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Massaman Curry vegetarisch: Der milde „König der Currys“

Autorin: Annelie Ulrich

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Aktualisiert:

4,58 von 7 Bewertungen
40 Minuten
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Schon bevor CNN Travel es zum World’s Best Food gewählt hatte, wusste ich es: Massaman Curry ist das leckerste Gericht der Welt. Ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes. Wir saßen auf Phuket in einem Restaurant am Strand und aßen uns einmal längs durch die Karte. Das Curry mit Kartoffeln und Zwiebeln klang dabei für Thailand so exotisch (und gleichzeitig so bekannt aus Deutschland), dass ich es testen musste. Und was soll ich sagen – ab diesem Abend haben wir so gut wie jeden Abend ein Massaman Curry bestellt!

Ein Massaman Curry vegetarisch in der Schüssel.

Anders als das feurige grüne Curry oder das scharfe rote Curry ist Massaman super mild, sämig und nussig. Es schmeckt nach Urlaub, nach ferner Welt und wärmt dabei wunderbar von innen. Perfekt für kalte Herbst- und Wintertage in Deutschland! Mein Rezept von 2018 ist eine vegetarische Variante (vegan möglich), die mit Tofu, Kartoffeln und knackigen Erdnüssen beweist, dass man für den vollen Geschmack absolut kein Fleisch braucht.

Auf dem Tisch steht das Curry mit einem Löffel und einer Schale Reis.

Was macht Massaman Curry so besonders?

Massaman ist historisch gesehen ein spannender Mix. Es vereint typische Thai-Zutaten (Kokosmilch, Zitronengras) mit Gewürzen aus dem indischen und persischen Raum. Deshalb findest du darin Zutaten, die sonst in Thai-Currys selten sind: Kartoffeln, Lorbeerblätter, Zimt, Kardamom und Sternanis. Genau diese Mischung sorgt für den unverwechselbaren, warmen und tiefen Geschmack, der weniger auf Schärfe setzt und mehr auf Aroma. Das macht es außerdem zum perfekten „Einsteiger-Curry“ für alle, die es nicht so scharf mögen.

Massaman Curry vegan auf dem Tisch, neben einer Schüssel Reis.

Die Zutaten für den vollen Geschmack

Damit dein vegetarisches Massaman Curry schmeckt wie in Thailand, schauen wir uns die Key-Ingredients an:

  • Massaman-Currypaste: Sie ist die Basis von allem. Du bekommst sie im Asialaden. Wichtig für Vegetarier: Achte beim Kauf darauf, dass keine Garnelenpaste (Shrimp Paste) enthalten ist! Viele Marken bieten mittlerweile vegane Pasten an (z. B. von „Cock“ oder „Aroy-D“ – Etikett checken!). DIY-Tipp: Wenn du Zeit hast, kannst du die Paste auch selbst machen (Rezept siehe unten).
  • Kartoffeln: Ja, Kartoffeln im Curry! Sie saugen die herrliche Sauce auf. Nimm am besten eine vorwiegend festkochende Sorte, damit sie weich werden, aber nicht zerfallen.
  • Tamarindenpaste: Sie sorgt für die typische säuerlich-fruchtige Note, die den Zucker ausbalanciert. Ohne Tamarinde fehlt dem Curry die Tiefe.
  • Erdnüsse: Geröstete Erdnüsse geben den Crunch. In Thailand werden sie oft direkt mitgekocht, damit sie weich werden – ich mag sie lieber knackig als Topping.
  • Veggie-Fischsauce: Für das authentische „Umami“ brauchst du Fischsauce. In der vegetarischen Küche nutzen wir dafür „No Fish Sauce“ (auf Algenbasis) oder eine Mischung aus Sojasauce und etwas Miso.
Eine Schale Massaman Curry mit diversen Gewürzen.

Massaman Curry vegetarisch: So wird Tofu im Curry lecker

In diesem Rezept kochen wir den Tofu direkt in der Sauce mit. Da Massaman Curry sehr kräftig ist, saugt der Tofu die Aromen wie ein Schwamm auf.

  • Tipp für mehr Biss: Wenn du den Tofu lieber fester magst, kannst du ihn vorher separat in einer Pfanne goldbraun anbraten oder (noch besser) frittierten Tofu aus dem Asialaden verwenden (Tofu Puffs).

Massaman Curry vegetarisch

Leckeres Rezept für vegetarisches Massaman Curry. Das milde Curry mit Kartoffeln, Erdnüssen und Tofu ist unwiderstehlich lecker und der ideale Einstieg in die Welt der Thaicurrys.
Autor: Annelie

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Vorbereitung 15 Minuten
Koch-/Backzeit 25 Minuten
Gesamtzeit 40 Minuten
Anzahl 4

Zutaten 

Für das Curry:

  • 50 g Massaman Currypaste Rezept zum selber machen siehe Notiz
  • 1 EL Kokosöl oder neutrales Speiseöl
  • 400 ml Kokosmilch
  • 400 ml Wasser
  • 300 g Tofu
  • 2 Große Kartoffeln
  • 2 EL Tamarindenpaste
  • 3 Lorbeer Blätter
  • 2 EL brauner Zucker
  • 2 EL Fischsauce veggie Version
  • 2 EL Geröstete Erdnüsse
  • 1 Gemüsezwiebel

Für den Reis:

  • 1 Tasse Basmatireis
  • 1 Tasse Wasser

Anleitung 

  • Für das Curry zunächst das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen. Die Currypaste dazu geben und kurz anbraten. Mit Kokosmilch und Wasser ablöschen. Den Tofu Würfeln und dazu geben. Kartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden und ebenfalls zum Curry geben.
  • Tamarindenpaste, Lorbeerblätter, Braunen Zucker und Fischsauce dazu geben. Unter gelegentlichem Umrühren 20 Minuten köcheln lassen. Erdnüsse und die in viertel geschnittene Zwiebel dazu geben und nochmal 5 Minuten garen lassen. Mit Reis servieren.
  • Für den Reis zunächst einen Kaffeebecher mit Reis füllen. Den Reis dann in einen Topf geben und mit der selben Menge Wasser auf kleiner Flamme mit Deckel darauf zum kochen bringen und für 10 Minuten bei kleiner Hitze kochen lassen. Nach 10 Minuten von der Flamme nehmen und den Reis bei geschlossenem Deckel weitere 15 Minuten ruhen lassen.

Tipps

Das Curry lässt sich super 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Das Curry funktioniert genauso gut mit Fleisch wie zum Beispiel Rind oder Hähnchen.

Zusatz-Rezept: Massaman-Paste selber machen

Falls du keine vegetarische Paste findest oder es ganz frisch willst: Röste folgende Gewürze kurz in einer Pfanne ohne Öl an: 1 EL Koriandersamen, 1 EL Fenchelsamen, 1 EL Kardamomkapseln, 1 Sternanis, 1 Gewürznelke, 1 kleines Stück Zimtstange. Zerstoße sie im Mörser zu Pulver. Vermische sie mit: 1 gehackten Chilischote, 2 Knoblauchzehen, 20 g frischem Ingwer (oder Galgant), 1 Schalotte, 1 Stängel Zitronengras und etwas Salz. Zerstoße alles zu einer feinen Paste.
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FAQ: Häufige Fragen zum Massaman Curry

Ist das Curry scharf?

Nein, Massaman ist traditionell das mildeste aller Thai-Currys. Die Paste enthält zwar getrocknete Chilis, aber deutlich weniger als bei rotem Curry. Durch die Süße (Zucker), die Säure (Tamarinde) und die cremige Kokosmilch wird die Schärfe extrem abgemildert. Perfekt für Kinder!

Kann ich es einfrieren?

Massaman Curry ist eines der wenigen Thai-Gerichte, die aufgewärmt fast noch besser schmecken („Gulasch-Effekt“)! Du kannst es problemlos 2–3 Tage im Kühlschrank lagern. Zum Einfrieren: Ja, das geht. Beachte aber, dass gekochte Kartoffeln nach dem Auftauen eine etwas „schwammige“ Konsistenz bekommen können. Wenn dich das stört, iss die Kartoffeln lieber auf, friere nur die Sauce mit Tofu ein und gib beim Aufwärmen ein paar frische Kartoffelstücke ins Curry, die du in der Sauce gar kochst. Dann musst du auch noch etwas Wasser hinzufügen, denn die Kartoffeln binden Flüssigkeit.

Welche Kartoffeln sind die besten?

In Thailand nutzt man oft Süßkartoffeln oder sehr stärkehaltige Kartoffeln. Für dieses Rezept empfehle ich aber vorwiegend festkochende Kartoffeln. Sie werden schön weich und cremig, zerfallen aber nicht komplett zu Brei in der Sauce. Alternativ funktionieren auch festkochende Kartoffeln sehr gut.

Welches Gericht, das du auf Reisen kennengelernt hast, ist dein Lieblingsgericht? Verrate es mir in den Kommentaren!

Ein Bild von Annelie von Heisse Himbeeren
Über den Author

Herzlich Willkommen in meiner Küche! Mein Name ist Annelie. Ich bin Foodie, Food Fotografin, vegetarische Rezeptentwicklerin, Autorin, Unternehmerin und Hundemama. Zum Autor

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