Wenn ich nur ein einziges Cupcake Rezept für den Rest meines Lebens auswählen müsste, wäre es dieses hier: Saftige Schoko Cupcakes mit Salted Caramel Füllung und dunkler Schoko-Sahne. Sie sind intensiv schokoladig, herrlich saftig (das verspreche ich!) und bekommen durch das salzige Karamell genau die Tiefe, die einen schlichten Schoko-Cupcake von einem unvergesslichen unterscheidet.
Ich bin ja der Meinung, es gibt wenige Geschmackskombinationen, die besser sind als Schokolade und Salzkaramell. Dieser großen Liebe musste ich natürlich auch mit einem eigenen Rezept Rechnung tragen. Entstanden ist der saftigste und leckerste Schoko-Cupcake mit Salzkaramell überhaupt. Der Twist: Das Karamell steckt nicht nur als Drizzle obenauf, sondern auch als kleine, flüssige Überraschung in der Mitte des Cupcakes. Dieser doppelte Karamell-Einsatz ist das Geheimnis, das diese Cupcakes von allen anderen Schoko-Cupcakes unterscheidet – und der Grund, warum sogar Karamell-Skeptiker:innen am Ende doch nach dem zweiten greifen.
Was diese Cupcakes wirklich saftig macht
Der häufigste Grund für trockene Schoko-Cupcakes ist nicht der Zucker oder der Kakao – sondern die falschen Fett- und Flüssigkeitskomponenten. Mein Rezept setzt auf drei Saftigkeits-Faktoren, die den Unterschied machen:
- Öl statt Butter: Im Gegensatz zu Butter bleibt Sonnenblumenöl auch bei Raumtemperatur flüssig. Das hält die Krume tagelang saftig – während Butter-Cupcakes oft schon am nächsten Tag trocken werden.
- Espresso oder starker Kaffee: Klingt seltsam in einem Schokorezept, ist aber pure Magie. Der Kaffee schmeckt im fertigen Cupcake nicht heraus, intensiviert aber das Schokoladenaroma deutlich und sorgt zusätzlich für Feuchtigkeit. Das ist ein Profi-Trick aus der amerikanischen Konditorei.
- Buttermilch: Ihre Säure reagiert mit Backpulver und Natron, macht die Krume besonders zart und gibt eine angenehme Frische, die das Schokoladenaroma trägt.
Plus: Die Karamell-Füllung in der Mitte wirkt nach dem Backen wie ein interner Feuchtigkeitsspender – die Cupcakes bleiben dadurch noch länger saftig.
Worauf es bei den Zutaten ankommt
- Kakao: Wähle echten Backkakao (entölt, ungesüßt) und nicht das Trinkschokoladenpulver aus dem Supermarkt. Trinkschoko enthält bereits Zucker und Aromen – das macht den Cupcake zu süß und zu mild im Geschmack. Mein Tipp: Holländisch verarbeiteter Kakao (Dutch-Process) gibt eine besonders dunkle, intensive Schokoladennote.
- Schokolade für die Sahne: Verwende Zartbitterschokolade mit mindestens 60 % Kakaoanteil – sie balanciert die Süße des Karamells perfekt aus. Vollmilchschokolade würde die Cupcakes geschmacklich kippen lassen und zu süß machen.
- Salted Caramel: Du kannst gekauftes Salted Caramel verwenden, aber selbstgemachtes ist deutlich aromatischer und in zehn Minuten zubereitet. Mein Rezept für Salted Caramel ist aus meiner Sicht natürlich das beste – bereite am besten gleich die doppelte Menge Karamell zu und verwende den Rest für Pancakes, Eis oder Apfelkuchen.
- Espresso oder starker Kaffee: Frisch aufgebrüht, vollständig abgekühlt. Heißer Kaffee würde die Eier zum Stocken bringen. Wer keinen Espresso hat: 1 EL Instant-Kaffee in 110 ml heißem Wasser auflösen und abkühlen lassen funktioniert genauso gut.
Pannen-Sicherheit: So gelingen die Cupcakes garantiert
Drei klassische Stolperfallen bei Schoko-Cupcakes:
- Trockene Cupcakes: Meistens entsteht das durch zu langes Backen. Mache die Stäbchenprobe schon nach achtzehn Minuten – das Stäbchen sollte mit ein paar feuchten Krümeln herauskommen, nicht komplett sauber. Komplett saubere Stäbchen bedeuten meist schon übergebackene Cupcakes.
- Eingefallene Mitte: Das passiert bei zu schnell geöffnetem Backofen. Die ersten fünfzehn Minuten Backzeit den Ofen wirklich geschlossen halten – sonst fallen die Cupcakes durch den Temperaturschock zusammen.
- Karamell läuft beim Füllen aus: Das Loch im Cupcake darf nicht durchgängig sein. Stoppe mit einem Apfelentkerner oder Essstäbchen etwa 1 cm vor dem Boden – sonst sickert das flüssige Karamell beim Stehenlassen unten heraus.
Vorbereiten und Aufbewahren
Die Cupcake-Böden lassen sich super vorbereiten: Backe sie am Vortag, lass sie vollständig auskühlen und bewahre sie luftdicht verschlossen bei Raumtemperatur auf. Erst kurz vor dem Servieren mit Karamell füllen, mit Schoko-Sahne dekorieren und mit dem zweiten Karamell-Drizzle veredeln.
Fertig dekorierte Cupcakes halten sich im Kühlschrank etwa zwei Tage – die Schoko-Sahne ist allerdings empfindlich. Vor dem Servieren etwa zwanzig Minuten Zimmertemperatur annehmen lassen, damit die Krume nicht zu fest aus dem Kühlschrank wirkt.
Einfrieren: Die ungefüllten, ungedekorierten Cupcake-Böden lassen sich bis zu drei Monate einfrieren. In Gefrierbeuteln einzeln verpackt einfrieren, bei Raumtemperatur eine Stunde auftauen, dann frisch füllen und dekorieren.
Variationen für jeden Geschmack
Das Grundrezept lässt sich vielseitig abwandeln:
- Schoko-Erdnussbutter: Statt Karamell mit cremiger Erdnussbutter füllen, dazu Erdnusskrokant als Topping.
- Schoko-Kirsch: Eine eingelegte Kirsche oder Kirschkonfitüre als Füllung – die „Schwarzwälder Kirsch“-Variante.
- Schoko-Orange: Etwas Bio-Orangenabrieb in den Teig und ein paar Tropfen Orangenextrakt – elegant und winterlich.
Saftige Schoko Cupcakes mit Salted Caramel
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Für die Cupcakes:
- 175 g Mehl
- 100 g weißer Zucker
- 80 g brauner Zucker
- 30 g Kakao
- 1 Prise Salz
- 1 TL Backpulver
- 1/2 TL Natron
- 110 ml Espresso alternativ Kaffee
- 120 ml Buttermilch
- 210 ml Sonnenblumenöl
- 2 Eier
Für die Schokosahne
- 200 ml Schlagsahne
- 100 g Zartbitterschokolade
Außerdem
- 150 g Salziges Karamell
- 1 Prise Grobes Salz
Kochutensilien
- 1 Apfelentkerner oder ein Essstäbchen
- 1 Spritzbeutel mit Sterntülle
- 1 12er Muffinblech
- 12 Papierförmchen
Anleitung
- 200 ml Schlagsahne in einen Topf geben und auf dem Herd zum kochen bringen. 100 g Zartbitterschokolade klein hacken, in eine wärmefeste Schüssel geben und die heiße Sahne darüber verteilen. Zudecken und nach 10 Minuten so lange führen, bis sich die Schokolade komplett aufgelöst hat. Anschließend abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
- Backofen auf 170 °C vorheizen und das 12er Muffinblech mit den Papierförmchen auslegen. In einer großen Schüssel 2 Eier, 110 ml Espresso (kalt), 120 ml Buttermilch und 210 ml Sonnenblumenöl gut vermischen. In einer zweiten Schüssel 175 g Mehl, 100 g weißer Zucker, 80 g brauner Zucker, 30 g Kakao, 1 Prise Salz, 1 TL Backpulver und 1/2 TL Natron vermischen, dann die trockenen Zutaten zu den feuchten geben und kurz zu einem glatten Teig vermengen.
- Teig gleichmäßig auf die 12 Papierförmchen verteilen. Die Förmchen sollten zu 2/3 bis 3/4 voll sein.
- Dann bei 170 °C für ca. 20 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe den Garpunkt prüfen. Nach dem Backen auf einem Abkühlgitter vollständig auskühlen lassen.
- Sobald die Cupcakes kalt sind und auch die Schokosahne komplett durchgekühlt ist, mit dem Apfelentkerner oder Essstäbchen ein kleines Loch in die Mitte jedes Cupcakes machen. Es darf nicht durchgängig sein. 150 g Salziges Karamell in einen Einwegspritzbeutel oder Gefrierbeutel füllen und ein kleines Loch in die Spitze schneiden. Das Loch im Cupcake dann komplett mit Karamell auffüllen.
- Die Schokosahne mit dem Handrührgerät steif schlagen. Dafür ggf. 3 TL SanApart oder Sahnestreif zugeben. Die steife Schokosahne in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und die Cupcakes damit verzieren. Das restliche Karamell mit dem Spritzbeutel über der Schokosahne verteilen. 1 Prise Grobes Salz ebenfalls gleichmäßig auf die Cupcakes streuen. Cupcakes bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zu saftigen Schoko-Cupcakes
Ja, aber die Säure der Buttermilch macht die Cupcakes besonders zart. Wenn du keine zur Hand hast: 120 ml Milch mit 1 EL Zitronensaft oder Essig vermengen und zehn Minuten stehen lassen – das ist der schnelle Buttermilch-Ersatz.
Nein, gar nicht. Der Kaffee verstärkt nur das Schokoladenaroma, schmeckt selbst aber nicht durch. Selbst Menschen, die sonst keinen Kaffee mögen, lieben diese Cupcakes. Wenn du aus gesundheitlichen Gründen auf Kaffee verzichten musst oder für Kinder backst, dann kannst du als Alternative auch Malzkaffee verwenden.
Schoko-Sahne braucht etwas mehr Geduld als normale Schlagsahne. Wichtig: Sie muss vollständig durchgekühlt sein, mindestens vier Stunden im Kühlschrank, besser über Nacht. Mit San-Apart oder Sahnesteif gelingt sie zuverlässiger – ich gebe immer 3 TL pro 200 ml dazu.
Nein, das Rezept braucht beide Triebmittel (Backpulver und Natron). Das Natron reagiert mit der Buttermilchsäure, das Backpulver gibt zusätzlich Volumen. Beides weglassen würde die Cupcakes flach und dicht machen.
Absolut. Eine klassische Schweizer Buttercreme, mit Schokolade oder Karamell verfeinert, passt wunderbar. Die Cupcakes werden dadurch süßer und gehaltvoller – die Schoko-Sahne ist die leichtere Variante.
Ja, gekauftes Salted Caramel funktioniert. Achte auf eine dickflüssige Konsistenz – zu flüssige Saucen laufen aus dem Cupcake heraus. Ein hochwertiges Bio-Karamell aus dem Reformhaus ist meist besser als Discounter-Varianten. Selbstgemacht ist es aber wirklich überlegen – und in zehn Minuten fertig.
Wie magst du deine Schoko-Cupcakes am liebsten – klassisch mit Salted Caramel oder doch lieber als Erdnussbutter-, Kirsch- oder Orangen-Variante? Verrate es mir gerne in den Kommentaren!












Hallo,
Ich habe schon dein anderes tolles Rezept mit der Karamel Soße gemacht ( die Cupcakes mit Banane und Caramel) .
Aber bei mir verflüchtigt sich das Caramel im Kern in den Teig. Was könnte ich falsch machen?
Lg Doreen
Liebe Doreen,
vielen Dank für Deine Nachricht. Es freut mich riesig, dass Du das Rezept so gerne magst. Bei mir ist es auch so, dass ein Teil des Karamells in den Teig sickert, wenn die Cupcakes länger stehen. Ich habe dazu ein paar Ideen:
– Du könntest 50 ml Sahne in Karamell durch 50 g Butter ersetzen. Dadurch wird das Karamell wenn es kalt ist etwas fester und sickert nicht mehr so leicht in den Teig.
– Du könntest die Mulden im Cupcake mit etwas geschmolzener Schokolade auspinseln, dadurch würde eine Art Wand entstehen, die das Karamell festhält.
Ich hoffe, es ist eine passende Idee dabei :)
Ganz liebe Grüße
Annelie
Hi!
Kann ich den Kaffee auch komplett ersetzen? Das Rezept klingt klasse, aber Kaffeegeschmack sagt mir leider generell nicht zu.
Hi Tobias,
vielen Dank für Deine Frage :) Du kannst den Kaffee auch komplett durch Milch ersetzen. Allerdings verspreche ich Dir, dass die Cupcakes am Ende überhaupt nicht nach Kaffee schmecken, auch wenn Du ihn verwendest. Er sorgt lediglich dafür, dass das Schokoaroma verstärkt wird, verleiht dem Gebäck aber keinerlei Kaffeearoma.
Ganz viel Erfolg beim Ausprobieren!
Liebe Grüße
Annelie
Hallo. Was für Papierkörbchen kaufst du da? Ich habe schon mehrere probiert aber keine passen so richtig in die Silikonform, sie sind immer etwas größer als gewünscht
Danke!
LG Nati
Liebe Natália,
vielen Dank für Deine Frage. Ich kaufe tatsächlich meist die Papierkörbchen, die es in der Backabteilung im Supermarkt gibt. Allerdings habe ich ein Metallblech, da sind die Mulden glaube ich ein bisschen größer als bei Silikonförmchen. Ich habe eben mal kurz recherchiert und es scheint keine speziellen Papierförmchen für Silikonformen zu geben. Mein Tipp wäre, einige unterschiedliche Hersteller zu bestellen und auszuprobieren oder genau nachzumessen, wie groß deine Silikonformen sind :) Ich hoffe, du wirst fündig! Sag mir gerne Bescheid, wenn Du einen guten Hersteller gefunden hast. Ich plane aktuell bald ein Back- und Koch FAQ zu erstellen, da würde diese Information sehr gut dazu passen. :)
Ganz liebe Grüße
Annelie
Hallo,
Wie lange im vorraus kann man diese cupcakes machen wen sie im Kühlschrank gelagert werden?
Lg Diana
Liebe Diana,
die fertigen Cupcakes kannst Du 1-2 Tage im Kühlschrank lagern. Die Schokosahne verliert mit der Zeit leider ihr Volumen. Eine Alternative wäre, die Basis der Cupcakes bereits vorher zu backen und bis zur Verwendung einzufrieren. Auch das Karamell kannst Du gut vorbereiten. In einem Gefäß mit Deckel hält es sich mehrere Wochen. Auch die Schokosahne kannst du gut vorbereiten, solange du sie nicht aufschlägst und im Kühlschrank lagerst. Wenn Du die Cupcakes dann brauchst fügst du einfach alles zusammen, das geht dann recht schnell :)
Ich hoffe, das hilft Dir weiter.
Ganz liebe Grüße
Annelie