Wenn du schon einmal in Japan warst oder gerne im Asia-Restaurant isst, kennst und liebst du sie bestimmt genauso sehr wie ich: Onigiri! Die kleinen, dreieckigen Reisbällchen sind das ultimative japanische Comfort Food und der perfekte Snack für unterwegs.

Mein erstes Onigiri habe ich nach nicht einmal 24 Stunden in Japan verspeist. Wir waren nach der langen Anreise müde, hungrig und gleichzeitig neugierig auf das neue Land. Also wurde der nächste 7-Eleven geplündert. Am riesigen Regal mit Onigiri konnten wir selbstverständlich nicht vorbeigehen. In den kommenden Wochen gab es täglich 2 bis 3 Stück pro Person, versteht sich. Denn sie sind einfach der allergenialste Snack!
Wieder zu Hause musste die große Onigiri-Liebe natürlich anderweitig befriedigt werden. Also hieß es: Onigiri selber machen. Und mit ein paar Tricks ist das auch viel einfacher, als es aussieht! Sobald du den Dreh mit dem klebrigen Reis einmal raushast, bist du unaufhaltsam. Das Herzstück der kleinen Dreiecke verbirgt sich im Inneren, denn in Japan gibt es für die Onigiri-Füllung eine schier unendliche Vielfalt. Von würzigem Thunfisch bis hin zu scharfem Kimchi ist alles erlaubt. Ich zeige dir heute mein absolutes Lieblings-Onigiri-Rezept (Füllung inklusive!), mit dem du dir das Japan-Urlaubsfeeling direkt in die eigene Küche holst.

Der richtige Reis und der absolute Profi-Trick
Die wichtigste Grundregel beim Onigiri-Machen lautet: Verwende zwingend echten Sushireis (Rundkornreis). Normaler Basmati- oder Langkornreis klebt nicht zusammen und deine Bällchen würden sofort zerfallen. Bevor du den Reis kochst, musst du ihn zwingend 3- bis 4-mal unter kaltem Wasser waschen, bis das Wasser klar bleibt. Das spült die überschüssige Stärke ab und sorgt für die perfekte Konsistenz.
Mein ultimativer Form-Trick (nie wieder klebrige Hände!): Sushireis klebt extrem an den Händen. Der absolute Profi-Trick aus Japan: Befeuchte deine Hände vor jedem einzelnen Onigiri leicht mit Wasser und verreibe eine winzige Prise Salz in deinen nassen Handflächen. So klebt der Reis null an deiner Haut und das Onigiri wird von außen direkt perfekt gewürzt! Wenn du häufiger Onigiri machst, kannst du dir auch Onigiri-Formen im Internet besorgen. Damit geht es noch schneller!

Meine 3 liebsten Ideen für die Onigiri-Füllung
Beim Onigiri-Selbermachen darfst du kreativ werden. Du kannst alle Reisbällchen mit derselben Füllung machen oder – so wie ich – direkt eine bunte Mischung aus diesen drei Favoriten zubereiten:
- Thunfisch-Mayo-Füllung: Der absolute Klassiker! In Japan gibt es diese Onigiri-Füllung in jedem Convenience Store zu kaufen. Ich bereite sie sehr gerne mit pflanzlichem Thunfisch aus dem Supermarkt zu – man schmeckt im Reis absolut keinen Unterschied zum Original!
- Kimchi-Füllung: Würzig, scharf und vollgepackt mit Umami. Fein gehacktes [Kimchi] (fermentierter koreanischer Kohl) und Frühlingszwiebeln geben dem milden Reis einen grandiosen Kick.
- Wakame-Wasabi-Füllung: Getrocknete Wakame-Algen (gibt es im Asia-Shop) eingeweicht und vermengt mit würzigem Wasabi und etwas Sesam. Ein herrlich frischer Snack, der noch dazu reich an Vitaminen ist.


Onigiri Rezept mit 3 Füllungen
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Drucken Pinnen BewertenZutaten
Grundzutaten:
- 500 g Sushi Reis
- 550 ml Wasser
- 1 TL Salz
- 4 EL Reisessig oder Mirin
- Nori-Blätter
Thunfisch-Mayo Füllung:
- 150 g Thunfisch
- 100 g Mayonnaise
Kimchi-Füllung:
- 100 g Kimchi
- 1 Frühlingszwiebel
- 1 TL schwarzer Sesam
Wakame-Wasabi-Füllung:
- 20 g Wakame Algen getrocknet
- 2 TL Wasabi-Paste
- 2 EL Sesamöl
- 1 TL Sesamkörner
Anleitung
Reis kochen
- Wasche 500 g Sushi Reis gründlich, bis das Wasser klar ist. Du kannst das unter fließendem Wasser machen oder das Wasser austauschen, sobald es trüb ist. 3-4 Waschgänge sind in der Regel nötig.
- Koche den Reis mit 550 ml Wasser nach Packungsangabe (in der Regel etwa 20 Minuten). Gib den Reis nach dem Kochen in eine flache Form und gib 1 TL Salz und 4 EL Reisessig dazu. Vermenge alles gründlich und lass den Reis abkühlen.
Thunfisch-Mayo Füllung:
- Vermenge 150 g Thunfisch und 100 g Mayonnaise. Schmecke die Mischung ggf. mit etwas Sojasauce ab.
Kimchi-Füllung:
- Hacke 100 g Kimchi und 1 Frühlingszwiebel fein und vermenge sie mit dem 1 TL schwarzer Sesam.
Wakame-Wasabi-Füllung:
- Weiche 20 g Wakame Algen für etwa 10 Minuten in kaltem Wasser ein und drücke sie anschließend gründlich aus.Vermenge die eingeweichten Algen mit 2 TL Wasabi-Paste, 2 EL Sesamöl und 1 TL Sesamkörner.
Onigiri Füllen:
- Befeuchte die Hände mit etwas Wasser und nimm eine ca. Tennisball: Große Menge Reis in die Hand. Drücke den Reis zusammen und forme in der Mitte eine Milde. Gib etwa 2 TL der Füllung hinein und verschließe den Reis um die Füllung herum. Forme das Onigiri zu einem Dreieck.
- Wenn du eine Onigiri-Form verwendest, fülle den Reis in die Form und drücke ihn am Rand und Boden gründlich fest. Gib die Füllung hinein und verschließe das Onigiri mit etwas Reis. Drücke dann den Reis mit Hilfe der Form zusammen.Mein Tipp: Bei manchen Onigiri-Formen funktioniert es besonders gut, wenn du sie zusätzlich mit etwas Frischhaltefolie auslegst.
- Schneide die Nori-Blätter zu und wickle die Onigiri darin ein.
Tipps
- Rührei
- Avocado (am besten zerdrückt und vermengt mit Salz und Zitronensaft)
- Umeboshi (in Salz eingelegte Pflaumen)
- Edamame
- Natto (fermentierte Sojabohnen)
- (veggie) Hack mit Sojasauce und Gewürzen angebraten
- Räucherlachs
- Stremellachs mit Mayo
- Ikura (Lachskaviar)
Ungefähre Nährwerte pro Portion
FAQ: Häufige Fragen zum Onigiri selber machen
Onigiri sind das perfekte Meal-Prep! Du kannst sie wunderbar 1 bis 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wichtig: Wickle jedes Onigiri einzeln eng in Frischhaltefolie ein, da Sushireis im Kühlschrank sonst schnell hart und trocken wird. Hol sie vor dem Essen ca. 30 Minuten vorher heraus, damit der Reis wieder Zimmertemperatur annimmt und weich wird.
Wenn Nori-Blätter Feuchtigkeit aus dem Reis ziehen, werden sie weich und zäh. In Japan sind die Onigiri extra fancy verpackt, sodass sich das Nori-Blatt erst beim Auspacken ganz knusprig und frisch um den Reis legt. Der Mechanismus ist wirklich sehr cool! Wenn du die Onigiri nicht sofort isst, sondern für die Arbeit am nächsten Tag vorbereitest, wickle die Algenblätter noch nicht darum! Nimm dir die trockenen Nori-Streifen separat in einer kleinen Dose mit und wickle sie erst Sekunden vor dem Hineinbeißen um den Reis. So bleiben sie herrlich knusprig.
Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Japanische Onigiri werden auch gerne mit folgenden Zutaten gefüllt:
– Zerdrückte Avocado mit einem Spritzer Limette und Salz
– Gebratener Lachs oder Räucherlachs
– Umeboshi (traditionelle, salzig eingelegte Pflaumen)
– Gebratenes (Veggie-)Hackfleisch, mit Sojasauce gewürzt
– Edamame-Bohnen (einfach direkt unter den Reis gemischt)
Hast du schon mal original japanische Onigiri gegessen und was ist deine Lieblingsfüllung?













