Apfelkuchen

Saftiger Apfelkuchen

Ein saftiger Boden, mit Mandeln und Zimt, kombiniert mit ganz viel Apfel und einer sahnigen Sauerrahm Creme – der leckerste Apfelkuchen und ein Muss im Herbst.

Ni Hao aus Taipeh! Nach über 16 Stunden in Flugzeug und einer dementsprechend schlaflosen Nacht bin ich in der wunderschönen Hauptstadt Taiwans und darf hier Land und Leute kennenlernen. Mein erster Eindruck: Sehr sicher, geniales Essen und noch viel genialerer Kaffee! Hier lässt es sich aushalten :) In den Storys auf Instagram und Facebook kannst Du mich übrigens beim Erkunden begleiten. Nichtsdestotrotz gibts für Dich natürlich weiterhin regelmäßig neue Rezepte hier auf dem Blog. Während ich mir hier Drachenfrüchte, Passionsfrüchte und Co schmecken lasse, ist zu Hause die Apfelsaison in voller Fahrt.

Nach drei Jahren, die es meinen Blog hier mittlerweile gibt, habe ich Dir bereits das ein oder andere Rezept mit Äpfeln gezeigt. Allerdings, das musste ich vor ein paar Wochen voller entsetzen feststellen, keines für Apfelkuchen! Das darf natürlich nicht so bleiben. Apfelkuchen ist schließlich auch einer meiner erklärten Lieblingskuchen. Deswegen ging es für mich direkt weiter in die Küche zum Apfelkuchen backen. Genau dieses Rezept gibts heute für Dich. Der Apfelkuchen ist super leckeren, sehr saftig und aromatisch mit Zimt, Mandeln und einer leckeren Creme aus Sauerrahm und Schlagsahne. Und das aller Beste? Du kannst den Kuchen vorbereiten. Er schmeckt sogar noch besser, wenn er einen Tag im Kühlschrank durchziehen durfte.

Der Boden besteht aus Eiern, Butter, Zucker, etwas Mehl und gerösteten und gemahlenen Mandeln. Ich kaufe meine Mandeln immer ganz und ungehäutet. Die Mandeln röste ich dann vor dem weiterverarbeiten in einer heißen Pfanne ohne Öl. Dann werden sie in einem kleinen Food Processor frisch gemahlen. Das Aroma ist einfach Superklasse und nicht mit fertig gemahlenen Mandeln zu vergleichen. Dasselbe gilt übrigens auch für sämtliche andere Nüsse. Frisch gemahlen schmeckt immer besser. Außerdem ist eine ordentliche Menge Zimt mit im Teig. Der fertig gebackene Kuchen darf auskühlen, bevor die Apfel-Masse darauf kommt. Die besteht aus Äpfeln, etwas Zucker, Zitronensaft und ein bisschen Speisestärke. Daraus wird eine Art Pudding gekocht, der dann auf den Boden kommt und komplett abkühlen kann. Den Kuchen kannst Du bis hierhin auch wunderbar vorbereiten. Kurz vor dem Servieren kommt dann noch eine leckere Creme aus Sauerrahm und Schlagsahne darauf. Für die Dekoration habe ich einen Apfel einfach mit einem Gurkenhobel sehr fein geschnitten und auf der Creme drapiert. Etwas Zimt darauf gestreut und fertig ist der leckerste Apfelkuchen. Ich habe ihn bestimmt nicht das letzte Mal gebacken in diesem Herbst und Winter.

Saftiger Apfelkuchen
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Vorbereitungszeit: 30 Minuten

Kochzeit: 35 Minuten

Kategorie: Apfel, Backen, Basics, Desserts, Festtag, Geschenk, Herbst, Klassiker, Kuchen, Nuss, Nüsse, Sahne, Torten, Weihnachten, Winter

Portionen: 16 Stücke

Apfelkuchen

Zutaten

  • 150 g weiche Butter
  • 125 g brauner Zucker
  • 5 große Bio Eier
  • 125 g Mandeln
  • 50 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 700 g Äpfel
  • 100 g Zucker
  • 1 Zitrone
  • 3 EL Speisestärke
  • 1 Becher Sauerrahm (200 g)
  • 1 Becher Schlagsahne (200 g)
  • 50 g Puderzucker
  • 1 Apfel und etwas Zimt zum Bestreuen für die Dekoration

Anleitung

  1. Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und eine runde Backform mit 20 cm Durchmesser mit Butter ausstreichen und den Boden mit Backpapier auslegen. Mandeln in einer heißen Pfanne ohne Öl kurz anrösten bis sie golden braun werden. Die Mandeln dann mit einem Mixer oder einem Food Processor fein mahlen.
  2. Eier mit dem braunen Zucker und der Butter mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät für etwa 2 Minuten cremig luftig aufschlagen. Dann Mehl, Backpulver, Zimt und die gemahlen Mandeln dazu geben und nochmal für etwa 30 Sekunden rühren. Den Teig dann in die Form füllen und bei 170 °C Ober- und Unterhitze für etwa 35 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe den Garpunkt prüfen. Kuchen nach dem Backen komplett abkühlen lassen.
  3. Die Äpfel mit einer groben Reibe reiben. Sofort mit dem Saft der Zitrone beträufeln damit sie nicht braun werden. Dann mit dem Zucker und der Speisestärke in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dabei ständig rühren, da die Masse leicht anbrennt. Für etwa 4 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen bis die Masse eindickt und die Farbe sich mehr in Richtung goldig gelb verändert hat. Die Apfelmasse dann auf den abgekühlten Kuchenboden geben und glatt streichen. In den Kühlschrank stellen und für mindestens 4 Stunden, besser über Nacht durchkühlen lassen.
  4. Kurz vor dem Servieren Schlagsahne, Sauerrahm und Puderzucker vermischen und zu einer halbsteifen Creme aufschlagen. Die fertige Creme sollte in etwa die Konsistenz von Griechischem Joghurt haben. Die Creme dann auf dem Kuchen verteilen. Den Apfel mit einem Gurkenhobel in dünne Scheiben schneiden. Die Apfelscheiben in eine Schüssel mit kaltem Wasser und etwas Zitronensaft legen damit sie nicht braun werden. Die Apfelscheiben dann auf die Creme drapieren und zum Abschluss etwas gemahlenen Zimt darüber streuen. Kuchen bis zu Servieren im Kühlschrank lagern.

Für einen Kuchen mit 26 oder 28 cm Durchmesser einfach die Angaben im Rezept verdoppeln oder beim Portionsrechner 32 Stücke statt 16 Stücke eingeben.

https://heissehimbeeren.com/saftiger-apfelkuchen/

Meinen Kuchen habe ich in einer Backform mit 20 cm Durchmessern gebacken. Wenn Du eine größere Backform mit 26 oder 28 cm Durchmesser hast, verdopple einfach die Angaben im Rezept oder trage bei der Rezept Menge 32 Stücke statt 16 Stücke ein. Wenn Du meinen saftigen Apfelkuchen ausprobierst freue ich mich wie immer sehr über ein Foto Deines Meisterwerks auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren.

Apfelkuchen

Die 5 leckersten Kuchen für den Herbst

Apfel, Zwetschge, Brombeere und Co geben sich zum Ende des Sommers die Ehre und reifen hier in unseren Gefilden. Für jeden begeisterten (Hobby-) Bäcker mit Sicherheit eine der schönsten Phasen im ganzen Jahr! Einige Wochen können wir noch aus dem Vollen schöpfen bevor Schokolade, Nüsse und Lebkuchengewürz die winterliche Weihnachtsbäckerei einläuten.

Irgendwie ist schon wieder Mitte September. Wie genau das passiert ist weiß ich ehrlich gesagt nicht. Gefühlt war gestern Ostern und damit der Anfang eines der schönsten Sommer, die wir hier in München jemals hatten. Viele warme Tage, unzählige laue Nächte und Grillhappenings mit Freunden und Familie liegen hinter uns. Und auch zum Ende hin lässt sich der Jahrhundertsommer nicht lumpen und beschert uns hier im Süden nächste Woche nochmal Temperaturen um die 30 Grad.

Auch wenn es sich tagsüber noch nicht nach Herbst anfühlt, merkt man doch, wie die neue Jahreszeit sich langsam ankündigt. Abends wird es wieder deutlich früher dunkel und auf der Hunderunde brauche ich das erste Mal seit langem eine Jacke und einen Schal. Nach den kühlen Nächten sind die Wiesen Nass vom Tau und meine neuen Gummistiefel feiern ihr Debüt. Für mich ist der frühe Herbst eine der schönsten Phasen des Jahres. Was mitunter an all den tollen Früchten liegt, die Mutternatur gerade präsentiert. Saftige Zwetschgen (aka Pflaumen für alle nördlich verorteten Leser), knackigen Äpfel und köstliche Birnen wachsen direkt vor der Haustür und sind in großartiger Qualität zu haben. Es wäre also wirklich eine Schande, nichts damit zu backen.

Natürlich gibts in den nächsten Wochen reichlich leckere, herbstliche Rezepte für Dich. Sowohl herzhaft als auch süß. Nachdem es hier auf dem Blog aber mittlerweile … Moment, ich schaue nach … 194 Beiträge gibt, sind auch einige meiner Lieblinge hier vertreten, die ich Dir gerne nochmal ans Herz legen möchte. Ich vergesse nämlich ab und zu selber, wie viele großartige Kuchen, Torten und Cupcakes es hier in den letzten Jahren schon gab. Es ist also höchste Zeit für eine kleine Zeitreise und das aktuelle Best Of meine Kuchenrezepte für den Herbst.

Den Anfang macht ein Rezept, das als echtes Soulfood durchgeht. Fruchtig, lecker und unkompliziert ist diese Schönheit ein echter Klassiker und darf im Herbst so oder so ähnlich nicht fehlen. Da die herbstlich Früchtetarte nicht unbedingt gekühlt werden muss, eignet sie sich bestens als Gastgeschenk an Freunde, für die Kollegen im Büro oder einfach so zum Mitnehmen. Mit Birnen, Pflaumen, Brombeeren und Heidelbeeren haben wir ein echtes Feuerwerk der Herbstaromen auf einer Kuchengabel. Was will der Mensch mehr?

Die Birnen im Rezept kannst Du übrigens wunderbar mit Äpfeln ersetzen. Am besten eignen sich zum Backen säuerliche, feste Sorten wie Boskoop oder Braeburn. Mit einer Kugel Eis dazu ist die Tarte ein herrliches Dessert an warmen Spätsommertagen.

Brombeeren spielen auch bei meinem zweiten Herbstrezept eine große Rolle. Als fruchtige Komponenten geben sie dem Mohnkuchen mit Quarkcreme den perfekten Kick und machen daraus einen der leckersten, saftigsten Herbstkuchen, die ich kenne. Das Geheimnis zur Saftigkeit des Kuchens besteht darin, dass er direkt nach dem Backen mit kühlen Zuckersirup übergossen wird. Diese Methode des Backens kommt als dem orientalischen Kulturraum und sorgt für die saftigsten Kuchen! Frisch aus dem Kühlschrank ist der Mohnkuchen ein echter Hochgenuss! Dem Zuckersirup kannst Du, wenn Du möchtest etwas Zitronensaft oder Rosenwasser beimischen und ihn so aromatisieren. Je nach Rezept passt das ganz wunderbar. Zuckersirup ist übrigens das Geheimnis hinter vielen orientalischen Spezialitäten wie Backlava und Co.

Ein andere Orientale ein Gewürz um genau zu sein hält im Herbst auch langsam aber sicher wieder Einzug in unsere Küchen. Zimt :) In Kombination mit Zwetschgen zum Beispiel wird daraus, unter Zugabe diverser weiterer Zutaten eine leckere Schoko Biskuitrolle, gefüllt mit Zimtpflaumen. Dass es die Biskuitrolle überhaupt gibt, das liegt an Andy. Das Geheimnis einer perfekten Biskuitrolle besteht darin, sie nicht zu lange zu backen und sie direkt nach dem Backen mit einem sauberen Geschirrtuch aufzurollen. Als ich den Teig gerade in den Ofen verabschiedet hatte, hat mein Papa angerufen. Ich musste dringen in den Nachbarort fahren und im Starthilfe fürs Auto geben. Kuchen gerade im Ofen, Papa bei eisigen Temperaturen draußen. Schöne Bescherung. Andy ist als eingesprungen und hat den fertig gebackenen Boden nach dem Backen direkt aufgerollt und mir somit den Tag und das Rezept gerettet. Ich habe nie wieder eine leckerer Biskuitrolle gegessen :)

Die letzten beiden Rezepte in der Runde sind etwas exotischer. Das eine in der Zubereitung und das andere geschmacklich. Starten wir mit dem vierten Rezept, meinem Butternuss-Kürbiskuchen mit Zitronecreme und weißer Schokolade. Das war wirklich ein Experiment! Dass man mit Süßkartoffeln, Kürbis, Zucchini und Co gut backen kann, hatte ich bereits gehört. Darüber lesen und selber machen sind aber meistens zwei Paar Stiefel. Dass es gleich beim ersten Versuch geklappt hat und das dann auch noch so gut, darüber war ich selber ein bisschen verwundert. Umso positiver war ich über das Endergebnis überrascht und habe mich sehr über das diverse Lob zu meinem Kuchen gefreut. Wer wird schon nicht gerne gelobt? Auch für dieses Jahr habe ich schon wieder das ein oder andere Rezept mit Kürbis in Planung. Die Ernte im Garten war auf jeden Fall gut genug für viele viele Kürbiskuchen, Kürbissuppen und Co. Vielleicht teste ich auch mal einen Pumpkin Spinced Latte… Was meinst Du?

Alle Rezepte die es bisher in mein Best Of geschafft haben, sind auch für echte Backanfänger gut zu machen und gelingen sicherlich. Das letzte Rezept in der Runde ist zwar auch nicht unendlich kompliziert, erfordert aber doch etwas mehr Muse und Geduld als die anderen. Nichtsdestotrotz ist es eines meiner erklärten Lieblingsrezepte und dazu noch eines der hübschesten. Hier auf den Blog kommt zwar nichts, mit dem ich nicht zufrieden bin, weder geschmacklich noch optisch, die Apfel Karamell Mirror Glaze Törtchen haben es mir aber ganz besonders angetan. Da lohnt sich jede Mühe! Und mit etwas Geduld und Übung kann jeder ambitionierte Hobbybäcker binnen kürzester Zeit diese Hommage an den Apfel selber zubereiten. Ich glaube, ich werde sie dieses Jahr zu Weihnachten backen … Aber bis dahin ist ja doch noch ein bisschen hin :)

Wenn Dir mein Best Of der herbstlichen Kuchenrezepte gefällt und Du vielleicht sogar eines oder mehrere davon nachbackst, freue ich mich riesig über Deine Fotos auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren.

Was ist Dein liebstes Kuchenrezept im Herbst?