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Sauerteigbrot backen: das knusprige Weizenbrot mit fluffiger Krume

Autorin: Annelie Ulrich

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17 Stunden 45 Minuten
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Ein selbst gebackenes Weizensauerteigbrot ist für mich das Beste, was aus Mehl, Wasser und Salz entstehen kann: eine knusprige, dunkle Kruste, eine offene, saftige Krume und dieser leicht säuerliche Duft, der die ganze Küche füllt. Und die gute Nachricht vorweg: Du brauchst dafür keine teure Ausrüstung und keinen speziellen Weizenstarter. Ich zeige dir hier meinen Weg – kein Labor, keine Wissenschaft, sondern ein verlässlicher Ablauf, der ein richtig gutes Brot liefert.

Sauerteigbrot backen wie ein richtig guter Bäcker, zu Hause.

Mein Weg zum Weizensauerteigbrot war nicht ganz gerade. Ich backe zwar schon seit 2018 sehr leckere Roggensauerteigbrote, das mit dem Weizen ist aber noch mal eine andere Sache. Denn genauso unkompliziert wie Roggenbrote sind Weizenbrote definitiv nicht. Dafür ist das Erfolgserlebnis, wenn es dann doch klappt, ungleich größer.

Ich habe viele Backdurchgänge gebraucht, bis ich hinter die Geheimnisse eines richtig guten Sauerteigbrotes gekommen bin. All meine Erfahrungen und Tipps habe ich für dich in diesem Rezept zusammengefasst. Die Handgriffe, auf die es ankommt, und die Erklärungen dahinter, damit du verstehst, warum du was tust. Denn darum geht es mir immer – du sollst verstehen, warum etwas funktioniert oder schmeckt.

Sauerteigbrot selber gebacken​ in einem Topf.

Sauerteigbrot backen: Warum du keinen extra Weizenstarter brauchst

Der häufigste Grund, warum Menschen sich nicht ans Weizensauerteigbrot trauen: Sie denken, sie bräuchten dafür einen eigenen, separat gezüchteten Weizensauerteig. Das ist allerdings gar nicht nötig. Denn ich selbst habe auch „nur“ einen Roggenstarter. Die sind nämlich mit Abstand am einfachsten zu züchten und beinahe unkaputtbar, während Weizensauerteigstarter echte Diven sein können.

Kurz gesagt – jeder aktive Sauerteigstarter funktioniert. Ich backe mit meinem Roggenstarter – ich füttere ihn einfach ein paar Stunden vor dem Backen mit Weizenmehl Typ 550 an. Dadurch stellt sich die Kultur auf das Weizenmehl ein, und du bekommst genug Triebkraft für ein luftiges Weizenbrot, ohne einen zweiten Starter im Kühlschrank pflegen zu müssen.

Wichtig ist nur, dass dein Starter beim Anfüttern aktiv wird: Bei 20–24 °C Raumtemperatur sollte er sich innerhalb von 3–5 Stunden mindestens verdoppeln. Erst dann ist er stark genug zum Backen. Ein Starter, der nur träge blubbert, gibt dir ein dichtes, flaches Brot – das Verdoppeln ist dein Startsignal.

Das Brot das mit Sauerteig gebacken wurde, wird angeschnitten.

Das richtige Mehl: warum Typ 550 und Proteingehalt zählen

Beim Weizensauerteigbrot macht das Mehl mehr aus als bei fast jedem anderen Gebäck. Vor allem zwei Werte entscheiden darüber, ob es ein gutes Mehl zum Brotbacken ist oder eher nicht.

Weizenmehl Typ 550 ist die richtige Wahl – nicht das hellere 405er (Standard-Haushaltsmehl), sondern der Typ, den du oft als „Pizzamehl“ oder „für Hefeteig“ findest. Die Typenzahl gibt den Mineralstoffgehalt an; 550 hat etwas mehr als 405 und bringt dadurch mehr Struktur und Geschmack ins Brot, ohne so schwer zu werden wie ein Vollkornmehl.

  • Proteingehalt ≥13 %: Das Protein im Mehl bildet beim Kneten das Glutengerüst – das elastische Netz, das die Gärgase hält und dir die offene Krume und das Volumen gibt. Je mehr Protein, desto stabiler dieses Netz. Den Wert findest du direkt auf der Nährwerttabelle der Packung unter „Eiweiß“. Greif zu einem Mehl mit mindestens 13 g Eiweiß pro 100 g – darunter wird der Teig schnell schlapp und das Brot flach. Tatsächlich haben die wenigsten Mehle aus dem Supermarkt einen entsprechend hohen Proteingehalt. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich also allemal. Wenn du häufig backst, lohnt es sich, bei guten Mühlen zu bestellen. Die entsprechenden Werte findest du dort immer auch online.
  • W-Wert ≥300: Der W-Wert beschreibt die „Backstärke“ des Mehls, also wie lange und wie viel Belastung der Teig aushält, bevor das Glutengerüst nachgibt. Für eine lange Sauerteigführung willst du einen hohen Wert. Ehrlich gesagt steht der W-Wert auf deutschem Haushaltsmehl so gut wie nie. Wo du ihn findest: auf italienischen Mehlen (z. B. Tipo 0 / Manitoba, oft mit W-Angabe) und bei Mehlen für Bäckereibedarf. Wenn du keinen W-Wert findest, ist das kein Beinbruch – orientier dich am Proteingehalt, der ist der praktisch verfügbare Anhaltspunkt.

Kurz gemerkt: Protein steht auf der Packung und ist dein wichtigstes Kriterium. Der W-Wert ist das Feintuning für alle, die tiefer einsteigen wollen.

  • Mehlexperimente: Wenn du etwas Erfahrung mit dem Backen von Sauerteigbrot gesammelt hast, dann kannst du auch sehr gerne mit weiteren Mehlsorten experimentieren. Weizen-Ruchmehl zum Beispiel bringt tolle, nussige Noten mit ins Brot. Zu Beginn empfehle ich dir aber, ein gutes Mehl anzuschaffen und bei einem Grundrezept zu bleiben, damit du die Technik richtig lernen kannst und ein gutes Gefühl für den Teig bekommst.
Das Brot halbiert, man sieht die Krume und die Porung.

Hydration – Der Schlüssel zu einer offenen Porung

Wie dicht oder locker die Krume wird, hängt nicht nur vom Mehl ab, sondern auch die verwendete Wassermenge ist dafür aussagekräftig. Generell gilt: Je höher die Hydration ist, desto offener wird die Krume und desto saftiger wird auch das Brot. Gleichzeitig erfordern Teige mit einer sehr hohen Hydration etwas Übung in der Verarbeitung. Mein Grundrezept basiert auf einer Hydration von ca. 70 %, was schon eine recht offene Krume und ein saftiges Brot ergibt, dabei aber noch gut zu verarbeiten ist. Wenn du mit der Zeit sicherer beim Backen wirst, kannst du die Hydration nach und nach hochschrauben. Klappt es zu Beginn noch nicht so gut, lohnt es sich für den Anfang, etwas weniger Wasser zu verwenden.

Das fertige Sauerteigbrot halbiert.

Die Aliquot-Methode: den perfekten Garzeitpunkt sehen statt raten

Der schwierigste Moment beim Sauerteigbrot ist die Frage: Wann ist der Teig gar und bereit zum Formen? Zu früh, und dem Brot fehlt es an Trieb; zu spät, und der Teig übergärt und fällt zusammen. Genau hier hilft die Aliquot-Methode – ein einfacher Trick, mit dem du die Fermentation zuverlässig ablesen kannst, statt auf die Uhr zu schauen.

Die Idee: Du füllst zu Beginn eine kleine Menge deines Brotteigs in ein durchsichtiges Gläschen mit Deckel. Dieser Mini-Teig gärt unter genau denselben Bedingungen wie dein Hauptteig – nur kannst du an der Glaswand exakt sehen, wie stark er aufgeht. Ist der Zielpunkt erreicht, weißt du: Der ganze Teig ist so weit.

Und so berechnest du die Einfüllmenge: Bei Raumtemperatur geführte Teige sollten während der Stockgare 30–50 % aufgehen, um einen schönen Ofentrieb zu bekommen. Meiner Erfahrung nach funktioniert die goldene Mitte – also eine Volumenzunahme von 40 % am besten. Ich rechne dementsprechend damit, dass mein Teig ca. 40 % aufgehen soll, bevor wir ihn zum Laib formen. Der Trick ist, das Gläschen so zu befüllen, dass es nach diesen 40 % Zuwachs genau voll ist. Dann gilt die einfachste Regel der Welt: Glas voll = fertig gegärt = formen. Kein Messstrich, kein Ablesen, kein Nachdenken im entscheidenden Moment.

Die Menge findest du über einen kurzen Dreisatz. Das volle Glas entspricht 140 % (Ausgangsmenge + 40 % Zuwachs). Gesucht ist die Ausgangsmenge, also 100 %:

140% -> 80ml (Gesamtvolumen des Glases)

1% -> 80ml \ 140 = 0,57ml

100% -> 0,57ml * 100 = 57ml

(Da Teig ca. die Dichte von Wasser hat, kannst du diese 57 ml problemlos in 57 g Teig umrechnen.)

Bei einem Gläschen mit 80 ml Gesamtvolumen füllst du also zu Beginn ca. 57 ml Teig ein. Deckel drauf, mit in die Gärform, und wenn das Glas komplett gefüllt ist, geht’s ans Formen.

Tipp: Nimm ein möglichst gerades, durchsichtiges Gläschen – ein leeres Gewürz- oder Marmeladengläschen ist ideal. Je gleichmäßiger die Form, desto genauer siehst du den Füllstand.

Das fertig gebackene Brot ist aufgeschnitten und wird serviert.

Reismehl fürs Formen und das Gärkörbchen

Ein kleiner Baustein mit großer Wirkung: Zum Bemehlen der Arbeitsfläche und des Gärkörbchens nimmst du am besten Reismehl statt Weizenmehl.

Der Grund ist einfach: Reismehl enthält kein Gluten. Es verbindet sich deshalb nicht mit dem feuchten Teig, sondern bleibt als trennende Schicht zwischen Teig und Körbchen liegen. Weizenmehl dagegen saugt sich mit der Zeit voll, wird klebrig und verwächst mit der Teigoberfläche – im schlimmsten Fall reißt dir beim Stürzen die schön aufgebaute Spannung ein, weil der Laib am Körbchen hängt. Mit Reismehl löst sich das Brot sauber und behält seine Form. Für die bemehlte Arbeitsfläche beim Formen gilt dasselbe.

Das Sauerteigbrot auf einem Brettchen.

Sauerteigbrot backen Troubleshooting

  • Teig zu klebrig zum Formen? Meist ist der Teig noch etwas unterentwickelt oder zu warm. Reismehl auf der Arbeitsfläche hilft, und mit etwas Übung bekommst du ein Gefühl für die Spannung. Ein kühler Teig lässt sich generell leichter formen.
  • Brot geht im Ofen kaum auf? Zwei häufige Ursachen: Der Starter war beim Ansetzen noch nicht kräftig genug (Verdoppelungs-Check!), oder der Bräter war nicht heiß genug. Der Topf braucht die volle Vorheizzeit – lieber 60 Minuten als 30.
  • Kruste blass? Dann fehlte Hitze oder Zeit in der zweiten Backphase ohne Deckel. Trau dich, das Brot wirklich dunkel werden zu lassen – das gibt Aroma.

Tipp: Schneide das Brot erst an, wenn es vollständig ausgekühlt ist. Im warmen Laib läuft die Stärkeverkleisterung noch weiter; schneidest du zu früh, wird die Krume klitschig. Ich weiß, das Warten ist hart – es lohnt sich.

Vorbereiten & Aufbewahren

Die kalte Stückgare über Nacht (8–12 Std. bei ca. 4 °C im Kühlschrank) ist dein Freund: Du kannst den Teig abends formen und am nächsten Morgen frisch backen. Das verteilt die Arbeit und macht das Aroma runder.

Das fertige Brot hält sich mit der Schnittfläche nach unten auf einem Brett oder in einem Brotkasten mehrere Tage. Angeschnitten schmeckt es am ersten und zweiten Tag am besten; später ist getoastetes Brot ein Genuss. Du kannst das ausgekühlte Brot auch in Scheiben einfrieren und bei Bedarf direkt toasten.

Sauerteigbrot backen: Weizenbrot mit offener Krume

Sauerteigbrot backen mit jedem Starter: das richtige Mehl, die Aliquot-Methode einfach erklärt und ein zuverlässiges Rezept für eine offene, saftige Krume.
Autor: Annelie

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Vorbereitung 7 Stunden
Stückgare 10 Stunden
Koch-/Backzeit 45 Minuten
Gesamtzeit 17 Stunden 45 Minuten
Anzahl Personen 1 Brot

Zutaten 

Zutaten für den aktiven Sauerteigstarter:

  • 35 g Sauerteigstarter z.B. Roggensauerteig oder Weizensauerteig
  • 35 g Weizenmehl Typ 550
  • 35 g Wasser

Zutaten für den Teig:

  • 100 g aktiver Sauerteigstarter
  • 360 g Wasser lauwarm – etwa 20 °C
  • 530 g Weizenmehl Typ 550 mindestens 13% Proteingehalt
  • 12 g Salz

Anleitung 

Starter füttern

  • Füttere 35 g Sauerteigstarter mit 35 g Weizenmehl Typ 550 und 35 g Wasser 3-5 Stunden bevor du den Teig zubereiten möchtest. Der Starter sollte sich bei 20-24 °C Raumtemperatur in dieser Zeit mindestens verdoppeln, erst dann ist er stark genug zum Backen. Lass den Sauerteigstarter an einem warmen Ort aufgehen.

Teig ansetzen

  • Gib 100 g aktiver Sauerteigstarter in die Rührschüssel deiner Küchenmaschine. Gib 360 g Wasser dazu und rühre um sodass sich der Starter im Wasser auflösen kann. Gib dann 530 g Weizenmehl und 12 g Salz dazu. Knete den Teig dann in der Küchenmaschine für 10-15 Minuten kräftig durch, sodass er sich vom Schüsselrand löst. Sobald der Teig ausgeknete ist, beginnt die Stockgare, die beendet ist wenn der Teig ca. 40% an Volumen zugenommen hat.

Aliquot Methode – die Gare-Überwachung

  • Nimm nun ein kleines Gläschen (50-100 ml Gesamtvolumen) mit Deckel. Fülle darin die benötigte Menge Brotteig ab. Was die Aliquot-Methode ist und wieso sie so hilfreich beim Backen von Weizensauerteigbrot ist, erfährst du weiter oben im Text. Kurz gesagt dient dieser kleine Trick dazu, die Fermentation (Stockgare) des Brotteiges genau zu überwachen und den perfekten Zeitpunkt zum Formen des Laibs zu ermitteln. Da wir aber wollen, dass der Teig einen Volumenzuwachs von ca. 40% hat, berechnen wir die Füllmenge des Gläschens wie folgt. Das Gesamtvolumen entspricht 140% – mit Hilfe eines Dreisatzes lösen wir nun auf 100% auf. Das ist die Menge die zu Beginn der Aufgehzeit ins Gläschen muss. Bei einem Becher mit 80 ml Gesamtvolumen sind das zum Beispiel ca. 57 g Teig. Einfüllen, Deckel drauf, fertig.

Stockgare und Strech and Folds

  • Gib den Brotteig zusammen mit dem verschlossenen Aliquot Gläschen in eine Auflaufform oder ein anderes Gefäß in dem du den Teig gut dehnen und falten kannst. Lass den Teig dort nun so lange fermentieren, bis das Aliquot-Gläschen vollkommen mit Teig gefüllt ist. Um das Gluten-Gerüst zu Stärken dehnen und falten wir den Teig zu Beginn der Fermentation im Abstand von 30 Minuten ins gesamt vier mal.
  • Auf die Gesamtzeit gerechnet sieht da wie folgt aus:
    nach insgesamt 30 Minuten: 1. Stretch and Fold
    nach insgesamt 1 Stunde: 2. Stretch and Fold
    nach insgesamt 90 Minuten: 3. Stretch and Fold
    nach insgesamt 2 Stunden: 4. Stretch and Fold
    wenn das Gläschen voll ist (siehe Bild – in der Regel nach insgesamt 5-7 Stunden): Laib formen

Laib formen und Stückgare

  • Bereite dein Gärkörbchen vor, indem du es mit Weizenmehl oder Reismehl auspuderst. Bestreue die Arbeitsfläche mit Reismehl. Stürze den Teig darauf und forme ihn zu einem Laib. Dafür ziehst du ihn zunächst zu einem Rechteck und schlägst die Seiten zur Mitte hin ein. Dann rollst du den Teigstrang auf. Nun legst du deine Hände seitlich oben an den Teigling und ziehst ihn auf der Arbeitsfläche entlang zu dir. So spannt sich die Oberfläche. Wiederhole das so lange, bis die Oberfläche des Brotes sich anfühlt wie ein Trampolin.
  • Lege den Teigling mit der glatten Seite nach unten (berührt das Körbchen) in das vorbereitete Gärkörbchen. Ziehe nun die Seiten des Teiglings jeweils gegenüberliegend zur Mitte hin. Diese Technik nennt man “vernähen” und stabilisiert den Teigling zusätzlich. Du kannst diesen Vorgang nach 5 Minuten nochmal wiederholen, um noch mehr Spannung auf den Teigling zu bekommen. Decke das Gärkörbchen dann ab, sodass der Teig nirgends ankleben kann und nicht austrocknet und stelle ihn für die Stückgare für 8-12 Stunden bei ca. 4°C in den Kühlschrank.

Brot Backen

  • Heize den Backofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze vor und stelle einen Gusseisen-Bräter mit hinein. Da es wichtig ist, das auch der Topf auf 250 °C aufgeheizt ist, erfordert das je nach Ofen eine Vorheizzeit von 45-60 Minuten.
  • Stürze das Brot direkt aus dem Kühlschrank auf etwas Backpapier oder eine Backschlinge aus Silikon wie in meinem Fall. Verziere das Brot mit einem scharfen Messer und mache den Entspannungsschnitt. Gib das Brot nun direkt in den heißen Bräter. Deckel drauf und bei 250 °C Ober- und Unterhitze mit geschlossenem Deckel für 20 Minuten backen.
  • Deckel abnehmen und Ofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze runterdrehen und das Brot im Bräter ohne Deckel für weitere 25 Minuten backen, bis es goldbraun ist.
  • Nimm das Brot nun aus dem Ofen und lass es vollständig abkühlen bevor du es anschneidest. Ein Backgitter ist eine gute Wahl zum Abkühlen, da die Luft rundherum zirkulieren kann.

Ungefähre Nährwerte pro Portion

Kalorien 2020 kcal
Fett 5 g
Zucker 1 g
Eiweiß 57 g
Kohlenhydrate 424 g
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Häufige Fragen zum Sauerteigbrot backen

Kann ich wirklich meinen Roggenstarter für ein Weizenbrot nehmen?

Ja. Füttere ihn 3–5 Stunden vor dem Teigansetzen mit Weizenmehl Typ 550 an. Er stellt sich auf das Weizenmehl ein und liefert genug Trieb – du brauchst keinen separaten Weizenstarter.

Woran erkenne ich, dass mein Starter backbereit ist?

Er sollte sich bei 20–24 °C innerhalb von 3–5 Stunden mindestens verdoppeln und sichtbar blasig sein. Verdoppelt er sich nicht, ist er noch zu schwach – dann solltest du ihn in den nächsten Tagen alle 12 Stunden im Verhältnis 1:1:1 füttern und warm stellen, dadurch wird er schnell schön kräftig.

Welches Mehl brauche ich, wenn ich keinen W-Wert finde?

Kein Problem – der W-Wert steht auf deutschem Haushaltsmehl fast nie. Orientier dich am Proteingehalt auf der Nährwerttabelle und nimm ein Weizenmehl Typ 550 mit mindestens 13 g Eiweiß pro 100 g.

Muss es unbedingt ein gusseiserner Bräter sein?

Der Bräter sorgt für Dampf und gleichmäßige Hitze – das gibt die kräftige Kruste und den Ofentrieb. Ein anderer ofenfester Topf mit Deckel funktioniert ebenfalls, solange er 250 °C aushält und gut vorgeheizt wird.

Warum Reismehl und nicht einfach Weizenmehl fürs Gärkörbchen?

Reismehl enthält kein Gluten, klebt daher nicht am Teig und bildet eine saubere Trennschicht. So löst sich der Laib beim Stürzen ohne Ankleben.

Wie lange muss das Brot vor dem Anschneiden auskühlen?

Vollständig – am besten mehrere Stunden auf einem Backgitter. Schneidest du zu früh, wird die Krume klitschig, weil die Stärke noch nicht fertig verkleistert ist.

Mit welchem Starter hast du gebacken – Roggen oder Weizen? Und wie ist deine Kruste geworden? Ich freue mich immer riesig auf Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

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Ein Bild von Annelie von Heisse Himbeeren
Über den Author

Herzlich Willkommen in meiner Küche! Mein Name ist Annelie. Ich bin Foodie, Food Fotografin, vegetarische Rezeptentwicklerin, Autorin, Unternehmerin und Hundemama. Zum Autor

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