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Roggenbrot mit Sauerteig: Grundrezept aus 4 Zutaten

Autorin: Annelie Ulrich

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3 Stunden 5 Minuten
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Ein Roggenbrot mit Sauerteig ist für mich das ehrlichste Brot überhaupt: kräftig im Geschmack, herrlich saftig, lange haltbar – und dabei erstaunlich unkompliziert. Du brauchst nur vier Grundzutaten und etwas Geduld. Der große Vorteil von Roggen: Der Sauerteig dafür ist triebfreudig und robust, fast unkaputtbar. Genau deshalb ist ein Roggenbrot der ideale Einstieg, wenn du zum ersten Mal mit Sauerteig backst.

Ein Brot selber backen

Mit einem Roggensauerteig begann meine große Brotback-Liebe. Ich erinnere mich noch sehr gut an Weihnachten 2018, als ich meinen ersten Roggensauerteig angesetzt habe. Der Moment an Tag vier, als aus Wasser und Mehl ein lebendiger Sauerteig entstanden ist, war ohne Übertreibung einer der größten „Wow“-Momente meines Lebens. Seitdem backe ich begeistert Roggenbrote mit Sauerteig und bin im Laufe der Jahre sogar richtig gut darin geworden. Deshalb teile ich hier heute alle meine Tipps und Tricks für das leckerste Sauerteigbrot aus Roggenmehl mit dir.

Falls du dich später an ein helles Weizenbrot mit offener Krume wagen willst, findest du dafür mein Weizensauerteigbrot – das ist die anspruchsvollere Kür. Hier fangen wir mit dem soliden, alltagstauglichen Klassiker an.

Zwei Brothälften liegen aufeinander

Warum Roggen der beste Einstieg ist

Roggen ist so etwas wie Raketentreibstoff für Sauerteig: Er treibt kräftig und verzeiht Anfängerfehler. Während ein reiner Weizensauerteig eine echte Diva sein kann, läuft ein Roggensauerteig zuverlässig – einmal angesetzt, begleitet er dich ein Brotbäcker-Leben lang.

Dieses Rezept ist genau genommen ein Roggenmischbrot: Der Roggen gibt Charakter, Saftigkeit und Haltbarkeit, ein Anteil Weizenmehl macht die Krume etwas luftiger und lockerer. Je höher der Weizenanteil, desto heller und lockerer wird das Brot – du kannst das Verhältnis mit der Zeit nach deinem Geschmack verschieben.

Diese Zutaten brauchst du für Roggenbrot mit Sauerteig

Ein gutes Roggenbrot lebt von wenigen, aber guten Zutaten:

  • Roggenmehl Typ 1150 ist die Basis – für den Sauerteig und den Hauptteig. Es gibt dem Brot seinen typisch kräftigen, leicht säuerlichen Geschmack.
  • Weizenmehl Typ 550 ist kein Muss, macht das Brot aber luftiger. Du kannst es auch durch Dinkelmehl ersetzen.
  • Wasser – am besten lauwarmes bis kühles Leitungswasser. Zu heißes Wasser schadet dem Sauerteig.
  • Salz und optionale Brotgewürze (Koriander, Anis, Kümmel) sorgen fürs Aroma.

Tipp: Je hochwertiger die Zutaten, desto besser das Brot. Bei Mehl lohnt sich Bio-Qualität aus einer guten Mühle wirklich.

Das Anstellgut geht langsam auf

Das Anstellgut: die Basis für dein Roggenbrot

Die Grundlage für jedes Roggenbrot mit Sauerteig ist das Anstellgut – eine kleine menge reifer Sauerteig, die du bei jedem Backen zurückbehältst und als Starter fürs nächste Brot verwendest. Einmal über rund 8–14 Tage angezogen, kannst du es praktisch ewig weiterführen. Zwischen zwei Backtagen wartet er in einem sauberen Glas im Kühlschrank geduldig auf seinen nächsten Einsatz.

Acht bis vierzehn Tage klingt erst mal dramatisch, aber die meiste Zeit besteht aus Warten. Aktiv braucht dein Starter beim Anziehen nur etwa zwei Minuten am Tag – nämlich dann, wenn er alle 24 Stunden mit 50 g Roggenmehl und 50 g lauwarmem Wasser gefüttert wird.

Ein halbes Brot selbst gebacken

Roggen als „Raketentreibstoff“

Für mich hat es sich bewährt, das Anstellgut auf Roggenbasis zu ziehen. Roggen ist extrem triebfreudig – und praktischerweise kannst du mit einem Roggen-Anstellgut später jederzeit auch einen Weizen- oder Dinkelsauerteig ansetzen.

Nach jedem Backen bewahrst du einfach 50–100 g deines Sauerteigs auf und setzt damit vor dem nächsten Mal den neuen an. Anders als bei manchen Rezepten werfen wir dabei nichts weg: Wir brauchen für dieses Brot ohnehin 700 g Sauerteig, es bleibt also kein Rest übrig.

Tipp: Hast du schon ein aktives Anstellgut, geht es viel schneller – dann brauchst du statt vierzehn Tagen nur zwei Tage Vorlauf. Beide Wege findest du unten im Rezept.

Die Brotgewürze auf einem Tisch

Mehl, Gewürze und die richtige Verarbeitung

Die Verhältnisse von Roggen- und Weizenmehl kannst du mit der Zeit variieren; Weizen lässt sich auch durch Dinkel ersetzen. Nur das Weizenmehl komplett durch Weizenvollkornmehl zu tauschen, klappt nach meiner Erfahrung nicht so gut und resultiert in einem sehr festen Brot – aber das ist Geschmackssache.

Die Brotgewürze sind optional, aber sie machen aus einem guten Brot ein grandioses: Koriander, Anis und Kümmel in der richtigen Kombination geben dem Roggenbrot dieses typische, würzige Aroma. Piment oder Fenchel passen ebenfalls gut. Taste dich einfach an deine Lieblingsmischung heran – oder lass die Gewürze ganz weg.

Beim Kneten gilt: Zeit nehmen. Rund 12 Minuten in der Küchenmaschine ergeben einen geschmeidigen Teig, der das Brot schön saftig und feinporig macht.

Eine Scheibe Brot mit Butter und Salz

Lange Teigführung: mehr Aroma, mehr Bekömmlichkeit

Nach dem Kneten darf der Teig ruhen – und hier liegt ein echtes Geschmacksgeheimnis. Mindestens zwei Stunden abgedeckt an einem warmen Ort funktionieren, wenn es schnell gehen muss. Deutlich besser wird das Brot aber mit einer langen Teigführung im Kühlschrank (gern über Nacht oder ein paar Tage): Mehl, Wasser und Sauerteig verbinden sich in Ruhe, das Brot wird saftiger, aromatischer, länger haltbar und bekömmlicher.

Wichtig dabei: Das Gefäß nicht luftdicht verschließen – ein kleines Loch im Deckel genügt, damit die Gärgase entweichen können.

Gutes Gelingen: knusprige Kruste & durchgebackenes Brot

Ein paar Handgriffe machen den Unterschied zwischen „gut“ und „richtig gut“:

  • Heiß backen: Je heißer dein Ofen, desto besser der Ofentrieb. Die meisten Backöfen schaffen 250 °C – nutz das Maximum, das dein Backofen kann.
  • Dampf für die Kruste: Mein Geheimtipp für eine besonders knusprige Kruste: Wirf 3-4 Eiswürfel mit in den Ofen. Du kannst sie entweder in eine Auflaufform geben, die du mit aufheizen lässt, oder du legst sie direkt auf die Bodenplatte des Ofens (so mache ich es meistens). Der Wasserdampf lässt das Brot stärker aufgehen.
  • Klopftest: Das Brot ist durchgebacken, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. Wichtig: Lass es vollkommen auskühlen, bevor du es anschneidest, sonst verkleistert die Krume.

Tipp: Wenn dein erstes Brot noch nicht perfekt wird – dranbleiben. Brotbacken ist Übungssache, und mit jedem Laib bekommst du ein besseres Gefühl für Teig, Gare und deinen Ofen.

Brot backen, aus einem Teig wird ein Sauerteigbrot

Roggenbrot mit Sauerteig aufbewahren

Ein Roggenbrot mit Sauerteig hält sich dank der langen Teigführung besonders lange – mehrere Tage bleibt es saftig, wenn du es mit der Schnittfläche nach unten auf ein Brett oder in einen Brotkasten legst. Du kannst es auch in Scheiben einfrieren und bei Bedarf direkt toasten.

Roggenbrot mit Sauerteig: das unkomplizierte Grundrezept aus vier Zutaten

Selbst gebackenes Roggenbrot mit Sauerteig aus vier Zutaten.
Autor: Annelie

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Vorbereitung 20 Minuten
Ruhezeit 2 Stunden
Koch-/Backzeit 45 Minuten
Gesamtzeit 3 Stunden 5 Minuten
Anzahl Personen 24

Zutaten 

Für das Anstellgut:

  • An 14 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils
  • 50 g Roggenmehl Typ 1150, möglichst Bio
  • 50 g Lauwarmes Wasser
  • 50 g Anstellgut vor Vortag ab Tag 2

Sauerteig Ansatz mit Anstellgut:

  • Hast Du bereits ein Anstellgut verwendest Du 50 – 100 g davon und fütterst den Teig über 2 Tage
  • Tag 1:
  • 150 g Roggenmehl Typ 1150, möglichst Bio
  • 150 g Lauwarmes Wasser
  • Tag 2:
  • 200 g Roggenmehl Typ 1150, möglichst Bio
  • 200 g Lauwarmes Wasser

Für den Brotteig:

  • 700 g Roggensauerteig
  • 350 g Roggenmehl Typ 1150, möglichst Bio
  • 300 g Weizenmehl Typ 550, möglichst Bio
  • 400 g Lauwarmes Wasser
  • 22 g Salz
  • 1 TL Koriandersaat
  • 1/2 TL Anissaat
  • 1/2 TL Kümmelsaat

Außerdem:

  • 1 Gärkörbchen alternativ auch ein Nudelsieb, ausgekleidet mit einem sauberen Küchentuch
  • 1 Sehr scharfes Messer oder 1 Rasierklinge zum einschneiden
  • 1 Sauberes Geschirrtuch für die Ruhephasen
  • Roggenmehl zum bestreuen der Arbeitsfläche

Anleitung 

Für das Anstellgut:

  • In einem großen, durchsichtiges Gefäß mit Deckel an Tag 1 50 g Roggenmehl und 50 g Lauwarmes Wasser vermengen. Deckel aufsetzen, sodass das Gefäß bedeckt ist, aber nicht luftdicht verschlossen. An einem warmen Ort 24 Stunden ruhen lassen. Nach 24 Stunden, 50 g des Anstellgutes mit 50 g Roggenmehl und 50 g Wasser füttern. So an den nächsten 6 Tagen weiter verfahren, bis insgesamt 400 g Roggenmehl und 400 g Wasser verfüttert wurden.
  • An Tag 6-8 beginnt der Sauerteig sich in Aroma und Optik zu verändern. Er beginnt deutlich Sauer zu riechen und sichtbare Blasen zu werfen. Auch verändert sich die Farbe hin zum Beigen.
  • Nach etwa 14 Tagen ist der Sauerteig stark genug um damit zu backen.
  • Das restliche Anstellgut kannst Du direkt weiter füttern, für Dein nächstes Brot oder in einem sauberen Gefäß mit Deckel im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält sich der Sauerteig mehrere Wochen und kann bei Bedarf einfach wieder gefüttert werden.

Sauerteig Ansatz mit Anstellgut:

  • Hast Du bereits ein Anstellgut benötigst Du lediglich 2 Tage Vorlauf und keine 14 mehr. 50-100 g des Anstellgutes werden an Tag 1 mit 150 g Roggenmehl und 150 g Lauwarmes Wasser vermengt und dürfen 24 Stunden ruhen. Dann folgt die 2. Fütterung mit 200 g Roggenmehl und 200 g Lauwarmes Wasser. 12-24 Stunden nach der zweiten Fütterung ist der Sauerteig bereit zum Backen.

Der Brotteig:

  • 700 g Roggensauerteig zusammen mit 350 g Roggenmehl, 300 g Weizenmehl, 22 g Salz und 400 g Lauwarmes Wasser in eine große Rührschüssel geben. 1 TL Koriandersaat, 1/2 TL Anissaat und 1/2 TL Kümmelsaat in einem Mörser etwas zerstoßen. Brotgewürze ebenfalls zum Teig geben und diesen mit der Küchenmaschine für etwa 12 Minuten kneten.
  • Den fertigen Teig abgedeckt für 24 Stunden in den Kühlschrank stellen, das macht das Brot sehr bekömmlich. Wenn es schnell gehen muss, kannst du ihn auch an einem warmen Ort für 2 Stunden ruhen lassen. Der Deckel des Gefäßes darf nicht Luftdicht abschließen. Ein kleines Loch im Deckel schafft hier Abhilfe.
  • Nach der Ruhephase, das Gärkörbchen vorbereiten. Dafür mit etwas Mehl betreuen. Es kann nach Belieben ein sauberes Tuch hineingelegt werden. Gärkörbchen kurz zur Seite stellen.
  • Teig auf die gut bemehlte Arbeitsfläche geben. Mit bemehlten Händen für einige Minuten kneten, bis ein geschmeidiger, homogener Teig entstanden ist, der seine Form hält und nicht auseinander läuft. Den Teig dann zu einem kompakten Laib formen. Mit der runden Seite nach unten ins Gärkörbchen stürzen. Abdecken und nochmal eine Stunde ruhen lassen.
  • Derweil der Backofen auf mindestens 250 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Wenn Du möchtest, kannst Du einen Pizzastein mit in den Ofen geben und das Brot darauf backen. Ein Backblech reicht aber vollkommen.
  • Nach einer Stunde Ruhezeit, das Brot im Körbchen nochmal mit Mehl bestreuen, damit es nicht anbäckt. Das Brot auf das heiße Backblech bzw. Den heißen Stein stürzen. Das Brot wird dann tief, kreuzförmig eingeschnitten.
  • Bei 250 °C Ober- und Unterhitze für 40-50 Minuten backen, bis das Brot den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat. Das Brot ist durchgebacken, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. Abkühlen lassen und mit hochwertiger Butter und Salz servieren.

Tipps

Wenn Du eine noch knusprigere Kruste möchtest, gibst Du für die ersten 20 Minuten der Backzeit eine Auflaufform mit etwas Wasser, unterhalb des Brotes mit in den Backofen. Nach 20 Minuten solltest Du die Auflaufform entfernen. Achte hierbei darauf, dass die Ofentüre nicht zu lange offen stehen bleibt.

Ungefähre Nährwerte pro Portion

Kalorien 239 kcal
Fett 1 g
Zucker 1 g
Eiweiß 8 g
Kohlenhydrate 50 g
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Häufige Fragen zum Roggenbrot mit Sauerteig

Kann ich Roggenbrot ganz ohne Weizenmehl backen?

Du kannst den Weizenanteil reduzieren oder durch Dinkel ersetzen. Ein reines Roggenbrot wird dichter und kompakter; der Weizenanteil sorgt für eine etwas luftigere Krume. Weizenvollkornmehl als kompletten Ersatz empfehle ich nicht – das funktioniert weniger gut.

Wie lange dauert es, ein Roggen-Anstellgut selbst anzuziehen?

Etwa 8–14 Tage. Danach ist der Sauerteig kräftig genug zum Backen und begleitet dich – gut gepflegt – ein Leben lang. Hast du bereits ein aktives Anstellgut, brauchst du nur zwei Tage Vorlauf.

Warum soll das Gefäß beim Ruhen nicht luftdicht sein?

Beim Gären entstehen Gase, die entweichen müssen. Ein locker aufgelegter Deckel oder ein kleines Loch darin verhindert Druck im Gefäß.

Brauche ich Brotgewürze?

Nein, die sind optional. Koriander, Anis und Kümmel geben dem Brot aber sein typisches Aroma. Probier dich durch, bis du deine Lieblingsmischung gefunden hast.

Mit welcher Gewürzmischung hast du gebacken – oder magst du dein Roggenbrot lieber pur?

Ein Bild von Annelie von Heisse Himbeeren
Über den Author

Herzlich Willkommen in meiner Küche! Mein Name ist Annelie. Ich bin Foodie, Food Fotografin, vegetarische Rezeptentwicklerin, Autorin, Unternehmerin und Hundemama. Zum Autor

12 Kommentare zu „Roggenbrot mit Sauerteig: Grundrezept aus 4 Zutaten“

  1. Hallo liebe Annelie

    Sooo, mein letzter Versuch ist endlich wieder gelungen
    Ich hatte den Teig knapp 24h im Esszimmer stehen lassen, mit einer Decke drum rum, schön warm eingepackt. Und siehe da, je länger er stand, umso mehr ist er wieder aufgegangen und hatte fast die gleiche Konsistenz wie ganz am Anfang.
    Ich vermute, das es ihm im Kühlschrank wirklich zu kalt war. (Hatte ihn zwar von Anfang an immer im drin, aber wer weiss, vielleicht is ihm der Kühlschrank jetzt im Winter zuuu kalt )
    Na, jedenfalls hatten wir wieder ein herrliches Brot, das fast genauso schön aufgegangen ist, wie die ersten.
    Vielen lieben Dank nochmal für deine Tips und die Zeit, die du dir genommen hast ☺️!
    Ich freue mich schon auf den nächsten Backversuch!
    Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende ☺️☀️☺️
    Nadine

    Antworten
    • Hallo liebe Nadine,

      vielen Dank für Deine Antwort! Es freut mich riiiiesig, dass es geklappt hat!
      Tatsächlich hat die Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit und co einen riesen Einfluss aufs Brotbacken! Ich merke das vor allem immer im Sommer, wenn es sehr warm und schwül draußen ist!
      Sehr gut, dass es jetzt, außerhalb des Kühlschranks wieder so gut geklappt hat!
      Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Spaß beim (Brot) Backen und eine wunderschöne Adventszeit!
      Ganz liebe Grüße
      Annelie

  2. Liebe Annelie

    Mein Versuch am Sonntag ist leider auch nicht wirklich gelungen. Es war ein wenig besser als das letzte Mal, aber weit entfernt von den ersten super gelungen Broten. Immernoch dieser Schliff in der Mitte

    Kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es am Mehl liegt, da es mit genau diesem Mehl (also vom gleichen Einkaufstag, also müsste ja auch gleiche Ernte sein?!) bisher gelungen ist. Bin mit meinem Latein am Ende
    Werde jetzt noch einen Versuch starten und den Teig ab Tag 3 nicht in den Kühlschrank stellen, sondern über Nacht im Zimmer stehen lassen. Am Freitag weiss ich dann mehr.
    Wenn’s dann auch nix wird, werd ich einen neuen Sauerteig ansetzen. Bilde mir ein, das der Ansatz am Anfang etwas flüssiger war als jetzt (aber vielleicht such ich auch nur verzweifelt nach irgend einer Ursache )
    So, nun Wünsche ich dir einen schönen Abend und
    Viele liebe Grüsse
    Nadine

    Antworten
    • Hi liebe Nadine,

      vielen Dank für den Lagebericht! Ich habe am Sonntag schon an Dich gedacht und gehofft, dass alles gut läuft.
      Hm… das klingt wirklich sehr sehr seltsam… Stimmt, wenn das Mehl, dass Du verwendest vom selben Einkaufstag ist, dann ist meine Vermutung mit der Ernte in diesem Fall wahrscheinlich nicht zutreffend. Ich hatte das Problem damals nach einer neuen Mehlbestellung.

      Einen neuen Sauerteig anzusetzen ist auf jeden Fall eine gute Idee wenn es am Freitag wieder nicht funktioniert. Raumtemperatur tut dem Teig auf jeden Fall gut. Du könntest auch versuchen, den Teig schon nach weniger Ruhezeit zu backen. Das Brot wird zwar durch die Zeit im Kühlschrank ein bisschen saftiger finde ich, es ist aber kein Muss. Ich habe auch schon erfolgreich Brot gebacken wenn der Teig nur etwa 1,5 Stunden bei Raumtemperatur aufgehen durfte und dann nochmal 30 Minuten geformt im Gährkörbchen verbracht hat. Das Experiment war meinem schlechten Zeitmanagement geschuldet, aber erstaunlich erfolgreich.

      Ich drücke ganz fest die Daumen für Freitag!

      Ganz liebe Grüße
      Annelie

  3. Liebe Annelie
    Vielen Dank das du dir trotz Plätzchen Stress die Zeit für eine so ausgiebige Antwort genommen hast ☺️
    Eigentlich ist das Mehl immer das gleiche gewesen. Habe den Ansatz immer mit exakt der gleichen Sorte gemacht und dann an Tag drei mit zwei Sorten variiert, die am Anfang auch beide super funktioniert haben. Mmmhhh
    Habe mittlerweile mal noch ein wenig gegoogelt und da stand öfter, dass der Teig evtl. zu feucht ist. Keine Ahnung, ich bilde mir ein, er war wie immer… aber ich werde das nächste Mal vielleicht ein klein wenig mehr Mehl einkneten vor dem Backen, vielleicht hilfts ja?
    Am Sonntag ist es wieder soweit, ich werde dir berichten, wie das Ganze ausgegangen ist
    Vielen Dank nochmal und
    Liebe Grüsse
    Nadine

    Antworten
    • Liebe Nadine,

      super gerne! Ich freue mich, wenn ich helfen kann.

      Ich hoffe, Du bist beim Versuch am Sonntag erfolgreich! Hm… wenn es immer dasselbe Mehl ist, könnte es höchstens noch an der neuen Ernte liegen. Ich weiß, dass auch Profibäcker wie die Brotpuristen aus Speyer damit dieses Jahr ein bisschen zu kämpfen hatten…

      Hoffentlich hilft es, mehr Mehl zu verwenden :)
      Ganz liebe Grüße und für morgen viel Glück!
      Annelie

  4. Liebe Annelie

    Mittlerweile habe ich dein leckeres Brot schon einige Male gebacken und es war super lecker und ist richtig schön aufgegangen

    Seit meinen letzten drei Versuchen ist nun aber irgendwie der Wurm drin.. Das Brot geht nicht mehr so schön auf, die Kruste platzt nicht mehr so schön auseinander und innen hat es einen „Schliff“. Es ist noch teigig, wie nicht richtig durchgebacken. Und ich mache nix anders, als am Anfang, als es super gelungen ist.
    Hast du eine Idee, woran das liegen kann?
    Kann es sein, das der Sauerteig nicht mehr „funktioniert“?
    Als es das erste Mal passiert ist, habe ich am Tag nach der zweiten Fütterung, also als der Teig dann geknetet werden sollte, die Zeit vergessen und es waren sicher 30h vergangen, anstatt nur 24h seit der zweiten Fütterung. Kann das die Ursache sein?
    Vielen Dank schon im Voraus und liebe Grüsse
    Nadine ☺️

    Antworten
    • Hallo liebe Nadine,

      vielen Dank für Deine Nachricht. Bitte entschuldige die späte Antwort, hier geht es drunter und drüber mit Plätzchen und Co.
      Hm… das Problem das Du beschreibst kenne ich! Bzw. ging es mir mal ganz ähnlich. Bei mir war damals die Lösung des Problems, dass ich ein anderes Mehl verwendet hatte. Auch Roggenmehl, selber Mahlgrad aber eine andere Mühle. Damit hat es überhaupt nicht mehr funktioniert. Ich habe mich dann ein bisschen durch die Mehle getestet und wieder ein gutes Bio Roggenmehl gefunden. Dazu kommt, dass es mittlerweile schon die aktuelle Ernte als 2021 zu kaufen gibt, die Wetterbedingt etwas anders ist zu den letzten Jahren. Mein Tipp wäre, verschiedene Roggenmehle zu testen. Wenn der Sauerteig richtig schön aktiv ist nach der Fütterung, dann funktioniert das Mehl auch zum backen. An den 30 Stunden kann es nicht wirklich liegen, ich vergesse meinen Sauerteig auch mal ein paar Stündchen und manchmal musste er auch schon 48 Stunden auf Fütterung warte. Das hat ihm nichts ausgemacht :)
      Ich wünsche Dir gutes Gelingen und hoffe, Du findest eine Ursache! Schreib mir gerne wieder wenn Du etwas rausgefunden hast oder ich dir weiterhelfen kann.

      Ganz liege Grüße
      Annelie

  5. Hallo Annelie

    Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort!
    Nun sollte alles klar sein
    Freue mich schon auf das Endergebnis… mein erstes selbstgebackenes Sauerteigbrot! Yuppie
    Viele liebe Grüsse
    Nadine

    Antworten
  6. Hallo
    Ersteinmal vielen Dank für das tolle Rezept!
    Heute wird mein Anstellgut den 8. Tag gefüttert und morgen geht es dann an den Teig… und nun habe ich zwei Fragen:
    1. Wenn ich den kleinen Rest, den ich vom Anstellgut übrig habe für ein paar Wochen im Kühlschrank aufbewahre, sollte das Glas dann luftdicht verschlossen sein? Und wieviele Wochen kann ich es etwa aufbewahren?
    2. Wenn ich dann wieder mit dem Füttern beginne, müssen es wieder 8 Tage sein, oder reichen da auch nur zwei oder drei?
    Vielen Dank schonmal für die Antwort und liebe Grüsse ☺️

    Antworten
    • Liebe Nadine,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und Deine Fragen. Ich freue mich sehr, dass Dir das Rezept so gut gefällt und es deinem Sauerteig so gut geht, dass Du morgen damit backen kannst! Yay!
      Zu deinen Fragen:
      1. Ich verschließe den Deckel des Glases nie ganz. Ich verwende meiste ein Marmeladenglas mit Schraubverschluss und drehe den Deckel nur ein bisschen fest, sodass er nicht herunter fallen kann, aber noch Luftaustausch im Glas möglich ist. Im Kühlschrank hält sich der Sauerteig ohne ihn zu Füttern für gut 2-4 Wochen. Solltest Du ihn länger lagern wollen, solltest du ihn zwischendrin einmal füttern.
      2. Wenn du wieder mit dem Füttern beginnst reichen in der Regel zwei Fütterungen aus, bis Du mit dem Teig backen kannst. Ich mache es in der Regel so, dass ich am ersten Tag mit 150 g Mehl und 150 g Wasser füttere und dann 24 Stunden später nochmal mit 210 g Mehl und 210 g Wasser. So bleibt auch auf jeden Fall wieder genug übrig im das Anstellgut zu lagern. Etwa 12 Stunden nach der letzten Fütterung bereite ich dann meinen Brotteig vor.

      Übrigens wird Dein Sauerteig stärker, je älter er wird :)

      Ich wünsche Dir ganz viel Spaß und Erfolg beim Brot backen!
      Ganz liebe Grüße
      Annelie

  7. Vielen vielen Dank für das tolle Rezept und das herrliche Video! ich kann es kaum erwarten, mein eigenes Brot zu backen. Der Sauerteig ist schon angesetzt!

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