Schnelles Rezept für selbst gemachte Trüffelpralinen mit Espresso. Die leckersten Espresso-Pralinen sind das perfekte selbst gemachte Geschenk für alle Kaffeefans!
Hand aufs Herz: Wenn du „Pralinen selber machen“ hörst, denkst du dann auch sofort an komplizierte Temperier-Methoden, teure Hohlkörper und eine riesige Sauerei in der Küche? Ging mir lange genauso.
Aber ich habe eine gute Nachricht für dich: Es geht auch anders! Diese Espresso-Trüffelpralinen sind mein „Soft Launch“ in die Welt der Chocolaterie. Sie werden nämlich ganz rustikal von Hand gerollt (deswegen heißen sie auch Trüffel – weil sie optisch an die echten Trüffelpilze erinnern).
Die Kombination ist dabei ein absoluter Klassiker: Herb-süßer Nougat trifft auf kräftigen Espresso und knackige Zartbitterschokolade. Mit wenigen Zutaten zauberst du so ein Geschenk aus der Küche, bei dem dir niemand glauben wird, dass du es selbst gemacht hast.
Das Geheimnis perfekter Trüffelpralinen: 3 goldene Regeln
Damit deine kleinen Kunstwerke nicht nur gut schmecken, sondern auch perfekt aussehen und einen tollen Schmelz haben, gibt es drei Dinge zu beachten.
- Regel 1: Instant statt flüssig (Konsistenz ist King). Vielleicht wunderst du dich, warum ich Instant-Espresso statt eines „echten“ Espressos aus der Maschine verwende. Das hat einen technischen Grund: Flüssigkeit ist der Feind der Festigkeit! Wenn wir zu viel Wasser (Kaffee) in die Ganache (die Trüffelmasse) geben, wird sie zu weich und lässt sich nicht rollen. Das Instant-Pulver liefert uns das volle Aroma, ohne die Konsistenz zu verwässern.
- Regel 2: Geduld bei der Kühlung. Die Trüffelmasse braucht Zeit. Sie muss im Kühlschrank so fest werden, dass du sie formen kannst, ohne dass sie dir sofort in den warmen Händen wegschmilzt. Plane also unbedingt ein paar Stunden Kühlzeit ein – am besten lässt du die Masse sogar über Nacht anziehen.
- Regel 3: Die richtige Temperatur beim Überzug. Das ist der einzige Schritt, bei dem wir kurz aufpassen müssen. Wenn die Schokolade für den Überzug zu heiß ist, bekommt sie nach dem Trocknen graue Schlieren (Fettreif). Sieht nicht schön aus, schmeckt aber trotzdem. Damit sie schön glänzt, sollte die Schokolade beim Tauchen nur noch lauwarm sein. Wie du Schokolade richtig temperierst habe ich in einem eigenen Artikel ausführlich erklärt. Wenn dir das zu kompliziert ist, kannst du die Trüffel aber auch einfach in einer Mischung aus Backkakao und einer Prise Instant-Espresso wälzen. Sieht klasse aus, schmeckt super und ist maximal unkompliziert.
Die Zutaten: Wenig Chichi, viel Geschmack
- Die Schokolade: Nimm eine hochwertige Zartbitterschokolade mit 60–70 % Kakaoanteil. Je besser die Schokolade, desto feiner der Schmelz.
- Der Nougat: Du brauchst schnittfesten Nussnougat (findest du bei den Backzutaten). Er kommt sowohl in die Ganache als auch als Kern in die Mitte.
- Die Sahne: Achte, wenn möglich, auf Bio-Sahne ohne den Zusatzstoff Carrageen. Die schmeckt reiner und sahniger.
- Espressobohnen: Die geröstete Bohne im Kern sorgt für den ultimativen „Crunch“-Effekt beim Reinbeißen.
Schritt für Schritt zu deinen Espresso-Pralinen
- Die Ganache vorbereiten: Das ist super simpel: Du hackst Schokolade, Nougat und Butter klein. Dann erhitzt du die Sahne (nicht kochen, nur heiß machen!) und löst das Espressopulver und das Salz darin auf. Gieße die heiße Kaffeesahne über den Schokomix und rühre so lange, bis eine glänzende, dunkle Creme entsteht. Tipp: Jetzt abdecken und ab in den Kühlschrank – Geduld (siehe Regel 2)!
- Das Rollen (Der spaßige Teil): Jetzt wird es handwerklich. Nimm dir eine Espressobohne und umhülle sie mit einem kleinen Stückchen purem Nougat (etwa kichererbsengroß). Dann nimmst du mit einem Teelöffel etwas von deiner festen Trüffelmasse ab, drückst sie platt, legst den Nougat-Kern hinein und rollst das Ganze zügig zwischen den Handflächen zu einer Kugel. Pro-Tipp: Wenn die Masse an den Händen klebt: Hände kurz unter eiskaltes Wasser halten und abtrocknen. Kalte Hände sind hier dein bester Freund!
- Das Finish: Tauche die gekühlten Kugeln in die geschmolzene (nicht zu heiße!) Schokolade. Lege sie auf Backpapier ab und dekoriere sie sofort – z. B. mit einer weiteren Espressobohne obendrauf oder ein paar Schokostreifen.
Baukasten: So wandelst du das Rezept ab
Du magst keinen Kaffee oder willst Abwechslung? Kein Problem!
- Ohne Koffein: Lass den Espresso weg und nimm stattdessen das Mark einer Vanilleschote oder Tonkabohne.
- Fruchtig: Ersetze den Espresso durch gefriergetrocknetes Himbeerpulver.
- Crunchy: Wälze die fertigen Trüffel nicht in Schokolade, sondern in Backkakao oder gehackten Pistazien.

Nougat Trüffelpralinen selber machen
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Für die Trüffel Creme:
- 200 g Dunkle Schokolade
- 100 g Nougat
- 35 g Butter
- 1 Prise Salz
- 2 g Instant Espresso
- 150 g Schlagsahne
Für Füllung und Dekoration:
- Espressobohnen
- 100 g Nougat
- 200 g Dunkle Schokolade
Anleitung
- Alle Zutaten für die Füllung in eine Schüssel geben. Dabei darauf achten, dass Nougat, Schokolade und Butter fein gehackt sind und gleichmäßig schmelzen können. Instant Espresso und Salz dazugeben und mit der Sahne vermischen. Die Mischung dann in der Mikrowelle oder auf dem Wasserbad erwärmen und schmelzen.
- Wenn die Schokolade geschmolzen ist und die sich eine homogene Masse gebildet hat, diese mit Frischhaltefolie abdecken und in den Kühlschrank stellen. Dort komplett erkalten lassen.
- Zum Fertigstellen eine Espressobohne in eine etwa Kichererbsen große Menge Nougat rollen. Anschließend einen Teelöffel der Trüffelmasse abteilen und die Nougatkugel darin einrollen. Die Kugeln nochmal in den Kühlschrank geben.
- Die Schokolade schmelzen und die kalten Kugeln darin wälzen. Mit geschmolzenem Nougat und Kaffeebohnen nach Belieben dekorieren.
FAQ – Deine Fragen zu den Trüffelpralinen
Da frische Sahne und Butter enthalten sind, sind sie nicht so ewig haltbar wie Tafelschokolade. Im Kühlschrank gelagert schmecken sie etwa 2 Wochen lang perfekt. Wichtig: Nimm sie ca. 1 Stunde vor dem Verzehr raus. Bei Zimmertemperatur entfaltet sich das Aroma viel besser als eiskalt!
Keine Panik, das ist nur optisch (Kakaobutter, die austritt). Die Pralinen sind trotzdem lecker. Beim nächsten Mal die Schokolade etwas mehr abkühlen lassen, bevor du die Pralinen tauchst.
Ja, das geht überraschend gut! Ersetze die Sahne durch Kokosmilch (den festen Teil) oder eine Schlagcreme auf Pflanzenbasis und verwende vegane Butter/Margarine sowie veganen Nougat.
Ich hoffe, ich konnte dir die Angst vor der Pralinen-Herstellung nehmen. Es ist wirklich meditativ, die kleinen Kugeln zu rollen – und das Ergebnis ist jedes Mal ein Highlight. Verschenkst du Pralinen auch so gerne oder backst du lieber klassische Plätzchen? Verrate es mir in den Kommentaren!“












Liebe Annelie,
Ein hervorragendes Rezept für meine Sammlung. Bin passionierte Pralinenherstellerin und verschenke diese auch nur an Leute, die diese bewusst genießen.
Was die Kaffeebohne betrifft: ich habe die Espressobohnen grob gemahlen und im Nougat eingearbeitet. Das Aroma ist dann intensiver durch das Kaffeeöl und im Mund ist es angenehmer verteilt und nicht so ‚kompakt‘ wie eine ganze Bohne.
Schmeckten nicht nur mir gut.
Vielen Dank für das Rezept!
Liebe Grüße
Sabeth
Liebe Sabeth,
Vielen Dank für Deine Bewertung, den lieben Kommentar und die Idee mit den gemahlenen Kaffeebohnen im Nougat. Das klingt ganz hervorragend! Ich probiere es auf jeden fall aus, wenn die die Pralinen das nächste mal mache <3
Ganz liebe Grüße
Annelie
Sorry, ich habe dich mit Lea angesprochen, liebe Annelie
Tut mir leid lichst Hannah
Ich finde das Rezept an sich wirklich lecker, habe nur eine Frage. Soll man wirklich die Bohnen in den Trüffel rollen? Ich habe das ausprobiert und fand die Konsistenz der Bohne (so knusprig und tlw verletzend im Mund) und ihren Geschmack (sehr bitter) etwas zu viel. Habe ich das falsch verstanden, oder gibt es eine besondere Art der Kaffebohne, die sich empfielt?
Vielen Dank für das Rezept
Hallo liebe Lea,
du hast alles richtig gemacht :) aber ich gebe dir recht, die Kaffeebohnen in der Mitte sind eindeutig Geschmackssache. Meine Inspiration dafür waren die Kaffeebohnen im Schokomantel, die man in Italien gerne zum Espresso gereicht bekommt.
Die Trüffel funktionieren aber auch ohne die Kaffeebohnen in der Mitte hervorragend und schmecken lecker. Du kannst sie also beim nächsten mal einfach weglassen.
Ich werde das auch auf jeden Fall als Hinweis ins Rezept aufnehmen. Vielen Dank für Dein Feedback.
Ganz liebe Grüße
Annelie
Liebe Lea
Hm. Ich finde Pralinen sind kein KLEINES GESCHENK!
Sie sind etwas sehr Persönliches und können, je nach Rezept auch aufwendig sein. Da braucht es viel Liebe und Enthusiasmus und ein gutes Händchen und guten Geschmack. Ich weiß wovon ich spreche. Ich stürze mich jeden Herbst in den Palinenwahnsinn und verschenke sie wirklich nur an Menschen, die das auch zu schätzen wissen. Wer Pralinen bei Lidl und Aldi kauft, darf das gerne weiterhin tun, aber selbst gemachte spielen in einer anderen Liga.
Herzlichst Hannah
Liebe Hannah,
ich stimmt dir zu 100% zu! Mittlerweile achte ich auch sehr darauf, Pralinen nur noch an die Menschen zu verschenken, die genau wissen wie viel Liebe und Herzblut in der Herstellung steckt :) Dann macht die Zubereitung aber umso mehr Spaß!
Gekaufte Pralinen kommen bei mir nur dann ins Haus, wenn sie aus kleinen Manufakturen stammen. Die Convenience-Ware hat damit einfach nichts zu tun. Ich finde es wunderbar, dass Du Menschen in Deinem Leben hast, die Deine selbst gemachten Pralinen so zu schätzen wissen :) ein Pralinen-Herbst ist eine hervorragende Idee :)
Ganz liebe Grüße
Annelie
Liebe Franzi,
danke für das Rezept. Ich bin schon gespannt, es auszuprobieren.
Wie lange halten sich die Pralinen ungefährt? Wie sollte ich sie am besten lagern?
Danke und beste Grüße
Nora
Liebe Nora,
ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim ausprobieren des Rezeptes. Es ist eines meiner Liebsten :)
Die Pralinen halten sich am Besten im Kühlschrank. Dort kannst Du sie auch ohne Probleme 5 – 7 Tage lagern. Bei Raumtemperatur halten sie sich 3 – 5 Tage.
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Abend.
Ganz liebe Grüße
Annelie
Hallo,
gibts beim Einrollen (die Bohnen und danach die Bohne im Nugat) einen Trick? Nugat ist ja entweder relativ hart, schmilzt mir dann in den Fingern aber sofort, selbiges dann mit der kühlen/ausgekühlten Trüffelmasse. Hab das Zeug auf den Händen, aber nicht da wo es hin soll :(
lg
Hallo Roy,
vielen Dank für Deine Frage. Tatsächlich ist das Rollen der Trüffel eine ziemliche Sauerei… Das einzige was hilft sind relativ kalte Hände und flottes Arbeiten.
Ich wasche meine Hände gerne zwischendrin mit kaltem Wasser. Auch hilft es, in einem relativ kühlen Raum zu arbeiten. Ich habe das Fenster in der Regel gekippt, während ich die Trüffel rolle.
Sollten sie beim ersten Rollen etwas krumm werden, kannst Du sie auch kurz in den Kühlschrank legen und dann nochmal nacharbeiten, wenn sie etwas fester geworden sind.
Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg!
Liebe Grüße
Annelie
Hallo liebe Annelie,
wie viele Trüffel werden es denn ungefähr, wenn ich die Zutaten wie o.g. verwende?
Vielen Dank vorab und eine schöne Adventszeit wünsch ich dir!
Liebe Grüße,
Franzi
Liebe Franzi,
vielen Dank für Deine Frage.
Mit den oben angegebenen Zutaten werden es ca. 35-40 Trüffel. Es hängt natürlich auch davon ab, wie groß du sie machst.
Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Trüffel machen und eine wunderbare Weihnachtszeit.
Ganz liebe Grüße
Annelie
Das Rezept klingt wirklich super und ich werde es direkt ausprobieren! Ich habe mich gefragt, ob ich nicht einfach einen Espresso kochen und in den Teig gießen kann. Stattdessen dann einfach etwas weniger Sahne, damit es nicht zu flüssig wird. Bei zuhause würde ein Instant-Kaffee nur schwer leer werden, da wir immer Kaffee und Espresso aus der Maschine nehmen.
Wäre sehr dankbar für eine Antwort, da ich das erste Mal Pralinen mache.
Liebe Grüße,
Marie
Liebe Marie,
vielen Dank für Deinen Kommentar und Deine Frage.
Ich denke, mit einem sehr starken Espresso sollte es funktionieren. Von der Menge her, würde ich aber auch nicht mehr als einen Espresso an Flüssigkeit zugeben. Sonst stimmt die Konsistenz der Pralinen später nicht. Aromatisch wird der Kaffeegeschmack dann auch etwas schwächer werden, aber es funktioniert auf jeden Fall denke ich :)
Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Pralinen machen!
Ganz liebe Grüße
Annelie
Tolle Idee
Hat prima geklappt, danke
Die bräuchte ich während der Arbeit :D
Tolles Tezept!
Gute Idee!
Liebe Annelie,
Oh, so eine schöne Überraschung!Tausend Dank, das ist superlieb , dass du dieses Rezept extra für mich entwickelt hast!!
Ich habe seit den Sommerferien eine schulbedingte Bloglesepause eingelegt ☹️ und bin erst jetzt bei der Suche nach weihnachtlichen Geschenkideen wieder auf deinem Blog gelandet. Das Rezept ist wirklich genau nach meinem Geschmack ❤️dann werden meine Verwandten und Freunde dieses Jahr sowohl mit den Nougat-Espresso-Trüffeln als auch mit den Chaitee-Trüffeln verwöhnt werden
Ganz liebe Grüße,
Franzi
PS: Meiner lieben Lehrerin werde ich natürlich auch von diesem neuen Rezept berichten
Liebe Franzi,
es freut mich so sehr, dass dir das Rezept gefällt. Die Trüffel sind auch wirklich sehr sehr lecker.
Schön, dass du wieder da bist. :)
Ich kenne das sehr gut, wenn man vor lauter Arbeit und Stress nicht mal mehr Zeit für die schönen Kleinigkeiten des Lebens hat. Bei mir war in den letzten Wochen auch super viel los. Da soll nochmal einer sagen der Advent ist besinnlich :)
Ich bin schon sehr gespannt was deine Familie und Freunde und die liebe Lehrerin zum neuen Trüffel Rezept sagen.
Ich wünsche dir wunderschöne Weihnachten und entspannte Feiertage.
Ganz liebe Grüße,
Annelie
Liebe Annelie,
Gerade deswegen liebe ich es, im Advent Pralinen zu machen, weil das wunderbar entschleunigend wirkt
Ich habe noch eine Frage zu den Espressobohnen: sind das die ganz normalen, die man auch in der Kaffeemühle mahlen kann?
Ganz liebe Grüße und noch gute Weihnachtsvorbereitungen,
Franzi
Liebe Franzi,
da hast du absolut recht. In der Küche kann ich auch wunderbar entspannen.
Genau, es sind ganz normale Kaffeebohnen die man auch in der Kaffeemühle mahlen kann.
Liebe Grüße,
Annelie