5 weihnachtliche Plätzchen mit Marmelade aus 1 Teig, zubereitet in wenigen Schritten und aus wenigen Zutaten. Diese Plätzchen dürfen auf keinem Plätzchenteller fehlen.

Wie an meinen Rezepten für Omas geheimes Plätzchenrezept und 5 Nougat Plätzchen aus einem Teig unschwer zu erkennen ist, mache ich es mir in der Weihnachtsbäckerei gerne ein bisschen einfacher.
Das habe ich schon von meiner Oma und Mama gelernt, die beide Meisterinnen darin waren und sind, aus einem Plätzchenteig viele kreative Plätzchensorten zuzubereiten. Heute soll es um eine meiner liebsten Varianten gehen, nämlich Marmeladenplätzchen. Ich mag einfach die Kombination aus fruchtig-säuerlicher Marmelade und zarten Keksen. Mit dem Johannisbeergelee meiner Mama werden sie außerdem immer besonders lecker. Und auch hier kommt mein kleiner Trick mit dem Basisteig wieder voll zur Geltung. Ich zeige dir, wie du fünf abwechslungsreiche Sorten aus nur einem Grundteig nach dem Rezept von meiner Oma zubereiten kannst.

Das Prinzip: ein Teig, zwei Varianten, fünf Sorten
Die Basis für unsere fünf Marmeladenplätzchen ist ein simpler Mürbeteig, den ich auch gerne für meine Butterplätzchen verwende. Die erste Amtshandlung nach der Zubereitung, noch bevor es in den Kühlschrank geht, ist jedoch, einem Drittel des Teiges gemahlene Mandeln unterzukneten. So haben wir direkt zwei verschiedene Teige aus unserem Basisteig gemacht.
Diese beiden Teige werden dann in verschiedenen Formen ausgestochen, unterschiedlich gefüllt und unterscheiden sich auch in der Dekoration. Sie schmecken am Ende wirklich ganz vielfältig und niemand würde denken, dass sie alle aus demselben Basisteig entstanden sind.

Diese 5 Marmeladen Plätzchen entstehen aus nur 1 Teig
- Klassische Spitzbuben: Sie sind DER Klassiker, wenn es um Plätzchen mit Marmelade geht. Ich verwende am liebsten das Johannisbeergelee von meiner Mama zum Füllen.
- Orangensterne: Gefüllt mit fruchtiger Orangenmarmelade und verfeinert mit etwas dunkler Schokolade sind sie herb, fruchtig und eine tolle Abwechslung auf dem Plätzchenteller.
- Adventskränze: Sie sehen dank dem Loch in der Mitte und der hübschen Deko aus wie kleine Kränze. Ich fülle sie gerne mit Kirschmarmelade und dekoriere sie mit Pistazien und getrockneten Cranberries oder Kirschen.
- Engelsaugen: Hierfür kommt etwas Mandelteig zum Einsatz und ich fülle sie ebenfalls mit Johannisbeergelee. Das Tolle an dieser Sorte ist, dass man sie nicht ausstechen muss.
- Johannisbeer-Marzipan-Kringel: Technisch sind sie die anspruchsvollste Sorte, denn wir spritzen die Marzipanmasse mit dem Spritzbeutel auf. Mit etwas Übung klappt das aber garantiert und die Geschmackskombination ist einfach der Hit!

Der Grundteig – darauf kommt es an
Damit das mit den fünf Sorten aus einem Teig auch gut klappt, muss der Grundteig richtig richtig gut sein. Und genau dafür kommt das klassische Plätzchenrezept von meiner Oma zum Einsatz. Was seit fast 100 Jahren erprobt ist, hat sich garantiert bewährt. Er dankt Ei im Teig und weicher Butter wunderbar geschmeidig und ist gut ausrollbar, ohne zu kleben.
Die Kühlzeit ist absolute Pflicht, denn nur dann lässt sich der Teig wirklich gut verarbeiten. Ich kühle ihn gerne über Nacht oder sogar 2–3 Tage, das absolute Minimum sind jedoch zwei Stunden, wobei ich dir wirklich dringend mindestens eine Nacht empfehle. Ein Drittel des Teiges kriegt dann noch gemahlene Mandeln untergeknetet, die ich für ein intensiveres Aroma gerne frisch mahle.

Welche Marmelade eignet sich zum Füllen?
Für die Füllung verwende ich sehr gerne feine, gut gellierte Gelees oder Marmelade ohne große Fruchtstücke. Sie lassen sich sauber dosieren und laufen nicht auseinander. Der absolute Klassiker ist Johannisbeergelee, das meine Mama jedes Jahr selbst kocht. Die Säure ist der perfekte Gegenspieler zum süßen Keks.
Aber auch Waldbeermarmelade, Quittengelee oder Kirschmarmelade funktioniert gut. Außerdem liebe ich feine Orangenmarmelade als Füllung. Solltest du nur welche mit Stücken bekommen, kannst du sie vor dem Verwenden schnell durch ein Sieb passieren, um die Stücke herauszufiltern. Meine neueste Entdeckung zum Plätzchenfüllen ist Glühweingelee! Rote Marmelade ist übrigens optisch immer ein sehr schöner Kontrast.
Wann gebacken, wann gefüllt wird
Bei den Marmeladenplätzchen gibt es zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Bei den Engelsaugen und Johannisbeer-Marzipan-Kringeln wird die Marmelade mitgebacken und karamellisiert leicht.
Bei Orangensternen, Spitzbuben und Adventskränzen kommt die Marmelade erst nach dem Backen dazu. Sie bleibt dadurch geschmacklich frisch und farbintensiv. Wenn du mehrere Sorten backen willst, solltest du erst die ausgestochenen Plätzchen zum später Füllen backen, denn sie müssen wirklich ganz kalt werden. Die anderen sind nach dem Abkühlen direkt fertig. Die Sorten, die nach dem Backen gefüllt werden, müssen etwa 1 Stunde antrocknen, bevor du sie verpacken kannst; in dieser Zeit zieht die Marmelade etwas an und stabilisiert die Plätzchen.
Durch die fünf Sorten entsteht so ein wunderbares “Just in Time”-Verfahren, sodass auch ein Backtag mit vielen Sorten gut funktioniert. Wie ich den gestalte, verrate ich dir in meinem Rezept für 1 Teig, 7 Plätzchen. Die Grundregeln gelten nämlich auch für die Marmeladenplätzchen.
Aufbewahren & Verschenken
Ich lagere die Marmeladenplätzchen am liebsten in einer Blechdose an einem kühlen, trockenen Ort. Die einzelnen Lagen der Plätzchen trenne ich gerne durch etwas Back- oder Butterbrotpapier, damit die Marmelade sie nicht verklebt.
Lagere die Sorten am besten getrennt oder trenne wenigstens unterschiedliche Marmeladenfüllungen. Orangenmarmelade oder Glühweingelee übertragen sich. Ich sammle meine Blechdosen übrigens seit Jahren und habe mittlerweile eine wunderbar kunterbunte Sammlung. Zum Verschicken und Verschenken eignen sich Marmeladenplätzchen übrigens besonders gut, denn die Marmelade wirkt stabilisierend, sodass sie in der Regel heil bleiben.

Omas Marmeladen Plätzchen – 1 Teig, 5 Plätzchen
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Für den Teig:
- 150 g Zucker
- 250 g Butter zimmerwarm
- 2 Bio Eier Größe L
- 1 TL Vanilleextrakt
- 500 g Weizenmehl Typ 550 oder Typ 405
- 1 TL Backpulver
- 50 g gemahlene Mandeln
Für die Orangen Sterne:
- 50 g Orangenmarmelade fein
- 50 g dunkle Schokolade
- Zuckerstreusel
Engelsaugen:
- 50 g Johannisbeergelee
Spitzbuben:
- 50 g Johannisbeergelee
- Puderzucker
Adventskränze:
- 50 g Kirschmarmelade fein
- 50 g Puderzucker
- Wasser
- 1 TL Pistazien gehackt
- 1 EL getrocknete Cranberries
- 1 TL goldene Zuckerstreusel
Johannisbeer Marzipan Kringel:
- 100 g Marzipan
- 2 EL brauner Rum
- 20 g Johannisbeergelee
Anleitung
Teig zubereiten:
- Für den Teig 250 g Butter und 150 g Zucker in eine Rührschüssel geben und cremig rühren. Nacheinander 2 Bio Eier dazugeben und jeweils unterrühren. 1 TL Vanilleextrakt, 500 g Weizenmehl und 1 TL Backpulver dazugeben und für etwa 1 Minute zu einem glatten Teig kneten. ⅔ des Teiges abtrennen, zu einer Kugel formen und abgedeckt in den Kühlschrank legen.
- Unter das restliche drittel 50 g gemahlene Mandeln kneten und diese Teig Portion ebenfalls kühlen. Die Kühlzeit sollte mindestens 2 Stunden betragen, besser ist es den Teig über eine Nacht oder mehrere Tage zu kühlen.
Allgemeiner Hinweis zum Backen:
- Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Kekse backen pro Blech etwa 10 Minuten, die genaue Backzeit hängt stark vom jeweiligen Backofen ab.
- Je nach Backofen kann es sinnvoll sein, Heißluft statt Ober- und Unterhitze zu verwenden. Bei einer guten Heißluftfunktion können mehrere Backbleche gleichzeitig im Ofen gebacken werden. Bei allen anderen Ofen empfiehlt es sich meist, nur ein Backblech auf einmal im Ofen zu haben.
Orangen Sterne:
- ⅓ des Teiges ohne Mandeln abtrenne, auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 mm dick ausrollen und Sterne ausstechen. Im vorgeheizten Backofen bei 170 °C Ober- und Unterhitze auf einem mit Backpapier belegten Blech etwa 10 Minuten backen bis die Kekse goldbraun werden.
- Kekse komplett abkühlen lassen. Dann je 2 Sterne mit50 g Orangenmarmelade zusammenkleben. Die fertig zusammengesetzten Orangensterne mit 50 g dunkle Schokolade geschmolzen und goldenen Zuckerstreusel dekorieren. Etwa 1 Stunde auf der Arbeitsfläche fest werden lassen, in eine Keksdose geben und an einen kühlen und trockenen Ort lagern.
Engelsaugen:
- ½ des Teiges mit Mandeln abteilen. Teig kurz auf der Arbeitsfläche mit etwas Mehl geschmeidig kneten. Teig dann zu einem Teigstrang mit etwa 2 cm Durchmesser rollen. Teigstrang in etwa 2 cm große Portionen unterteilen.
- Jede der Teig Portionen zwischen den Händen zu einer Kugel rollen und auf das vorbereitete Backblech setzen. So verfahren bis der ganze Teig aufgebraucht ist. Mit der bemehlten Rückseite eines (Holz-) Kochlöffels eine Mulde in jede Teigkugel stechen. Dabei nicht ganz durchstechen.
- Die Mulde mit 50 g Johannisbeergelee füllen. Die Engelsaugen nun im vorgeheizten Backofen backen bis sie goldbraun sind.
Spitzbube:
- ⅓ des Teiges ohne Mandeln abtrenne, auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 mm dick ausrollen und Kreise bzw. Blumen ausstechen. Die hälfte der Kreise/Blumen mit einem Loch versehen. Im vorgeheizten Backofen bei 170 °C Ober- und Unterhitze auf einem mit Backpapier belegten Blech etwa 10 Minuten backen bis die Kekse goldbraun werden.
- Sobald die Kekse abgekühlt sind auf die Plätzchen ohne Loch 50 g Johannisbeergelee geben und jeweils mit einem Plätzchen mit Loch versehen. Die fertigen Plätzchen nach Belieben mit Puderzucker bestreuen. Vor dem einpacken etwa 1 Stunde auf der Arbeitsfläche trocknen lassen, sodass die Marmelade etwas Zeit hat, die beiden Kekse zusammen zu kleben.
Adventskränze:
- ⅓ des Teiges ohne Mandeln abtrenne, auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 mm dick ausrollen und große Blumen ausstechen. Blumen auf ein Backblech setzen und jeweils eine kleine Blume aus der Mitte ausstechen. Im vorgeheizten Backofen bei 170 °C Ober- und Unterhitze auf einem mit Backpapier belegten Blech etwa 10 Minuten backen bis die Kekse goldbraun werden.
- Die Hälfte der Kränze mit Puderzuckerglasur (50 g Puderzucker, Wasser, 1 TL Pistazien, 1 EL getrocknete Cranberries und 1 TL goldene Zuckerstreusel dekorieren. Etwas trocknen lassen bevor die Plätzchen zusammengesetzt werden.
- Nun die nicht dekorierten Teile der Plätzchen mit 50 g Kirschmarmelade bestreichen und je einen dekorierten Kranz darauf setzen.
- Etwa 1 Stunde auf der Arbeitsfläche trocknen lassen bevor die Adventskränze verpackt werden.
Johannisbeer Marzipan Kringel:
- ½ des Mandelteiges aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 mm dick ausrollen. Blumen oder Kreise aus dem Teig ausstechen. Ausgestochene Plätzchen auf ein Backblech mit Backpapier setzen.
- 100 g Marzipan mit 2 EL brauner Rum verrühren. Marzipanmasse dann in einen Spritzbeutel mit kleiner Sterntülle füllen. Auf jedes Plätzchen einen Kringel aus Marzipan spritzen. Einen Klecks 20 g Johannisbeergelee in die Mitte geben und die Plätzchen bei 170 °C Ober- und Unterhitze backen bis die Marzipanmasse goldbraun geworden ist.
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zu Marmeladen-Plätzchen
Das liegt in der Regel daran, dass der Teig zu warm ist. Lass ihn vor dem Verarbeiten wirklich gut durchkühlen und nimm dann immer nur so viel Teig aus dem Kühlschrank, wie du gerade verarbeiten kannst.
Das kann passieren, wenn die Plätzchen nicht gut ausgekühlt waren. Lass sie also wirklich kalt werden. Du kannst sie auch erst am nächsten Tag füllen.
Am besten kühlst du ihn über Nacht, sodass er wirklich Zeit hat, gut durchzukühlen. Das Minimum sollten immer mindestens zwei Stunden sein.
Ja, das funktioniert sogar sehr gut. Lass ihn zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank liegen.
In einer Blechdose an einem kühlen, trockenen Ort gelagert, sind 3–4 Wochen gar kein Problem.
Das verhinderst du, indem du hochwertige Marmelade und kein Fruchtkompott oder Püree verwendest. Die Marmelade zieht zwar etwas in die Plätzchen ein, durchweicht sie aber nicht.
Na klar! Du kannst weniger Sorten machen oder sogar mehr! Mein Rezept soll lediglich der Inspiration dienen und dir zeigen, wie einfach sich Plätzchensorten aus einem Teig kombinieren lassen.
Welche Sorte der fünf Marmeladenplätzchen spricht dich am meisten an? Ich kann mich nämlich selbst absolut nicht entscheiden und freue mich deshalb sehr auf deine Meinung!









