Einfaches Rezept für extra saftigen Apfel-Streuselkuchen vom Blech mit Rührteig. Durch den Rührteig und die Äpfel wird der Kuchen besonders saftig und bleibt lange frisch. Knusprige Butterstreusel mit Zimt machen den Kuchen unwiderstehlich lecker und zum besten Apfelkuchen für den Herbst.

Wenn Anfang August das erste Fallobst im Garten zu verarbeiten ist, dann steht neben Apfelmus auch immer mein Apfelkuchen mit Streuseln aus Rührteig ganz oben auf meiner Küchen-Agenda. Dieser Apfelkuchen ist für mich nämlich die pure Kindheitserinnerung! Meine Mama bäckt ihn bis heute im Herbst und Winter regelmäßig und er gehört einfach zu meinen absoluten Lieblingskuchen. So lecker Torten, Muffins und Co. sind. Es geht doch nichts über die alten, simplen Klassiker, bei denen die einzelnen Zutaten so richtig zur Geltung kommen.
Das Rezept stammt ursprünglich von meiner Oma, ich habe es allerdings um den All-in-One-Teig ergänzt, der diesen Apfelkuchen auch zum perfekten Alltags-Rezept macht. Dank extra vielen Äpfeln und Knusperstreuseln ist er einfach unwiderstehlich lecker. Ich bin zum Servieren übrigens eindeutig Team Schlagsahne, aber da scheiden sich bekanntlich ja die Geister.

Saftiger Apfelkuchen vom Blech mit Streusel und Rührteig, der saftig bleibt
Mein Apfelkuchen vom Blech gehört so ziemlich zu den saftigsten Kuchen, die sich in meinem Rezeptrepertoire befinden. Und das Schöne ist, dass er diese Saftigkeit auch über viele Tage hinweg und sogar über das Einfrieren hinaus bewahrt. Das liegt vor allem an drei Elementen:
- Wir verwenden einen Rührkuchen als Basis. Der hat einen hohen Butter- und Eianteil und hält Feuchtigkeit deswegen ganz hervorragend.
- Ich verwende 1 kg Äpfel. Das klingt viel und ist es auch. Gleichmäßig auf dem Blech verteilt liefern sie reichlich Feuchtigkeit, die in den Teig zieht.
- Die Äpfel werden wirklich sehr fein geschnitten. Ca. 3 mm sind optimal – am besten funktioniert das natürlich mit einem Gemüsehobel. So geben sie die Feuchtigkeit am besten ab und es ist besonders einfach, die Apfelscheiben gleichmäßig über den Kuchen zu verteilen.

All-in-One – warum der Teig so schnell geht
Beim Teig halte ich es für diesen Kuchen übrigens denkbar simpel. Wir verwenden meine simple „All-in-One” Methode, die im Nu einen herrlich fluffigen Boden ergibt. Sie kommt auch bei meinem Rhabarber Streuselkuchen zum Einsatz. Dafür ist es sehr wichtig, dass die Butter zimmerwarm ist. Leg sie am besten ein paar Stunden oder bereits am Vorabend aus dem Kühlschrank. Denn die Buttertemperatur entscheidet maßgeblich darüber, wie gut sich die Zutaten aufschlagen lassen. Auch die Eier sollten zimmerwarm sein, falls du das vergessen hast, helfen aber ein paar Minuten in warmem Wasser, um sie auf Temperatur zu bringen.
Neben den zimmerwarmen Zutaten sorgt im Teig auch Backpulver für gute Triebkraft und erübrigt ein langes Aufschlagen. Insgesamt ist der Kuchenboden mit dieser Methode in weniger als 10 Minuten backfertig.

Streusel, die knusprig bleiben
Auch bei den Streuseln entscheidet die richtige Technik über das Gelingen. Wichtig ist auch hier wieder die Konsistenz der Butter. Sie sollte ebenfalls zimmerwarm, aber nicht flüssig sein. Die Butter kommt dann zusammen mit Zucker und Mehl in eine Schüssel, in der du sie ganz einfach zwischen den Fingern zerreiben kannst. Wichtig ist, nicht zu viel zu kneten, denn sonst können die Streusel zäh werden. Sobald die Masse die Konsistenz von feuchtem Sand hat, sind sie perfekt.
Als Faustregel gilt, dass Streusel ideal sind, wenn sie unterschiedlich große Krümel bilden. Das macht sie “interessanter” beim Essen. Eine gute Prise Salz sorgt für extra Aroma.
Welche Äpfel eignen sich?
Ideal für den Apfelkuchen vom Blech eignen sich säuerliche Sorten wie Boskop, Granny Smith oder Braeburn. Auch Cox Orange oder Elstar schmecken sehr lecker. Die Säure ist dabei absolut entscheidend, denn sie balanciert die Süße von Boden und Streuseln aus. Deshalb eignen sich süße Sorten wie Gala, Golden Delicious oder auch Pink Lady leider für diesen Kuchen weniger. Ihre Süße würde im Kuchen einfach untergehen.
Die Schale kann übrigens dranbleiben. Die hobeln die Äpfel in ca. 3 mm dicke Scheiben, da stört die Schale nicht, sondern gibt den Apfelscheiben Halt und bei rotbäckigen Äpfeln auch eine tolle Farbe für den Kuchen. Übrigens ist dieser Apfelkuchen eine meiner liebsten Verwendungen für Fallobst. Großzügig ausgeschnitten ergibt es einen superleckeren Apfelkuchen!

Vorbereiten, Aufbewahren und Einfrieren
Der Kuchen bleibt dank der Saftigkeitstricks wirklich sehr lange frisch. 3–4 Tage unter einer Kuchenglocke sind gar kein Problem. Aufgrund der vielen Äpfel sollte er allerdings im Kühlschrank gelagert werden. Der Apfelkuchen mit Streuseln vom Blech lässt sich auch hervorragend einfrieren. Entweder stückweise oder als komplettes Blech. Zum Auftauen kannst du ihn einfach einige Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen oder über Nacht im Kühlschrank auftauen.
Übrigens eignet sich der saftige Apfelkuchen vom Blech mit Streuseln ganz hervorragend zum Transportieren. Er ist schön unempfindlich und übersteht auch längere Transportwege unbeschadet.
Omas saftiger Apfel Streuselkuchen vom Blech
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Für die Füllung:
- 1 kg Äpfel Boskop, Braeburn, Gala o.Ä.
Für den Teig:
- 250 g Butter weich
- 250 g Zucker gerne brauner
- 4 Eier Bio
- 250 g Weizenmehl Typ 405 oder Typ 550
- 1 TL Zimt
- 10 g Backpulver
- 1 Prise Salz
Für die Streusel:
- 100 g Butter weich
- 150 g Zucker gerne brauner
- 200 g Weizenmehl Typ 405 oder Typ 550, gerne auch Vollkorn
- 1 TL Zimt
- 1 Prise Salz
Anleitung
- Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Wer möchte, kann zusätzlich einen Backrahmen verwenden. Der Kuchen bekommt dann schönere Kanten, es ist aber kein Muss.
- Zunächst wird 1 kg Äpfel vorbereitet. Sie müssen für den Kuchen nicht geschält werden. Vierteln, entkernen und in etwa 3 mm dicke Streifen schneiden, reicht aus. Wenn Du Fallobst verwendest, entsprechend ausschneiden. Die Apfelscheiben kurz zur Seite stellen.
- Für den Teig 250 g Butter, 250 g Zucker und 4 Eier in eine große Rührschüssel geben. 250 g Weizenmehl, 1 TL Zimt und 10 g Backpulver dazu sieben. 1 Prise Salz in die Schüssel geben und mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät für etwa 1 Minute zu einem luftigen Teig aufschlagen.
- Teig auf dem Backblech verteilen. Glatt streichen und die Apfelscheiben daraufgeben.
- Für die Streusel 100 g Butter, 150 g Zucker, 200 g Weizenmehl1 TL Zimt und 1 Prise Salz in eine Schüssel geben, zwischen den Fingern zerreiben, bis die Masse die Konsistenz von feuchtem Sand hat. Dann auf Teig und Äpfeln verteilen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 170 °C Ober- und Unterhitze etwa 60 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe den Garpunkt prüfen.
- Abkühlen lassen und dann ganz nach Belieben z.B. mit Schlagsahne servieren.
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zum Apfel-Streuselkuchen vom Blech
Nein, das ist aus meiner Sicht wirklich nicht nötig. Vor allem die Schale von roten Äpfeln sorgt für tolle Farbtupfer im Kuchen und macht ihn weniger „beige”.
Klassische Backäpfel wie Boskop, Granny Smith oder Braeburn eignen sich am besten. Die Äpfel für Apfelkuchen sollten säuerlich und saftig sein.
Das kann passieren, wenn du zu viel Butter verwendet hast, die Zutaten insgesamt zu warm waren oder du sie zu fest geknetet hast. Halte dich am besten an die angegebenen Mengen im Rezept und verknete die Zutaten wirklich nur so lange, bis sie gut durchmischt sind.
Ja, dafür eignet er sich sogar ganz hervorragend! Ich friere ihn immer bereits in Stücke geschnitten, portionsweise ein. Er braucht zum Auftauen auch nur ein paar Stunden bei Raumtemperatur.
Nicht unbedingt, ich verwende aber gerne einen, damit die Form nicht überläuft. Das kann nämlich leicht passieren ohne Backrahmen.
3–4 Tage im Kühlschrank sind gar kein Problem. Darüber hinaus empfehle ich, ihn einzufrieren.
Ja, das ist sogar eine sehr gute Idee! Vor allem Brombeeren schmecken herrlich als kleine Ergänzung. Bei Birnen solltest du nicht zu viele nehmen (maximal 50 %), denn sie verlieren beim Backen sehr viel Flüssigkeit und würden den Kuchen sonst matschig machen.
Das hängt ein bisschen von der Größe deines Backblechs ab und davon, wie groß du sie schneidest. In der Regel sind es aber locker 20 Stücke oder mehr.
Mit welcher Apfelsorte bäckst du am liebsten Apfelkuchen? Verrate es mir in den Kommentaren!











Habe ich heute mit Dinkelvollkornmehl zubereitet. Köstlich!
Oh ja, das kann ich mir zu diesem Rezept sehr gut vorstellen :)