Gegrillte Pizza, ganz ohne Pizza Stein und sonstiges Zubehör

Pizza kannst Du nicht nur im Backofen oder im speziellen Pizzaofen zubereiten, auch auf dem Grill kannst Du Pizza backen – und zwar ganz ohne Pizza Stein und sonstiges Zubehör.

Ein Tisch voll mit gegrillter Pizza

Die Grillsaison ist in vollem Gange

An herrlichen Sommerwochenenden draußen zu sitzen, die laue Luft zu genießen und dabei gut zu essen, das ist Sommer pur.

Über Seen, Flüssen und Gärten wabern die Grillschwaden und die Regale für Bratwürstchen und Grillkäse sind am Freitagnachmittag chronisch leergefegt.

Gegrillte Pizza und Aperitifs auf einem Gartentisch

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Trotzdem, nach einiger Zeit hat man so ziemlich jede Grillbeilage, wie die Antipasti Platte oder die gegrillte Aubergine, mindestens zweimal durchgeturnt und so sehr man sich im Frühjahr auf den ersten Grillabend gefreut hat, es muss etwas Abwechslung her.

Wie gut, dass Du dafür nicht an den heißen Herd musst, sondern durchaus auf Deinem Balkon oder der Terrasse sitzen bleiben kannst. Die Lösung: Pizza grillen!

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    Ja, Du hast richtig gelesen, wir grillen heute Pizza. Und zwar ganz ohne Pizza Stein und sonstige Gadgets, sondern einfach nur auf dem Rost. Die Pizzas sind im Handumdrehen fertig, jeder kann sie genau so belegen wie er oder sie mag.

    Außerdem entwickelt die Pizza ein herrliches Aroma durch die große Hitze des Grills und auch ein leichtes Raucharoma steht der Pizza ganz hervorragend!

    Mit der großartigen Unterstützung von meiner wunderbaren Familie wurde aus dem Projekt „Pizza Grillen für den Blog fotografieren“ eine spontane kleine Sommerparty. Mit Freunden, gutem Wein, dem ein oder anderen Aperol Spritz und den Besten Gesprächen.

    Vier verschiedene gegrillte Pizzen mit unterschiedlichen Belag

    Das Geheimnis zur perfekten Pizza direkt vom Grill liegt in der Art und Weise wie sie zubereitet wird. Entgegen “normaler” Pizzas wird die Pizza vom Grill zunächst ganz ohne Belag gebacken.

    Der Pizzateig, über den ich gleich noch ein bisschen mehr erzähle, wird zunächst direkt auf dem Rost von beiden Seiten gebacken, bis er knusprig und durchgebacken ist.

    Im Anschluss werden die fertig gebackenen Pizzaböden dann belegt und kommen noch einmal auf den Rost. Beim Belag sind Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.

    Über meine liebsten Kombinationen an Pizza Belägen muss ich Dir später auch unbedingt noch mehr erzählen. Eh klar. Bevor ich das aber machen müssen wir dringen über den Grill und das drumherum reden, das Du benötigst.

    Die Pizza wird auf einen Grill gelegt

    Für unser Pizza Rezept vom Grill ist ein Kugelgrill vonnöten. Den brauchst Du vor allem, damit später der Belag auch schön schmilzt.

    Unter der verschlossenen Haube des Kugelgrills hält sich die Wärme einfach besser und ermöglicht, dass der Pizza Belag auch von oben Hitze abbekommt und der Käse schön schmilzt.

    Was die Temperatur betrifft, brauchst Du zwar einen heißen Grill der mindestens 250 °C heiß ist, aber die Kohle sollte nicht direkt unter dem Bereich liegen, auf dem Du die Pizza grillst.

    Am besten formst Du mit der Kohle, sobald diese heiß ist einen Ring am äußeren Rand des Grills entlang, sodass in der Mitte keine Kohle mehr liegt oder schiebst die Kohle einfach auf eine Seite.

    Die Pizza bäckst Du dann auf der Seite, unter der keine Kohle liegt. So wird es der Pizza zwar ordentlich heiß, sie verbrennt aber nicht von unten durch die direkte Hitze.

    Der Teig für die Pizza wird vorbereitet

    Los gehts mit dem Pizzateig. Der ist an und für sich nichts Besonderes. Das Rezept ist ein Standard Pizzateig der aus Mehl, Salz, Hefe, Wasser und etwas Olivenöl besteht. Er wird wie üblich mit den Händen zu einer “Pizzascheibe” geformt.

    Im Unterschied zu einer normalen Pizza sollte der Boden aber in etwa gleichmäßig dick sein. Auch zu dünn sollte der Teig nicht sein, damit der Belag auch eine schöne Grundlage hat.

    Etwa 2–3 mm Dicke sind optimal. Nachdem der Teig von beide Seiten gebacken ist, darf er erst mal wieder runter vom Grill. Übrigens kannst Du diesen Schritt auch wunderbar vorbereiten und die Pizzateige schon vorbacken und dann später belegen.

    Übrigens kannst Du die Teige direkt vor dem Backen auch mit etwas Olivenöl bestreichen. Schmeckt wirklich hervorragend. Der Teig braucht je nach Temperatur des Grills etwa 30 Sekunden, bis 1 Minute pro Seite bevor er fertig ist.

    Die Böden der Pizza werden gegrillt

    Nachdem alle Teigböden gebacken sind, ist es Zeit für den Belag. Klassisch geht natürlich immer Tomatensauce und Mozzarella. Frischer Basilikum und Cocktailtomaten schmecken herrlich auf einer Margarita.

    Besonders lecker finde ich die Kombination aus Tomatensauce, Käse und Gorgonzola. Nach dem Backen kommen frische Erdbeerscheiben und Babyspinat.

    Süße Erdbeeren und würziger Gorgonzola ergänzen sich ganz herrlich. Von der Pizza war ich so begeistert, dass ich in den Tagen darauf ständig Gorgonzolabrot mit Erdbeeren gefutter habe…

    Die Pizza wird unterschiedlich belegt

    Eine spannende Kombination ist übrigens auch Sauerrahm statt Tomatensauce, frischer Lachs und Zwiebelringe. Auch hier kommt der Lachs erst nach dem Backen mit auf die Pizza.

    Sehr sehr lecker und eine sehr schöne Abwechslung zu klassischer Salami, Oliven und Peperoni. Die fertig belegte Pizza kommt nochmal auf den Grill. Wieder nicht direkt auf die heiße Kohle, sondern etwas abseits davon.

    Der Deckel des Kugelgrills sollte auf jeden Fall geschlossen werden damit der Käse schmelzen kann. Etwa 3–5 Minuten braucht jede Pizza jetzt, bis sie fertig ist und verspeist werden kann.

    Ein gedeckter Holztisch mit gegrillter Pizza und Aperitifs

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    Gemeinsam mit Freunden und Familie wird aus dem Pizza Grillen übrigens ein richtiges Event. Ein schönes Glas Spritz dazu und es darf drauf losbelegt werden.

    Jeder kann so seine perfekte Pizza kreieren. Ich bin schon sehr gespannt, welche leckeren Kombinationen zu kreieren wirst!

    Eine Pizza geteilt in vier Stücke

    Tipp: Du liebst grillen? Dann teste doch gleich noch dieses Dessert vom Grill.

    Wenn Du mein Rezept für Pizza vom Grill ausprobierst freue ich mich schon sehr über ein Foto Deiner Leckereien auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren.

    Eine Aufnahme von oben von der gegrillten Pizza
    pizza mit gegrilltem gemüse

    Gegrillte Pizza

    Annelie
    Pizza kannst Du nicht nur im Backofen oder im speziellen Pizzaofen zubereiten, auch auf dem Grill kannst Du Pizza backen – und zwar ganz ohne Pizza Stein und sonstiges Zubehör.
    5 von 1 Bewertung
    Zubereitungszeit 10 Min.
    Arbeitszeit 1 Std.
    Gericht Abendesse, Mittagessen, Soulfood, Vegetarisch
    Land & Region Italienisch
    Portionen 6
    Kalorien 931 kcal

    Zutaten
      

    Für den Teig:

    • 750 g Weizenmehl
    • 1 Würfel frische Hefe
    • 1 TL Zucker
    • 3 EL Olivenöl
    • 450 ml Warmes Leitungswasser

    Für den Belag:

    • Passierte Tomaten aus der Dose
    • Mozarella
    • Käse
    • Gorgonzola
    • Sauerrahm
    • Sardellen
    • Salami
    • Schinken
    • Gemüse
    • Obst etc.

    Anleitungen
     

    • Gib 50 ml des warmen Wassers in eine kleine Schüssel und brösle die Hefe dazu. Gib ebenfalls den Zucker mit in die Schüssel und vermische alles bis die Hefe sich aufgelöst hat. Mehl in eine große Rührschüssel geben. Die Hefemischung dazu geben, ebenso wie Salz, das restliche Wasser und das Olivenöl. Teig für etwa 10 Minuten kneten. Wenn der Teig zu sehr an den Seiten der Schüssel klebt noch etwas Mehl dazu geben. Teig dann abdecken und an einem warmen Ort für etwa 1 Stunde aufgehen lassen.
    • Wenn Du mit einem Holzkohlgrill arbeitest, ist es jetzt Zeit, den Grill anzufeuern. Ein Kugelgrill oder Grill mit verschließbarem Deckel funktioniert am Besten. Der Grill sollte am Schluss mindestens 250 °C haben. Bis der Teig aufgegangen ist und der Grill heiß ist, bleibt reichlich Zeit um die Zutaten für den Belag vorzubereiten.
    • Den Teig nach dem aufgehen in 6 gleich große Portionen teilen und Kugeln daraus formen. Die Kugeln auf ein bemehltes Blech oder Brettchen geben und wieder abdecken.
    • Die Holzkohle im Grill auf eine Seite schieben oder einen Kohlrkreis am Rand des Grills bilden. Den ersten Teigrohling mit den Händen platt drücken und auseinander ziehen. Der Teig sollte etwa 2-3 mm dick sein. Den Teig dann gleich auf den heißen Grill, auf die Seite ohne Kohle legen. Etwa 30 Sekunden bis 1 Minute auf jeder Seite backen. Mit einer Küchenzange funktioniert das Wenden am besten. Nach Wunsch den Teig mit Olivenöl bestreichen.
    • Mit allen Teig Rohlingen so verfahren. Die gebackenen Böden stapeln. Wenn all Böden gebacken sind die Böden nacheinander nach Wunsch gelegen. Pizza wieder auf den Grill leben. Ebenfalls darauf achten, das keine Kohle direkt unter der Pizza liegt. Am Besten funktioniert das mit einem Pizzaschieber oder zwei großen Pfannenwendern. Deckel des Kugelgrills schließen und die Pizza für 3-5 Minuten garen lassen. Sofort heiß servieren und genießen.
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      5 Kommentare zu „Gegrillte Pizza, ganz ohne Pizza Stein und sonstiges Zubehör“

      1. Martin Lobinger

        Gut zu wissen, dass Pizza auf dem Grill auch ohne Pizzastein gebacken werden kann. Mein Onkel arbeitet als Geschäftsführer in einer italienischen Pizzeria in unserer Stadt. Er freut sich darauf, dass die Pizzeria 2021 planmäßig mehrere Filialen im ganzen Österreich eröffnen wird.

        1. AndreasChristoph

          Viel Erfolg Martin. Hoffentlich wird 2021 ein besseres Jahr für alle. Viel Erfolg bei den Pizzerias :)

      2. Wirklich außergewöhnliches Rezept für gegrillte Pizza. Sehr interessant, dass vor dem belegen der Teig schon auf den Rost kommt. Wir grillen auch so extrem gern und werden das Rezept sicher mal ausprobieren.

        1. Liebe Sandra,
          vielen Dank für dein wunderbares Kompliment!
          Ich kann es kaum erwarten, bis die Grillsaison wieder beginnt und es das nächste mal wieder Pizza gibt :)
          Sie ist einfach unschlagbar lecker!
          Ganz liebe Grüße
          Annelie

      3. Es darf auch mal was anderes gegrillt werden, als Steaks. Kam bei uns allen ausgezeichnet an. Auch wenn man echt aufpassen muss, dass die Böden nicht zu dunkel werden.

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