Pasta mit Rosenkohl

Nussiger Rosenkohl und knuspriger Räucherschinken treffen auf Tagliatelle – das ist Soulfood für den Pastateller.

Der Alltag und das Büro haben mich wieder, pünktlich zu Fasching. Oder Karnevall, Fastnacht oder wie auch immer die närrische Zeit in Deiner Region heißt. Ich freue mich schon ganz besonders auf viele leckere Krapfen in den nächsten Tagen. Für kommenden Sonntag habe ich übrigens ein tolles Rezept rund um den klassischen Krapfen vorbereitet. Ich freue mich selber schon sehr darauf.

Heute ist aber erst mal wieder ein herzhaftes Rezept angesagt. Und zwar gibt es nach schier unendlichen Suppen, endlich mal wieder Nudeln. Die sind schließlich echte Publikumslieblinge, waschechtes Soulfood und unendlich variabel. Heute gibt es ein schnelles Rezept für Tagliatelle mit Rosenkohl und Rahmsauce. Schließlich dauert es noch einige Wochen bis auf unseren heimischen Äckern und Feldern wieder was wächst und dementsprechend sind wir weiterhin mitten in der Kohl Saison. Dem Variantenreichtum sei dank ist das aber überhaupt nicht schlimm. Heute nehmen wir uns den Rosenkohl vor. Den könnte man durchaus aus kontrovers gesehenen Vertreter der Kohl Familie betrachten, schließlich scheiden sich hier die Geister. Vielen ist Rosenkohl zu bitter oder schmeckt schlichtweg nicht.

Natürlich gibt es immer persönliche Präferenzen, allerdings liegt beim Rosenkohl auch viel des Geschmacks in der Zubereitungsweise. Zu Tode blanchiert und bis zur Unkenntlichkeit verkocht entwickeln die hübschen Röschen, nämlich tatsächlich einen unerfreulichen Beigeschmack. Das kann jedoch schon mal dadurch vermieden werden, dass der Rosenkohl nur kurz gekocht oder in unserem Fall angebraten wird. Die Röschen zu halbieren, zu vierteln oder, so wie in unserem Fall in die einzelnen Blätter zu zerpflücken sorgt außerdem für ein anderes Mundgefühl. Das Entblättern der Rosenkohl Köpfchen geht übrigens schneller, als Du vielleicht denkst und lässt sich super zur Gemeinschaftsaufgabe mit dem Partner oder den Kids machen.

Angebraten in der Pfanne mit Zwiebeln und Knoblauch entsteht zusammen mit Sahne und Gewürzen eine super leckere, herzhafte Sauce die perfekt zu “langen Nudeln” wie hier zum Beispiel Tagliatelle passt. Knusprig gebratener Räucherschinken rundet das Gericht ab und liefert ordentlich Würze. Einige Granatapfelkerne runden die Pasta optisch und auch geschmacklich ab. Übrigens, für ein bisschen Frische Kick im Gericht sorgt ein bisschen Zitronenabrieb, der sich ganz vorzüglich mit den nussigen Aromen des Rosenkohls verträgt. Serviert habe ich die Pasta mit einem kleinen Chicorée Salat mit Schnittlauchdressing. Passt wirklich sehr gut!

Pasta mit Rosenkohl und knusprigem Schinken
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Kochzeit: 20 Minuten

Gesamtzeit: 20 Minuten

Kategorie: Abendessen, Mittagessen, Nudeln

Cuisine: Italienisch

Menge: 2 Portionen

Pasta mit Rosenkohl und knusprigem Schinken

Zutaten

    Für die Pasta:
  • 250 g Tagliatelle
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 g Rosenkohl
  • 100 ml Schlagsahne
  • Räucherschinken
  • Granatapfelkerne
  • 1 Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
    Für den Salat:
  • 2 Chicorée
  • 1 EL Schnittlauch
  • 1 TL Dijonsenf
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Rotweinessig
  • 1 TL Honig
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Einen großen Topf mit Wasser für die Nudeln aufsetzen. Den Räucherschinken in eine kalte Pfanne ohne Öl legen und die Pfanne erhitzen. Den Räucherschinken von beiden Seiten anbraten, bis er bräunlich ist. Dann auf einem Küchentuch abtropfen und abkühlen lassen.
  2. In der Zwischenzeit Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und die Rosenkohl Röschen entblättern und waschen. In die heiße Pfanne Öl geben und Zwiebeln und Knoblauch darin anbraten. Rosenkohl dazugeben und ebenfalls kurz anbraten bis er Farbe bekommt. Dann die Sahne dazu geben sowie den Abrieb der Zitrone. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Chicorée putzen und in eine Salatschüssel geben. Schnittlauch fein hacken und mit den anderen Zutaten für das Dressing vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Nudeln nach Packungsbeilage kochen und zur Sauce geben. Etwas Pastawasser auffangen und nach Bedarf zur Sauce geben. Die Sauce sollte die Nudeln ummanteln. Pasta anrichten, knusprigen Räucherschinken darüber bröseln und mit Granatapfelkernen garnieren.
https://heissehimbeeren.com/pasta-mit-rosenkohl-und-knusprigem-schinken/

Wenn Du die Tagliatelle mit Rosenkohl in Rahmsauce ausprobierst freue ich mich sehr über ein Foto Deiner Leckerei auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren.

Winterliche Minestrone

Herzhaft leckere italienische Minestrone mit Wintergemüse. Wärmt an kalten Wintertagen Körper und Seele und ist absolut vegetarisch.

Neues Jahr, neues Glück. Ich hoffe, Du bist gut ins neue Jahr gestartet? Ich durfte einen wunderbaren Silvesterabend mit Freunden, Familie und Nachbarn verbringen. Bei Fondue und leckerem Dessert ist die Zeit wie im Flug vergangen und wie immer kam das neue Jahr dann doch viel schneller als erwartet. Neujahrsvorsätze habe ich keine bestimmten. Wenn ich mir etwas vornehme, dann setze ich es, wenn möglich immer direkt um, oder versuche daran zu arbeiten. In einfache Worte gefasst: Ich möchte immer die beste Version von mir selbst sein, die mir gerade möglich ist. Ohne Zwang und ohne Druck. Ein bisschen gesünder essen im Januar schade aber auch mir nach der Weihnachtsschlemmerei nicht. Und das Fondue an Silvester trägt auch nicht gerade zur Bikinifigur bei.

Nachdem ich mich seit Silvester im Urlaub wähne, klappt das mit dem frisch und gesund kochen natürlich gerade besonders gut. Freie Tage nutze auch immer gerne im Rezepte zu kochen, die sich gut einfrieren lassen. Damit wird, gesund essen auch in stressigen Phasen möglich, in denen ich für ein leckeres Abendessen einfach nur in den gut gefüllten Eisschrank greifen muss. Genau so ein Rezept gibt es heute in Form einer winterlichen Minestrone.

Minestrone, das ist eine italienische Gemüsesuppe in der je nach Jahreszeit und Geschmack diverse Gemüse landen dürfen. DIE Minestrone gibt es dabei meiner Ansicht nach nicht. Das Rezept verändert sich in Italien je nach Region, Jahreszeit und Familie. Jeder beschreibt die perfekte Minestrone ein bisschen anders. Das ist in etwa so wie mit der perfekten Pasta Carbonara oder dem perfekten Salat. Das heißt für jeden etwas anderes. Aber gerade das macht es für mich so schön. Richtig und falsch gibt es hier nicht. Deswegen gleich vorne weg. Wenn mein Rezept für die winterliche Minestrone nicht das ist, das Du kennst, will ich keine Klagen hören. Ich habe Dich schließlich gewarnt ;-).

Die Basis für jede meiner Minestrone sieht immer gleich aus. In einem Topf mit Olivenöl werden Zwiebeln, Knoblauch, Stauden-Sellerie und Karotten angebraten. Nach und nach kommt dann weiteres Gemüse und Bohnen dazu. Auf Nudeln, die sich manchmal auch in Minestrone finden habe, ich dieses Mal verzichtet. Neben der Basis kommt in meine winterliche Minestrone noch Rosenkohl, Kartoffeln und Zucchini. Die sind zwar nicht gerade winterlich, befanden sich aber kurz vor Exitus in meinem Kühlschrank und mussten daher dringen weg. Dafür liebe ich Minestrone übrigens auch, es ist perfekt, wenn zu viel Gemüse im Kühlschrank ist, das Dringen wegmuss.

Außerdem kommt noch eine gelbe Paprika mit in den Topf. Ein Schluck Weißwein, Tomaten aus der Dose und Gemüsebrühe liefern Geschmack und Flüssigkeit. Die Minestrone darf dann mindestens 30 Minuten, gerne auch 1–2 Stunden köcheln. Etwa 15 Minuten, vor dem Servieren gebe ich weiße Bohnen mit zur Suppe und schmecke sie mit Salz, Pfeffer, Parmesan und italienischen Kräutern ab. Serviert mit etwas geriebenem Parmesan und einer leckeren Scheibe knusprigem Weißbrot wird daraus ein wahres Gedicht. Es lässt sich sowohl aus der Lieblingsschüssel im Schlafanzug auf dem Sofa oder beim spontanen Cadellight Dinner mit dem oder der Liebsten vorzüglich verzehren lässt.

Winterliche Minestrone
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Menge: 8 Portionen

Winterliche Minestrone

Zutaten

  • 3 Knoblauchzehne
  • 2 große Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 3 große Karotten
  • 3 große Kartoffeln
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 gelbe Paprika
  • 200 g Rosenkohl
  • 1 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 1 Dose Tomaten
  • 1 Dose weiße Bohnen
  • 100 g Parmesan
  • Salz und Pfeffer
  • Parmesan zum servieren (frisch gerieben)

Zubereitung

  1. Knoblauchzehe und Zwiebeln fein hacken. In einem großen Topf derweil Olivenöl erwärmen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten. Sellerie und Karotten in Würfel schneiden und ebenfalls mit Andünsten. Mit geschlossenem Deckel etwa 5 Minuten braten lassen.
  2. In der Zwischenzeit Kartoffeln schälen und ebenfalls in den Topf geben. Zucchini, Paprika und Rosenkohl putzen. Zucchini und Paprika würfeln und Rosenkohl vierteln. Mit in den Topf geben und kurz anbraten. Mit Weißwein, Brühe und Dosentomaten ablöschen und mindestens 30 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Parmesan und die abgetropften Bohnen dazu geben und nochmal 10 Minuten köcheln lassen. Nochmal abschmecken und mit frisch geriebenem Parmesan, Basilikum und Petersilie garnieren und mit frischem Brot servieren.
https://heissehimbeeren.com/winterliche-minestrone/

Wenn Du meine winterliche Minestrone ausprobierst, freue ich mich wie immer sehr über Dein Feedback im Form einer Rezeptbewertung und über ein Foto Deiner Kreation auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren.

Cremige Polenta mit Mangold

Sämig cremige Polenta mit einer extra Portion frisch geriebenem Parmesan trifft auf aromatischen, gebratenem Mangold. Das ist herbstliches Feed Good Food in Reinform und ein absoluter gute Laune Garant an grauen Herbsttagen.

“Ich mag keinen Grießbrei” – eigentlich ist Andy nicht wählerisch, ist mindestens genauso neugierig wie ich auf neue Geschmäcker und hat so wie ich immer Hunger. So muss Man(n) wohl auch sein wenn man es so viele Jahre schon mit mir aushält. Bei Grießbrei allerdings, da ist schluss mit lustig. Das ist nämlich eines der sehr wenigen Dinge, die Andy nicht mag. Erweitern lässt sich dies übrigens auch auf Milchreis co. Dementsprechend habe ich Grießbrei, Milchreis und Polenta immer für mich alleine gekocht wenn Andy auf Geschäftsreise war oder ich zu Studienzeiten oft alleine zuhause mittag gegessen habe. An dieser Stelle ein kleiner Exkurs zu “Warenkunde mit Annelie”. Polenta stammt aus der italienischen Küche. Du kannst sie dir als eine Art herzhaften Grießbrei vorstellen der mit Maisgrieß gekocht wird. Milch, Parmesan und/oder Butter verleihen dem Maisgrießbrei ein tolles Aroma und machen ihn super cremig.

Vor ein paar Wochen, im Angesicht des wunderschönen Mangolds der gerade wie wild bei uns im Garten sprießt, habe ich dann doch einen Versuch unternommen und meine liebste und zugleich schnellste Polenta der Welt gekocht, kombiniert mit gebratenem Mangold, Knoblauch und jeder Menge frisch geriebenem Parmesan. Und was soll ich sagen? Andy war begeistert. Ich sowieso, weil ich Polenta gerne esse. Weil ich mit diesem Rezept also sogar einen bekennenden Grießbrei, Milchreis und Polenta verschmäher bekehren konnte, kann ich es Dir natürlich auf keinen Fall vorenthalten.

Natürlich weiß ich, dass Polenta ein wirklich schwieriger Fall sein kann und für Hobbyköche öfter man zur echten Herausforderung wird. Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks ist die perfekte Polenta aber wirklich kein Hexenwerk und schmeckt einfach unglaublich lecker. Vorneweg, die perfekte Polenta gibts für mich in exakt zwei Aggregatzuständen. Entweder sie ist frisch, heiß, cremig, sämig und aromatisch, von der Konsistenz her in etwa wie griechischer Joghurt. Oder sie durfte einmal abkühlen und ist dann in kleine Stücke geschnitten in der Pfanne golden und knusprig ausgebacken. Kleistrige, klebrige Polenta oder Polenta, die frisch gekocht so fest ist, dass man sie mit dem Messer schneiden könnte und sie kaum herunter geschluckt bekommt geht garnicht. Sorry, aber irgendwo hat jeder Mensch seine Grenzen ;-)

Wie aber gelingt die perfekte Polenta an einem Werktag mit wenig Zeit aber viel Hunger? Das Geheimnis heißt Minuten-Polenta. Der Maisgrieß wird für diese Variante der Polenta bereits vorgegart, dann wieder getrocknet und verpackt. Dadurch braucht die Minuten-Polenta wesentlich weniger Kochzeit und lässt sich perfekt in jeden Alltag integrieren. Summa Summarum brauchst Du für das ganze Rezept ungefähr 15 Minuten, bis es auf dem Teller ist.

 

Los geht’s mit der Polenta. Dafür bringst Du in einem mittelgroßen Topf Wasser zum kochen.Bis Dein Wasser so weit ist, kannst Du den Mangold verarbeiten. Den wunderschönen, bunten Mangold gibts aktuell übrigens auf vielen Bauernmärkten in großen Bunden zu kaufen. Er sieht einfach netter aus als sein weiß grüner Kollege aus dem Supermarkt finde ich. Der tut es im Fall der Fälle aber natürlich auch. Allerdings ist Blattgemüse immer etwas problematisch in der Lagerung. Theoretisch ließe es sich ja ganz wunderbar im Kühlschrank verstauen. Wäre da nicht das leidige Platzproblem. Gebraten verringert sich der benötigte Kühlschrank-Platz dann ganz plötzlich von “halber Kühlschrank” auf “Mittleres Glasgefäß mit Deckel”. Wesentlich Platzsparender also. Wie dem auch sei… Vom gewaschenen Mangold ziehst du die Blätter vom Stängel ab und schneidest die Stängel in mundgerechte Stücke. Die Blätter werden grob gehackt. Ebenso schneidest du zwei Knoblauchzehen in feine scheiben.

Mittlerweile sollte das Wasser für die Polenta kochen. Während in einer Pfanne Öl für den Mangold heiß wird rührst du die Polenta ins Wasser ein und lässt sie unter ständigem rühren garen. Derweil kannst Du wunderbar den Mangold anbraten. Erst die Stiele und dann das Grünzeug dazu. Sobald der Mangold fertig ist erhält die Polenta mit etwas Salz, Butter und einem Schluck Sahne den letzten Schliff und schon ist es Zeit zum essen!

Sollte etwas übrig bleiben, lassen sich die Reste übrigens ganz wunderbar lagern. Die Polenta füllst Du einfach in ein passendes, flaches gefäß und lässt sie abkühlen. Abgekühlt kannst du sie dann in stückchen schneiden und in etwas Olivenöl ausbacken. Sie wird herrlich knusprig und unwiderstehlich lecker. Übrigen Mangold lagerst Du am Besten auch im Kühlschrank. Dort hält er sich mehrere Tage. Du kannst ihn dann entweder zu den gebackenen Polentaecken genießen oder mit frisch gekochter Pasta kombinieren. In jedem Fall super lecker und gleich ein Abendessen für mehrere Tage!

Cremige Polenta mit Mangold
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Vorbereitungszeit: 10 Minuten

Kochzeit: 10 Minuten

Gesamtzeit: 20 Minuten

Kategorie: Abendesse, Mittagessen, Vegetarisch, Glutenfrei

Cuisine: Italienisch

Menge: 2 Portionen

Cremige Polenta mit Mangold

Zutaten

  • 750 ml Wasser
  • 150 g Minuten-Polenta
  • 40 g geriebener Parmesan
  • 50 ml Sahne
  • 2 EL frische Butter
  • 500 g bunter Mangold
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer zum Würzen nach Wunsch

Zubereitung

  1. Wasser in einem mittelgroßen Topf zum kochen bringen. In der Zwischenzeit in einer Pfanne 2 EL Olivenöl langsam erwärmen. Zwei Knoblauchzehen schälen und in feine scheiben schneiden. Den Mangold waschen und die Blätter vom Stiel abziehen.
  2. Die Mangoldstiele in Mundgerechte Stücke schneiden und die Blätter ganz grob hacken. Wenn das Öl warm ist, die Knoblauchscheiben hineingeben und kurz anbraten. Dann die Mangoldstiele dazugeben und ebenfalls kurz anbraten.
  3. In der Zwischenzeit die Polenta ins kochende Wasser einrühren. Etwa 1/4 TL Salz dazu geben. Unter gelegentlichem Rühren 10 Minuten köcheln lassen.
  4. Wenn die Mangoldstiele langsam Farbe bekommen die Blätter dazu geben. Im Optimalfall sind die Blätter noch etwas feucht vom Waschen. Ansonsten 1-2 TL Wasser dazugeben und den Deckel auf die Pfanne setzen. Hitze abdrehen und bei geschlossenem Deckel ziehen lassen.
  5. Die fertig gekochte Polenta ebenfalls vom Feuer nehmen. Butter, Parmesan und Sahne einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nochmal für 5 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit den Mangold abschmecken.
  6. Polenta in einen tiefen Teller oder eine Flache Schüssel füllen. Etwas Mangold darauf verteilen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit frisch gemahlenem Pfeffer und Olivenöl garnieren und sofort heiß genießen.

Reste wie folgt aufbewahren: Polenta in ein flaches Gefäß füllen und im Kühlschrank abkühlen lassen. Zum aufwärmen in Stücke schneiden und diese in etwas Olivenöl knusprig und golden braun ausbacken.

Mangold ebenfalls im Kühlschrank lagern und nach Belieben zu den gebackenen Polenta-Ecken oder frischer Pasta servieren.

https://heissehimbeeren.com/cremige-polenta-mit-mangold/

Wenn Du die cremige Polenta mit gebratenem Mangold ausprobierst, freue ich mich wie immer riesig über ein Foto Deiner Leckerei auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren.

Tagliatelle mit Fleischbällchen

Perfekt gekochte Tagliatelle treffen auf eine würzige Tomatensauce mit kleinen Fleischbällchen. Ein echter Klassiker und das perfekte Soulfood für alle Pastaliebhaber.

Kohlehydrate, Fett und Salz. Mit dieser Kombination beginnt alles, was gut ist im Leben. Na ja gut, das ist jetzt vielleicht etwas arg dramatisch. Soulfood beginnt in aller Regel mit diesen drei magischen Komponenten. Das Essen also, das schon beim dran denken ein bisschen glücklicher macht. Burger, Pommes, Lasagne und Co sind genau deswegen so unglaublich lecker. Funktioniert übrigens auch mit gesünderen Sachen wir zum Beispiel Currys und Nudelsuppen. Genau so ein Rezept gibt’s heute auch, und zwar in Form von leckeren Tagliatelle mit Fleischbällchen und würziger Tomatensauce.

Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden und die Abende gemütlicher, steht mir der Sinn immer mehr nach etwas warmem, tomatigen mit Käse – im besten Fall. Ich liebe Käse. Eigentlich sollte es die Tagliatelle für Dich als Rezept erst ein bisschen später im Jahr geben. Wenn es wirklich wirklich kalt und ungemütlich ist. Jetzt ist es diese Woche allerdings so, dass ich selber ein bisschen Soulfood und damit etwas Stimmungsaufhellung brauchen kann. Am Sonntag habe ich ja bereits angedeutet, dass meine Arbeitswochen richtig anstrengend wird. Und so ist es auch. Meine Bestandsaufnahme sieht deswegen nicht sonderlich rosig aus im Moment. Gerade schreibe ich diesen Text für Dich, als dem ICE von München nach Aschaffenburg wo unser Event heute Abend stattfinden wird. Wach bin ich seit 6 Uhr und ins Bett gehts nicht vor Mitternacht. Ein anstrengender und langer Tag. Mit einem Teller Pasta sähe das Leben da schon viel besser aus. Stattdessen gibt’s für mich zum Frühstück ein Brioche und einen kleinen Cappuccino. Und das wars dann mehr oder weniger auch für den restlichen Tag. Das mit dem Catering gestaltet sich nämlich voraussichtlich recht schwierig … Immerhin darf ich mich jetzt in schriftlicher Form in den Pastahimmel träumen.

Womit wir auch (endlich) beim Thema wären. Ich bin ein absoluter Pastafan. Bei all den leckeren Sommersalaten, Sandwiches und Co. Ist das bisher gar nicht so wirklich zum Tragen gekommen hier auf dem Blog. Das wird sich aber jetzt in den kommenden, kalten Monaten ändern. Versprochen. Öfter als nicht ist eine Pasta meine erste Wahl fürs Abendessen. Schnell und lecker. Genau so ein Rezept gibts heute. Kleine Fleischbällchen mit Tomatensauce und leckeren Tagliatelle. Die Nudelsauce mit Fleischbällchen benötigt in etwa 15 Minuten Vorbereitung. Anschließend köchelt die Sauce etwas und nach gerade mal 30 Minuten steht ein leckeres Abendessen, warm und dampfend auf dem Tisch. Die Sauce lässt sich übrigens auch toll vorbereiten. Du kannst die Sauce zum Beispiel am Abend vorher vorbereiteten und etwas länger kochen lassen. Einfrieren lässt sie sich auch wunderbar.

Was die Zutaten betrifft kommen die üblichen Verdächtigen zum Einsatz. Für die Fleischbällchen brauchst Du Hackfleisch, Salz und Pfeffer. Diese Zutaten vermischst Du und formst daraus kleine Bällchen in der Große einer Walnuss. Diese werden in einer Pfanne angebraten. Wenn sie Farbe bekommen haben gibst Du gehackte Zwiebeln, Knoblauch und Sardellen dazu. Die Sardellen schmeckst Du später übrigens nicht heraus. Sie geben der Sauce nur ein großartiges Aroma. Ohne Sardellengeschmack. Versprochen. Zur Basis kommen passierte Tomaten aus der Dose. Diese Saucenbasis darf dann mit etwas frischem Oregano und Thymian ein bisschen kochen.

Wenn die Sauce etwa 15 Minuten gekocht hat, ist es Zeit, die Nudeln zu kochen. Wichtig für perfekte Nudeln ist, dass das Wasser richtig gesalzen ist. Nudelwasser sollte so salzig sein wie das Meer. Keine Sorge, die Nudeln sind nach dem Kochen nicht übermäßig salzig. Der Großteil des Salzes landet nämlich im Ausguss. Allerdings kann das Salz die Nudeln während des Kochens richtig würzen. Probier es einfach mal aus. Nudeln koche ich gerne eine Minute kürzer, als es auf der Packung empfohlen wird. Wenn die gekochten Nudeln dann in die Sauce kommen, ziehen sie darin noch ein bisschen nach. Etwas aufgefangenes Nudelwasser ist übrigens die beste Möglichkeit um eine zu feste Sauce flüssiger zu machen. Die Stärke und das Salz im Nudelwasser sorgen dafür, dass die Sauce dadurch nicht verwässert wird.

Zum Servieren habe ich die fertig gekochten Nudeln auf einer großen Platte angerichtet. Etwas Burrata darüber und schon ist das perfekte Soulfood fast fertig. Für den extra Aromakick habe ich etwas Basilikum, Salz und Olivenöl im Mixer fein püriert. Über die fertige Pasta gegeben sieht es nicht nur lecker aus, sondern komplettiert das perfekte Soulfood.

Tagliatelle mit Fleischbällchen und würziger Tomatensauce
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Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Kochzeit: 15 Minuten

Gesamtzeit: 30 Minuten

Kategorie: Abendesse, Mittagessen, Pasta

Cuisine: Italienisch

Menge: 2 Portionen

Tagliatelle mit Fleischbällchen und würziger Tomatensauce

Zutaten

    Zutaten:
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Sardellen in Öl
  • 1 Dose passierte Tomaten
  • 1 Zweig frischer Thymian (oder 1/2 TL getrockneter Thymian)
  • 1 Zweig frischer Oregano (oder 1 TL getrockneter Oregano)
  • 250 g Rinderhackfleisch
  • 250 g Tagliatelle
  • 1 Burrata
  • 30 g Basilikumblätter
    Basics:
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung

  1. Hackfleisch mit etwas Salz und Pfeffer vermischen. In einer Pfanne Olivenöl erwärmen. Die Fleischbällchen hinein geben und anbraten bis sie etwas Farbe bekommen haben. Zwiebeln, Knoblauch und Sardellen dazu geben und ebenfalls anbraten. Die passierten Tomaten dazu geben. Thymian und Oregano dazu geben und die Sauce etwas köcheln lassen.
  2. Wenn die Sauce etwa 15 Minuten gekocht hat, die Nudeln in gut gesalzenem Wasser kochen bis sie Al Dente sind. Etwas Nudelwasser auffangen und die Nudeln in die Sauce geben. Nach Bedarf etwas Nudelwasser zur Sauce geben um sie aufzulockern.
  3. Basilikum mit 4 EL Ölivenöl und einer Prise Salz fein pürrieren. Die Nudeln auf einem großen Teller anrichten. Den Burrata darüber zerpflücken und mit dem Basilikumöl garnieren. Direkt servieren.

Die Sauce kann ohne Nudeln darin wunderbar eingefroren werden.

https://heissehimbeeren.com/tagliatelle-mit-fleischbaellchen-und-wuerziger-tomatensauce/

Wenn Du die Tagliatelle mit Fleischbällchen und Tomatensauce ausprobierst, freue ich mich riesig über ein Foto davon auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren.

Die besten Spagetti Carbonara in 10 Minuten

Es gibt wenig, dass zufriedener macht als ein Teller Nudeln. Pasta, wenn Du es italienisch willst. Mit knusprigem Speck und einer cremigen Sauce kombiniert ist der Hochgenuss perfekt. Für die besten Spagetti Carbonara brauchst Du nur 5 Zutaten und 10 Minuten Zeit. Machbar auch noch nach dem längsten Arbeitstag.

Spagetti Carbonara

Abkühlung! Wie gut so ein Regentag tun kann! Das heißt auch, es ist endlich mal wieder Zeit für ein leckeres, Seelenwärmendes Abendessen. So sehr ich den Sommer liebe, kulinarisch steht mit bei heißem Wetter der Sinn eher selten nach Eintöpfen und Co. Da sind eher Sommersalate oder Wassermelone mit Feta angesagt. Alles Gut und Schön aber nach einem langen Arbeitstag oder einer anstrengenden Woche ist ein echtes Seelen-wärmer Abendessen auch wirklich was Schönes.

Genau so ein Rezept sind für mich, Spagetti Carbonara. Cremig, herzhaft und unglaublich lecker! Das Rezept habe ich schon vor ein paar Wochen fotografiert. Kochen tue ich es regelmäßig. Und heute kann ich es Dir endlich zeigen, ohne dass Du mich für komplett bescheuert erklärst. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad konnte ich es wirklich nicht verantworten.

Spagetti Carbonara
Wie so oft im Leben sind die einfachsten Rezepte die, bei denen man am meisten falsch machen kann. Deshalb habe ich auf der Suche nach den perfekten Spagetti Carbonara schon viele Frösche küssen oder in diesem Fall schlechte Nudeln essen müssen. Verkocht, in Sahnesauce ertränkt oder gar Tütensaucen werden einem da in so manch italienisch anmutenden Restaurant kredenzt. Übrigens auch im Italien, selbst wenn man die üblichen Touristen Hotspots nicht meidet, möchte ich der Vollständigkeit halber ergänzen.

Dabei sind die perfekten Spagetti Carbonara gar nicht so schwierig zuzubereiten. Es dauert keine 10 Minuten und Du benötigst exakt 5 Zutaten. Pfeffer schon mitgerechnet – und nein, Sahne ist nicht dabei. Selbst nach einem langen und anstrengen Arbeitstag ist das absolut machbar. Nach solchen Tagen sind Spagetti Carbonara sogar eines meiner liebsten Rezepte. Unwiderstehlich lecker und echtes Seelenfutter!

Spagetti Carbonara
Also, was brauchst Du? Nudeln natürlich – klassisch werden Spagetti Carbonara, wie der Name es schon sagt mit Spagetti gekocht. Das ist auch alles recht und schön, ich mag aber Bavette lieber. Das ist eine Kreuzung aus Spagetti und Linguini. Abseits des Nudel-Fachjargons: Eine etwas dickere und breitere Spagetti. Ich mag sie deswegen, weil sie immer ein bisschen mehr Biss haben und nach mehr “Nudel” schmecken. Macht das Sinn? Ob Du jetzt Spagetti, Bavette oder Fussili verwendest, bleibt Dir überlassen. Erlaubt ist, was schmeckt!

Neben den Nudeln brauchst Du noch Parmesan oder Peccorino, ein Ei und Pfeffer, Salz für das Nudelwasser und Speck. Traditionell wäre Glanciale. Das ist fetter Speck aus der Backe des Schweines. Weil der in Deutschland aber recht schwer aufzutreiben ist, sind Pancetta oder Bacon eine gute Alternative. Wichtig ist, dass der Speck viel Fett enthält. Keine Sorge, wir haben später keine schwabbeligen Speckstückchen im Essen. Der Speck wird ausgelassen. Das so freigewordene Fett bildet zusammen mit etwas Kochwasser von den Nudeln die Sauce. Vom Speck bleiben lediglich knusprige Stückchen.

Spagetti Carbonara
Die Emulsion aus Fett und stärkehaltigem Kochwasser ist übrigens auch der Grund, warum in eine Carbonara keine Sahne gehört. Die leckere Sauce entsteht direkt in der Pfanne. Damit sich das Fett aus dem Speck löst, schneidest Du ihn in ca. 5 mm große Stückchen und gibst ihn in eine kalte Pfanne, die Du auf mittlerer Hitze auf dem Herd langsam erhitzt. Dadurch tritt das Fett aus dem Speck aus und die Speck Stückchen werden knusprig. Wenn Du möchtest, kannst Du an dieser Stelle eine Knoblauchzehe dazu geben. Ich zerdrücke die Knoblauchzehe für dieses Rezept kurz auf der Arbeitsfläche und gebe sie ganz dazu. Vor dem Servieren entferne ich die Knoblauchzehe natürlich wieder.

Timing ist bei diesem Rezept übrigens alles. Mit dem Auslassen des Specks beginnst Du am besten direkt, nachdem Du die Nudeln in kochende Wasser gegeben hast. Während die Nudeln kochen und der Speck brät, hast Du ausreichend Zeit das Ei mit geriebenem Parmesan oder Peccorino zu verrühren und den frisch gemahlenen Pfeffer dazu zu geben.

Kurz bevor die Nudeln fertig sind, wird es magisch. Du nimmst die Pfanne mit dem Speck von der Herdplatte und gibst etwa 6 EL Nudelwasser dazu. Durch Schwenken und rühren verbinden sich Nudelwasser und das heiße Fett. Nun gibst Du die Nudeln dazu. Fang dabei bitte etwas Kochwasser auf, das brauchen wir noch.

Die Pfanne ist nun so weit abgekühlt, dass aus der Eiermasse kein Rührei mehr wird, wenn Du es in die Pfanne gibst. Das tust Du am besten in einem gleichmäßigen, langsamen Strom. Nochmal kurz umrühren und nach Bedarf Kochwasser dazu geben. Lieber zunächst weniger und nachjustieren. Und Tada, fertig sind die perfekten Spagetti Carbonara! Fertig in 10 Minuten und ein bisschen magisch. So oder so, das perfekte Seelefutter und eines meiner absoluten Lieblingsgerichte!

Die besten Spagetti Carbonara in 10 Minuten
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Vorbereitungszeit: 5 Minuten

Kochzeit: 5 Minuten

Gesamtzeit: 10 Minuten

Kategorie: Abendesse, Mittagessen, Pasta

Cuisine: Italienisch

Menge: 2 Portionen

Die besten Spagetti Carbonara in 10 Minuten

Zutaten

  • 200 g Spagetti
  • 100 g Guanciale, Pancetta oder Bacon
  • 1 Knoblauchzehe (optional)
  • 50 g Parmesan
  • 1 Ei
  • Frisch gemahlener Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl

Zubereitung

  1. Einen großen Topf mit Wasser auf dem Herd zum kochen bringen.
  2. Während das Wasser heiß wird den Speck (Guanciale, Pancetta oder Bacon) in ca. 0,5 cm große Stücke schneiden. In eine kalte Pfanne geben und diese vorerst nicht auf den Herd stellen.
  3. Wenn das Wasser kocht, Wasser ordentlich Salzen (1 TL Salz pro Liter Wasser) und die Nudeln hinein geben. Die kalte Pfanne auf den Herd stellen und bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Dadurch tritt das Fett aus dem Speck aus. Wenn Du möchtest kannst Du hier auf die Knoblauchzehe dazu geben.
  4. Das Ei in eine Schüssel aufschlagen und ca. 40 g frisch geriebenen Parmesan und etwas frisch gemahlenen Pfeffer verrühren. Wenn die Nudeln fast Aldente sind, ca. 5 EL des Kochwassers in die Pfanne mit dem Speck geben und die Pfanne vom Feuer nehmen. Dann die Nudeln dazu geben. Die Pfanne ist nun genug abgekühlt, dass die Eier nicht stocken. In einem gleichmäßigen, langsamen Strom nun die Eiermischung in die Pfanne geben und dabei ordentlich schwenken bzw. umrühren.
  5. Die Carbonara kann nun mit dem restlichen geriebenen Parmesan und etwas mehr frisch gemahlenem Pfeffer serviert werden.
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Spagetti Carbonara

Wenn Du Dir auch von meinen Spagetti Carbonara die Seele wärmen lässt, freue ich mich über ein Foto Deiner Kreation auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren.

Spagetti Carbonara