Die besten Elisenlebkuchen

Die besten Elisenlebkuchen kannst Du ganz einfach selbst backen. Mit diesem Rezept gelingen die leckersten Elisenlebkuchen mit Schokoglasur im Handumdrehen selbst.

Weihnachten im Sommer

Weihnachten beginnt in manchen Lokalitäten bereits im September. Kaum hat der letzte Zwetschgenkuchen die Auslagen der Bäcker verlassen, ziehen die Lebkuchen ein.

Von Supermärkten mal ganz zu schweigen. Und auch wenn ich persönlich mich ende September selten nach Weihnachten fühle, dauert es meist nicht lang, bis ich einen ebensolchen Lebkuchen kaufe.

Meist ist es dann Mitte Oktober und die ersten richtig herbstlichen Tage mit reichlich Regen und wenig Sonnenschein sind angebrochen.

So ein Lebkuchen – es sind meist wunderbar saftige Elisenlebkuchen ist an Großartigkeit schlichtweg nicht zu überbieten. Bestehend aus reichlich Mandeln, Haselnüssen, Orangeat und Zitronat und natürlich Lebkuchengewürz sind sie einfach ein Gedicht.

Woher kommt der Name “Elisenlebkuchen”?

Elisenlebkuchen stammen übrigens ursprünglich aus Nürnberg. “Nürnberger Lebkuchen” ist ein Synonym für Elisenlebkuchen. Und gleichzeitig ein geschützter Begriff – eine geschützte geografische Angabe.

Nur Lebkuchen, die in Nürnberg gebacken werden, dürfen auch Nürnberger Lebkuchen heißen. Der Name ist Herkunftsbeweis und Gütesiegel in einem.

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    Alle nicht Nürnberger Lebkuchen traten den Namen “Elisenlebkuchen”. Der Legende nach erfand den Elisenlebkuchen ein Lebküchner aus Nürnberg, dessen Tochter schwer erkrankt war.

    Um ihr zu helfen, buk der Lebküchner mit vielen orientalischen Gewürzen einen besonderen Lebkuchen für seine Tochter.

    Es heißt, der Verzehr dieser Lebkuchen hat zur Heilung der kranken Tochter geführt. Die Tochter hieß übrigens Elisabeth. Sie wurde zum Namensgeber des “Elisenlebkuchen”.

    Ob Elisenlebkuchen wirklich kranke heilen können, bleibt unbewiesen. In jedem Fall sind sie wunderbare Seelenstreichler in Gebäckform. Sie schmecken untrügerisch nach Weihnachten und machen Hunger auf mehr.

    Das große Experiment

    Und gerade weil sie so unglaublich lecker sind, hatte ich lange wirklich Respekt davor, Elisenlebkuchen selbst zu backen. Eventuell hängt das auch mit einem fürchterlichen Fehlversuch von vor 4 Jahren zusammen …

    Irgendwann habe ich mich aber getraut und siehe das, es lohnt sich. Nie habe ich so leckere Elisenlebkuchen gegessen.

    Das Lebkuchenbacken ist mit dem richtigen Rezept im Grundgenommen ein Kinderspiel.

    Lediglich etwas Geduld benötigt man für die Zubereitung. Der Teig muss nämlich dringend für eine Nacht in den Kühlschrank, bevor die Elisenlebkuchen daraus zubereitet werden können.

    Erschrick also bitte nicht, wenn Dein Lebkuchenteig direkt nach dem Anrühren eher an Suppe als an Teig erinnert. Das ist ganz normal und gibt sich nach der Ruhezeit von selbst.

    Mein Rezept für Elisenlebkuchen

    Die Basis für unsere Elisenlebkuchen bildet Marzipan. Es gibt vermutlich auch Rezepte ohne Marzipan, allerdings habe ich damit mit Abstand die besten Erfahrungen gemacht.

    Marzipan und Zucker werden zunächst so lange zwischen den Fingern zerrieben, bis sie sich gut verbunden haben.

    Hier liegt auch schon das erste Geheimnis für leckere Elisenlebkuchen. Denn Marzipan löst sich notorisch schlecht in Flüssigkeiten auf.

    Die Vermengung mit Zucker sorgt dafür, das das Marzipan sich gut mit dem Eiweiß und später auch mit den anderen Zutaten verbindet.

    Zu Marzipan und Zucker gesellt sich das Eiweiß. Und genau hier gibt es schon das nächste Geheimnis zu entdecken.

    Deshalb solltest Du das Eiweiß abwiegen

    Denn, wie Du im Rezept feststellen wirst, ist die Menge des benötigten Eiweißes nicht in Stück, sondern in Gramm angegeben.

    So ein Ei ist schließlich ein Naturprodukt. Je nachdem wie groß das Ei ist variiert die enthaltene Eiweißmenge mitunter beträchtlich.

    In den meisten Rührkuchen ist der Unterschied nicht dramatisch und eher zu vernachlässigen. Bei manchen Rezepten wiederum, kommt es auf Genauigkeit an.

    Und genau so ein Rezept ist das Elisenlebkuchen Rezept. Die angegebenen 220 g Eiweiß entsprechen, je nach Eiern etwa 6-8 Stück.

    Aus dem übrigens Eigeld lässt sich übrigens wunderbar Lemoncurd oder Vanilleeis herstellen.

    Das Eiweiß wird nach und nach unter Marzipan und Zucker gerührt. Damit sich auch alles gut verbindet gibst Du das Eiweiß am Besten in 4 Portionen dazu.

    Nüsse, Mandeln, Orangeat und Zitronat dürfen im Elisenlebkuchen natürlich nicht fehlen. Ebenso wenig wie Lebkuchengewürz.

    Das kannst Du entweder selbst zusammenstellen oder fertiges kaufen. Ich habe mit fertig gemischtem Lebkuchengewürz* bisher sehr gute Erfahrungen gemacht und verwende es sehr gerne.

    Ein bisschen Mehl sorgt für Bindung im Teig. 30 g sind es auf die gesamte Menge. Recht viel mehr darf so ein Elisenlebkuchen übrigens auch nicht enthalten. Anteilig zur Teigmenge dürfen es maximal 10 % sein – aber das nur am Rande.

    Es gibt auch Elisenlebkuchen Rezepte, die verzichten ganz auf Mehl. Das ist für all diejenigen, die routinierte Elisenlebkuchen Bäcker sind auch bestimmt eine gute Idee und einen Versuch wert.

    Wer sich noch nicht so sicher fühlt, der ist mit ein klein wenig Mehl im Teig aber gut beraten, denn das Mehl bildet den Teig etwas.

    Was ist eigentlich Hirschhornsalz?

    Das Backtriebmittel im Lebkuchen ist übrigens auch so eine Besonderheit der Weihnachtsbäckerei und der Lebkuchen im Speziellen.

    Verwendet wird hier, nämlich Hirschhornsalz. Hierbei handelt es sich um ein Backtriebmittel, das besonders für Flachgebäck wie eben Lebkuchen, Spekulatius oder Butterplätzchen geeignet ist.

    Kuchen lassen sich damit nicht backen. Seinen Namen trägt des, weil Hirschhornsalz früher als Horn, Leder oder Klauen von Tieren gewonnen wurde.

    Aber keine Sorge heute wird Hirschhornsalz synthetisch erzeugt ist sogar vegan. Angerührt mit etwas Rum kommt es in unseren Teig. Statt des Rums kannst Du selbstverständlich auch etwas Traubensaft oder Wasser verwenden.

    So formst Du schöne Elisenlebkuchen

    Der fertige Teig wandert jetzt erst mal in den Kühlschrank. Dort darf er mindestens eine Nacht lang durchziehen und Stabilität bekommen.

    Im Anschluss gehts ab damit auf die obligatorischen Backoblaten. 70 mm Durchmesser sind meiner Meinung nach die optimale Größe.

    Mit einem Eisportionierer oder zwei Teelöffeln lässt sich der Teig gut portionieren. Wenn der Teig verteilt ist, befeuchtest Du Deine Finger mit etwas Wasser und streichst den Teig zu den Rändern der Oblate hin, sodass eine schöne Kuppel auf der Oblate entsteht.

    Sind die Lebkuchen fertig, geht es ab damit in den Ofen. Nach dem Abkühlen bekommen sie noch die typische Glasur. Entweder aus dunkler Schokolade, oder als Zuckerguss.

    Weil ich einen besonderen Faible für Schokolade Elisenlebkuchen habe, durften sie bei mir einen kurzen Abstecher in dunkle Kuvertüre machen.

    Die fertigen Lebkuchen halten sich in einer Blechdose übrigens mehrere Wochen. Auch das ist eine typische Eigenschaft der Elisenlebkuchen. Durch die Glasur wird die Feuchtigkeit in inneren des Lebkuchens eingeschlossen.

    Die Lebkuchen schmecken übrigens nach ein paar Tage noch besser und ziehen konstant nach. Eine echte Leckerei zum Lagern also. Wobei ich bezweifle, dass sie recht lange überleben werden. Bei mir jedenfalls waren sie in Windeseile aufgefuttert ;-)

    Wenn Du die Zimtsterne aufprobierst freue ich mich wie immer sehr über ein Foto Deiner Leckerei auf Instagram unter #heissehimbeeren und #plätzchenparade.

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