Wenn die Temperaturen steigen, ist mir nach leichten, frischen Kuchen – und dieser saftige Mohnkuchen mit Quark und Brombeeren steht dann bei mir ganz oben. Er ist herrlich unkompliziert, kommt komplett ohne Mehl aus und bleibt durch einen kleinen Trick tagelang saftig. Die kühle Quarkcreme und die fruchtigen Brombeeren machen ihn zum perfekten Kuchen für heiße Tage.

Andy liebt Mohnkuchen. Im Sommer mag ich es aber eher cremig und fruchtig. Genau aus diesem Dilemma ist mein Mohnkuchen mit Quark und Brombeeren entstanden. Frei nach dem Motto „Was ist denn, wenn ich…“. Er ist super saftig, herrlich cremig und lässt sich sehr gut vorbereiten. Die Zubereitung ist erst einmal ungewöhnlich – kein Mehl und den Kuchen nach dem Backen tränken. Das Ergebnis aber so lecker, dass es hier auf dem Blog ein „für immer zu Hause“ finden musste.
Warum dieser Mohnkuchen so saftig wird
„Saftig“ is bei diesem Kuchen das Ergebnis von zwei Kniffen, die zusammenspielen:
Zum einen wird der Boden direkt nach dem Backen mit kühlem Zuckersirup übergossen. Diese Technik macht auch meine Zitronenkuchen mit Quark extra saftig und stammt ursprünglich aus dem Orient. Der noch warme Kuchen saugt den Sirup auf wie ein Schwamm – das hält ihn über Tage feucht und gibt ihm eine feine Süße.
Zum anderen kommt der Teig ganz ohne Mehl aus: Statt Mehl sorgt Grieß für die Bindung. Das macht die Krume dichter, feuchter und angenehm mürbe, ganz anders als ein klassischer Rührkuchen. Die luftige Quarkcreme obendrauf brings die frische, kühle Komponente – und die Brombeeren die fruchtige Säure, die das Ganze ausbalanciert.
Mit diesen drei Tipps gelingt der Kuchen bestimmt
- Sirup kalt, Kuchen heiß: Der Zuckersirup muss vollständig abgekühlt (am besten kalt gestellt) sein, bevor er auf den ofenheißen Kuchen kommt. Der Temperaturunterschied sorgt dafür, dass der Boden den Sirup gleichmäßig aufsaugt.
- Stäbchenprobe machen: Da der Teig durch den enthaltenen Mohn eher dunkel ist, ist die Bräunung nicht immer einfach zu erkennen. Prüf mit einem Holzstäbchen, ob der Boden durchgebacken ist.
- Genug Kühlzeit einplanen: Der Kuchen braucht mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank. Erst dann verbinden sich Boden, Sirup und Creme richtig – und der Kuchen lässt sich sauber schneiden.
Vorbereiten & Aufbewahren
Dieser Kuchen ist ein idealer Vorbereitungskuchen: Eine Nacht im Kühlschrank tut ihm richtig gut, er wird dann besonders saftig. Bereite ihn also ruhig einen Tag im Voraus zu.
Im Kühlschrank hält er sich 2–3 Tage. Einfrieren funktioniert allerdings nicht – die Quarkcreme übersteht das Auftauen nicht. Bei diesem Kuchen ist das erfahrungsgemäß aber kein Problem: Er ist meist ohnehin schnell aufgegessen.
Saftiger Mohnkuchen mit Quark
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Drucken Pinnen BewertenZutaten
Für das Brombeerkompott:
- 200 g Brombeeren Frisch oder Tiefgefroren
- 70 g Zucker
Für den Zuckersirup:
- 100 ml Wasser
- 100 g Zucker
- 1 EL Rosenwasser optional
Für den Boden:
- 2 große Bio Eier
- 100 g Zucker
- 125 ml Sonnenblumenöl
- 100 g Grieß
- 85 g Blaumohn
Für die Creme:
- 250 g Quark
- 250 g Schlagsahne
- 1 EL Puderzucker
Für die Dekoration:
- Brombeeren und Minzblätter
Anleitung
- Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Backform mit 18 cm Durchmesser mit Butter ausstreichen und mit Grieß bestreuen.
- 200 g Brombeeren und 70 g Zucker in einen Topf geben und so lange köcheln lassen, bis die Brombeeren zerfallen. Das dauert ca. 10-15 Minuten. In einem zweiten Topf 100 g Zucker und 100 ml Wasser aufkochen lassen. Von der Flamme nehmen, 1 EL Rosenwasser dazugeben und den Sirup abkühlen lassen und kalt stellen.
- 2 große Bio Eier zusammen mit 100 g Zucker weißschaumig aufschlagen. 125 ml Sonnenblumenöl, 100 g Grieß und 85 g Blaumohn dazugeben und unterrühren. Den Teig in die Form füllen und bei 170 °C Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe den Garpunkt prüfen.
- Sobald der Kuchen durchgebacken ist aus dem Ofen nehmen, in der From lassen und sofort mit dem kalten Zuckersirup übergießen. Den Kuchen dann eine Stunde bei Raumtemperatur abkühlen lassen.
- 250 g Quark, 250 g Schlagsahne und 1 EL Puderzucker in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät steif aufschlagen. Creme auf den abgekühlten Kuchen geben und verteilen. Das Brombeerkompott in klecksen auf die Creme geben und mit einem Zahnstocher oder Schaschlikspieß das Kompott in die Creme marmorieren.
- Kuchen für mindestens vier Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen. Dann aus der Form befreien und bis zum Servieren erneut kalt stellen.
- Abschließend, mit Brombeeren und Minzblätter dekorieren.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zum saftigen Mohnkuchen
Statt Mehl bindet Grieß den Teig. Das macht die Krume dichter und saftiger als bei einem klassischen Rührkuchen – und der Kuchen ist ganz nebenbei für alle geeignet, die auf Weizenmehl verzichten möchten. Glutenfrei wird er, wenn du einen glutenfreien Grieß verwendest.
Ja, beides geht. Tiefgefrorene Beeren sind außerhalb der Saison oft sogar aromatischer. Fürs Kompott spielt es keine Rolle, für die Deko nimmst du am besten frische.
Unbedingt sogar. Über Nacht im Kühlschrank wird er am saftigsten. Er hält sich dort insgesamt 2–3 Tage.
Nein, davon rate ich ab. Die Quarkcreme wird beim Auftauen wässrig und verliert ihre Konsistenz.
Durch die Kombination aus dem Zuckersirup, mit dem der heiße Kuchen direkt nach dem Backen getränkt wird, und dem Grieß statt Mehl im Teig. Beides zusammen hält den Kuchen tagelang feucht.
Ja, es ist optional. Der Sirup funktioniert auch ohne – das Rosenwasser gibt nur eine feine, blumige Extranote. Orangenblütenwasser ist zum Beispiel auch eine gute Alternative – oder du lässt es einfach ganz weg.
Bist du Team Brombeere oder willst du den Kuchen mit einer anderen Fruchtkomponente backen? Verrate es mir in den Kommentaren!









