Wenn ich nach einem langen Tag richtig Lust auf wärmendes Comfort Food aus dem Ofen habe, steht dieses Gericht ganz oben auf meiner Liste: eine unglaublich cremige Spinatlasagne mit Béchamelsauce!

Ich bin zwar ein riesiger Fan von klassischer Lasagne mit Bolognese, wenn man die aber nicht zufällig übrig oder eingefroren hat, dann braucht so eine Lasagne ja durchaus etwas mehr Zeit. Das muss im Alltag schneller gehen und dafür ist das Spinatlasagne-Rezept die perfekte Wahl, denn es ist einfach, lässt sich fantastisch für den nächsten Tag vorbereiten und ist das perfekte Essen, um der ganzen Familie eine große Portion Gemüse unterzujubeln. Die selbstgemachte, mit Zitrone und Muskat verfeinerte Béchamelsauce macht diese Spinatlasagne vegetarisch, aber super herzhaft und vollmundig.

Die Béchamel-Garantie: So gibt es garantiert keine Klümpchen
Ich hatte früher großen Respekt davor, eine Béchamelsauce selbst zu machen. Die Angst vor Mehlklümpchen und angebrannter Sauce war groß! Und ehrlich gesagt ist das auch ab und zu schiefgegangen. Mittlerweile habe ich den Dreh aber raus und einen ganz simplen Ablauf gefunden, mit dem die Béchamel garantiert immer gelingt:
- Lass die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und rühre das Mehl mit einem Schneebesen ein. Lass es kurz aufschäumen (die sogenannte Mehlschwitze).
- Der wichtigste Schritt: Gieße die Milch nun nicht auf einmal, sondern Schluck für Schluck hinein!
- Rühre nach dem ersten Schluck so lange kräftig mit dem Schneebesen, bis du einen dicken, glatten Teigkloß hast. Erst dann kommt der nächste Schluck Milch dazu. So lösen sich alle Mehlnester auf, bevor die Soße flüssig wird – garantiert klümpchenfrei!

Kann ich die Spinatlasagne mit Béchamelsauce auch mit Rahmspinat machen?
Grundsätzlich empfehle ich für dieses Rezept normalen Blattspinat (frisch blanchiert oder als TK-Ware, der nach dem Auftauen extrem gut ausgedrückt wird).
Wenn du aber Lust auf eine Spinatlasagne mit Rahmspinat hast, funktioniert das auch! Achtung: Rahmspinat ist von Natur aus sehr flüssig. Wenn du ihn direkt in die Form schichtest, schwimmt dir die Lasagne im Ofen davon. Gib den aufgetauten Rahmspinat vorher einfach zusammen mit den Zwiebeln und dem Knoblauch in eine Pfanne und lass ihn für 5 bis 10 Minuten sanft einköcheln, bis ein großer Teil der Flüssigkeit verdampft ist. Danach kannst du ihn wie gewohnt einschichten!

Bye-bye, harte Nudelplatten!
Damit sich die oberste Lasagneplatte im Ofen nicht wie ein fliegender Teppich nach oben biegt und steinhart wird, gibt es einen simplen Schicht-Trick: Die allerletzte Schicht in deiner Auflaufform muss eine ordentliche Schicht Béchamelsauce sein. Achte unbedingt darauf, dass alle Ecken und Ränder der Nudelplatten komplett mit Soße bedeckt und versiegelt sind. Nur so können sie in der Feuchtigkeit weich garen. Zum Schluss noch Parmesan darüber – für die perfekte Kruste!

Spinatlasagne mit Bechamelsauce einfach
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Zutaten für die Bechamelsoße:
- 100 g Butter
- 100 g Weizenmehl
- 900 ml Milch gerne pflanzlich
- Salz
- Pfeffer
- 1 Prise Muskatnuss
- 1 Zitrone Abrieb und Saft
Zutaten für die Lasagne:
- 500 g Spinat frisch oder TK
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 40 g Butter
- 1 EL Olivenöl
- Salz und Pfeffer
- Lasagneblätter 9-12 Stück
- 100 g Parmesan
Anleitung
- Heize den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor. Bereite eine große Auflaufform vor.
- Gib für die Bechamelsoße zunächst die Butter in einen Topf, der mindestens 1,5 Liter fasst. Lass die Butter schmelzen. Rühre dann das Mehl unter, sodass eine cremige Masse entsteht. Lass die Butter-Mehl-Mischung kurz köcheln und rühre dabei ständig, bis die Masse goldgelb wird.
- Gib nun nach und nach die Milch dazu. Rühre dabei ständig, sodass sich keine Klümpchen bilden. Füge Zitronenabrieb, Zitronensaft und Muskatnuss hinzu.Köchle die Bechamelsoße einige Minuten bis sie cremig wird und schmecke sie mit Salz und Pfeffer ab.
- Blanchiere den Spinat in kochendem Wasser und schrecke ihn ab. Du kannst diesen Schritt überspringen, wenn du TK Spinat verwendest. Diesen musst du lediglich auftauen lassen und überschüssiges Wasser ausdrücken.
- Hacken Zwiebeln und Knoblauch sehr fein. Erwärme Butter und Olivenöl in einer Pfanne und brate Zwiebeln und Knoblauch darin an. Gib den Spinat dazu und brate alles 2-3 Minuten lang an. Schmecke den Spinat mit Salz und Pfeffer ab.
- Verteile ein bisschen Bechamelsoße auf dem Boden der Auflaufform. Lege eine Lage Lasagneblätter darauf aus. Bestreiche sie mit Bechamelsoße und verteile etwas Spinat darauf. Lege eine weitere Lage Lasagneblätter darauf und verfahre so weiter, bis der Spinat aufgebraucht ist. Je nach Form bekommst du 2-3 Lagen Spinatfüllung heraus.
- Verteile die restliche Bechamelsoße auf der letzten Lage Lasagneblätter und bestreue sie mit frisch geriebenem Parmesan.
- Backe die Spinatlasagne im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 45 Minuten, bis sie goldbraun ist.
Tipps
Wer mag, kann dem Spinat noch etwas Fetakäse hinzufügen, dann bekommt die Lasagne eher griechische Aromen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
FAQ: Häufige Fragen zur Spinatlasagne
Ja, das klappt wunderbar! Du kannst die Lasagne ofenfertig schichten und ungebacken abgedeckt für bis zu 1 Tag im Kühlschrank lagern. Wenn du sie dann backst, verlängert sich die Backzeit um etwa 5 bis 10 Minuten, da die Form und die Zutaten kalt aus dem Kühlschrank kommen.
Zum Einfrieren eignet sich die Spinatlasagne sowohl im rohen (geschichteten) als auch im gebackenen Zustand perfekt. Du kannst sie dann später direkt aus dem Eisfach gefroren in den heißen Backofen schieben. Ein vorheriges Auftauen ist nicht nötig, die Backzeit verlängert sich aus dem gefrorenen Zustand aber um gut 20 bis 30 Minuten.
Anstelle von Spinat kannst du diese Lasagne auch wunderbar mit Mangold, Grünkohl oder italienischem Schwarzkohl (Cavolo Nero) zubereiten. Wer die Kombination aus Spinat und Käse liebt, kann der Spinatfüllung in der Pfanne noch eine Handvoll zerbröselten Fetakäse hinzufügen – das gibt der Lasagne direkt eine tolle, griechische Note!
Welche Lasagne-Variante soll ich als Nächstes testen? Verrate es mir in den Kommentaren!












