach bis Fancy und besonders mit leckeren Kochrezepten für den Alltag als Berufstätige(r). Meine Lehre aus dem dritten Jahr ist kurz gesagt also: Du kannst alles sein, was Du willst! Probier es aus, wenn es sich gut anfühlt mach weiter, wenn nicht, suche einen anderen Weg. Aber bleib dabei immer Du selbst.

Geburtstagstorte

Jahr 4: Am Ende zahlt sich alles aus

Damit wären wir bei der Lektion, die mich das letzte Jahr gelehrt hat. Am Ende zahlt sich alles aus. Auch, wenn es sich zwischendurch nicht danach anfühlt. Es gibt immer Phasen, in denen ich weniger motiviert bin, keinen Fortschritt sehe oder mir die Ideen fehlen. Eine heiße Badewanne, ein langer Spaziergang oder ein Wochenende weg vom Blog können da Wunder bewirken. Die Motivation kommt immer zurück. Und am Ende zahlen sich auch alle Anstrengungen aus. Nach dem Sommerloch kommen wieder mehr Besucher auf die Website. Der missglückte Kuchen gelingt beim zweiten oder dritten Versuch und dann ist auch klar, warum das bisher nichts geworden ist.

Im ersten Jahr war der Blog ein nettes Hobby, das mich ein paar Stunden die Woche beschäftigt hat. Mittlerweile vergeht kein Tag, an dem ich nicht über den Blog nachdenke oder für den Blog arbeite. Jeden Tag verbringe ich damit, meinen großen Traum weiterzuleben und in die Tat um zu setzen. Auch wenn es nur 10 Minuten Zeit für einen Instagram Post ist oder die Weiterentwicklung eines Pinterest Boards sind. Wohin die Reise uns in Zukunft bringt, muss die Zeit zeigen. Aber ich freue mich, wenn Du dabei bist.

Geburtstagstorte

Japan Reisebericht

Japan – One Night in Tokyo

Nach einer ereignisreichen Woche in Osaka, Kyoto und Koyasan verbrachten wir den zweiten Teil unserer Reise in Tokyo. Einer Stadt, voll unterschiedlicher Eindrücke, kulinarischer Abendteuer und jeder Menge Menschen.

In unserer Woche in Osaka waren wir ein mal exakt zur Rush-Hour auf dem Heimweg zurück zu unserem Häuschen. Und das war schon ein Erlebnis. Wirklich lehr sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Japan vermutlich nie, aber zum abendlichen Berufsverkehr bricht gefühlt die Hölle los. Den abendlichen Berufsverkehr zu umgehen erschien und als sinnvolle Sache. Spätestens gegen 21 Uhr kehrte in Osakas U-Bahn wieder etwas Ruhe ein und man hatte wieder Luft zum Atmen. Unbedarft wie wir waren sollte das zunächst auch für Tokyo unsere Strategie werden.

In der Theorie auch alles sehr Sinnvoll. Praktisch aber funktioniert Tokyo ein bisschen anders. Angekommen sind wir gegen Nachmittag. Status, U-Bahn voll aber noch erträglich. Eine Herausforderung ist in jedem Fall, dass in und um Tokyo verschiedenste Zuganbieter unterschiedlichste Strecken bedienen. Wir wohnten in einem typischen Wohnviertel eine 5 Minütigen Zugfahrt von Shinjuku entfernt. Der passende Zug war halbwegs schnell gefunden, allerdings ist der Anbieter nicht die Tokioter Metro, sondern ein anderes Unternehmen, heißt – neues Ticket kaufen. Das mit der Wochenkarte hatte sich damit auch gleich erledigt. Angekommen stand zunächst die Mission Kühlschrank Befüllen auf dem Programm. Da wir jeweils kleine Häuschen gemietet hatten, waren wir Selbstversorger, was in Osaka häufig in Fertigfutter und dem allgegenwärtigen Seven11 endete. Zum richtigen Einkaufen blieb keine Zeit. Umso spannender war dann der Ausflug in einen richtigen, großen japanischen Supermarkt. Nach längerem Suchen fanden wir im Keller sogar eine geniale Obst- und Gemüseabteilung. Wir waren kurzzeitig im siebten Himmel. Abends sollte dann die erste Erkundung von Tokyos Zentrum starten. Alleine der Weg dorthin war ein Abenteuer.

Das was wir in Osaka als “Berufsverkehr” kennengelernt hatten, ist in Tokyo Normalzustand. Zum Feierabend, tritt dann ein Zustand ein, den man als verwöhnter Deutscher in der Heimat vermutlich so nie erlebt hat. Vergleichbar wäre die Menge an Menschen, die sich durch die engen Tunnel der Bahnhöfe schieben etwas mit dem Menschenauflauf vor einem großen Fußballspiel oder Samstagmittag auf der Wiesn. Mal 2 versteht sich. Es sind einfach unfassbar viele Menschen unterwegs. Für jemanden wie mich, der zwar per se kein Problem mit Menschenmassen hat, sie, aber wenn möglich doch lieber vermeidet, war das eine Umstellung – um es mal vorsichtig auszudrücken. Oberirdisch verteilt sich das Chaos übrigens kaum bis gar nicht. Am Samstagabend ist schlichtweg ganz Tokyo auf den Beinen und unterwegs auf den Straßen, in Restaurants und Cafés. Dementsprechend überfüllt sind selbige. Die Lösung war ein genialer Burger. Nicht wirklich Japanisch, darf aber auch mal sein.

Gegessen haben wir insgesamt sehr gut. Unser kleines Viertel Daitabashi ist zwar nicht der Nabel der Welt, da dort aber hauptsächlich Tokioter leben und es keine Hotels gibt versprechen die Restaurants authentische Küche. Trotzdem nicht altbacken muss ich dazu sagen. Zum Beispiel waren wir sehr lecker Curry essen. Curry gibt es in Japan zwar an jeder Ecke, es sieht aber ehrlich gesagt nicht besonders appetitlich aus. Braune Sauce mit undefinierbarer Einlage auf Reis. Lecker ist es trotzdem. Alex und Martin schwören darauf, ich habe mal probiert und es ist tatsächlich um Welten besser, als es aussieht. Trotzdem, wir haben tatsächlich hübsches Curry gefunden. Mit 20 verschiedenen Gemüsesorgen drin. Auf Wunsch Fleischfrei und ein absolutes Gedicht. Bei der nicht vorhandenen Auswahl an Fleischfreien Gerichten im Land eine schöne Abwechslung. Das Curry nachzumachen steht noch ganz oben auf meiner To Cook Liste.

Neben dem wunderbaren Curry Laden befand sich in Fußläufiger Entfernung zu unserem Häuschen übrigens auch das tollste Restaurant der ganzen Reise. Ein sehr authentisches japanisches Restaurant, das verschiedenste Speisen serviert. Das Konzept ist Denkbar einfach. Alle Gerichte kommen in kleinen Portionen. Man sitz um den Tisch herum, bestellt allerlei Leckereien und jeder probiert von allem etwas. Es wird geteilt. Vom leckeren Salat, über gedämpftes Gemüse bis hin zu Rinder Eintopf und Sashimi lässt die Karte keine Wünsche übrig. Sitzen tut man wie gesagt entweder an kleinen Tischen oder an der Bar. Immer direkt auf dem Boden. Unter Tisch und Bar befinden sich Munden, in denen die Beine bequem Platz finden. Schuhe ausziehen ist selbstverständlich Pflicht und vor dem Essen werden die Hände desinfiziert. Besonders zu empfehlen ist übrigens der Bamboo Sake, der Eiskalt in einem echten Bambus Halm und aus frischen Bambusgläser serviert wird. Und natürlich die “Makerele with nice lemon” Dabei handelt es sich um ein frisches, rohes Makrelen Filet, das am Fisch mit einem Bunsenbrenner abgeflammt wird. Gibt der Kellner das Zeichen, presst man die Mitgelieferte Zitrone über den Fisch. Der Kellner ruft daraufhin laut “Nice Lemon” und das ganze lokal jubelt, klatsch und ruft ebenfalls “Nice Lemon” – absolut verrückt aber sowohl vom Ambiente als auch der Kulinarik ein echter Volltreffer und noch dazu ein Geheimtipp, weil das Restaurant nicht direkt im Zentrum liegt. Wir waren so begeistert, dass wir unseren letzten Abend in Japan erneut in diesem Restaurant verbrachten, es war der gelungenste Abschluss, den wir uns vorstellen konnten.

Auch in Tokyo bestätigt sich, dass es dort wo auch die Einheimischen sind doch meist am schönsten ist, was wirklich nicht heißen soll, dass typischen Touri Attraktionen in Tokyo nicht sehenswert sind. Aber, das echte Leben lernt man am besten dort kennen, wo die Einheimischen leben und Essen.

Womit wir schon beim nächsten Thema wären, dem Sightseeing. Natürlich haben wir nicht nur gegessen in Tokyo, sondern auch allerhand besichtigt. Am Beeindruckendsten war mit unter der Tokio Sky Tree. Der Fernsehturm ist das höchste Gebäude Tokyos und verfügt über eine tolle Aussichtsplattform. Auch auf den Tokyo Tower kann man hinauf fahren, wir haben uns aber für den Sky Tree entschieden. Er ist um einiges Höher. Von Oben hat man eine grandiose Aussicht über ganz Tokyo, den Hafen und die umliegenden Berge. Den Fuji kann man Theoretisch auch sehen. Es war aber leider recht diesig an diesem Tag, sodass der Blick in die Nähe zwar wunderbar, der Blick in die Ferne aber leider etwas eingeschränkt war. Einen Besuch ist der Sky Tree in jedem Fall wert. Wir waren tagsüber oben, ich stelle mir den Ausblick aber auch bei Nacht ganz wunderbar vor.

Die Nächtliche Skyline von Tokyo lässt sich noch auf eine andere Art ganz wunderbar besichtigen, nämlich vom Wasser aus! Im Hafen von Tokyo gibt es verschiedene Anbieter für Hafenrundfahrten. Den Frachthafen und die umfangreichen Hafenanlagen lassen sich vom Wasser aus am besten besichtigen und Häfen haben ohnehin immer ein Flair von weiter Welt. Bei Nacht ist der Ausblick auf die beleuchteten Docks, an denen weiterhin Emsig gearbeitet wird, einen der Flughäfen von Tokyo, der direkt am Hafen liegt und die atemberaubende Skyline der Millionenstadt unschlagbar. Eigentlich wollten wir nur eine kleine Rundfahrt im Hafen bei Tag unternehmen, die letzten Tage waren Kilometerreich genug und die müden Füße brauchten etwas Ruhe. Angekommen am Hafen fanden wir am Pier einen roten Teppich vor, der zum Ticketschalter führte. Ein beschlipster, gut gekleideter Herr erklärte uns mit Händen, Füßen und dem üblichen gebrochenen Englisch, welche Tickets es gibt. Wir entschieden uns für die Dinner Cruise, ohne Essensbegleitung. 3 Stunden lang sollte das Spektakel dauern. Noch kurz Soba Nudeln verspeisen und schon ging es los. Erwartet haben wir eine normale Fähre. Tja, das war es aber nicht. Mit erhabener Musik und erneut mit roter Auslegeware ging es an Board einer großen Yacht. Auf dem Oberdeck an der Bar, direkt im Fenster durften wir auf bequemen Ledersesseln Platz nehmen und uns einmal durch die Cocktail Karte trinken. Vom Oberdeck aus führte eine kleine Treppe noch weiter nach Oben. An der frischen Luft und praktisch ganz ohne die anderen Gäste, die ja alle noch mit verschiedensten Dinner Angeboten auf anderen Decks beschäftigt waren genossen wir den atemberaubenden Ausblick auf die Skyline Tokyos, von der wir uns immer weiter entfernten. Vorbei an den Docks, Disneyland, dem Flughafen und später auch wieder zurück. Aus einer kleinen Rundfahrt ist ein echtes Ereignis geworden. Wie auch schon Mount Koyasan sind auf Reisen häufig die Unternehmungen, an die man die wenigsten Erwartungen hat, die schönsten.

Wenn wir schon beim Stichwort Wasser sind, dann fällt mir natürlich auch gleich Sushi ein. Das Gericht, das in Deutschland wohl die meisten Menschen mit Japan verbinden darf natürlich auf einer gelungenen Japan Reise nicht fehlen. Sushi esse ich gerne, deswegen war es durchaus eines der Kulinarischen Highlights für mich. Und was soll ich sagen, es war grandios. So gutes Sushi wie in Japan habe ich noch nie gegessen. Und ich bezweifle ehrlich gesagt, dass ich irgendwo anders auf der Welt je wieder so gutes Sushi essen werde. Die Sushimeister beherrschen ihr Handwerk. Weder auf den Fischmärkten und schon garnicht in den Sushilokalen riecht es nach Fisch, alles ist hygienisch sauber und so frisch wie es irgendwie möglich ist. Bestellt wird mit Händen und Füßen, Englisch spricht wie schon mehrfach erwähnt ja eh fast niemand und Wasabi kommt frisch gerieben direkt mit ins Röllchen – und zwar in genau der Menge, die nach Ansicht des Sushimeisters richtig ist. Extra gibts nicht und braucht man auch nicht. Sojasauce dazu und schon kann das Festmahl beginnen. Auf dem Foto siehst Du eine Tunfisch Sushi Platte. Die allgegenwärtigen Maki Röllchen (Noriblatt, Reis und Fisch drin) gibts zwar auch, aber eher selten. Üblicher sind Nigiri. Reisbällchen mit Fisch darauf. Viel Fisch. Das Verhältnis von Reis zu Fisch ist fast eins zu eins. In dieser Qualität und Frische kriegt man das bei uns einfach nicht. Falls doch, lass es mich gerne wissen.

Nigiri sind übrigens nicht zu verwechseln mit Onigiri. Klingt ähnlich und enthält Reis, da ende die Gemeinsamkeiten aber auch schon. Währen Nigiri, wie gesagt Sushi ist, ist Onigiri für die Japaner das, was für uns die Käsesemmel ist. Ein schneller Snack, den man wunderbar unterwegs und aus der Hand essen kann. Es handelt sich bei Onigiri um kalte Reis Küchlein, die mit allerlei Leckereien wie Tunfisch mit Mayo, Lachs, Seetang und Wasabi, aber auch Rindfleisch und eingelegter Pflaume gefüllt sind. Ein Noriblatt kommt drumherum. So verpackt schmeckt der Reis Snacks unglaublich lecker. Am liebsten waren mir die Onigiri, wo das Noriblatt erst beim Auspacken des Reis Küchleins in Berührung mit dem Reis kommt. Das Noriblatt bleibt dadurch schön knusprig und schmeckt einfach nur herrlich in Kombination mit dem klebrigen Reis. Da gerate ich richtig ins Schwärmen … Onigiri sind also ein echtes Muss auf jeder Japanreise. Du kannst Sie auch kaum übersehen. Es gibt sie an jedem Kiosk und in jedem Supermarkt im Kühlregal zu kaufen.

Eine kleine Sehenswürdigkeit, die wirklich nicht typisch Japanisch ist, aber trotzdem sehr sehenswert ist, ist die Starbucks Roastery. Zentral gelegen bietet die Rösterei der beliebten amerikanischen Kaffeehauskette eine wunderbare Location um einen Kaffee oder einen Cocktail an der dazugehörigen Bar zu genießen. Starbucks gibt es in Japan an jeder Ecke, dementsprechend passt es sehr gut, dass eine der wenigen Roasterys, die es weltweit gibt, in Japans Hauptstadt gelegen ist. Die Roastery erstreckt sich über vier Etagen inklusive Dachterrasse und ist sehr beeindruckend. Auf einen schnellen Kaffee oder einen Drink vor dem Abendessen lohnt sich ein Abstecher. Wir waren vor allem von der Cocktailkarte angetan. Jeder Drink enthält Kaffee oder Tee – eine herrliche Abwechslung zu den üblichen Cocktail Klassikern, die man hier in Deutschland gerne serviert bekommt.

Fehlt noch ein großer Punkt auf unsere To See Liste, bevor es wieder zurück in die Heimat ging. Der Mount Fuji. Der Vulkan ist der ganz Stolz der Japaner und eines der größte Wahrzeichen. Das durften wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Von Tokyo aus sind es mit dem Reisebus gerade einmal etwa 90 Minuten und schon ist man da. Von Juni bis August darf der Fuji auch bestiegen werden. Wir waren außerhalb dieser Zeit da, hatten aber ein irres Glück mit dem Wetter. Strahlend blauer Himmel empfing und uns der Fuji, der seine Spitze gerne in ein Wolkenkleid hüllt erstrahlte in ganz Pracht. Ein herrlicher Ausblick und entlang des Sees am Fuße des Fuji lässt es sich vorzüglich spazieren gehen. Mal abgesehen vom Freizeitpark gibt es am Fuji nicht viel zu tun. Entspannung pur. Mein Tipp für Dich ist, die Busfahrt hin und zurück zum Fuji ein paar Tage im Voraus zu buchen. Wir wollten erst am selben Tag buche und haben lediglich eine Hinfahrt im Shuttlebus buchen können. Zurück ging es im Bummelzug. Drei Stunden lang über Stock und Stein zurück vom Fuji nach Tokyo.

Aber, irgendwann kommt man immer an. Und so war es auch nach unserer wunderbaren Reise nach Japan. Unzählige Bilder, viele Leckereien und noch mehr einmalige Erinnerungen im Gepäck traten wir einige Tage später die Heimreise an. Japan, Du warst wunderbar!

Japan Reisebericht

Japan – kulinarisch verrückt

Heisse Himbeeren goes Japan. Teil eins eines kulinarisches Reiseberichts vom Kloster bis zur Großstadt.

Endlich Urlaub. 16 Tage Japan liegen vor uns. Doch wie es aussieht, könnte der Start in den Urlaub holprig werden. Der Flieger nach Düsseldorf, von wo aus es direkt nach Tokyo weiter geht, hat Verspätung. Viel Verspätung. Dank der großartigen Betreuung am Düsseldorfer Flughafen saßen wir gerade noch Rechtzeitig im Flieger. Türen zu und losgeht das Abenteuer. Angekommen in Tokyo ist die erste Station der Reise Yokohama. Eine herrliche Stadt direkt am Meer, von der wir nicht viel erwartet haben, die uns aber umso mehr überrascht hat. Den Jetlag in den Knochen begann unserer Erkundung des Landes der aufgehenden Sonne erst mal mit dem aller wichtigsten: Abendessen. Die Küche Japans ist so anders und so speziell, dass viele kulinarische Abenteuer auf uns warten. Das erste sollte direkt am ersten Abend beginnen. Mit viel Hunger entschieden wir uns für eine Nudel Shop. Kalte Soba Nudeln sollten es sein. Und was soll ich sagen, für mich war es liebe auf den ersten Bissen! Die leckeren Buchweizennudeln mit der aromatischen Dip-Sauce schmecken herrlich und sind in ganz Japan für ein paar Euro zu haben. Es sollte noch die ein oder andere Gelegenheit geben, um kalte Soba Nudeln zu genießen. Übrigens gibts demnächst ein Rezept dafür hier auf dem Blog. Aber nicht nur die Nudeln waren großartig, auch der Kurzbesuch in Yokohama hat uns sehr begeistert. Die Stadt kann gut zur Fuß erkundet werden und ist sicherlich einen kurzen Besuch wert.

Nach einer Jetlag bedingt kurzen Nacht ging es für uns weiter nach Osaka. Wir hatten unseren Urlaub so geplant, dass wir in Osaka und Tokyo jeweils ein Airbnb gemietet hatten, das uns aus Homebase dienen sollte. Zu viert ist ein eigenes Haus oder eine Wohnung eine tolle Sache. Wir saßen jeden Abend lange zusammen, haben gequatscht, Karten gespielt und viel gelacht. Bevor es aber weiter gehen sollte stand ein kurzer Abstecher ins Ramen Nudel Museum auf dem Programm. Ein nettes kleines Museum mit vielen kleinen Ramen Shops im Keller. Das Museum ist durchaus eine nette Aktivität, allerdings war es mir im Keller viel zu gedrängt und zu stickig. Wer damit aber kein Problem hat und gerne Nudelsuppe isst, für den ist das Ramen Museum eine tolle Adresse. Für mich ging es aber zunächst an die frische Luft zurück und dann ab in den Zug. Gerade wenn man um die Zuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland weiß, ist Zug fahren in Japan nämlich eine echte Offenbarung. Es fahren praktisch ständig Züge quer durchs Land die Sauber und unglaublich pünktlich sind. In Japan lässt es sich sogar nach Uhrzeiten Zug fahren. Wenn Du nicht weißt, wie Deine Haltestelle genau heißt, Dein Zug laut Japan Direct App um 10:24 an der Station ist, dann wird der Zug auch um 10:24 an einer Station halten, die die Richtige ist. Es ist unglaublich – Du siehst, ich bin wirklich schwer begeistert.

Der Shinkansen brachte uns in Windeseile nach Osaka, in unser Airbnb und endlich auch zur ersten Schüssel Ramen für mich. Sehr sehr lecker! Die kräftige Brühe mit reichlich Nudeln macht satt und glücklich. Vegetarische Alternativen ohne Fleisch sind leider nicht so einfach zubekommen ohne vorherige Nachforschung. Von dem Gedanken mein übliches 1-Mal die Woche Fleisch essen auch in Japan umsetzen zu können habe ich mich recht schnell verabschiedet. Es gibt einfach ständig Fleisch oder Fisch. Egal in welcher Form.

Die Erkundung von Osaka stand für die nächsten Tage bevor. Viel Zeit blieb nicht, wir wollten von Osaka aus zum einen Kyoto in einem Tagesausflug besuche und hatten und eine Nacht im Buddhistischen Kloster gebucht. Dafür musste zunächst ein Mietwagen beschafft werden. Anreise mit dem Zug geht auch, dauert aber von Osaka aus etwa 3 Stunden (im vergleich zu 90 Minuten mit dem Auto) und ist mit Seilbahn und Co doch ein bisschen abenteuerlich. Für uns vier hat sich das Mietauto da wirklich mehr als gelohnt. Auch wenn die Straße, direkt am Berg entlang, Abgrund auf der anderen Seite und Haarnadelkurven so weit das Auge reicht, auch eine Geschichte für sich war. Ich bin froh, dass die Jungs mit vertraut haben und niemand panisch aussteigen und zur Fuß gehen wollte. Endlich in Mount Koyasan angekommen waren wir überwältigt von der Schönheit der Natur, der Tempel und Kloster.

Auf dem Berg war es gute 20 Grad kühler als im tropisch heißen Osaka. 35 vs. 15 Grad und die mitgebrachte Jacke war sehr willkommen. Regen gab es auch Inklusive. Insgesamt ist das aber ehrlich gesagt das perfekte Wetter gewesen. Im Kloster angekommen gab es nämlich zunächst heißen Tee, den wir an einem Tisch in unserem Zimmer mit beheizter Decke schlürfen durften. Bei 35 Grad wäre das nicht halb so genial gewesen.

Ein extrem leckeres Abendessen mit etwa 15 verschiedenen Leckereien in kleinen Schüsselchen gab es auch auf dem Zimmer. Habe ich schon erwähnt, dass es weder Esstisch noch Betten gibt. Gespeist wird auf dem Boden sitzend und geschlafen auf Futons – die übrigens kuschlig weiß und gemütlich sind. Aus meiner Sicht war das Abendessen im Kloster eines der besten Essen, die wir im ganzen Urlaub hatten. Und es war eines der wenigen wirklich Vegetarischen essen. Eine schöne Abwechslung zur sonst vorherrschenden Fleisch-Schlacht. Eine schöne Abwechslung war auch das öffentliche Bad, dass für die Klostergäste bereitstand. Getrennt nach Geschlechtern konnten wir uns im heißen Wasser nochmal alle aufwärmen, bevor es in die kuschligen Futons ging, denn am nächsten Tag wartete um 6 Uhr Morgens eine buddhistische Morgenzeremonie mit anschließendem Frühstück auf uns. Für deutsche Verhältnisse und meinen Geschmack wieder sehr deftig mit heißer Suppe, Reis und diversem eingelegtem Gemüse. Aber lecker wars :) So gestärkt brachen wirauf zu einer kleinen Wanderung durch den Buddhistischen Friedhof.

Malerisch und verträumt, mitten im Wald gelegen haben die Gräber dieses Friedhofs nichts damit zu tun, was bei uns unter einem Friedhof verstanden wird. Wir waren uns einig, Koyasan ist in jedem Fall eine Reise wert und gehört für uns zu einer gelungenen Japan-Erkundung absolut dazu.

Kyoto war ein paar Tage Später das Ziel des Tages. Hin kommen ist aus Osaka kein Problem, vor Ort fortbewegen wiederum ist nicht ganz so einfach. Verwöhnt vom umfassenden U-Bahn-Netz Osakas haben wir dasselbe auch in Kyoto erwartet. Tja, allerdings ist es, besonders wenn man auf Sightseeing aus ist nicht ganz so einfach. Statt U-Bahnen gibt es hier Busse. Wir haben uns meist jedoch aufs Taxifahren beschränkt. Und sind viel zur Fuß gelaufen. 25 Kilometer waren es am Ende des Tages. Selten haben meine Füße so weh getan. Sehenswert ist die Stadt trotzdem. Wenn auch absolut überlaufen. Wer keine Menschenmasse mag, für den ist Kyoto nicht unbedingt zu empfehlen. Dennnoch, der goldene Pavilion und auch der Fushimi Inari Schrein mit den hübschen roten Bögen ist etwas ganz besonderes. Der Ansicht waren leider auch ungefähr 10.000 andere Touristen. Zur gleichen Zeit wie wir.

Das wir unsere Home Base nach Osaka und nicht wie zunächst geplant nach Kyoto gelegt haben war also die absolut richtige Entscheidung. Aber, immerhin wartete am Ende des Tages das nächste kulinarische Abenteuer auf uns. Spät Abends zurück in Osaka waren wir alle richtig ausgehungert. Wie gut, dass es in Japan neben reichlich To Go Gerichten in kleinen Supermärkten häufig auch einfache Gerichte in kleinen Imbissen zu kaufen gibt. Für uns war das an diesem Abend gebratenes Rindfleisch auf Reis. Dazu die unvermeidliche aber sehr leckere Dashi – Brühe. Mehr braucht der Mensch nicht zu glücklich sein.

Und schon war die erste Urlaubswoche vorbei. Ab in den Shinkansen und losging es nach Tokyo. Wir haben uns die Metropole für den zweiten Teil der Reise gelegt um erst einen Eindruck von Land und Leuten zu bekommen bevor wir uns ins verrückte Großstadtgetümmel stürzen. 38 Milionen Menschen leben in und um Tokyo. Das ist … Groß … Um es mal vorsichtig auszudrücken. Und unübersichtlich. Jedes Stadtviertel ist über mehrere Ebenen aufgebaut, es sind immer viele Menschen unterwegs. Beim Verlassen der U-Bahn war nicht immer ganz klar, auf welcher der Ebenen wir gelandet sind und wo zum Teufel hier eigentlich das Erdgeschoss ist. Aber, wir haben niemanden verloren und viel gesehen von der Stadt. Längst nicht alles aber das ist in eine Woche schlicht nicht möglich. Ich bezweifle, dass ein ganzes Leben dafür genug ist.

Mit zu den Highlights hat für mich der wunderschöne Stadtpark mit dem dazugehörigen Schrein gefallen. Im turbulenten Großstadtdschungel ist die grüne Lunge der Stadt die perfekte Destination für eine kurze Verschnaufpause. Es ist kühl unter den riesigen alten Bäumen und die Luft deutlich besser. Vom Park aus ist es nur ein Steinwurf nach Shinjuku und Shibuya.

Wie es uns in Tokyo gefallen hat, was meine Tipps für die Hauptstadt Japans sind und wie Sushi in Japan schmeckt, verrate ich Dir nächste Woche. Das ist für einen einzelnen Artikel nämlich ein bisschen sehr lang. Du sollst ja auch noch Spaß beim Lesen haben ;-)

Sommerhochzeit

Eine Sommerhochzeit

Bei Heisse Himbeeren klingeln die Hochzeitsglocken. Vor der großen Hochzeit im nächsten Sommer durfte bereits dieses Jahr gefeiert werden.

Wie alles begann

Vergangenes Jahr im November haben Andy und ich Taiwan und Thailand besucht. Eine wunderbare Reise mit einem noch wunderbareren Abschluss. Aber als treue Leser weißt Du darüber natürlich schon lange Bescheid. Am nächsten Tag beim Frühstück im Hotel begannen bereits die ersten Planungen. Schließlich ist so eine Hochzeit wirklich spannend. Finde ich jedenfalls. Schnell war klar, für die Planung der großen Hochzeit brauchen wir Zeit. Außerdem ist es rund um München wirklich schwierig was Schönes zu bekommen, das nicht zwei Jahre im Voraus bereits für jeden Samstag ausgebucht ist. Nachdem Andys Familie aber mehrheitlich aus dem schönen Rheinland kommt, war ein Samstag durchaus wünschenswert. Fürs Standesamt aber gab es einen Wunschtermin, der 18.6. sollte es sein. Das ist nämlich unser Jahrestag. Für notorisch vergessliche Herren (oder auch Damen) kann ich das wirklich nur empfehlen. Es ist eh schon ein besonderer Tag, dann darf der auch gerne gleich der Hochzeitstag sein. Außerdem ist auf dem Standesamt am Dienstag auch nicht viel los und die Planung damit kein Problem.

Die Planung

Das Datum für die standesamtliche Trauung war also schnell gefunden. Auch der Ort stand nicht infrage. Wir haben das große Glück in einer Gemeinde am Stadtrand von München zu leben, die selbstverwaltet ist und noch dazu über ein wunderschönes Standesamt verfügt. Die alte Pfarrvilla beheimatet in Ihren über 100 Jahre alten Räumen, Stuck an der Decke und einer wunderbaren Atmosphäre unser Standesamt. Was will der Mensch mehr?

Der Ursprungsplan war, im ganz kleinen Kreis zu feiern, nur mit Eltern und Trauzeugen. Am Ende waren wir dann fast 20 Personen. So viel zur Planung ;-) Und es war absolut perfekt. Generationsübergreifende Feste sind bei uns ja an der Tagesordnung und somit kannten sich auch schon alle Gäste vom ein oder anderen Grillfest der letzten Jahre. Mein Tipp für Dich ist ganz einfach diejenigen Personen einzuladen, mit denen Du Dich richtig wohlfühlst. Das gilt für jede Hochzeit, ganz egal wie groß oder klein sie sein wird.

Das Restaurant war im Nachbarort auch schnell gefunden und Kaffee und Kuchen, sowie Käseplatte am Abend sollte es im eigenen Garten geben.

Fehlt nur noch das Outfit. Tracht sollte es sein. Das trägt man hier im Süden, nämlich wirklich und nicht nur zu Fasching. Andys Outfit war in der Stadt zügig gefunden. Bei mir war das schon etwas aufwendiger, wenn auch nicht komplizierter. Meine Nachbarin näht nämlich leidenschaftlich gerne Tracht. Und welche Gelegenheit eignet sich besser für ein echtes Einzelstück als die eigene Hochzeit? Gesagt getan entstand in insgesamt drei Monaten liebevoller Handarbeit das schönste Dirndl der Welt – also meins ;-) Es hätte gar nicht besser sein können. Ich bin immer noch ganz verliebt in das Kleid und freue mich schon jetzt auf die nächste Gelegenheit um es auszuführen!

Der große Tag

Schnell vergingen die Monate bis in den Juni hinein. Im November noch weit weg verstrichen Weihnachten, der Valentinstag, Andys Geburtstag und unsere Reise nach Japan. Und plötzlich war er da, der große Tag. Nervös war ich im Voraus nicht, naja nicht wirklich. Immerhin heirate ich die Liebe meines Lebens. Unklar war daran nichts. Als der 18. Juni dann anbrach und die ersten Sonnenstrahlen ins Schlafzimmer schienen, war es Zeit in diesen besonderen Tag zu starten. Im Traum habe ich in der vorangegangenen Nacht so ziemlich jedes Szenario durchlebt, dass der Trauung nun noch im Weg stehen konnte. So viel zum Thema nicht aufgeregt … Der Blick aus dem Fenster verriet, kein Wirbelsturm in Sicht. Auch Halsschmerzen und sonstige körperliche Unpässlichkeiten waren nicht zu vernehmen. Die Sonne strahlte vom Himmel und der Wetterbericht versprach Kaiserwetter. Duschen, Make-up und ab zum Frisör. Haare schön und ab nachhause zum Umziehen. Um halb 10 ging es dann los zum Standesamt, wo um 10 Uhr die Zeremonie begann. Erwartet habe ich nichts und wurde mehr als positiv überrascht. Die Standesbeamtin war selbst ein bisschen aufgeregt und hat die Trauung zu etwas ganz besonderem gemacht. Die vorher gefühlte 100 mal umgeworfene Musikplanung hat am Ende perfekt gepasst und hat uns durch die Zeremonie getragen. Emotionen pur. Der Sektempfang im Anschluss bei wunderbarem Wetter auf dem Balkon des Standesamtes war absolut herrlich.

Nach einem wunderbaren Mittagessen kamen wir am Nachmittag im heimischen Garten an. Es wurde viel gelacht, viel geredet und die Zeit verging wie im Fluge. Weit nach Mitternacht sind wir todmüde ins Bett gefallen. Schöner hätten wir es uns nicht wünschen können. Wenn das große Fest im nächsten Jahr nur halb so schön wird, bin ich der glücklichste Mensch auf Erden.

Campagner oder Sekt unterschied

Champagner oder Sekt – was ist der Unterschied?

Champagner, Cremant oder Sekt. Und was ist eigentlich Cava? Die Welt der Schaumweine kann schon recht verwirrend sein. Dabei ist es eigentlich gar nicht so kompliziert und am Ende ist am wichtigsten, dass Dir schmeckt, was Du servierst.

Frohe Ostern wünsche ich Dir! Neben reichlich Schokolade und dem vermutlich längsten Brunch des Jahres heißt das auch meistens, dass das ein oder anderen Glas Wein, Sekt oder Champagner serviert. Aber was ist, da eigentlich genau der Unterschied? Ich wusste das ehrlich gesagt nicht. Deswegen habe ich ein bisschen Recherchiert und festgestellt, dass das eigentlich gar nicht so kompliziert ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Solltest Du bereits Experte auf diesem Gebiet sein, darfst Du natürlich trotzdem weiter lesen und Deine Meinung und Erfahrungen zu dem Thema gerne in die Kommentare schreiben :)

Vorne weg ist wichtig, dass Du immer einen Schaumwein kaufst, der Dir schmeckt und den Du Dir auch leisten kannst. Dabei kann auch ein günstiger Sekt oder Prosecco für 3 – 5 Euro die Flasche eine ausgezeichnete Wahl sein und manchmal sogar wesentlich leckerer schmecken als der 30 Euro Champagner :)

Champagner

Los gehts mit dem wohl bekanntesten und edelsten Schaumwein, dem Champagner. Champagner ist in der Regel recht, bis sehr teuer und gilt als Inbegriff des Luxus. Champagner ist ein geschützter Begriff, mit dem Schaumweine benannt werden, die aus einem bestimmten Anbaugebiet in Frankreich, der Champagne, kommen und nach einem besonderen Verfahren hergestellt werden. Auch die Pflanzungsdichte sowie der maximale Ertrag eines jeden Winzers sind hier streng festgelegt. Nur ein Schaumwein, der alle Kriterien erfüllt darf Champagner genannt werden. Die typische Kohlensäure entsteht durch Flaschengärung. Die am häufigsten verwendeten Rebsorten sind Chardonnay, Pinot Meuniere und Pinot Noir, was auch rosa Champagner möglich macht. Die feine Perlung von Champagner macht den Genuss besonders. Generell gilt, je älter der Champagner ist, desto weniger Perlung bleibt vorhanden, dafür entwickeln sich die Aromen im Laufe der Zeit zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk. Deshalb sind machen edlen Jahrgangs Champagner über viele Jahre in der Flasche ausgebaut, bevor sie verkauft werden.

Neben dem Prädikat “Champagner” sowie dem Winzer findet sich auf dem Etikett auch ein Hinweis auf den Restzucker und damit den Geschmack des Inhalts. Die Bezeichnung “Extra Brut” bezeichnet einen sehr trockenen Champagner. “Brut” einen trockenen Champagner. “Extra”, “Sec”, “Demi” und “Doux” bezeichnen zunehmend liebliche Champagner. Schmecken Dir eher liebliche Weine, ist ein Champagner “Extra Brut” oder “Ultra Brut” (noch trockener als Extra Brut”) vermutlich eher nicht Dein Geschmack und Du empfindest sie als zu sauer. Probier es einfach aus und finde den Champagner Geschmack, der Dir am meisten zusagt.

Cremant

Bleiben wir in Frankreich. Neben dem Champagner, der ja wie wir bereits wissen aus der Champagne stammt, stammen aus Frankreich auch andere, edle Schaumweine. Schaumweine, die rund um die Champagne gekeltert werden dürfen häufig als Cremant bezeichnet werden. Die Trauben wachsen unter ähnlichen Voraussetzungen nur geografisch in der direkten Nachbarschaft. Die Rebsorten sind häufig ähnlich zu denen von Champagner. Auch Cremant wird in Flaschengärung gekeltert. Außerdem gibt es verschiedene andere Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um einen Schaumwein als Cremant zu bezeichnen. Cremant muss allerdings nicht als Frankreich stammen. Auch in Luxemburg gibt es zum Beispiel ein Anbaugebiet in dem Cremant gekeltert wird. Im Vergleich zum Champagner ist Cremant häufig etwas günstiger. Das macht Cremant zum optimalen Schaumwein für alle, die etwas Edles möchten, aber keine 30 Euro und mehr für eine Flasche Champagner ausgeben möchten.

Cava

Geografisch gesehen gehts für uns jetzt weiter nach Spanien. Cava bezeichnet Qualitätsschaumweine die in Spanien, genauer gesagt in Katalonien gekeltert werden. Die Regularien und Methoden, die für die Herstellung von Cava gelten werden häufig mit denen von Champagner verglichen. Salopp gesprochen könnte man also sagen, Cava ist der spanische Champagner. Geschmacklich ist das mit Sicherheit auch keine verkehrte Aussage. Da Schaumwein, der Champagner heißt, aber nur in der Champagne angebaut werden darf wäre das ein böser Fehler ;) Auch bei der Flaschengärung von Cava herrschen konstant kühle Temperaturen. Auch Rebendichte und anderen Parameter für die Cava-Herstellung sind streng geregelt, damit ein Schaumwein Cava heißen darf. Cava gibt es in den unterschiedlichsten Preisklassen. Mein liebster Schaumwein aus dem Supermarkt, Freixenette, ist ein Cava und schmeckt eingekühlt ganz wunderbar. Für mich ist Cava häufig die erste Wahl, wenn ich nach einem Alltagstauglichen Schaumwein suche, der lecker ist und keinen Krater ins Haushaltsbudget reißt.

Sekt

Beenden tun wir unsere kleine Reise rund um die Schaumweine hier in Deutschland. Deutscher Sekt und Winzersekt kann von ganz hervorragender Qualität sein. Weltweit betrachtet ist Deutschland übrigens der viertgrößte Produzent von Schaumweinen. Herstellung und verwendete Rebsorten unterscheiden sich bewusst von den in Frankreich zur Champagner-Herstellung verwendeten Methoden. Neben der Flaschengärung sind für Sekt auch anderen Methoden der Gärung wie zum Beispiel die Gärung im Tank erlaubt. Neben Chardonnay kommen für Sekt zum Beispiel auch Rebsorten wie Riesling oder Weißburgunder zum Einsatz. Ich persönlich liebe einen guten Riesling-Sekt zum Anstoßen sehr. Ein guter Parameter zur Auswahl eines Sektes ist zum einen die persönlich bevorzugte Rebsorte, als auch der Zuckergehalt. Von sehr trocken bis lieblich ist für jeden Geschmack sicherlich das Richtige dabei.

Fazit

Unterschiedliche Anbauregionen, verschiedene Rebsorten, und besondere Herstellungsverfahren machen die Unterschiede zwischen den Schaumweinen aus. Großartige Schaumweine lassen sich in jeder Kategorie und in nahezu jeder Preisklasse finden. Wichtig ist, dass Du auswählst, was Dir gut schmeckt und Dich nicht in den finanziellen Ruin treiben lässt, weil es unbedingt Champagner sein muss. Auch unter den anderen Vertretern der Schaumweine lässt sich sicherlich ein leckerer Tropfen finden der Dich und auch jeden Deiner Gäste zum Staunen bringt.
Welchen Schaumwein trinkst Du besonders gerne?