Bärlauchpesto selber machen in 1 Minute

Bärlauchpesto ist Genuss pur. Mit diesem Rezept ist es in 1 Minute selbst zubereitet. Schmeckt herrlich zu Pasta, aufs Brot, zu Spargel usw.

Bärlauchpesto mit Pinienkernen und Parmesan in einem großen, bauchigen Glasgefäß mit Löffel

Bärlauch – der aromatische Frühlingsbote

Er ist einer der ersten Frühlingsboten nach einem langen Winter, der Bärlauch. Kaum stecken Krokus und Schneeglöckchen die Köpfe aus der Erde, geht es auch beim Bärlauch langsam los.

Seine grünen Blätter riechen aromatisch nach Knoblauch und später im Frühling können wir und außerdem an den hübschen, weißen Blüten des Bärlauchs erfreuen.

Bärlauch steht dabei für mich so unverkennbar für Frühling wie Spargel und Ostern. Während der Erntezeit verfeinert Bärlauch beinahe jedes Rezept. Er schmeckt herrlich auf Focaccia, in Pasta, auf Brot und überhaupt genial zu so ziemlich allem herzhaften.

Bärlauchpesto selber machen in 1 Minute:

Bärlauch in der Natur sammeln

Bärlauch ist noch dazu eines der wenigen Kräuter, die Du ohne Probleme selbst sammeln kannst. Er wächst in vielen gegenden Deutschlands beinahe wie Unkraut.

In meinem Garten zum Beispiel haben ihn vor vielen Jahren die Vögel mitgebracht. Selbst angebaut haben wir ihn nie, aber trotzdem ist er da.

Bärlauchpesto mit Bärlauchblättern und Salz im Hintergrund.

Auch in vielen Parks, auf Waldlichtungen und co ist Bärlauch zu finden. Und Du kannst ihn jederzeit ernten. Jedoch wäre ich vorsichtig dabei, größere Mengen, also Kiloweise Bärlauch aus dem örtlichen Park zu ernten. Gegen ein paar Handvoll als Mitbringsel vom Waldspaziergang ist aber mit Sicherheit nichts einzuwenden.

Wo wächst Bärlauch

Bärlauch wächst gerne in Laub- und Mischwälder und kann dort ohne Weiteres große Flächen des Bodens bedecken. In der Regel findest Du Bärlauch unter Sträuchern und Bäumen, er mag es nämlich nicht zu sonnig.

Auch im heimischen Garten kann er ohne Dein Zutun und wissen bereits gedeihen, ebenso wie an Flussufern und in Parks. Ein solches “Bärlauchfeld” erkennst du in der Regel bereits am knoblauchigen Duft, den der Bärlauch verströmt du kannst ihn meist schon aus einer gewissen Entfernung wahrnehmen.

So erkennst Du Bärlauch

Beim selbst sammeln von Knoblauch ist jedoch etwas Vorsicht geboten. Die Blätter sehen nämlich denen der Maiglöckchen recht ähnlich. Maiglöckchen sind jedoch giftig. Es gibt aber drei charakteristischen Merkmale durch die sich Bärlauch und Maiglöckchen unterscheiden.

Bärlauch riecht angenehem nach Knoblauch wenn Du die Blätter reibst, das tun Maiglöckchen nicht. Im Zweifelsfall hilft es, an jedem Blatt zu schnuppern.

Bärlauchpesto im Glas mit Bärlauch und Salz im Hintergrund.

Bärlauch wächst einzeln aus dem Boden. Maiglöckenblätter wachsen hingegen paarweise, also zwei Blätter an einem Stängel.

Bärlauchblätter sind auf der Unterseite Mattgrün. Die Blätter sind außerdem recht Zart.

Solltest Du Dir nicht 100% sicher sein, verzichte lieber aufs selbst ernten und kaufe frischen Bärlauch auf dem Wochenmarkt. Auch daraus kannst Du wunderbares Bärlauchpesto zubereiten.

Keine Pinienkerne – kein Problem!

Neben Bärlauch kommen nur noch ein paar wenigen, weitere Zutaten ins Bärlauchpesto. Unter anderem auch Pinienkerne. Die kleinen Kerne aus den Pinienzapfen schmeckt absolut großartig, sind aber gar nicht so einfach zu bekommen und auch recht teuer.

Bärlauchpesto im Glas. Auf dem Glas liegt ein Esslöffel mit etwas Pesto darauf.

Und sie sind kein Muss im Bärlauchpesto. Du kannst sie ohne Probleme durch andere Nüsse ersetzen. Pistanzien zum Beispiel schmecken ganz hervorragend im Bärlauchpesto. Und auch mit Walnüssen habe ich bereits tolle Pestos gezaubert. Mandeln und Haselnüsse sind ebenso denkbar, genau so wie Cashew Nüsse.

Kurz gesagt: Du kannst die Pinienkerne im Rezept jederzeit durch jede andere Nuss ersetzen, die Dir gut schmeckt und die Du gerade zuhause hast.

Bärlauchpesto Vegan – so einfach gehts

Neben Pinienkernen ist auch geriebener Parmesan ein weiterer Bestandteil im Bärlauchpesto. Solltest Du jedoch ein veganes Bärlauchpesto herstellen wollen, brauchen wir eine Alternative für den Parmesan.

Drei Teller Tagliatelle mit Bärlauchpesto.

Hier gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten. Zum einen kannst Du veganen Parmesankäse verwenden und diesen genauso verarbeiten, wie Parmesan aus Kuhmilch.

Eine weitere Alternative sind Hefeflocken, die den Parmesan zu gleichen Teilen ersetzen können. Beide Varianten schmecken ganz hervorragend.

Bärlauchpesto zubereiten – so einfach gehts

Egal ob vegan oder nicht, die Zubereitung des Bärlauchpestos bleibt immer gleich und könnte im Grunde genommen einfacher nicht sein.

Der gewaschene und geputzte Bärlauch kommt einfach mit Pinienkernen, Parmesan, Olivenöl und etwas Salz in einen Food Processor* oder einen Leistungsstarken Mixer und los geht die wilde Fahrt.

Ein Glas voll Bärlauchpesto

Nach etwa 30 Sekunden sollten alle Zutaten zerkleinert sein und ein cremiges Pesto entstanden sein.

Das fertige Pesto füllst Du dann in ein Glas mit Deckel um und schon bist Du fertig.

Dazu schmeckt Bärlauchpesto am besten

Ich esse Bärlauchpesto am liebsten zu frisch gekochten Nudeln. Pasta und Knoblauch funktioniert ja ohnehin hervorragend und dementsprechend funktioniert auch das Bärlauchpesto mit seinem feinen Knoblaucharoma sehr gut. Etwas frisch geriebenen Parmesan dazu und fertig ist ein grandioses Abendessen.

Drei Teller mit Bärlauchpesto. Der Teller im Fokus ist hellrosa, die grünen Pestonudeln heben sich deutlich davon ab.

Auch als Brotaufstrich kann sich das Bärlauchpesto sehen lassen. Ebenso wie zu Ofenkartoffeln, als Grillsauce, als Pommesdip und und und. Kurz gesagt sind Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.

So lagerst Du Bärlauchpesto am besten

Damit Du möglichst lange etwas von Deinem Bärlauchpesto hast, ist es wichtig, dass Du das Pesto richtig lagerst. Es sollte auf jeden Fall im Kühlschrank stehen.

Außerdem solltest Du das Pesto nach jeder Verwendung mit einer dünnen Schicht Olivenöl bedecken. Durch das Olivenöl gelangt kein Sauerstoff an das Bärlauchpesto. So bleibt das Pesto lange frisch.

Wie lange hält sich Bärlauchpesto

Mit Olivenöl bedeckt hält sich das Bärlauchpesto ohne Probleme für drei bis vier Wochen im Kühlschrank. Wichtig ist, dass Du das Pesto immer nur mit sauberen, frisch gewaschen Besteck aus dem Glas entnimmst. So stellst Du Sicher, dass Du keine Verunreinigungen mit ins Glas bringst, die das Pesto verderben lassen würden.

Bärlauchpesto im Glas mit einer dünnen Schicht Olivenöl um es luftdicht abzuschließen.

Sollte sich jedoch trotzdem Schimmel auf Deinem Bärlauchpesto gebildet haben, musst Du es wegwerfen.

Kann man Bärlauchpesto einfrieren?

Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, kannst Du das Bärlauchpesto Portionsweise einfrieren. So hast Du das ganze Jahr über etwas davon und kannst immer dann eine Portion Pesto auftauen, wenn Du Appetit auf Bärlauchpesto hast.

Bärlauchpesto

Annelie
Bärlauchpesto ist Genuss pur. Mit diesem Rezept ist es in 1 Minute selbst zubereitet. Schmeckt herrlich zu Pasta, aufs Brot, zu Spargel usw.
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Arbeitszeit 2 Min.
Gericht Basics
Land & Region Deutsch
Portionen 10
Kalorien 216 kcal

Equipment

  • 1 Food Processor oder ein Leistungsstarker Mixer

Zutaten
  

  • 200 g Bärlauch gewachen und geputzt
  • 25 g Pinienkerne oder andere Nüsse
  • 25 g Parmesan gehobelt
  • 200 ml Olivenöl
  • 1 TL Salz

Anleitungen
 

  • Bärlauch, Pinienkerne, Parmesan, Salz und Olivenöl in einen Food Processor oder einen leistungsstarken Mixer geben und solange mixen, bis der Bärlauch zerkleinert ist und ein cremiges Pesto entstanden ist.
  • Bärlauchpesto in ein Gefäß mit Deckel füllen und bis zum Verzehr im Kühlschrank lagern. Wenn Du das Pesto länger im Kühlschrank lagern möchtest, sollte es immer mit einer Schicht Olivenöl bedeckt sein. Das Extra Olivenöl schließt das Pesto luftdicht ab und hält es lange frisch.
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