Du suchst nach einem schnellen Mittagessen, das dich direkt in die Straßen von Tel Aviv katapultiert? Dann ist dieser Hummus Wrap genau das Richtige für dich. Um genau zu sein, handelt es sich um einen Sabich Wrap. Sabich ist ein absoluter Klassiker der israelischen Küche – eine Art orientalisches Frühstückssandwich, das so reichhaltig und aromatisch ist, dass es als vollwertiges vegetarisches Comfort-Food den ganzen Tag über überzeugt.

Als ich vor vielen Jahren Israel bereist habe, war es kulinarisch um mich geschehen. Ich habe in meinen zwei Wochen dort bestimmt mein Lebendgewicht in Falafel und Hummus gegessen und relativ früh auch immer Menschen mit superlecker duftenden Sandwiches bzw. Wraps durch die Straßen laufen sehen. Immer der Nase nach landete ich in einem Imbiss mit Straßenverkauf, der Sabich zubereitet hat. Bestellt, einen herzhaften Bissen genommen und schon war’s um mich geschehen.
Vor Ort bekommst du richtig gutes Sabich an jeder Ecke in dampfendem Pitabrot serviert. Weil echtes, dünnes Pitabrot hierzulande oft schwer zu finden ist, habe ich das Rezept für dich alltagstauglich in einen Hummus-Wrap verwandelt. Die Kombination aus cremigem Hummus, knusprigen Auberginen, würzigem Feta und wachsweichem Ei ist einfach unschlagbar.

Was macht einen Hummus Wrap so besonders?
In der Levante-Küche dreht sich alles um das Zusammenspiel von Texturen und Aromen. Der Sabich-Wrap vereint Wärme (gebratene Aubergine) mit Frische (Tomaten) und Cremigkeit (Tahini und Hummus). Wer einmal Sabich probiert hat, weiß, dass herkömmliche Gemüse Wraps dagegen oft blass aussehen. Was nicht heißen soll, dass ich Gemüse-Wraps nicht wirklich sehr liebe und sie ganz häufig zubereite!

Diese Zutaten brauchst du für den perfekten Hummus Wrap
- Wraps: Ich nutze meist Weizen- oder Vollkornwraps. Wenn du Zeit hast, kannst du sie kurz in der Pfanne ohne Fett erwärmen, dann lassen sie sich besser rollen. Falls du das große Glück hast, eine orientalische Bäckerei in der Gegend zu haben, dann kannst du dort auch frisch gebackenes Pitabrot bekommen. Hier in München gibt es zum Beispiel rund um den Hauptbahnhof und auf der Landsberger Straße einige gute Läden. Aber auch Wraps funktionieren super.
- Hummus: Er bildet das „Bett“ für alle Zutaten. Du kannst ihn kaufen, aber für das echte Erlebnis empfehle ich mein Rezept für cremigen Hummus. Wenn du mal Abwechslung brauchst, ist Baba Ganoush (Auberginen-Dip) eine tolle Alternative.
- Aubergine: Sie ist der Star! Schneide sie in dünne Scheiben und brate sie in gutem Olivenöl goldbraun an. Mein Tipp: Salze die Auberginen etwa 30 Minuten vor dem Verarbeiten und beschwere sie mit einem Teller oder Topf. Dadurch tritt das überschüssige Wasser aus und die Auberginen werden beim Braten weniger fettig und gleichzeitig zarter.
- Eier: Für Sabich werden die Eier traditionell lange gekocht, aber ich liebe sie in der „wachsweichen“ 7-Minuten-Variante am meisten. Extra edel wird es, wenn du pochierte Eier verwendest.
- Tahini & Feta: Die Tahini-Sauce ist das nussige Finish. Einkaufstipp: Helles Tahini aus dem türkischen oder arabischen Supermarkt ist meist deutlich cremiger und weniger bitter als die Varianten aus dem Reformhaus.
Meal Prep & Vorbereitung: Tipps für unterwegs
Die Wraps halten sich 1–2 Tage im Kühlschrank. Mein Tipp: Wickle sie stramm in Butterbrotpapier oder ein Bienenwachstuch ein. Das stabilisiert den Wrap und verhindert, dass er durch die Tomaten zu schnell durchweicht.
Sabich Wrap mit Hummus
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Anleitung
- Für den Sabich Wrap zunächst 2 Eier kochen, 300 g Aubergine in Scheiben schneiden. 1 Tomate in Würfeln und ½ rote Zwiebel in Ringe schneiden. Die Auberginenscheiben in etwas Olivenöl anbraten.
- 2 Wraps jeweils mit 1 EL Hummus bestreichen. Die gebratene Aubergine auf die Wraps verteilen. Tomatenwürfel und Zwiebelringe dazu geben. Ei halbieren. Alles gut salzen und pfeffern und mit 1 EL Tahini beträufeln. Nach Wunsch noch 50 g Fetakäse darüber bröseln und den Wrap dann aufrollen.
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ja, das funktioniert super! Dadurch kannst du Sabich-Hummus-Wraps zum schnellen Essen für zwischendurch machen und die Küche bleibt sauber. Denn, sind wir ehrlich: Aubergine zu braten, ist eine ganz schön fettige Sauerei. Die gebratenen Auberginenscheiben lassen sich gut einfrieren. Lasse sie nach dem Braten komplett abkühlen und lege sie mit Backpapier getrennt in eine Dose. So kannst du dir jederzeit eine Portion für deinen Hummus-Wrap auftauen und kurz in der Pfanne reaktivieren.
Während Falafel aus frittierten Kichererbsenbällchen besteht, ist Sabich durch die gebratenen Auberginen und das Ei deutlich saftiger und cremiger. Es ist die perfekte Wahl, wenn du Lust auf etwas Neues abseits der bekannten Klassiker hast.
Wenn du den Wrap vegan genießen möchtest, lass das Ei einfach weg und nimm stattdessen ein paar mehr Kichererbsen oder knusprig gebratenen Tofu. Die Cremigkeit kommt dann primär vom Hummus und dem Tahini.
Kanntest du Sabich-Wraps bereits? Wenn ja, dann verrate mir in den Kommentaren, wann und wo du sie zum ersten Mal gegessen hast!








