Kaffeepause – ein Lebenszeichen

Nach guten 3,5 Jahren ist letzten Sonntag das undenkbare passiert: Es gab keinen neuen Beitrag von mir. Woran das liegt, erfährst Du heute in einer (längst mal wieder fälligen) Kaffeepause.

Ausgeknockt. Das beschreibt meinen Zustand vergangenen Sonntag wohl am besten. Nach einer Mandelentzündung ende Februar, habe ich mich wohl nicht gut genug gehalten und direkt mal die Quittung präsentiert bekommen. Fieber und eine saftige Bronchitis hatten mich voll erwischt und aus dem Verkehr gezogen. Ende Gelände. Erst mal Ruhe. Dieses Mal aber wirklich. Nach über 3,5 Jahren, die es Heisse Himbeeren schon gibt, war das auch die erste Woche ohne Sonntagsbeitrag. Ich konnte einfach nicht mehr.

Weil das ja nicht reicht, war Andy die letzten zwei Wochen auf Geschäftsreise und ich mit unserem Alltag und der Hundemaus alleine. Wie gut, dass ich meine Eltern und meine Schwester gleich nebenan habe. Sie haben sie rühren um mich gekümmert. Die Hundemaus mit Spaziergängen und mich mit Wadenwickel, Essen und Gesellschaft versorgt. Der guten Pflege sei Dank gehts mir auch schon wieder deutlich besser. Trotzdem ist noch bis inklusive Mittwoch Bettruhe vom Arzt verordnet. An aller erster Stelle steht jetzt erst mal, wieder gesund werden. Danach sehen wir weiter. Da meine Rezept-Reserven auch aufgebraucht sind und ich keinen Kuchen oder sonstiges mehr aus dem Ärmel zaubern kann, gibt’s heute einfach nur ein Lebenszeichen von mir.

Nächste Woche Samstag hat Andy Geburtstag. Das ist die perfekte Gelegenheit, einen Kuchen für den Blog zu backen. Nächsten Sonntag, sollte Dich hier also wieder ein neues, süßes Rezept erwarten. Und ab kommender Woche Donnerstag gibt’s dann auch wieder wie gewohnt jeden Donnerstag ein herzhaftes Rezept für Dich. Die kleine Zwangsauszeit musste aber sein. Ich freue mich schon, bald wieder in meiner Küche zu stehen. Das Bett zu hüten heißt nämlich auch, viele Kochbücher zu lesen und Kochsendungen zu schauen. Das schafft Inspiration pur! Genieß Dein restliches Wochenende :)

Darf ich vorstellen? Stella

Vielen Monate lang habe ich mein neues Projekt für mich behalten. Auch hier auf dem Blog habe ich wenn überhaupt nur anklingen lassen, das etwas im Busch ist. Viele von Euch ahnen es wohl seit der Umfrage vor ein paar Wochen. Heute ist es soweit und ich darf Dir endlich die große Neuigkeit verkünden: Ab sofort gibt es im Heisse Himbeeren Shop mein erstes, selbst designtes Produkt zu finden. Das rosa Kristallglas mit Goldrand, dass den schönen Namen Stella trägt.

Aber eins nach dem anderen. Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich schon mal in einem Beitrag über meine Zukunftsträume und meine Träume für Heisse Himbeeren gesprochen. Damals noch sehr vage und ohne genaue Richtung. Seitdem habe ich viel ausprobiert und entdeckt, was ich machen möchte, was für den Blog und damit für Dich als Leser funktioniert und noch viel wichtiger, was nicht. Die erste Idee war, nebenher ein bisschen Geld mit Firmen Kooperationen einzunehmen und Bannerwerbung hier auf dem Blog zu zeigen. Vor allem für zweiteres möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen… Ich selber finde Werbebanner, die im schlimmsten Fall Werbung zur Nagelpilzbehandlung neben meinen Kuchen und Törtchen zeigen, nämlich ganz schrecklich. Und das geht Dir offensichtlich genau so. Das wichtigste für mich ist, das Heisse Himbeeren ein Ort im Web ist, an den Du gerne kommst. Der Dich inspiriert und Dich dabei unterstützt, auch im Alltag tolle Kuchen zu backen und gesunde, leckere Rezepte zu kochen. Da passen Werbebanner einfach nicht hin. Ähnlich verhält es sich mit Kooperationen mit Firmen. Ich will Dir nichts vorstellen, weil ich Geld von einer Firma dafür bekomme. Nicht mal, wenn ich selber von dem Produkt überzeugt bin und es seit Jahren nutze. Wenn ich Läden, Reiseziele oder Küchengeräte hier auf dem Blog empfehle, dann sollst Du wissen, dass es immer meine eigene Meinung ist.

Alles klar dachte ich mir, dann bleibt der Blog ein Hobby, brotlose Kunst sozusagen. Lieber das als zum profillosen Werbeplakat zu werden. Aber wie es im Leben so oft ist, öffnen sich Türen wenn man es am wenigsten erwartet und weisen in Richtungen, die man nie für möglich gehalten hätte. Los ging es damit, dass mir einfach nur backen nicht mehr gereicht hat. Meine Leidenschaft fürs Kochen brauchte dringend ein digitales Zuhause. Seit einigen Monaten schon, gibts von mir auch herzhafte Rezepte, die sich gut in einen lebendigen Alltag eingliedern lassen und auch nach einem langen Arbeitstag noch Lust auf die Küche machen.

Außer kochen und backen habe ich noch ein anderes großes Hobby. Wie du vielleicht weißt, reise ich gerne in ferne Länder und erkunde die Welt. Sowohl kulinarisch als auch kulturell. Von jeder Reise bringe ich etwas mit heim. Das habe ich definitiv von meinen Eltern geerbt. Meistens sind es Küchenutensilien oder Geschirr. Immer aus kleinen Manufakturen oder von lokalen Märkten. Eben was besonderes, das es hier in Deutschland so nicht zu kaufen gibt und das nicht jeder hat. Etwas, das mich zurück zu einem besonderen Ort oder einem besonderen Ereignis bringt wenn ich es im Alltag aus dem Schrank nehme. Mein Ziel im Leben ist es, eine bunte Sammlung an besonderen Stücken zu haben, von denen jedes eine Geschichte zu erzählen hat. Meine Kinder und Enkel, sofern ich mal so glücklich bin und welche haben darf, werden ihre helle Freude mit mir haben… Wenn die Errungenschaften dann zum Einsatz kommen, werde ich oft von Freunden oder meinen Gästen gefragt, woher ich den schönen Teller, das tolle Glas oder diesen Salzstreue denn habe. Daraus entstand die Idee für den Shop. Ganz plötzlich und unerwartet, war sie einfach da und wollte umgesetzt werden. Und so ein Gefühl kann man einfach nicht ignorieren. Es ist die ideale Kombination als all meinen Leidenschaften und ein großartiger Weg, meine Lieblingsstücke mit Dir zu teilen. Gleichzeitig ermöglicht es mir eine kleine Einnahmequelle, ohne den Blog zur Werbefläche zu machen. Ein Win Win wie ich finde. Ich hoffe, Du siehst das genauso. Nach und nach wird der Shop wachsen und sich mit Dingen füllen, die ich besonders finde und von denen ich glaube, sie könnten auch Dir gefallen.  

Den Anfang macht Stella. Die Idee für den Shop war gerade entstanden, da ist mir auf Pinterest ein rosa Weinglas mit Goldrand ins Auge gefallen. Das fand ich so besonders, dass ich es haben wollte. Aber keines der wenigen, die zu finden waren, hat mir so richtig gut gefallen. Oft waren es maschinell gefertigte Gläser die nur mit Farbe angesprüht waren. Gefertigt als Massenware, irgendwo auf der Welt. Um damit auf einen besonderen Moment im Leben anzustoßen, nicht wirklich geeignet. Das muss doch auch anders gehen.

Einige Zeit später war eine Manufaktur gefunden und ich durfte mein erstes eigenes Produkt, Stella, designen. Entstanden ist das schönste Weinglas, das ich bisher gesehen habe. Produziert wird in der Europäischen Union. Mit echter Handwerkskunst wird jedes Glas mundgeblasen und von Hand mit einem Goldrand veredelt. Das Glas ist hauchdünn und hat durch und durch eine rosa Farbe. Die ist nicht aufgemalt, sondern das Glas selbst ist durch Zugabe bestimmter Mineralien rosa. Vollendet wird Stella durch einen Goldrand aus 24 Karat Echtgold. Ein so besonderes Glas, dass es für mich, und hoffentlich auch für dich zum Begleiter fürs Leben wird, um damit auf die besonderen Augenblicke im Leben anzustoßen, die es so nur ein einziges mal geben wird. Die Verlobung, ein lang ersehntes Wiedersehen, der Uniabschluss, der Traumjob, die Hochzeit, ein Geburtstag. Oder einfach nur ein Donnerstagabend, an dem man seinem großen Traum ein kleines Stück näher gekommen ist und sein Produkt, mit dem man so viele Monate schwanger gegangen ist, endlich endlich vorstellen darf :). Form und Größe des Glases sind ganz bewusst so gewählt, dass es sich für jeden Wein, jeden Cocktail und auch jeden Champagner oder Prosecco wunderbar eignet. Auch Wasser und Apfelschorle schmecken übrigens ganz wunderbar daraus :)

Designed sind Glas, Verpackung und natürlich der Online Shop von uns hier in München. Der Shop ist nämlich ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Für Verpackung und Versand verwenden wir ausschließlich Produkte die ökologisch abbaubar und recyclebar sind. Kein Plastik sondern nur Papier, Karton und Holzwolle. Mit viel Liebe verpackt macht sich jedes Glas dann auf den Weg zum neuen Besitzer, der hoffentlich genauso viel Freude damit hat wie ich.

5 Eis Rezepte zum selber machen

Du suchst nach tollen Rezepte für heiße Tage und liebst Eis? Dann ist diese kleine Kollektion von Eisrezepten genau das richtige für Dich. Vom 5 Minuten Eis am Stiel bis zur Eistorte für einen besonderen Anlass ist alles dabei!

Endlich Urlaub! Seit Freitagnachmittag ist bei uns Sommerurlaub angesagt. Und das Wetter könnte nicht besser sein! Langsam ereilt mich auch die übliche Urlaubsmüdigkeit. Kennst Du das auch? Die ersten ein oder zwei Tage nach einer anstrengenden Phase in der Arbeit, der Uni oder Schule ist man noch voller Energie und kommt kaum zur Ruhe. Nach ein paar Tagen raus aus dem Alltag setzt bei mir dann erst mal die Müdigkeit ein und ich merke, wie sehr mich die letzten Wochen und Monate geschlaucht haben. Dann ist eine Gang runter schalten und entspannen angesagt. So schwer mir das auch manchmal fällt. Nach ein paar Tage normalisiert sich mein Energielevel dann wieder und ich befinde mich nicht mehr im Faultiermodus.

Zum akuten Faultiermodus gesellt sich gerade auch noch grandioses Sommerwetter. Das ist ja per se etwas ganz wunderbares, will man aber Kuchen mit Sahne oder gar Eistorten fotografieren entwickelt sich das Traumwetter schnell zur Herausforderung. Genau das ist heute der Fall. Eigentlich habe ich nämlich eine wunderbare Eistorte mit Banane, Schokolade und Haselnüssen vorbereitet. Dank der Hitze ist aber nicht im Traum daran zu denken, Eis zu fotografieren. Schon der Versuch eine Birnentorte mit Schlagsahne zu fotografieren ist kläglich gescheitert, dementsprechend darf die Eistorte noch ein bisschen länger in meinem Gefrierfach verweilen und wir reden heute einfach mal über die Eisrezepte, die es hier auf Heisse Himbeeren schon gibt. Nach fast drei Jahren hat sich hier auf dem Blog, nämlich einiges angesammelt. Über 150 Rezepte sind es mittlerweile. Verrückt. Ich kann mich noch so gut an die ersten Monate erinnern in denen ich immer dachte. “5 Rezepte, das ist noch ganz schön dürftig“ – Ehe man sich versieht, ist der Blog 3 Jahre alt und auch quasi jeder Kategorie der Backwelt sind mehrere Rezepte zu finden. Und auch meine Sammlung an herzhaften Rezepten wächst stetig an.

Das erste Rezept hier auf dem Blog war übrigens ein Eisrezept, wusstest Du das? Nachdem der Blog ja Heisse Himbeeren heißt, darf ein ordentliches Rezept für Vanilleeis mit heißen Himbeeren (die Inspiration für den Namen) natürlich nicht fehlen! Glaub mir, mit Eis in die Welt der Food Fotografie einzusteigen war eine echte Herausforderung und hat mich ordentlich nerven gekostet … Die Entwicklung meines ersten Eis Rezeptes hat mich aber auf den Geschmack gebracht und zu vielen weiteren Eisrezepten geführt! Allerdings ist das Vanilleeis mit heißen Himbeeren bisher das einzige Eisrezept gewesen, für das man eine Eismaschine benötigt. Persönlich finde ich es nämlich immer bescheiden, wenn man ein ganz spezielles Küchengerät für ein Rezept braucht, dass ansonsten den Rest des Jahres im Schrank liegt. Klar, für mich als leidenschaftliche Köchin und Bäckerin macht die Anschaffung des ein oder anderen Spezialgerätes durchaus Sinn. Wenn wir ehrlich sind, sind die meisten Küchengeräte für jemanden, der gelegentlich kocht oder backt nicht nötig. Sie erleichtern zwar die Arbeit, machen Dich aber nicht zu einem besseren Koch oder Bäcker. Ein solides Handrührgerät mit Food Prozessor Aufsatz und Pürierstab ist vollkommen ausreichend! Mehr brauchst Du für den Anfang und auch fürs Eis manchen nicht. Versprochen :)

Der leckere Bananensplit am Stil kommt sogar ganz ohne Küchengeräte aus. Du brauchst lediglich eine Gabel und Eisförmchen. Ich habe mir ganz Fancy vor einigen Jahren eine ordentliche Form für Eis am Stiel gekauft, die man mit Holzstäben verwenden kann. Jeder saubere Joghurtbecher tut, aber genau so seien Dienst. Die Bananensplits am Stil mag ich besonders, weil die Zutatenliste kaum kürzer sein könnte und man öfter man ein oder zwei Überreife Bananen zu Hause liegen hat, die keiner mehr essen will. Im Sommer ist da der Bananensplit am Stil eine super Möglichkeit diesen Bananen zu einem zweiten Leben zu verhelfen.

Sollte Banane oder Sahneeis nicht so sehr Dein Fall sein, ist vielleicht das Wassermeloneneis am Stiel das Richtig für Dich. Besonders toll finde ich, dass das Eis selbst wie ein Stück Wassermelone aussieht! Das Wassermeloneneis kann, genau wie der Bananensplit am Stil übrigens super einfach in ein Laktosefreie oder Veganes Eis verwandelt werden. Einfach Joghurt oder im Fall der Bananensplits Schlagsahne, durch eine pflanzliche oder laktosefreie Alternative ersetzen und fertig ist ein super leckeres Laktosefreie bzw. Veganes Eis am Stiel!

Genauso simpel ist die Veganisierung übrigens beim Himbeer-Mango-Eis! Das esse ich im Sommer übrigens auch super gerne als Snack zwischendurch oder als Frozen Smoothie Bowl zum Frühstück! Einfach mit etwas Fruchtsaft, Wasser oder Milch strecken bis die Masse die Konsistenz eines festen Smoothies hat. Besonders lecker ist die Smoothie Bowl mit einigen frischen Früchten und etwas Granola darauf. Und so eine Smoothie Bowl ist auch wirklich sehr erfrischen! In den nächsten Wochen gibt’s bestimmt auch mein ein Rezept dazu :) Hast Du eigentlich ein Lieblings-Eis, dass Du immer essen könntest?

Mein aller liebstes Eisrezept ist aber eines, dass in der Basis auf zwei Zutaten besteht. Nämlich Schlagsahne und gesüßter Kondensmilch. Diese magische Kombination sorgt dafür, dass Du Eis wie aus der Eisdiele zu Hause zubereiten kannst. Und zwar ganz ohne Eismaschine! Die Methode könnte gar nicht einfacher sein. Und je nachdem, welche weiteren Zutaten Du dem Basisrezept hinzufügst, entsteht ein leckeres Erdbeereis, ein cremiges Schokoladeneis oder Dein erklärtes Lieblingseis. Deiner Fantasie sind damit absolut keine Grenzen gesetzt! Wie wäre es zum Beispiel mit Stracciatella Cookie Crumble Erdbeermarmeladen Pistazieneis? Ich habe keine Ahnung, ob das schmeckt, aber eine Versuch wäre es bestimmt wert! Dieses Eisrezept ist übrigens auch das Geheimnis zu den Eissandwichs von letzter Woche! Und zur Eistorte …

Last But not Least gibt es nämlich doch noch eine Eistorte. Zwar nicht die, die ich geplant hatte, aber eine, die mindestens genauso lecker ist! Letzten Sommer gab es nämlich eine super leckere Mandel Tonka Eistorte mit Kirschen hier auf dem Blog. Mit Vollkornkeksen, selbst gemachten gebrannten Mandeln und Baiser ist das eines der aufwendigsten Eisrezepte, dass es hier auf dem Blog gibt. Eine Eismaschine brauchst Du auch hierfür nicht. Nur etwas mehr Zeit und eine Kastenform. Die Eistorte war damals eine Premiere für mich und ist nicht die letzte geblieben. Was ich an Eistorten so besonders gerne mag ist, dass man sie perfekt vorbereiten kann und Reste einfach wieder ins Gefrierfach wandern. So hast Du den ganzen Sommer lang immer eine Torte griffbereit, wenn überraschend Besuch kommt oder Du Dir einfach selbst etwas Gutes tun willst. Wer sagt schon, dass man für Torte immer einen besonderen Anlass braucht? Ich halte es da nämlich wie die berühmte Julia Child und sage “Eine Party ohne Kuchen (oder Eistorte) ist nur ein Meeting”. In diesem Sinne begebe ich mich jetzt wieder zurück in meinen Faultiermodus und lasse das Wochenende ausklingen. Morgen beginnen dann langsam aber sicher die Vorbereitungen für unser langes Wochenende in Griechenland. Wir fliegen nur mit Handgepäck… Das wird eine kleine logistische Meisterleistung :)

Wenn Du eines meine Eisrezepte ausprobierst, freue ich mich riesig über ein Foto davon auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren :)

Was Du über mich noch nicht weißt …

Der Relaunch ist fertig! Eine Woche später als versprochen zwar aber immerhin. Besonders die tollen Dinge im Leben brauchen manchmal ein bisschen Zeit. Weniger poetisch ausgedrückt: Es war wesentlich mehr Arbeit als gedacht. Jetzt ist die neue Website aber fertig und ich finde, sie ist großartig geworden. Die Startseite lädt mehr zum Endecken ein und insgesamt ist der Blog nun um einiges moderner und hübscher. Im Fokus stehen natürlich weiterhin meine Rezepte. Ab kommendem Donnerstag kriegen meine süßen Kreationen allerdings noch Gesellschaft von herzhaften Rezepten. Was es damit genau auf sich hat habe ich Dir ja schon vor einigen Wochen in der Kaffeepause verraten. Wie findest Du den Relaunch? Ich freue mich über dein Feeback in den Kommentaren.

Den Relaunch wollte ich nutzen, ein bisschen mehr von mir zu erzählen. Darüber, was mich Antreibt, meine größte Inspiration und die wichtigste Erkenntnis aus fast 3 Jahren mit dem Blog.

Die Rezepte die Du auf diesem Blog findest, sind inspiriert von den Menschen und Orten, die ich Liebe. Von meinen Reisen, meiner Familie und meinen Freunden. Die ich übrigens am allerliebsten um mich herum habe. Deswegen verwundert es wohl wenig, dass meine Eltern und meine Schwestern gleich nebenan leben und Alex und Martin ihr Quartier auch gleich um die Ecke aufgeschlagen haben. Als kleines Mädchen habe ich unzählige Stunden mit meiner Mutter in der Küche und mit meinem Opa in der Backstube seiner Bäckerei verbracht. Gutes Essen gehört in meiner Familie einfach dazu. Gutes Essen bedeutet für mich, Zeit mit lieben Menschen zu verbringen, zu genießen und die Seele baumeln zu lassen. Es verwundert wohl wenig, dass Backen und Kochen später im Leben meine großen Leidenschaften und mein Ausgleich zum Alltag werden sollten.

2015 habe ich meinen Blog Heisse Himbeeren gegründet, um meine Rezepte mit Gleichgesinnten zu teilen. Es war der Start eines riesigen Abenteuers. Über zwei Jahren drehte sich dort alles rund ums Backen und die süßen Seiten des Lebens. Dass ich mindestens genau so gerne koche, wie ich auch Backe, habe ich Dir lange Zeit verschwiegen. Es passte einfach nicht in das Konzept des Blogs. Außerdem muss kochen für mich immer schnell gehen, lecker sein und ausgewogen ohne langweilig zu sein. Nach einem langen Arbeitstag ein tolles Abendessen auf dem Tisch zu haben ist dabei mein Ansporn. Seit es meinen Blog gibt, habe auch ich mich entwickelt. Ich kann ohne Zweifel behaupten, nie im Leben so viel gelernt zu haben wie durch den Blog. Das sind zum einen natürlich Fähigkeiten, die ich ohne den Blog vermutlich nie entdeckt hätte, aber auch Dinge über mich selbst. Die wichtigste Erkenntnis auf diesem Gebiet ist wohl: Ich kann.

Egal ob es sich dabei um das Bauen einer Website, die Kreation einer Tauftorte oder das Fotografieren handelt. Wenn ich etwas im Leben erreichen oder können möchte, dann kann ich das auch. Deswegen, kann ich nun auch meine Kochrezepte mit Dir teilen. Weil ich glaube, dass es vielen genau so wie mir geht. Du findest hier schnelle und gesunde Gerichte für jeden Tag, die wahnsinnig lecker sind und mindestens so lecker aussehen wie sie tatsächlich sind! Gebacken wird natürlich auch noch. Das ist und bleibt nun mal mein großes Hobby. Saisonale und Regionale Zutaten treffen hier auf exotische Rezepte, echte Klassiker und einen hauch von weiter Welt. Schön, dass Du da bist :)

Kaffeepause

2 Jahre und 7 Monate, genauer gesagt 963 Tage ist es her, dass ich den ersten Beitrag hier auf Heisse Himbeeren veröffentlicht habe. Zu diesem Zeitpunkt lag gut ein halbes Jahr WordPress lernen, Blog Design und Co. hinter mir. Ich dachte “geschafft” und war mir ziemlich sicher, dass der Großteil der Arbeit jetzt hinter mir liegt. Tja, weit gefehlt. Der größte Teil der Arbeit oder besser gesagt des Abenteuers begann, nachdem die Website fertig war und der Blog live gegangen ist. Und ich bin immer noch mitten drin. Damals wie heute stehe ich begeistert in meiner Küche, teste Rezepte und Backe begeistert einen Kuchen, eine Torte, Cupcakes oder was auch immer mir gerade in den Sinn kommt. Auch die ein oder andere kleine bis mittlere Katastrophe darf dabei nicht fehlen. Zum Beispiel löse ich mindestens einmal im Monat den Rauchmelder aus … Aber das ist eine andere Geschichte. Jeden Sonntag schreibe ich einen neuen Beitrag, erzähle aus meinem Leben und nehme Dich mit auf meine kulinarische und persönliche Reise. Ich teile mein neustes Kuchenrezept mit Dir, erzähle von der ersten Tauftorte, die ich backen durfte und schreibe meine Erlebnisse und Gedanken zu meinen Reisen auf. Auch, wenn diese manchmal schwer in Worte zu fassen sind. Ich werde, wenn mir etwas wirklich am Herzen liegt auch durchaus mal politisch. Das Interessante daran ist, dass es sich nie wirklich wie Arbeit angefühlt hat. Es ist ein selbstverständlicher Teil meines Lebens geworden. Egal wo ich bin, mir schwirrt Essen und mein Blog durch den Kopf. Das passiert so automatisch, dass ich mich manchmal frage, was man eigentlich macht, wenn man nicht ständig auf der Suche nach spannenden Zutaten ist? Wie verbringt man einen Urlaub, wenn man nicht an jedem Straßenstand halt macht, um zu inspizieren, welche kleine Köstlichkeit hier zubereitet wird? Wenn ich Urlaub mache, dann sind Wochenmärkte, Bäckereien und Restaurants meine Sehenswürdigkeiten.

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