Die Panna Cotta ist der Inbegriff des italienischen „Dolce Vita“. Cremig, sahnig und mit einem Hauch echter Vanille. Ich liebe dieses Rezept so sehr, dass ich vor einiger Zeit sogar von der dpa (Deutsche Presse-Agentur) dazu interviewt wurde. Mein Rezept und meine Fotos gingen durch die Presse – und das aus gutem Grund: Es ist kinderleicht, gelingt in 10 Minuten und hat die perfekte Konsistenz (nicht zu fest, nicht zu flüssig).
Ich habe die Panna Cotta schon als Kind beim Lieblingsitaliener gerne gegessen und es vergeht kein Urlaub in Italien ohne dieses grandiose Dessert. Selbstredend musste ich auch an einem eigenen Rezept tüfteln. Weil ich eigentlich keine Gelatine in der Küche verwende, war es mir wichtig, das Rezept auch mit Agartine zu testen, denn in der Zubereitung gibt’s hier ein paar wichtige Unterschiede. Deswegen zeige ich dir beide Wege zum Dessert-Glück. Dazu gibt es eine frische Erdbeer-Maracuja-Sauce, die die Süße der Sahne perfekt ausbalanciert.
Was macht eine gute Panna Cotta aus?
Übersetzt heißt Panna Cotta schlicht „gekochte Sahne“. Doch die Magie liegt im Detail:
- Die Textur: Sie muss seidig sein und auf der Zunge schmelzen. Ein Löffel sollte beim Anstechen leicht wackeln, aber durch die Panna Cotta gleiten wie durch weiche Butter. Federt er wie an einem Gummiball zurück, hast du es mit dem Geliermittel etwas zu gut gemeint.
- Der Geschmack: Da wir nur wenige Zutaten haben, müssen diese glänzen. Gute Sahne und echte Vanille sind Pflicht.
- Die Einfachheit: Du brauchst nur einen Topf und 10 Minuten Zeit. Der Rest ist Kühlzeit.

Gelatine oder Agartine? Du hast die Wahl!
Vielleicht ist dir Gelatine suspekt oder du lebst vegetarisch – das soll aber nicht gegen den Panna-Cotta-Genuss sprechen. Deshalb habe ich mein Rezept für beide Varianten optimiert. Hier ist der entscheidende Unterschied in der Zubereitung:
Variante 1: Mit Gelatine (Der Klassiker)
- Wichtig: Gelatine darf nicht kochen, sonst verliert sie ihre Gelierkraft!
- So geht’s: Du weichst die Blätter in kaltem Wasser ein, drückst sie aus und rührst sie erst ganz zum Schluss in die nicht mehr kochende Sahne (ca. 40 °C oder handwarm) ein. Gründlich rühren, sodass sich die Gelatine auflösen kann.
Variante 2: Mit Agartine (Vegetarisch/Vegan)
- Wichtig: Agartine (ein pflanzliches Geliermittel, das aus Algen gewonnen wird) muss unbedingt kochen!
- So geht’s: Du rührst das Pulver in die kalte Sahne und lässt alles unter Rühren für mindestens 2 Minuten sprudelnd kochen. Erst durch die Hitze wird die Gelierkraft aktiviert.
Meine 3 Tipps für das perfekte Ergebnis
- Qualität der Sahne: Ich verwende Bio-Sahne ohne den Zusatzstoff „Carrageen“. Warum? Sie schmeckt reiner und natürlicher. Wenn sich oben im Becher etwas Rahm absetzt, ist das ein Qualitätsmerkmal und kein Hinweis auf verdorbene Sahne! Kratze diese Rahmschicht unbedingt vorsichtig ab und verwende sie in der Panna Cotta – hier steckt der ganze Geschmack drin.
- Vanille-Trick: Kratze das Mark aus der Schote, aber koche die ausgekratzte Schote unbedingt in der Sahne mit. Da steckt noch so viel Aroma drin! (Fische sie vor dem Abfüllen einfach wieder raus).
- Vorsicht beim Kühlen: Die Panna Cotta braucht Zeit. Plane mindestens 4–6 Stunden Kühlzeit ein. Wenn du sie zu früh stürzt, läuft sie weg. Wenn du sie länger als 24 Stunden stehen lässt, kann Agartine manchmal etwas „nassen“ (Wasser absondern) oder die Gelatine wird sehr fest. Frisch schmeckt sie am besten!

Stürzen oder im Glas servieren?
- Im Glas (Die stressfreie Variante): Perfekt für Partys. Fülle die Masse in hübsche Weckgläser oder Weingläser. Gib die Fruchtsauce einfach obendrauf. Kein Stürzen, kein Risiko.
- Gestürzt (Die elegante Variante): Dafür brauchst du kleine Förmchen.
- Der Trick zum Lösen: Tauche das Förmchen kurz (nur 3–5 Sekunden!) bis zum Rand in heißes Wasser. Fahre evtl. vorsichtig mit einem Messer am Rand entlang. Dann stürzen.

Die perfekte Begleitung: Erdbeer & Maracuja
Die Panna Cotta an sich ist sehr reichhaltig und süß. Deshalb reicht auch eine so kleine Menge. Aber sie braucht einen „Gegenspieler“. Meine liebste Kombi ist eine schnelle Sauce aus pürierten Erdbeeren (TK oder frisch) und dem Fruchtfleisch einer frischen Maracuja. Die Säure der Maracuja und die Fruchtigkeit der Erdbeere schneiden durch die schwere Sahne und machen das Dessert herrlich leicht.

Leichtes italienisches Dessert Panna Cotta
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Für den Panna Cotta:
- 400 ml Schlagsahne
- 50 g Zucker
- 1 Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt
Variante mit Agartine:
- 1,5 g Agartine
Variante mit Gelatine:
- 3 g Gelatine entspricht 2 Blatt Gelatine
- 2 EL Milch
Für die Dekoration:
- 50 g Erdbeeren
- 1 EL Zucker
- 2 Maracujas
Anleitung
Vorbereitung:
- Vier Gläser vorbereiten. Es könne entweder kleineres Gläser verwendet werden aus denen der Panna Cotta später gestürzt wird oder größere Gläser in denen der Panna Cotta verbleibt und im Glas dekoriert und serviert wird.
Mit Agartine:
- Sahne mit Vanille, Zucker und Agartine vermischen und auf den Herd aufkochen lassen. Etwa 2 Minuten sprudelnd aufkochen lassen. Panna Cotta in die Gläser füllen und für mindestens 6 Stunden, besser über Nacht kaltstellen.
Mit Gelatine:
- Gelatine mit dem 2 EL Milch vermischen und einweichen bzw. quellen lassen.
- Sahne mit Vanille und Zucker vermischen und auf den Herd aufkochen lassen. Von der Platte nehmen und kurz abkühlen lassen bis die Sahne etwa 40 Grad hat. Dann die eingeweichte Gelatine mit der Milch dazu geben. In die Gläser füllen und für mindestens 6 Stunden, besser über Nacht kaltstellen.
Zum Servieren:
- Für die Erdbeersauce die Erdbeeren putzen und mit dem Zucker fein pürieren.
- Kalten und gelierten Panna Cotta im Glas mit Erdbeersauce und dem Fruchtfleisch einer halben Maracuja dekorieren. Alternativ die Gläser kurz in eine warmes Wasserbad stellen und den Panna Cotta auf einen Servierteller stürzen, dann mit Erdbeersauce und Maracuja dekorieren.
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
FAQ: Fragen zum Panna-Cotta-Rezept
Ja, absolut! Ersetze die Kuhmilch-Sahne durch eine pflanzliche Alternative.
Mein Favorit: Sojasahne (Cuisine) oder eine Mischung aus Kokosmilch (extra cremig bitte) und Mandelsahne. Achte darauf, dass die Alternative fettreich ist, damit es cremig wird. Verwende dazu die Agartine-Methode.
Bei Gelatine: War die Sahne noch zu heiß beim Einrühren? Oder hast du sie danach nochmal aufgekocht? Das zerstört die Gelatine.
Bei Agartine: Hat die Masse wirklich 2 Minuten sprudelnd gekocht? Nur „heiß machen“ reicht bei Agartine nicht.
Im Kühlschrank hält sie sich gut abgedeckt 2–3 Tage. Aber wie gesagt: Die Konsistenz ist nach ca. 6–12 Stunden perfekt.
Wie servierst du deine Panna Cotta am liebsten? Im Glas oder gestürzt und welche Früchte sind deine liebste Begleitung? Verrate es mir in den Kommentaren!










Ich bin ein echter Fan von Panna Cotta! Das Rezept ist so einfach und hat auch meinen Gästen super geschmeckt!
Soooo lecker!
Mein Lieblings-Dessert und dabei so einfach!