Mozarttaler Rezept: Mozart-Plätzchen gefüllt mit Nougat & Marzipan. Dekoriert mit Schokolade und gehackten Pistazien, sind sie ein Genuss.

Wenn man so wie ich sehr nahe an der österreichischen Grenze lebt, dann gehören die traditionellen Süßigkeiten der “Nachbarn” auch zur eigenen Genusswelt. Mannerwaffeln und Mozartkugeln kenne ich also schon aus meiner Kindheit. Und weil die Weihnachtsbäckerei jedes Jahr ebenfalls etwas sehr Nostalgisches für mich ist, dachte ich, es wird Zeit, dem Salzburger Klassiker ein Plätzchen zu widmen.
Nach einigem Testen und Tüfteln habe ich mittlerweile den perfekten Weg gefunden, die ikonischen Mozartkugel-Aromen – Nougat, Marzipan und Pistazie – in einen Keks zu verwandeln. Ich zeige dir alle Tricks und Kniffe, die du kennen musst.

Die Idee: die Mozartkugel als Plätzchen gedacht
Die klassische Mozartkugel besteht aus Marzipan, Nougat, Schokolade und manchmal einem Hauch Pistazie. Das sind also auch die Komponenten, die unser Plätzchen enthalten muss.
Ins Plätzchen übersetzt heißt das, wir verwenden einen klassischen Butterplätzchen Mürbeteig als Träger und füllen ihn mit einer Marzipan-Nougat-Doppelschicht als Kern. Etwas Pistazienmus dient als “Kleber”, um die Füllung im Keks zu halten, und mit geschmolzener, dunkler Schokolade und gehackten Pistazien machen wir das Finish.
Zusätzlich arbeite ich mit etwas Aprikosenmarmelade, um sicherzustellen, dass die Füllung auch gut im Keks klebt, denn Pistazienmus alleine kann mit der Zeit zu trocken werden und sich wieder lösen. Außerdem lockert die Säure der Marmelade den Keks gut auf. Wir haben also eine feste Schale, einen zarten Kern und Aromen, die mit der Zeit in den Keks einziehen. Dazu aber später mehr.

Nougat und Marzipan hauchdünn ausrollen
Um Nougat UND Marzipan als gleichmäßige Doppelschicht zwischen die Kekse zu bekommen, bedienen wir uns eines kleinen Technik-Hacks. Denn Nuss-Nougat-Masse wird zwar notorisch schlecht wieder fest, wenn sie geschmolzen wurde, sie lässt sich, solange sie am Stück ist, aber ganz hervorragend wie ein Teig ausrollen! Keine Sorge, das klingt wesentlich komplizierter, als es ist, und dauert in Wahrheit nur ein paar Minuten.
Dafür müssen wir das Nougat erst mit einem Nudelholz etwas weich klopfen. Puderzucker hilft dabei, dass es nicht klebt. Rolle es ca. 1 mm dick aus und mache mit dem Marzipan dasselbe. Lege die beiden Schichten dann aufeinander und stich dann die Füllung daraus aus. Kombiniert sind die beiden Füllungen weniger empfindlich, lassen sich besser handeln und du sparst dir das doppelte Ausstechen. Tunke auch den Ausstecher in Puderzucker, damit nichts anklebt. Stich am besten mit so wenig Abstand wie möglich aus, um Reste zu vermeiden. Du kannst sie aber auch erneut ausrollen, dann geht jedoch das Lagenmuster verloren.
Worauf es bei den Zutaten ankommt
Für die Mürbeteigkekse verwenden wir die absoluten Klassiker aus der Weihnachtsbäckerei. Bei der Füllung gibt es jedoch ein paar Dinge, auf die du beim Einkaufen achten musst:
- Schnittfestes Nuss-Nougat: Das ist die größte Stolperfalle bei diesem Rezept, denn wir brauchen wirklich schnittfestes Nuss-Nougat, das du in der Backabteilung im Supermarkt bekommst. Eine Nuss-Nougat-Creme wird für die Mozarttaler nicht funktionieren.
- Marzipanrohmasse: Wenn du wegen des Nuss-Nougats sowieso schon in der Backabteilung bist, kannst du hier auch gleich hochwertige Marzipanrohmasse mitnehmen. Wenn du magst, kannst du das Marzipan vor dem Ausrollen mit etwas Rumaroma verfeinern, das ist aber kein Muss.
- Pistazienmus: Die Variante mit 100 % Pistaziengehalt ist die beste Wahl. Denn es kommt nur eine hauchdünne Schicht ins Plätzchen. Damit sie wirklich zur Geltung kommt, ist hier Qualität entscheidend. Ich kaufe mein Pistazienmus gerne online oder im orientalischen Supermarkt, du bekommst es aber auch in manchen Bioläden.
- Aprikosenmarmelade: Sie sollte fein passiert sein und keine Stücke haben. Wenn du stückige Marmelade zuhause hast, kannst du sie einfach kurz durch ein Sieb streichen.
Außerdem ist die Wahl der Ausstecher wichtig. Wähle zwei Größen – einen für die Kekse, einen für die Füllung. Der Füllungsausstecher sollte etwas kleiner sein als der für die Kekse. Ich verwende hier gerne Ausstecher mit Wellenform, du kannst aber auch “glatte” Kreise verwenden.

Warum die Plätzchen durchziehen sollten
Generell schadet es sämtlichen gefüllten Plätzchen nicht, wenn sie ein bis zwei Tage Zeit zum Durchziehen haben, bevor du sie servierst. Die Aromen können dann ideal miteinander verschmelzen. Für die Mozarttaler-Plätzchen gilt das ganz besonders, denn Pistazienmus und Aprikosenmarmelade ziehen in den Keks, der zarter wird und dadurch aromatischer.
Mozarttaler sind deshalb auch das ideale Verschenk-Plätzchen, denn sie bleiben superlange frisch und aromatisch und sind sogar stabil genug zum Versenden.
Aufbewahren & Verschenken
Am besten lagerst du die Mozartplätzchen in einer Blechdose an einem kühlen, trockenen Ort, wie zum Beispiel deiner Speisekammer. Damit die Dekoration hübsch bleibt und die Mozarttaler nicht zusammenkleben, trenne ich die einzelnen Lagen Plätzchen gerne mit etwas Back- oder Butterbrotpapier. Sie halten sich so ohne Weiteres 3–4 Wochen.
Wenn du die Mozarttaler verschenken oder verschicken willst, dann packe sie am besten mit reichlich Butterbrot- oder Backpapier gepolstert in eine hübsche Blechdose und lege auch obenauf noch etwas Papier, um sie zu schützen. Ich sammle für solche Anlässe und Gelegenheiten das ganze Jahr über hübsche Dosen und Schachteln, die ich dann zur Weihnachtszeit nutze.
Mozarttaler Rezept: Mozart Plätzchen gefüllt
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Für den Teig:
- 500 g Weizenmehl
- 250 g Weiche Butter
- 2 Große Bio Eier
- 150 g Zucker
- 1/2 TL Vanilleextrakt
- 1 TL Backpulver
Für die Füllung:
- 2 EL Aprikosenmarmelade
- 200 g Marzipan
- 200 g Nuss-Nougat schnittfest
- Puderzucker
- 2 EL Pistazienmus¹
Für die Dekoration:
- 50 g Dunkle Schokolade
- 20 g Gehackte Pistazien
Utensilien:
- Nudelholz
- 2 Runde Ausstecher einer etwas kleiner als der andere
Anleitung
- Für dem Teig alle Zutaten mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät zu Teig verkneten. Den Teig auf der Arbeitsfläche zu einer glatten Teigmasse kneten. Luftdicht einwickeln und für mindestens eine Stunde, besser über Nacht in den Kühlschrank legen.
- Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Teig in zwei Portionen aufteilen. Kurz kneten und auf der gut bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 2 mm Dicke ausrollen. Mit dem größeren der beiden runden Ausstecher Plätzchen ausstechen. Auf die Backbleche legen und jedes Blech für etwa 10 Minuten backen.
- Die abgekühlten Plätzchen bereit stellen. Nougat aus der Verpackung lösen. Mit einem Nudelholz zunächst etwas weich klopfen. Die Arbeitsfläche mit Puderzucker einstauben und das Nougat darauf vorsichtig auf etwa 1 mm Dicke ausrollen. Marzipan ebenfalls auf 1 mm Dicke ausrollen. Puderzucker hilft dabei, das nichts an der Arbeitsfläche festklebt. Die Marizpanplatte vorsichtig auf die Nougatplatte legen und festdrücken. Mit dem kleineren Ausstecher kleine Kreise aus der Masse ausstechen. Den Ausstecher gelegentlich in etwas Puderzucker zu tauchen hilft dabei, dass die Masse nicht zu sehr im Ausstecher klebt.
- Je ein Plätzchen mit einer dünnen Schicht Aprikosenmarmelade bestreichen. Die Marzipan-Nougat Scheibe darauf legen. Mit einem kleinen Klecks Pistazienmus bestreichen und das obere Plätzchen kurz festdrücken. So verfahren, bis alle Plätzchen gefüllt sind. Dabei aus der Nougat Marzipan Masse möglichst eng ausstechen. Für die letzten Plätzchen kannst Du die Reste zusammenschieben und noch einmal ausrollen. Das schöne Lagenmuster geht zwar verloren, dem Geschmack tut es aber keinen Abbruch.
- Die gefüllten Plätzchen auf eine Backfolie oder etwas Backpapier legen. Die Schokolade schmelzen und in schlieren über den Plätzchen verteilen. Die gehackte Pistazien darauf streuen und gut trocknen lassen.
- Nach dem Trocknen in eine Blechdose für Kekse legen und dort einige Tage durchziehen lassen.
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zu Mozarttalern
Es handelt sich bei Mozarttalern um die Plätzchen-Version der bekannten Mozartkugel-Pralinen. In Plätzchen übersetzt heißt das, zwei zarte Mürbeteigplätzchen, gefüllt mit einer Marzipan-Nougat-Schicht, etwas Pistazienmus sowie Schokolade und gehackten Pistazien als Finish.
Es ist ganz wichtig, dass du schnittfestes Nuss-Nougat aus der Backabteilung verwendest und nicht streichfähige Nuss-Nougat-Creme. Das ist der häufigste Fehler, der dafür sorgt, dass diese Plätzchen nicht gelingen.
Ja, du kannst stattdessen sehr fein gemahlene Pistazien in das Marzipan einkneten oder direkt ein Pistazienmarzipan verwenden.
Das kann leider durch die Öle im Nougat leicht passieren. Etwas Puderzucker, den du unter und auf das Nougat streust, schafft hier Abhilfe.
Ja, das funktioniert sogar sehr gut. Wickle ihn dafür gut in Folie und/oder Gefrierbeutel ein, um Gefrierbrand zu vermeiden.
Aus den Resten kannst du ganz wunderbare Marzipankugeln machen. Ich forme sie in der Regel grob zu einer Masse, sodass ein marmorierter Effekt entsteht, und verfahre dann so wie mit Marzipankartoffeln, was das Formen betrifft. Ehrlich gesagt sind diese “Pralinen” häufig das erste, was auf einem Plätzchenteller aufgefuttert ist.
Welche bekannte Süßigkeit sollen wir als Nächstes in ein Plätzchen verwandeln? Ich freue mich auf deine Ideen und Vorschläge in den Kommentaren!







Wir lieben Mozartkugeln, da waren die Mozartplätzchen wirklich der Fund schlechthin :)