Mit diesem Rezept bäckst du die leckersten, super saftigen Schoko-Brownies. Super schokoladig, perfekt fudgy und einfach nur lecker. Mit extra viel Schokolade und ideal für jeden Anlass.

Natürlich mag ich jedes Rezept hier auf Heisse Himbeeren. Aber es gibt ein paar ausgewählte Rezepte, die liegen mir ganz besonders am Herzen. Eines davon ist dieses Brownie-Rezept, denn es ist mehr als nur eine Anleitung – es ist ein Stück meiner Blog-Geschichte. Es war das zweite Rezept, das ich jemals auf Heisse Himbeeren veröffentlicht habe. Es ist seit fast 10 Jahren nicht nur mein Liebling, sondern (zum Glück) auch bei euch sehr beliebt.
On Top ist es das süße Rezept aus meiner Sammlung, das ich selbst am häufigsten gebacken habe. 20-30 Brownies dürften es mittlerweile gewesen sein, denn sie sind schnell gemacht und wahnsinnig vielseitig. Ideal zum Mitnehmen, Vorbereiten und weiter verfeinern – mit Vanilleeis und Miso-Karamell zum Beispiel. Diese Brownies können sowohl ein easy Snack als auch ein Fancy Dessert sein. Nach unzähligen Back-Sessions, viel Experimentieren und einem Jahrzehnt voller Schokolade teile ich heute die Quintessenz all meiner Erfahrungen mit euch.
Denn was ist das Geheimnis für wirklich saftige, ‚fudgy‘ Brownies mit dieser perfekten, glänzenden Kruste? Es sind die kleinen Details. Ich verrate dir nicht nur mein perfektioniertes Rezept, sondern all die Tricks und Kniffe, die ich in 10 Jahren Brownie-Backen gelernt habe, damit auch dir die besten Brownies deines Lebens gelingen.

Das große Brownie-Geheimnis: Fudgy vs. Cakey – Was macht den Unterschied?
Fudgy Brownies (da wollen wir hin): Das Geheimnis liegt in einem höheren Fett- und Schokoanteil im Verhältnis zum Mehl, was dafür sorgt, dass die Brownies wunderbar klebrig und saftig werden. Wichtig: Nicht zu lange backen, sonst werden sie zu trocken!
Cakey Brownies: Sie erinnern im Geschmack und in der Textur eher an Schokokuchen und sind wesentlich luftiger. Das liegt daran, dass sie mehr Mehl und häufig etwas Backpulver enthalten.
Mein Favorit ist ganz klar ein “fudgy” Brownie, denn ich mag den ultimativen schokoladigen Genuss. Wenn du ein Fan von cakey Brownies bist, dann kannst du ganz einfach meinen super saftigen Schokokuchen als Blechkuchen backen.

Die Zutaten für die besten Brownies: Jede einzelne zählt!
- Die Schokolade (Der Star): Das ist die wichtigste Zutat! Aus meiner Erfahrung nach unzähligen Tests ist Schokolade mit ca. 55–70 % Kakaoanteil perfekt. Alles darüber wird schnell zu bitter, alles darunter (Vollmilchschokolade) zu süß. Und bitte verwende eine Schokolade, die du auch pur gerne essen würdest – ihre Qualität schmeckt man eins zu eins im Ergebnis.
- Die Butter: Gute Butter ist nicht nur Fett, sondern ein entscheidender Geschmacksträger. Verwende nach Möglichkeit ungesalzene Butter, denn Salz geben wir später sowieso noch dazu.
- Die Zucker-Kombination (Dein Profi-Tipp!): Das ist einer meiner geheimen Tricks. Ich verwende eine Mischung aus weißem und dunklem braunem Zucker. Der weiße Zucker sorgt beim Aufschlagen mit den Eiern für die begehrte hauchdünne glänzende Kruste. Der braune Zucker bringt Feuchtigkeit und eine wunderbare tiefe Karamellnote, die die Brownies extra ‚chewy‘ und saftig macht. Besonders gerne nehme ich dunklen Muscovadozucker, der ein intensives Karamellaroma hat. Weil der aber gar nicht so einfach aufzutreiben ist, habe ich das Rezept auch schon oft mit herkömmlichem braunen Zucker gebacken, was sehr gut funktioniert hat.
- Die Eier: Unverzichtbar für die Bindung und ebenfalls entscheidend für die glänzende Oberfläche. Verwende am besten zimmerwarme Eier, damit sie sich mit dem Zucker optimal zu einer schaumigen Masse aufschlagen lassen.
- Das Mehl & der Kakao (Weniger ist mehr!): Das Geheimnis saftiger Brownies ist ein geringer Mehlanteil. Zusammen mit hochwertigem, ungesüßtem Backkakao sorgt es für die Struktur. Mein wichtigster Tipp: Siebe beides unbedingt, bevor du es unterhebst! Ich habe es oft genug eilig gehabt und es weggelassen – das Ergebnis waren Klümpchen. Der kleine Schritt lohnt sich!
- Die Prise Salz: Der heimliche Held! Salz intensiviert das Schokoladenaroma auf magische Weise. Niemals weglassen!

So geht’s: Meine perfektionierte Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vorbereitung: Heize den Backofen vor und bereite deine Form vor. Ich streiche meine Form immer mit Butter aus und lege sie mit Backpapier aus, sodass an zwei Seiten ein Überstand bleibt. Daran kann man die Brownies nach dem Abkühlen ganz einfach aus der Form heben.
- Schokolade & Butter schmelzen: Schmilz Butter und Schokolade über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle. Derweil kannst du den Zucker zusammen mit den Eiern und einer Prise Salz fluffig aufschlagen.
- Eier & Zucker aufschlagen (Der Glanz-Trick): Schlage die zimmerwarmen Eier mit beiden Zuckersorten und dem Salz mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine für mehrere Minuten hell und cremig auf, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Das ist entscheidend für die glänzende Kruste!
- Alles verbinden: „Rühre die nur noch lauwarme Schoko-Butter-Mischung kurz unter die Eiermasse.“ Gib dann die gesiebten trockenen Zutaten hinzu und hebe sie mit einem Teigschaber nur so lange unter, bis gerade eben ein homogener Teig entstanden ist. Bitte nicht überrühren! Zu viel Rühren entwickelt das Gluten im Mehl und macht die Brownies zäh statt saftig.
- Backen & der wichtigste Schritt von allen…

Der perfekte Garpunkt (Die Stäbchenprobe-Test lügt!)
Der häufigste Fehler beim Brownie-Backen ist, sie zu lange im Ofen zu lassen. Eine klassische Stäbchenprobe, bei der nichts mehr hängen bleibt, bedeutet bei Brownies: Sie sind bereits zu trocken!
Der perfekte Brownie ist fertig, wenn an einem Holzstäbchen, das du in die Mitte stichst, noch einige feuchte Krümel, aber kein flüssiger Teig hängen bleibt. Das Innere sollte noch leicht ‚unterbacken‘ wirken. Die Brownies garen durch die Restwärme in der heißen Form noch nach und entwickeln erst beim Abkühlen ihre perfekte ‚fudgy‘ Konsistenz.

Der Brownie-Baukasten: Verfeinere das Grundrezept
- Nüsse: Walnüsse, Pekannüsse, Haselnüsse (kurz anrösten für mehr Aroma).
- Schoko-Chunks: Weiße, Vollmilch- oder Zartbitter-Schokostückchen für „Double Chocolate“.
- Karamell & Co.: Weiche Karamellbonbons oder ein paar Löffel Dulce de Leche oder Salted Caramel in den Teig swirlen.
- Frucht: Ein paar Himbeeren oder Kirschen in den Teig drücken.
- Cheesecake: Cheesecake und Brownie passen sogar so gut zusammen, dass ich der Kombination ein ganz eigenes Rezept gewidmet habe.
Aufbewahrung & der beste Zeitpunkt zum Genießen
Wann schmecken Brownies am besten? Aus meiner Erfahrung sind sie am zweiten Tag noch besser! Nachdem sie eine Nacht gut verpackt bei Raumtemperatur durchziehen konnten, werden sie noch saftiger und die Aromen intensiver.
Die Brownies können ideal vorbereitet werden. Sie halten sich gebacken etwa 3 Tage, wenn du sie gut verpackst. Du kannst die Brownies auch wunderbar einfrieren und bei Bedarf auftauen.
Extra Tipp: Da der Teig kein Backpulver enthält, kannst du den zubereiteten Teig auch ungebacken einen Tag im Kühlschrank lagern, bevor du die Brownies bäckst. Der ungebackene Teig kann ebenfalls eingefroren werden. Der Teig wird dann direkt aus dem Gefrierfach gebacken. Die Backzeit verlängert sich um etwa 5 Minuten.

Original Brownie Rezept
Rezept bewerten:
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- 200 g Dunkle Schokolade min. 70% Kakaogehalt
- 125 g Butter
- 100 g Zucker
- 50 g Brauner Zucker
- 3 Eier Größe L
- 125 g Mehl
- 3 EL Backkakao
- 1 Prise Salz
Kochutensilien
- Quadratische Backform 23 cm
Anleitung
- Ofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Schokolade in kleine Stücke brechen und zusammen mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen.
- Eier mit weißem und braunem Zucker sowie Salz schaumig aufschlagen.
- Schokoladenmischung unterrühren. Achtung, diese sollte nicht zu heiß sein, im Zweifel also 5 Minuten abkühlen lassen.
- Mehl und Kakao über die Schokoladenmasse sieben und mit einem Teigschaber oder einem Holzlöffel unterheben.
- In die Form geben (23 x 23 cm sind optimal, vorher mit Butter ausstreichen und entweder mit Backpapier auslegen oder mit Mehl bestäuben) und bei 170 °C circa 18-25 Minuten backen. Die genaue Backzeit hängt stark vom Backofen ab. Nach spätestens 20 Minuten den Garpunkt prüfen. Der Brownie sollte sich in der Mitte noch Weich anfühlen, aber eine trockene Oberseite haben.
Tipps
FAQ: Deine Fragen zu dem saftigen Brownie-Rezept
Wahrscheinlich hast du Eier und Zucker nicht lange genug schaumig geschlagen. Die Masse sollte eine sehr helle Farbe und eine schaumige Textur haben.
Du kannst Brownies theoretisch auch mit Vollmilchschokolade oder einer Mischung aus Vollmilch- und Zartbitterschokolade backen. Jedoch werden die Brownies dadurch sehr süß und bekommen eventuell auch eine etwas festere Konsistenz. Weiße Schokolade eignet sich für dieses Rezept nicht, weil sie viel zu süß werden würde.
Du kannst es testen, allerdings würde ich es nicht empfehlen. Denn der Zucker ist nicht nur für die Süße verantwortlich, sondern sorgt auch für die “Fudgy”-Textur und die glänzende Kruste verantwortlich.
Ich hoffe, mit meinen Tipps gelingen dir die saftigsten und leckersten Brownies, die du je gegessen hast! Was ist deine liebste Zutat, um Brownies zu verfeinern? Ich freue mich auf deinen Kommentar!











