Als ich 2015 meinen kleinen Food-Blog gestartet habe, hätte ich mir niemals träumen lassen, dass der Blog viele Jahre später mein Beruf und meine größte Leidenschaft geworden ist. Dass viele hunderttausende Menschen jeden Monat meine (mittlerweile über 700) Rezepte lesen und ich somit Teil unzähliger Abendessen, Familienfeiern und Gartenpartys sein darf, fühlt sich für mich auch nach so vielen Jahren unglaublich und wie ein Traum an.

2015 startete ich mit einem Rezept die Woche, das ich immer sonntags (meist im Schlafanzug auf dem Sofa) geschrieben habe. Mittlerweile erscheinen jede Woche bis zu zwei neue Rezepte bzw. Artikel auf Heissen Himbeeren und ich bin vom Sofa an meinen Esstisch gewechselt. Alles, was du auf Heisse Himbeeren siehst, wurde in meiner Küche entwickelt, in meinem Studio fotografiert und von mir geschrieben. Heisse Himbeeren ist dementsprechend mein Vollzeitjob und jedes Bild, jede Zutat und jedes Wort sind mir eine Herzensangelegenheit.
In den letzten Jahren durfte ich als Expertin für die dpa zur Verfügung stehen, meine Rezepte und Bilder wurden in der Zeit (seit 2018 regelmäßig), der Weser Kurier (2023) und im Küchen & Design Magazin (ab 2019 regelmäßig) veröffentlicht. Den Anfang machte aber 2016 Antenne Bayern, die mich als neueste Entdeckung unter den Foodblogs aus Bayern erwähnt haben.

Ich durfte 2016 für Wayfair arbeiten und 2017 auch mit Bosch, Reber und Pickerd! Sogar für das Sonntagsessen Kochbuch der Zeit Online durfte ich 2021 schon ein Rezept entwickeln! Das alles wäre nicht möglich, wenn nicht viele viele Menschen jeden Tag meinen Foodblog besuchen würden. Deshalb ist an dieser Stelle ein dickes Dankeschön angebracht. Ohne euch, die hier fleißig lesen, kommentieren und Herzchen verteilen, würde es Heisse Himbeeren nicht geben – und ich hätte nicht den schönsten Job der Welt.
So darf ich aber in der Küche Rezepte entwickeln, Videos drehen und nicht zuletzt Gerichte fotografieren. Das hat sich nämlich in den letzten 10 Jahren zu einem der liebsten Teile meines Berufs entwickelt. Ich bin ehrlich, zu Anfang hatte ich vor der Fotografie den meisten Respekt. Wo schaltet man die Kamera ein, was ist die Blende und wer ist eigentlich dieser ISO? Mit der Zeit und der Erfahrung lichtete sich der Dschungel immer mehr. Durch grandiose Workshops und Kurse bei Roberta Dall’Alba und Rachel Korinek konnte ich mein Wissen immer weiter ausbauen. Mittlerweile finde ich meine Bilder auch selbst ganz gut und freue mich riesig, wenn sie in Zeitschriften und Co. erscheinen.
Wie alles begann…
Gekocht und gebacken habe ich eigentlich schon immer gerne. Die Küche war bei meinen Eltern zu Hause schon immer der Dreh- und Angelpunkt der Familie, und im Esszimmer wurde eigentlich nur zu hohen Feiertagen gegessen. Viel gemütlicher war es am Küchentisch und damit mittendrin im Geschehen. So richtig mit dem Kochen angefangen habe ich, als ich meinen Mann kennengelernt habe. Denn Andy hat viele wundervolle Eigenschaften und Fähigkeiten – Kochen gehört definitiv nicht dazu. Schnell war also klar, wenn ich weiterhin so gesund, ausgewogen und vielseitig essen will, wie ich es von meiner Mama kannte, dann musste ich selbst ran.

Und was soll ich sagen? Während gewisse Haushaltspflichten wie zum Beispiel Staubsaugen bis heute nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehören, war es beim Kochen und Backen für mich sofort Liebe auf den ersten Blick. Zuerst einmal habe ich die leckerste Tomatensoße perfektioniert und wurde dann immer mutiger und habe mich in die weite Welt hinausgetraut. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn Andy und ich reisen für unser Leben gerne. Aus Japan, Thailand und Co. bringe ich auch immer kulinarische Inspirationen mit. Außerdem liebe ich Kochbücher. Mein Highlight ist bis heute Salt, Fat, Acid, Heat¹ von Samin Nosrat, das mir einen ganz neuen Blick auf die Welt der Essenskulturen eröffnet hat. Wusstest du zum Beispiel, dass Speisesalz, wie wir es in der deutschen Küche kennen, nicht überall verwendet wird? In Thailand kommt stattdessen nämlich Fischsauce zum Einsatz, in Japan Misopaste und Sojasauce und selbst in Italien werden häufig Sardellen, Kapern oder Käse als Salzquelle verwendet. Dieses Wissen hat die Art und Weise, wie ich – vor allem internationale Gerichte – koche, für immer verändert.
Seitdem sammle ich solche kleinen Aha-Momente, wie andere Briefmarken sammeln. Über die Jahre ist daraus mein ganz persönlicher Aromenbaukasten geworden: eine stetig wachsende Sammlung an Zutaten, Techniken und Kniffen, mit denen sich aus ein paar Handgriffen unglaublich viel Geschmack aus jedem Gericht herauskitzeln lässt. Eine Prise von diesem, ein Löffel von jenem – und plötzlich schmeckt ein Gericht rund, tief und genau richtig. Genau diese kleinen Stellschrauben liebe ich und teile sie unheimlich gerne mit dir.
Dementsprechend findest du bei Heissen Himbeeren nicht nur Rezeptklassiker, sondern vermehrt auch Rezepte aus aller Welt. Weil ich eine große Leidenschaft für Kuchen und Co. habe, dürfen die natürlich auch nicht fehlen. Dabei sind alle meine Rezepte flott gemacht, enthalten realistische Zeitangaben und erfordern in der Regel auch kein besonderes Equipment. Denn ich finde, Kochen sollte Spaß machen und ohne viel Kopfzerbrechen funktionieren.
Ein paar Worte zu mir.
Hi, ich bin Annelie (richtig, mit zwei „n“) und bin die Rezeptentwicklerin und Fotografin hinter Heisse Himbeeren. Ich lebe zusammen mit meinem Mann Andy und unseren beiden Hunden (Druga und Ropi) bei München.

Am liebsten verbringe ich den ganzen Tag in der Küche und teste mich durch diverse neue Rezepte. Ein ganz besonderes Faible habe ich über die Jahre für meine lebendige Vorratskammer entwickelt. Damit meine ich all die Dinge, die in meiner Küche leise vor sich hin blubbern, reifen und arbeiten: Sauerteig, der jeden Tag ein bisschen mehr Charakter bekommt, selbst gemachter Joghurt, eingelegtes Gemüse, Fermente und Sirupe. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg, aber immer mit viel Spaß und großer Begeisterung dafür, wie aus simplen Zutaten und ein bisschen Zeit echte kleine Geschmackswunder entstehen. Diese lebendige Vorratskammer und mein Aromenbaukasten sind über die Jahre zu meinen beiden großen Steckenpferden geworden – und beiden wirst du bei Heissen Himbeeren immer wieder begegnen.
Wenn ich gerade mal nicht in der Küche bin, dann bin ich vermutlich mit den Hunden draußen oder im Garten unterwegs. Ich lese für mein Leben gerne – nicht nur Kochbücher – und koche am allerliebsten für meine Freunde und Familie. Jeder darf hier ein und aus gehen, wie es gerade passt. Kurzum, bei uns ist das Leben zu Hause – und das liebe ich sehr.

Aus Heisse Himbeeren ist im Laufe der letzten Jahre so viel mehr geworden als ein Foodblog. Du findest uns auf Pinterest, Instagram, TikTok und natürlich auf YouTube – und es kommen praktisch täglich neue Gesichter dazu. Mittlerweile folgen uns über die verschiedenen Plattformen hinweg mehr als 120.000 Menschen, was mich auch nach all der Zeit noch jeden Tag aufs Neue umhaut. Bei YouTube durfte ich 2021 sogar am Nachwuchsprogramm „Next Up“ teilnehmen. Auch an einem Pinterest-Workshop durfte ich vor einigen Jahren teilnehmen. Die Burda Foodblogger Tage gehörten zu meinen absoluten Highlights. Auf all diesen Events durfte ich großartige Frauen kennenlernen (Sina Skulte, Sarah Whitefield, Julia Schmidt, Julia Weigl), mit denen mich zum Teil bis heute tiefe Freundschaften im beruflichen und privaten Kontext verbinden. Auch die eine oder andere berufliche Kooperation ist daraus entstanden.
Alles das kann ich natürlich schon lange nicht mehr selbst bewältigen und habe deshalb seit einigen Jahren tatkräftige Unterstützung durch meinen Mann Andy, der hinter den Kulissen alles am Laufen hält und dafür sorgt, dass ich noch mehr Zeit für Rezepte und meine Community habe. Er ist außerdem mein allerliebster Rezepttester.
Deshalb gibt es seit kurzem auch (endlich) den Heisse Himbeeren Newsletter, der innerhalb kürzester Zeit bereits auf über 3.000 Abonnenten angewachsen ist. Komplett kostenlos und werbefrei versorge ich dich dort zweimal die Woche mit Rezeptideen sowie Rezepten aus dem Aromenbaukasten und meiner lebendigen Vorratskammer.
Ganz kurz noch.
Rezepte zu schreiben ist gar nicht so einfach, wie es vielleicht auf den ersten Blick klingt. Denn Portionsgrößen, Zubereitungszeiten und vor allem Backzeiten hängen stark von deinen Vorlieben, deinem Hunger und nicht zuletzt deinen Geräten ab. Auch wenn ich alle Rezepte vor der Veröffentlichung drei Mal teste und im Zweifelsfall auch Freunde und Familie ein Rezept nochmal ausprobieren lasse, bevor es online geht, sind Geschmäcker verschieden. Deshalb findest du für viele Werte in den Rezepten nur eine ungefähre Angabe. Bei Salz und Pfeffer zum Beispiel verzichte ich häufig ganz auf konkrete Mengenangaben, denn jedes Salz ist anders “salzig” und jeder Geschmack anders.
Wenn du schon länger kochst und bäckst, dann wirst du wissen, warum ich das so mache. Und falls du noch ganz am Anfang stehst, dann taste dich einfach langsam ran. Du wirst mit der Zeit ein sehr gutes Gefühl für deinen Geschmack, Hunger und deine Küchengeräte entwickeln. Fest versprochen. In den Kommentaren auf sämtlichen Plattformen stehe ich immer liebend gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Jetzt aber ab in die Küche!
Ich freue mich wirklich riesig, dass du da bist! Klicke dich gerne durch meine Kochrezepte, Backrezepte oder meine Ideen für kreative Drinks. Wenn du wissen willst, was in meiner Küche gerade los ist, dann geht es hier direkt zu den neuesten Rezepten.
Allerliebste Grüße,
Annelie