Cremiges Chicorée Risotto

Cremiges Risotto mit Parmesan und Butter trifft auf gebratenen, roten Chicorée. Ein Kontrast, der überzeugt und ein leckeres Winterrisotto ergibt. 

So richtig will es nicht Winter werden – aber Frühling ist es ja auch noch nicht wirklich. Das ewige Hin und Her der Wetterlagen kann einem schnell mal aufs Gemüt schlagen. Alleine diese Woche hatten wir hier in München alles was Wettertechnisch so geht. Schneefall, Sonnenschein, Sturm und Regen. Nur Hagel, der hat noch gefehlt. Wenn das Wetter schon derartige Kapriolen schlägt und man sich auf nichts mehr verlassen kann, dann sollte wenigstens das Abendessen verlässlich sein und glücklich machen. Nicht umsonst ist der Winter die Zeit der Eintöpfe, Krapfen und schweren Braten. 

Ein sehr Soulfood taugliches Gericht ist für mich übrigens auch Risotto. Der leckere, herzhafte, cremige Reis mit reichlich Parmesan und Butter geht einfach immer. Selbst gemacht schmeckt Risotto finde ich immer am Besten. Das mag daran liegen, das es eines der Gerichte ist, die man essen muss, wenn sie fertig sind. Im Gegensatz zu einer Minestrone zum Beispiel, die auch 5 Minuten Wartezeit auf dem Herd verkraftet führt eine derartige Abweichung vom Zeitplan bei Risotto schnell dazu, dass es nicht mehr cremig und sämig ist, sondern viel mehr Steinhart und kleistrig. Das kann wirklich keiner Wollen. 

Die Zutaten für das Risotto sind denkbar überwichtlich. Roter Chicoreé, Risottoreis, Butter, Zwiebel und Wein gesellen sich zu Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer.

Deshalb hier ein kleiner Service-Tipp von mir: Solltest auch Du gelegentlich Mitesser haben, die vermutlich erst nach schriftlicher Einladung und mehrmaliger Aufforderung am Essenstisch erscheinen, dann informieren sie zur Wahrung des Familienfriedens vorsorglich 10 Minuten eher, dass es JETZT essen gibt. Sonst ist das Risotto-Gate quasi vorprogrammiert. Ähnlich Zeitkritisch ist übrigens auch die allseits beliebte Spaghetti Carbonara, nur so am Rande. 

Gebratener Chicoreé ist ein echtes Gedicht! Die bitteren Noten passen wunderbar zum cremig buttrigen Risotto.

Womit wir auch endlich bei der Zubereitung unseres Chicoree Risottos wären. Salat im Risotto? Schmeckt das? Ja, tut es! Chicoree und auch Radicchio lassen sich nämlich ganz hervorragend braten. Die Blätter der Salate sind dafür robust genug und kombiniert mit Zwiebeln und etwas Knoblauch sind sie auch robust genug dafür. Eingerührt ins fertige Risotto ergeben die aromatisch gebratenen Salatbättchen mit der leicht bitteren Note einen tollen Kontrast zum cremigen Reis. 

Wein ist ein klassischer Bestandteil eines klassischen Risottos. Trocken sollte er sein und gut schmecken. Die Faustregel sagt, dass man mit demselben Wein kochen sollte, den man später auch zum Essen serviert.

Das Risotto braucht in der Zubereitung vor allem eines – Aufmerksamkeit. Noch kurz die Waschmaschine anwerfen ist da leider nicht – tut mir leid. Die investierte Zeit lohnt sich aber, versprochen! Die Technik verlangt einem dafür nicht allzuviel ab. Gleichmäßig und gleichbleibend rühren ist angesagt. Und gelegentlich Brühe nachgießen. Zunächst werden aber Butter und ZWiebeln kurz angeschwitzt. Der Reis kommt dazu und brät auch kurz etwas mit. Abgelöscht mit Wein gehts dann auch unter ständigem Rühren mit der Brühe weiter. Immer nur eine Schöpfkelle voll dazugeben bis der Reis Bissfest gekocht ist. Parmesan und noch etwas Butter dazu und schon kann der gebratenem Chicoree wieder mit in den Topf. Ab damit auf die Teller und sofort heiß servieren. 

Bei mittlerer Hitze ist dann rühren, rühren, rühren angesagt. Die Mühe lohnt sich und nach etwa 30 Minuten ist das leckere Risotto fast fertig zum verspeisen.

Übrig gebliebenes Risotto lässt sich übrigens ganz wunderbar zu Kugeln gerollt in Paniermehl wälzen und kann dann in heißen Fett ausgebacken werden. Eines der besten Reste Essen, das ich persönlich kenne! 

Cremiges Chicoreé Risotto
Das Rezept bewerten

Vorbereitungszeit: 10 Minuten

Kochzeit: 35 Minuten

Gesamtzeit: 45 Minuten

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Portionen: 4 Portionen

Risotto mit Chicoree

Zutaten

    Für den gebratenen Chicorée:
  • 2 rote Chicorée
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 TL Butter
  • Salz
  • Pfeffer
    Für das Risotto:
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 EL Butter
  • 400 g Risotto Reis
  • 75 ml trockener Weißwein
  • 1,2 Liter Gemüsebrühe
  • 50 g gemahlener Parmesan
  • Salz
  • Frisch gemahlener Pfeffer

Anleitung

  1. Für den Chicorée Zwiebel fein hacken. Zusammen mit Butter in eine Pfanne geben und kurz anschwitzen. Chicorée in streifen schneiden – Strunk entfernen. Mit in die Pfanne geben und scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Pfanne nehmen und vorerst zur Seite stellen.
  2. Für das Risotto die Zwiebel fein hacken. 1 EL Butter in einem mittelgroßen Topf schmelzen und die gehackte Zwiebel darin anschwitzen. Risotto Reis dazu geben und ebenfalls kurz anschwitzen. Mit Wein ablöschen. Rühren bis er eingekocht ist. Dann Schöpflöffelweise die Brühe dazu geben. Ständig rühren. Die nächste Kelle Brühe erst dazugeben wenn die vorherige komplett vom Reis aufgesaugt ist. Dieser Prozess dauert etwa 30 Minuten.
  3. Wenn die Brühe aufgebraucht ist und der Reis bissfest ist den Parmesan zum Risotto geben. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Den gebratenen Chicorée unterrühren und Risotto sofort servieren.

Hinweis:

Statt roten Chicorée kannst Du auch Radiccio oder weißen Chicorée verwenden.

https://heissehimbeeren.com/cremiges-chicoree-risotto/

Wenn Du mein cremiges Chicoree Risotto ausprobierst, freue ich mich sehr über ein Foto Deiner Leckerei auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren.

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