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Zwetschgenkuchen mit Streuseln – knuspriger Mürbeteig, saftige Früchte

Autorin: Annelie Ulrich

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Aktualisiert:

4,72 von 14 Bewertungen
1 Stunde 5 Minuten
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Dieser Zwetschgenkuchen mit Streuseln ist für mich der Inbegriff des Spätsommers: ein buttrig-knuspriger Mürbeteigboden, dicht belegt mit reifen Zwetschgen und getoppt mit den knusprigsten Butterstreuseln mit einem Hauch Zimt. Mit einem Klecks frischer Schlagsahne und einer Tasse Kaffee in der Nachmittagssonne – pure Lebensfreude.

Ein Stück Zwetschgenkuchen mit Streusel und einem Klecks Sahne auf einem Teller.

Manche Rezepte entstehen eher durch Zufall. Meine Nachbarin kam mit einem großen Korb Zwetschgen vorbei, und ich hatte keine Hefe mehr zu Hause. Es war Sonntagvormittag, also was tun? Weil kein Zwetschgenkuchen auch keine Option war, habe ich kurzerhand einen Mürbeteig gemacht – und war schwer begeistert, wie anders, saftig und voller Zwetschgenaroma der Zwetschgenkuchen mit Streuseln gegenüber einem klassischen Zwetschgendatschi ist. Dieses Rezept musste ich also unbedingt hier festhalten.

Das Besondere an der Mürbeteigvariante: Frisch gebacken sind Boden und Streusel herrlich knusprig – und am nächsten Tag wird der Kuchen wunderbar saftig, weil die Fruchtsäfte in den Boden ziehen. Zwei Kuchen in einem, je nachdem, wann du ihn anschneidest.

Der Zwetschgenkuchen mit Streusel, aber noch ohne Puderzucker.

Zwetschgenkuchen mit Streusel: Hefeteig oder Mürbeteig?

Zwetschgenkuchen kannst du mit zwei Böden backen – und die Wahl entscheidet über den Charakter:

  • Mürbeteig (dieses Rezept): buttrig-knusprig, etwas süßer, in der Springform. Frisch knusprig, am nächsten Tag saftig durchgezogen. Etwas schneller (kein Gehen).
  • Hefeteig: luftig-locker, saftig vom Blech – der klassische Zwetschgendatschi.

Welcher ist der richtige? Magst du es knusprig-buttrig und etwas süßer, bist du hier richtig. Wenn du den klassischen, luftigen Boden bevorzugst, findest du hier meinen Zwetschgenkuchen mit Hefeteig. Am besten backst du beide und entscheidest selbst!

Es wird Puderzucker auf den Zwetschgenkuchen gestreut.

Der leckerste Zwetschgenkuchen für den nächsten Tag

Das ist das Schöne an diesem Kuchen – er ist ein perfekter Vorbereitungskuchen: Frisch gebacken schmeckt er mit knusprigem Boden und Streuseln. Fairerweise ist das Schneiden durch die supersaftige Füllung auch nicht immer ganz einfach. Lässt du ihn aber über Nacht durchziehen, verbinden sich die austretenden Fruchtsäfte mit dem Mürbeteigboden und den Streuseln – der Kuchen wird saftiger und aromatischer.

Ich backe ihn deshalb gerne am Abend vorher, damit er zum Nachmittagskaffee perfekt durchgezogen ist. Ideal, wenn Gäste kommen. Er lässt sich dann auch einfacher schneiden.

Ein Stück Zwetschgenkuchen mit Streusel von oben auf einem Teller.

So werden die Butterstreusel richtig knusprig

Die Streusel sind das Herzstück (steht ja im Namen!). Für den perfekten Crunch:

  • Genug Butter und gut vermengen: Alle Zutaten zwischen den Fingern zu Streuseln zerreiben, bis schöne Klümpchen entstehen.
  • Erst zum Schluss drauf: Die Streusel kommen direkt vor dem Backen auf die Zwetschgen – so bleiben sie obenauf knusprig.

Streusel aufmotzen: Für Abwechslung kannst du unterrühren: Haferflocken (extra Crunch), Zitronenabrieb (Frische), gemahlene Mandeln oder Mandelblättchen (Aroma und Optik). Zimt gehört für mich sowieso dazu.

Ein fertiges Stück Zwetschgenkuchen mit Sahne.

Aufbewahren und Einfrieren

  • Aufbewahren: Hält bis zu vier Tage im Kühlschrank – und schmeckt am zweiten Tag am besten (durchgezogen).
  • Vorbereiten: Teig und Streusel lassen sich vorbereiten (Teig bis zu drei Tage gekühlt).
  • Einfrieren: Sehr gut, stückweise oder im Ganzen. Über Nacht im Kühlschrank auftauen.

Zwetschgenkuchen mit Streusel, so gelingt er im Handumdrehen

Zwetschgenkuchen mit Streusel ist ein absoluter Klassiker. Mit diesem Rezept gelingt der Lieblingskuchen im Handumdrehen. Mit knusprigen Butterstreusel und reifen Zwetschgen ist er unglaublich lecker und wohl der beste Kuchen, den Du im Spätsommer backen kannst.
Autor: Annelie

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4,72 von 14 Bewertungen
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Vorbereitung 15 Minuten
Koch-/Backzeit 50 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 5 Minuten
Anzahl Personen 16

Zutaten 

Für den Mürbeteig:

  • 250 g Weizenmehl Typ 405 oder Typ 550
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Butter kühlschrankkalt
  • 70 g Zucker
  • 1 Ei Bio, Größe L

Für die Füllung:

  • 700 g Zwetschgen reif

Für die Streusel:

  • 100 g Butter Zimmerwarm
  • 125 g Zucker
  • 200 g Weizenmehl Typ 405 oder Typ 550
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 TL Vanilleextrakt

Kochutensilien

  • 1 Springform mit 26 cm Durchmesser

Anleitung 

  • 250 g Weizenmehl und 1 Prise Salz in einer großen Rührschüssel mischen. 70 g Zucker und 125 g Butter (als Würfel) dazu geben. Teig zwischen den Fingern zerkrümeln, sodass sich Butter und trockene Zutaten gut verbinden. Dann 1 Ei dazugeben und Masse zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  • Teig in ein Bienenwachstuch einwickeln und für mindestens zwei Stunden kühlen.
  • Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Backform mit Butter bestreichen. Mürbeteig ausrollen und den Boden der Form damit auskleiden und den Teig etwa 1 cm am Rand der Form hochziehen. 700 g Zwetschgen entsteinen und den Mürbeteigboden eng mit den Zwetschgen belegen.
  • Für die Streusel 100 g Butter, 125 g Zucker, 200 g Weizenmehl, 1 Prise Salz, 1/2 TL Zimt und 1 TL Vanilleextrakt in einer Rührschüssel zwischen den Fingern zerkrümeln. Streusel auf den Zwetschgen verteilen. Kuchen bei 170 °C Ober- und Unterhitze für etwa 50 Minuten backen.
  • Kuchen abkühlen lassen und lauwarm mit frisch geschlagener Sahne servieren.

Tipps

Der Kuchen kann anstelle von Zwetschgen auch belegt werden mit:
  • Pflaumen
  • Aprikosen
  • Marillen
  • Kirschen
  • Apfel
  • Birne
  • Brombeeren
  • Rhabarber
Der Zwetschgenkuchen hält sich im Kühlschrank bis zu vier Tage. Er ist am Tag nach dem backen am besten, da die Fruchtsäfte dann Zeit haben, Boden und Streusel zu tränken.
Der Teig des Zwetschgenkuchens kann vorbereitet und bis zu drei Tage ungebacken im Kühlschrank gelagert werden. Ebenso können die Streusel vorbereitet werden.
Der Zwetschgenkuchen kann sehr gut eingefroren werden. Entweder Stückweise oder im Ganzen. Zum auftauen einfach auf die Arbeitsfläche legen oder im Kühlschrank über Nacht auftauen lassen.

Ungefähre Nährwerte pro Portion

Kalorien 268 kcal
Fett 13 g
Zucker 15 g
Eiweiß 3 g
Kohlenhydrate 35 g
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Häufige Fragen zum Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Hefeteig oder Mürbeteig – was ist besser?

Geschmackssache. Mürbeteig wird buttrig-knusprig und etwas süßer, Hefeteig luftig-locker und saftig. Für diesen Streuselkuchen nehmen wir Mürbeteig; den klassischen Zwetschgendatschi gibt es als Hefeteig-Variante.

Wann schmeckt der Zwetschgenkuchen am besten?

Am nächsten Tag. Über Nacht ziehen die Fruchtsäfte in Boden und Streusel – der Kuchen wird saftiger und aromatischer. Ideal zum Vorbereiten für Gäste.

Wie werden die Streusel knusprig?

Genug Butter, gut vermengen und erst vor dem Backen auf die Zwetschgen geben. Optional mit Haferflocken oder gemahlenen Mandeln für extra Crunch.

Wie verhindere ich einen durchgeweichten Boden?

Semmelbrösel oder gemahlene Mandeln auf den Boden streuen, bevor die Zwetschgen daraufkommen. Kalte Butter im Teig und das Kühlen vor dem Backen helfen ebenfalls.

Kann ich andere Früchte verwenden?

Ja – Aprikosen, Kirschen, Äpfel, Birnen, Brombeeren oder Rhabarber passen wunderbar auf den Mürbeteigboden mit Streuseln.

Kann ich den Zwetschgenkuchen einfrieren?

Ja, sehr gut – stückweise oder im Ganzen, über Nacht im Kühlschrank auftauen. So genießt du ihn auch außerhalb der Zwetschgensaison.

Team Mürbeteig oder Team Hefeteig – welcher Zwetschgenkuchen ist dein Favorit? Verrate es mir gerne in den Kommentaren!

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Ein Bild von Annelie von Heisse Himbeeren
Über den Author

Herzlich Willkommen in meiner Küche! Mein Name ist Annelie. Ich bin Foodie, Food Fotografin, vegetarische Rezeptentwicklerin, Autorin, Unternehmerin und Hundemama. Zum Autor

14 Kommentare zu „Zwetschgenkuchen mit Streuseln – knuspriger Mürbeteig, saftige Früchte“

  1. 5 Sterne
    Super leckeres Rezept, schon zweimal gebacken. Hat allen super geschmeckt. Wird auch noch mit anderen Obstsorten gebacken. Danke, für das tolle Rezept.

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  2. 5 Sterne
    Ein sehr leckerer Kuchen, meine Kollegen waren begeistert und ich selbst auch.
    Das Rezept habe ich abgespeichert und ich werde ihn bestimmt jetzt öfters backen.

    Antworten
  3. 5 Sterne
    Der Kuchen ist der Hammer !!!
    Habe in die Streusel ordentlich Zimt und paar gehackte Mandeln getan und auf den Boden, also unter die Pflaumen Marzipan, unbeschreiblich gut.

    Das nächste mal backe ich den mit Äpfel

    Antworten
  4. 5 Sterne
    Endlich ist wieder Zwetschgenzeit und der Streuselkuchen ist der Klassiker. Dieser hier ist super lecker und ganz schnell gemacht- die beste Kombi. Hab ordentlich Ceylon Zimt verwendet und mit Sahne serviert war der ganze Kuchen Ruck zuck weg :) danke für das – wie immer – tolle Rezept!

    Antworten
    • Hallo, kann ich auch gefrorene (selbst eingefroren und geviertelt) benutzen oder wird er dann tz matschig?

    • Liebe Nicola,
      ich habe es zwar noch nie mit eingefrorenen Zwetschgen probiert, aber eigentlich spricht da nichts dagegen. Du kannst sie vermutlich sowohl gefroren als auch wieder aufgetaut verwenden.
      Ganz liebe Grüße
      Annelie

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