Fasching ist Schmalzgebäck-Zeit! Neben Krapfen gehören für mich auch Omas saftige Quarkbällchen untrennbar zur närrischen Zeit! Sie sind herrlich fluffig und saftig und ganz einfach selbst zu machen. Ich zeige dir, wie!

Dieses Rezept stammt – wie die besten Rezepte – direkt von meiner Oma. In der Faschingszeit durfte es, als wir Kinder waren, nicht fehlen! Das Besondere an ihrem „Geheimrezept“? Es ist super simpel, kommt mit nur 6 Zutaten aus und ergibt eine große Schüssel voller kleiner, zuckriger Glücksmomente. Durch den hohen Quarkanteil bleiben die Bällchen tagelang saftig und schmecken am zweiten Tag fast noch besser. Ideal also zum Vorbereiten für die Karnevals-Party!
Egal ob für die Faschingsparty im Kindergarten, fürs Büro oder den gemütlichen Kaffeenachmittag: In 20 bis 30 Minuten steht dieser Klassiker auf dem Tisch und ist dabei weitaus einfacher zuzubereiten als Krapfen. Ich verrate dir, wie sie perfekt rund werden und wie du die perfekte Öltemperatur ganz ohne Thermometer messen kannst.

Warum dieses Rezept so gut funktioniert
Omas Rezepte zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie ohne Schnickschnack auskommen.
- Der Teig: Es ist ein Rührteig, kein Hefeteig! Das heißt: Keine Gehzeit, kein Warten. Zusammenrühren und loslegen.
- Die Saftigkeit: Das Verhältnis von Quark zu Mehl ist 1:1. Das sorgt dafür, dass die Bällchen innen extrem fluffig und feucht bleiben und nicht trocken werden.
- Die Menge: Da Oma früher für die Großfamilie gebacken hat, ergibt dieses Rezept ca. 40–50 Stück. Perfekt zum Mitbringen! (Du kannst die Menge aber auch einfach halbieren, wenn du weniger Quarkbällchen backen willst).

Die Zutaten & Alternativen
Für Omas Quarkbällchen-Rezept brauchst du Standard-Zutaten, aber die Qualität entscheidet:
- Der Quark: Ich empfehle Magerquark oder Speisequark mit 20 % Fett. Er muss gut abgetropft sein, damit der Teig nicht zu flüssig wird.
- Das Öl: Verwende ein neutrales, hitzebeständiges Öl wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl. Olivenöl hat hier nichts verloren, denn es ist nicht hitzebeständig genug und hat viel zu viel Eigengeschmack.
- Das Aroma: Meine Oma hat am liebsten Vanillin-Zucker verwendet, ich greife aber lieber zu echtem Vanillezucker oder Vanilleextrakt. Außerdem gebe ich gerne etwas Zitronenabrieb mit in den Teig, denn er bringt eine wunderbare Frische mit. Auch eine Prise Tonkabohne ist genial, und wenn du es etwas „wärmer“ magst, dann ist etwas Zimt auch sehr lecker.

So werden Quarkbällchen perfekt rund & goldbraun (Meine Geling-Tipps)
Viele trauen sich nicht ans Frittieren, aus Angst vor Fettspritzern oder rohem Teig. Mit diesen Tipps gelingt es dir garantiert:
1. Die richtige Temperatur (Der Kochlöffel-Test) Das Fett sollte ca. 170–175 °C haben.
- Zu heiß: Die Bällchen werden außen dunkel, sind innen aber noch roh.
- Zu kalt: Sie saugen sich mit Fett voll und werden schwer.
- Ohne Thermometer: Halte den Stiel eines Holzkochlöffels ins heiße Fett. Wenn sofort kleine Bläschen am Holz aufsteigen, ist die Temperatur perfekt. Steigt Rauch auf, ist das Öl viel zu heiß und muss sofort von der heißen Platte genommen werden.
2. Die Form: Löffel vs. Eisportionierer Im Rezept steht klassisch: Mit zwei Teelöffeln abstechen. Das gibt urige, unregelmäßige Formen. Allerdings haben Quarkbällchen durch das Backpulver im Teig die Eigenschaft, immer relativ gleichmäßig und rund zu werden. Das begeistert mich wirklich jedes Mal wieder. Wenn du extra perfekte Kugeln haben willst, habe ich einen kleinen Hack für dich: Benutze einen kleinen Eisportionierer (Größe ca. 3–4 cm)! Damit werden alle Bällchen exakt gleich groß und kugelrund. Tauche den Portionierer vor jedem Bällchen kurz ins heiße Fett, dann löst sich der Teig wie von selbst.
3. Das „Tanzen“ im Topf Quarkbällchen sind magisch: Wenn sie auf einer Seite gar sind, drehen sie sich im Fett oft von ganz alleine um. Falls sie faul sind, schubse sie einfach sanft mit der Schaumkelle oder einem Esstäbchen an. Backe nicht zu viele auf einmal, damit das Fett nicht zu stark abkühlt und die Bällchen genug Platz zum Aufgehen und „tanzen“ haben. Sie brauchen je nach Größe 4–5 Minuten, bis sie außen goldbraun und innen durch sind. Teste am besten eines der ersten Bällchen, um sicherzugehen, dass sie durchgebacken sind, und passe die Garzeit/Öltemperatur bei Bedarf etwas an. Im Zweifel gilt hier: Lieber ist das Öl etwas zu kühl als zu heiß.
4. Das perfekte Finish Nach dem Ausbacken gibt es nur noch ein letztes To-do: Die noch warmen Quarkbällchen werden in Zucker gewälzt, das gibt ihnen die typische Optik. Manche bevorzugen auch Puderzucker, der verklebt meiner Erfahrung nach aber zu sehr mit dem restlichen Fett. Wenn du magst, kannst du den Zucker mit etwas Vanille, Zitronenabrieb oder auch einer Prise Zimt verfeinern.

Saftige Quarkbällchen nach Omas Rezept
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Für den Teig:
- 500 g Weizenmehl
- 200 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 15 g Backpulver
- 500 g Quark
- 4 Große Bio Eier
- 1 TL Vanilleextrakt
Für Zubereitung und Dekoration:
- 1,5 l Sonnenblumenöl zum Frittieren
- 100 g Zucker zum ummanteln der fertigen Quarkbällchen
Anleitung
- Öl in einen Topf geben und langsam auf etwa 170-180 °C erhitzen.
- Derweil in einer Schüssel Weizenmehl mit Zucker, Backpulver und Salz mischen. Je nach Bedarf Mehl und Zucker sieben. Quark, Eier und Vanilleextrakt zu den trockenen Zutaten geben. Zu einem glatten Teig kneten.
- Wenn das Öl heiß ist, den Teig mit zwei Teelöffeln portionieren und ausbacken. Die Teigmenge ergibt etwa 40-50 Quarkbällchen. Die fertig gebackenen Quarkbällchen auf einem Teller mit Küchencrepe abtropfen lassen. Wenn die Quarkbällchen etwas abgekühlt sind diese in Zucker wälzen und möglichst frisch servieren.
Tipps
FAQ: Häufige Fragen zu Quarkbällchen
Das ist die häufigste Frage! Die ehrliche Antwort: Jein. Du kannst den Teig in Muffinförmchen füllen und im Airfryer backen. Aber: Es werden dann „Quark-Muffins“ oder kleine Brötchen. Der typische Geschmack von Schmalzgebäck entsteht nur durch das Frittieren im Fett. Für das echte „Oma-Feeling“ kommst du um das Öl nicht herum.
Ja, hervorragend! Friere sie am besten ohne die Zuckerschicht ein. Wenn du Lust darauf hast, lass sie auftauen und backe sie kurz (!) im Ofen (oder Airfryer) auf, damit sie wieder lauwarm sind. Dann erst in Zucker wälzen. So schmecken sie wie frisch gemacht.
Dann war dein Fett zu heiß. Die Kruste wurde dunkel, bevor die Hitze in die Mitte kam. Lösung: Topf kurz von der Platte ziehen, Temperatur senken und die Bällchen beim nächsten Durchgang langsamer (ca. 4–5 Minuten) ausbacken.
Welches Gebäck darf für dich im Fasching oder Karneval nicht fehlen? Verrate es mir in den Kommentaren!







Hab nach langer Zeit der Suche nun endlich das perfekte Rezept für die Quarkbällchen gefunden. Sind wirklich super einfach zu fertigen und soooo Lecker, dass die mich wirklich an die von meiner Oma damals erinnern.
Selbst meine erwachsene Tochter sagt oft „Papa, machst du Quarkbällchen, wenn du uns besuchen kommst? BITTE!!!
Vielen Dank für Deinen Kommentar und das wunderbare Feedback!
Es freut mich wirklich riesig, dass Du in Deine ganze Familie so große Fans der Quarkbällchen sind!
Ich wünsche Dir noch einen wunderbaren Sonntag :)
Ganz liebe Grüße
Annelie
Selber machen lohnt sich, die Quarkbällchen sind echt total lecker