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Grünkohlsalat mit Granatapfel, Orangen & Burrata

Autorin: Annelie Ulrich

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15 Minuten
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Dieser Grünkohlsalat mit Granatapfel​ wird deine Vorstellung von Kohl komplett auf den Kopf stellen. Er ist knackig, aber nicht zäh. Er ist frisch, aber durch die Orangen herrlich fruchtig. Und das Beste: Er bekommt eine Krone aus cremigem Burrata und einem nussigen Tahini-Dressing.

Ein Grünkohlsalat mit Granatapfel, Orangen und Burrata.

Grünkohl kennen die meisten von uns nur deftig verkocht zu Wurst und Kasseler („Grünkohl mit Pinkel“). Aber hast du das Wintergemüse schon mal roh probiert? Wenn nicht, dann ist jetzt der Moment, das zu ändern! Vergiss langweiliges „Kaninchenfutter“.

Auf die Idee für dieses Rezept bin ich vor einigen Wochen gekommen, denn im Hofladen in meinem Nachbarort gibt es gerade die hübschesten Grünkohl-Palmen zu kaufen. Die sehen super hübsch aus und kosten nur ein paar Euro. Nachdem der klassische Grünkohl mit Pinkel mir zwar bekannt, aus vegetarischen Gründen aber schwierig zu machen ist, wurden Pasta, Eintöpfe und Co. damit verfeinert. Aber ich wollte unbedingt testen, ob man Grünkohl auch roh essen kann, denn der Eindruck des „Kaninchenfutters“ lässt sich ja nicht abstreiten. Kurz gesagt: Ja, man kann ihn roh essen – sehr gut sogar! Dieser Salat ist eine echte Geschmacksexplosion und bringt Farbe in graue Wintertage. Ich zeige dir, wie du den Kohl zähmst und ihn in einen echten Genuss verwandelst.

Der Grünkohlsalat von oben. Man sieht Granatapfel, Orangen und Burrata sowie Blaubeeren.

Drei Fakten über meinen Grünkohlsalat mit Granatapfel und Orange

  • Die perfekte Balance: Grünkohl hat von Natur aus eine herbe Bitternote. Die kombinieren wir hier gezielt mit der Süße von Orangen und Granatapfel sowie der Milde des Burratas. Das Ergebnis? Perfekte Harmonie!
  • Superfood-Power: Roh verzehrt behält der Grünkohl all seine Vitamine (besonders Vitamin C!), die beim Kochen oft verloren gehen.
  • Meal-Prep-Wunder: Im Gegensatz zu grünem Kopfsalat fällt Grünkohl nicht sofort zusammen, wenn er mit Dressing in Berührung kommt. Er wird sogar besser, wenn er etwas durchzieht!
Der Burrata mit Olivenöl in der Nahaufname.

Die Zutaten: Winter auf dem Teller

Für diesen Grünkohlsalat mit Granatapfel und Orange setzen wir auf wenige, aber hochwertige Zutaten:

  • Der Grünkohl: Kaufe am besten frischen Grünkohl am Strunk (vom Markt) oder bereits geputzten aus der Tüte.
    • Experten-Tipp: Der wichtigste Schritt ist das Entfernen des Strunks. Die dicken Blattrippen in der Mitte sind zäh und faserig. Um sie zu entfernen, hältst du den Strunk mit einer Hand gut fest und fährst mit der anderen Hand am Strunk entlang, beginnend am Blattansatz nach oben. So entfernst du die zarten Blätter im Handumdrehen, und es geht viel schneller als mit dem Messer.
  • Die Früchte: Wir brauchen Orangen (für die Filets und das Dressing) und einen Granatapfel sowie einige Heidelbeeren (die sind aber optional). Die Kerne sorgen für den „Crunch“ und kleine süß-säuerliche Explosionen im Mund. Falls du Blutorangen bekommst, kannst du die ebenfalls sehr gut dafür verwenden.
  • Das Tahini-Dressing: Statt Essig-Öl machen wir ein cremiges Dressing auf Basis von Sesammus (Tahini). Das nussige Aroma passt hervorragend zum Kohl und bindet die Säure der Orange.
  • Der Burrata: Er ist das cremige Herzstück. Wenn du den Grünkohlsalat mit Orangen vegan zubereiten möchtest, kannst du ihn einfach weglassen oder durch Avocado-Scheiben ersetzen.

Der „Massage-Trick“: So wird Grünkohl weich

Viele schrecken vor rohem Kohl zurück, weil er „zu viel Biss“ hat. Hier kommt mein ultimativer Tipp für die Zubereitung:

Massiere den Kohl! Ja, richtig gelesen. Gib die gezupften Grünkohlblätter in eine Schüssel, gib einen winzigen Tropfen Olivenöl und eine Prise Salz dazu und knete die Blätter mit den Händen für 1–2 Minuten kräftig durch.

Der Effekt: Du brichst die harten Zellstrukturen auf. Der Kohl wird dunkelgrün, weich und viel bekömmlicher. Er schmeckt dann fast so zart wie gedünstet, bleibt aber frisch. (Hinweis: Im Rezept unten übergießen wir ihn mit Dressing, aber wenn du besonders harten Kohl hast, wende diesen Trick vorher an!)

Salatdressing wird über den Grünkohlsalat gegeben.

Granatapfel entkernen ohne Sauerei

Damit deine Küche nach der Zubereitung nicht aussieht wie ein Schlachtfeld: Schneide Strunk und Blütenansatz des Granatapfels ab. Schneide die Schale dann entlang der Erhebungen einige Millimeter tief ein und brich den Granatapfel auseinander. So trennst du die Fruchtsegmente bestmöglich und kannst den Granatapfel dann in einer Schale mit kaltem Wasser ganz einfach pulen und das ganz ohne Sauerei in der Küche.

Variationen für deinen Grünkohlsalat

  • Nussig: Statt Sesam passen auch geröstete Walnüsse, Pekannüsse oder gehobelte Mandeln hervorragend.
  • Fruchtig: Du hast keine Orangen? Mandarinen oder sogar dünne Apfelscheiben funktionieren auch super.
  • Sättigend: Mische noch etwas gekochten Quinoa, Couscous oder Kichererbsen unter, um aus dem Salat eine vollwertige Hauptmahlzeit zu machen.

Grünkohlsalat mit Granatapfel, Orangen & Burrata

Dieser Grünkohlsalat wird dich überraschen! Mit Orangen, Granatapfel & cremigem Tahini-Dressing ist er der perfekte Winter-Salat. Frisch, gesund & lecker.
Autor: Annelie

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Vorbereitung 15 Minuten
Gesamtzeit 15 Minuten
Anzahl 2 Portionen

Zutaten 

Zutaten für den Salat

  • 200 g Grünkohl frisch, am besten schon geputzt oder vom Strunk befreit
  • 1 Granatapfel die Kerne davon
  • 2 Orangen
  • 100 g Heidelbeeren optional
  • 1 Burrata Kugel à ca. 150g
  • 1 EL Sesamkörner weiß oder schwarz

Zutaten für das Dressing

  • 2 EL Tahini Sesammus
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Orange der Saft davon, ca. 50-60ml
  • 2 TL Ahornsirup
  • 1 Msp. Zitronenabrieb Bio
  • Salz & Pfeffer

Anleitung 

  • Grünkohl vorbereiten: Den Grünkohl gründlich waschen und trocken schütteln (oder schleudern). Die harten Strunke und dicken Blattrippen entfernen. Die Blätter in mundgerechte Streifen schneiden oder zupfen. (Pro-Tipp: Wer den Kohl besonders zart mag, knetet ihn jetzt kurz mit einer Prise Salz und einem Tropfen Öl mit den Händen durch, bis er leicht glänzt.)
  • Früchte vorbereiten: Den Granatapfel entkernen (siehe Tipp im Text). Die zwei Orangen so schälen, dass auch die weiße Haut entfernt wird. Die Orangen dann entweder filetieren (Fruchtfleisch zwischen den Trennhäuten herausschneiden) oder einfach in dünne Scheiben schneiden. 100 g Heidelbeeren waschen und abtropfen lassen.
  • Dressing mixen: Für das Dressing 2 EL Tahini, 2 EL Olivenöl, 1 EL Zitronensaft, den Saft 1 ausgepressten Orange, 2 TL Ahornsirup und 1 Msp. Zitronenabrieb in einer kleinen Schüssel oder einem Schraubglas verrühren, bis eine cremige Emulsion entsteht. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. (Ist es zu dickflüssig? Einfach noch einen Schluck Wasser oder Orangensaft dazu geben).
  • Anrichten: Den Grünkohl auf einer großen Platte oder Tellern verteilen. Die Orangenscheiben (oder Filets) darauf drapieren und die Granatapfelkerne sowie die Heidelbeeren großzügig darüberstreuen. Den Burrata vorsichtig mit den Händen in der Mitte aufreißen und zentral auf den Salat setzen.
  • Finish: Das Dressing gleichmäßig über den Salat träufeln (oder den Kohl vorher schon damit vermengen, wenn er durchziehen soll). Zum Schluss alles mit Sesamkörnern bestreuen und sofort servieren.

Tipps

  • Vegan: Ersetze den Burrata durch Avocado, gebratenen Räuchertofu oder veganen Feta.
  • Vorbereitung: Du kannst Salat und Dressing bis zu 1 Tag im Voraus vorbereiten. Lagere sie getrennt oder vermische den Kohl schon mit dem Dressing (dann wird er weicher). Den Burrata immer erst frisch dazu geben.
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Fragen & Antworten zum Grünkohlsalat

Kann man Grünkohl wirklich roh essen?

Ja, absolut! Grünkohl ist roh ungiftig und sehr gesund. Wichtig ist nur, dass du ihn gründlich wäschst und die harten Stiele entfernst. Wenn du einen empfindlichen Magen hast, hilft der oben beschriebene „Massage-Trick“ oder das Marinieren, um ihn bekömmlicher zu machen.

Kann ich den Salat vorbereiten?

Das ist sogar eine der Stärken von Grünkohl! Du kannst den Salat (ohne Burrata) morgens zubereiten und das Dressing schon untermischen. Der Kohl wird dadurch über den Tag hinweg weicher und aromatischer. Den Burrata und den Sesam gibst du dann erst kurz vor dem Servieren frisch darüber.

Welche Grünkohl-Sorte eignet sich am besten?

Der klassische krause Grünkohl („Curly Kale“) ist super, braucht aber etwas mehr „Liebe“ (Massage). Wenn du ihn findest, probiere mal Schwarzkohl (Cavolo Nero / Palmkohl). Er hat glattere Blätter und ist von Natur aus etwas zarter und feiner im Geschmack.

Welches Rezept mit Grünkohl sollte ich als Nächstes unbedingt ausprobieren? Verrate es mir in den Kommentaren!

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Ein Bild von Annelie von Heisse Himbeeren
Über den Author

Herzlich Willkommen in meiner Küche! Mein Name ist Annelie. Ich bin Foodie, Food Fotografin, vegetarische Rezeptentwicklerin, Autorin, Unternehmerin und Hundemama. Zum Autor

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