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Omas Kartoffelpüree: Das 1×1 für cremiges Püree

Autorin: Annelie Ulrich

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45 Minuten
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Gibt es ein besseres Soulfood an kalten Tagen als eine große Schüssel dampfendes, buttriges Kartoffelpüree? Für mich ist es die absolute Krönung jedes Sonntagsessens! Wenn ich an Omas Kartoffelpüree denke, erinnere ich mich an eine fluffige, ehrliche Beilage, die einfach nach purer Geborgenheit geschmeckt hat.

Omas Kartoffelpüree wird von einem Löffel aufgenommen.

Als ich viele Jahre später in meiner ersten Wohnung gelebt habe, durfte ich feststellen, wie simpel so ein Kartoffelpüree eigentlich ist, dass es aber auch durchaus Frustpotenzial birgt. Zu fest, zu flüssig, mit Klümpchen – da kann einiges schieflaufen. Einmal das falsche Werkzeug benutzt, und statt einer fluffigen Wolke hast du zähen Tapetenkleister im Topf. Damit dir das nie wieder passiert, habe ich heute das ultimative Kartoffelpüree-1×1 für dich.

Wir klären die Frage nach der perfekten Kartoffelsorte, dem richtigen Werkzeug, und ich verrate dir mein absolut gelingsicheres Grundrezept für cremiges Kartoffelpüree wie bei Oma! Denn mittlerweile bin ich ein echter Kartoffelpüree-Profi und bereite es bestimmt einmal die Woche zu.

Verschiedene Kartoffelsorten auf einem Tisch.

Omas Kartoffelpüree​: Mehlig oder festkochend?

Die Wahl der Kartoffel bestimmt am Ende die Textur deines Pürees. Hier gibt es kein striktes „Richtig“ oder „Falsch“, sondern es kommt darauf an, was du am liebsten magst:

  • Der Klassiker (mehligkochend): Wenn du ein traditionelles, sehr fluffiges und leichtes Püree wie bei Oma machen möchtest, greifst du am besten zu mehligkochenden Kartoffeln. Sie zerfallen beim Kochen fast von selbst, haben einen hohen Stärkeanteil und nehmen Butter und Milch wunderbar auf.
  • Das Sternerestaurant-Geheimnis (festkochend): In der französischen Spitzenküche wird oft auf festkochende Kartoffeln geschworen. Warum? Sie brauchen zwar mehr Muskelkraft beim Durchpressen, aber sie sorgen für ein unglaublich seidiges, samtiges und sehr edles Püree mit feinerem Schmelz.
  • Der Allrounder (vorwiegend festkochend): Du hast nur diese Sorte im Vorratsschrank? Kein Problem! Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind der goldene Mittelweg und funktionieren für ein Alltags-Püree absolut problemlos.
Drei Kartoffelpürees.

Stampfer vs. Presse: Das richtige Werkzeug

Auch hier entscheidet dein persönlicher Geschmack über das Werkzeug:

  • Der Kartoffelstampfer: Sorgt für ein etwas rustikaleres Püree. Wenn du es liebst, wenn hier und da noch ein klitzekleines Stückchen Kartoffel im Püree zu finden ist (das ist für mich das echte „Oma-Gefühl“), dann ist der klassische Stampfer dein bester Freund.
  • Die Kartoffelpresse: Wenn du ein absolut glattes, feines und cremiges Püree ohne jegliche Stückchen möchtest, kommst du an einer Kartoffelpresse nicht vorbei. Die gekochten Kartoffeln werden hindurchgedrückt und ergeben feine „Spaghetti“, die sich perfekt mit der Milch und Butter verbinden.
Ein Stück Butter liegt au Omas Kartoffelpüree.

Die absolute Todsünde: Das Handrührgerät!

Hier kommt der wichtigste Tipp in diesem ganzen Beitrag: Benutze niemals – wirklich absolut niemals – ein Handrührgerät oder einen Pürierstab für dein Kartoffelpüree!

Warum? Kartoffeln enthalten wahnsinnig viel Stärke. Wenn du sie mit den schnellen, scharfen Messern eines Mixers oder den Rührstäben bearbeitest, zerstörst du die Zellwände der Kartoffel. Die Stärke tritt explosionsartig aus und verkleistert. Das Ergebnis ist eine zähe, gummiartige Masse, die an Klebstoff erinnert und ungenießbar ist. Kartoffeln wollen immer nur gedrückt oder gestampft werden, niemals gerührt!

Der Trick mit der warmen Milch beim Kartoffelpüree

Ein letzter Konditor- bzw. Koch-Trick, bevor wir ans Rezept gehen: Gieße niemals eiskalte Milch direkt aus dem Kühlschrank an deine heißen, gestampften Kartoffeln! Die kalte Flüssigkeit kühlt die Kartoffelstärke schockartig herunter, wodurch das Püree pappig wird und an Geschmack verliert. Erwärme die Milch vorher immer leicht in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle – so verbindet sie sich butterweich mit den Kartoffeln.

Omas Kartoffelpüree: Das 1×1 für cremiges Püree

Cremig, fluffig und mit ganz viel Geschmack: So gelingt dir das klassische Kartoffelpüree garantiert immer!
Autor: Annelie

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Vorbereitung 20 Minuten
Koch-/Backzeit 25 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten
Anzahl Personen 4 Portionen

Zutaten 

  • 1 kg Kartoffeln
  • 400 ml Milch gerne Pflanzenmilch mehr oder weniger nach Bedarf
  • 100 g Butter
  • 1 TL Salz
  • 1 msp. Muskatnuss optional

Anleitung 

  • Schäle 1 kg Kartoffeln und schneide sie in grobe Stücke. Gib sie in einen großen Topf und gib so viel Wasser dazu, das die Kartoffelstücke leicht bedeckt sind. Bringe die Kartoffeln zum Kochen und gare sie für 20-25 Minuten bis sie zart sind.
  • Gieße die Kartoffeln ab und zerstampfe sie oder gib sie durch eine Kartoffelpresse. Erwärme 400 ml Milch leicht. Gib 100 g Butter sowie schluckweise die warme Milch dazu bis das Kartoffelpüree die gewünschte Konsistenz hat.
  • Würze das Pürree mit 1 TL Salz und 1 msp. Muskatnuss und serviere es nach Herzenslust.

Ungefähre Nährwerte pro Portion

Kalorien 434 kcal
Fett 24 g
Zucker 7 g
Eiweiß 9 g
Kohlenhydrate 49 g
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FAQ: Häufige Fragen zum Kartoffelpüree

Kann ich das Rezept auch vegan zubereiten? Absolut! „Omas Kartoffelpüree“ lässt sich wunderbar veganisieren. Ersetze die Kuhmilch einfach durch eine ungesüßte Pflanzenmilch (Hafer- oder Sojamilch eignen sich geschmacklich hervorragend, da sie leicht cremig sind) und tausche die Butter gegen eine hochwertige vegane Butteralternative aus.

Was mache ich mit Püree-Resten? Kartoffelpüree vom Vortag solltest du auf keinen Fall wegwerfen! Du kannst es am nächsten Tag wunderbar in der Pfanne anbraten (so entstehen leckere kleine Kartoffelplätzchen) oder es als knusprige Haube für Aufläufe (wie z. B. für einen klassischen Shepherd’s Pie) verwenden.

Kann man Kartoffelpüree einfrieren? Das Einfrieren von fertig zubereitetem Kartoffelpüree ist theoretisch möglich, aber die Konsistenz leidet beim Auftauen oft stark und wird wässrig. Am besten bewahrst du Reste einfach gut verschlossen für 2 bis 3 Tage im Kühlschrank auf und erwärmst sie unter Zugabe eines kleinen Schlucks frischer Milch langsam in einem Topf.

Bist du Team Stampfer oder Team Presse? Verrate mir dein liebstes Püree-Geheimnis in den Kommentaren!

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Ein Bild von Annelie von Heisse Himbeeren
Über den Author

Herzlich Willkommen in meiner Küche! Mein Name ist Annelie. Ich bin Foodie, Food Fotografin, vegetarische Rezeptentwicklerin, Autorin, Unternehmerin und Hundemama. Zum Autor

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