Roher Brokkolisalat mit Feta? Ja, du hast richtig gelesen! Vergiss alles, was du über todgekochten Brokkoli weißt. In diesem Salat verwandelt er sich in eine knackige, frische und unglaublich leckere Basis, die süchtig macht.

Das erste Mal habe ich den rohen Brokkolisalat mit Feta vor ein paar Jahren gegessen, als wir bei Freunden zum Grillen eingeladen waren. Bis dahin kannte ich Brokkolisalate immer nur mit gekochtem Brokkoli und war dementsprechend sofort neugierig und musste es unbedingt probieren! Kurzum, ich war so begeistert, dass ich kurz darauf selbst losgelegt habe und mich am rohen Brokkolisalat versucht habe.
Beim Rezept-Testen war meine größte Sorge, dass der Salat vielleicht sehr stark nach rohem Kohl schmeckt. Das ist aber mit einem entscheidenden Trick überhaupt nicht der Fall. Der Brokkoli in meinem Brokkoli-Salat ist wunderbar zart und aromatisch – und das ganz ohne ihn zu kochen. Das Geheimnis liegt im Dressing und der richtigen Ziehzeit!
Ich zeige dir heute mein gelingsicheres Rezept für einen knackigen Brokkolisalat mit süßem Apfel, salzigem Feta und gerösteten Mandeln. Er ist nicht nur vollgepackt mit Vitaminen, sondern lässt sich auch perfekt für die ganze Woche vorbereiten.

Der entscheidende Trick: So wird roher Brokkoli zum Genuss
- Richtig Zerkleinern: Der erste Trick ist die Größe. Schneide oder hacke die Brokkoliröschen sehr fein – fast wie Couscous. Je kleiner die Stücke, desto besser kann das Dressing einziehen und desto angenehmer ist das Mundgefühl. Den Strunk schäle ich und raspel ihn einfach mit!
- Gut Ding will Weile haben (und das richtige Dressing): Das ist das eigentliche Geheimnis! Ein säurehaltiges Dressing mit Essig und Zitrone und eine Prise Salz ‚massieren‘ den Brokkoli sozusagen. Wenn du den Salat mindestens 20–30 Minuten oder länger ziehen lässt, wird der Brokkoli durch diesen Prozess zarter und bekömmlicher, behält aber seinen Biss. Er wird nicht gekocht, sondern quasi kalt ‚gegart‘. Die Vorliebe für eine längere Ziehzeit sorgt übrigens auch dafür, dass du den rohen Brokkoli-Salat sehr gut als Meal-Prep-Rezept vorbereiten kannst.

Die Zutaten: Ein Baukasten für deinen perfekten Brokkolisalat
- Der Brokkoli: Verwende frischen, knackigen Brokkoli mit einer tiefgrünen Farbe.
- Die süßsaure Frucht: Ein knackiger, säuerlicher Apfel (wie Braeburn oder Granny Smith) ist mein Favorit. Seine Süße und Säure balancieren den leichten Kohlgeschmack des Brokkolis perfekt aus.
- Der salzige Gegenspieler: Würziger Feta (am besten aus Schafs- oder Ziegenmilch) oder als Alternative Gorgonzola für die Mutigen.
- Der Crunch: Geröstete und gesalzene Mandeln sind mein Geheimtipp für ein rauchiges Aroma. Aber auch Walnüsse oder Sonnenblumenkerne passen super. Mein Tipp: Röste die Kerne immer kurz in einer Pfanne ohne Fett an, das intensiviert das Aroma enorm!
- Die Frische: Rote Zwiebeln für eine milde Schärfe, Radieschen für gemüsige Knackigkeit.
- Das cremige Dressing: Mein bewährtes Honig-Senf-Dressing (oder Ahornsirup für die vegane Variante) ist hier perfekt. Es ist cremig genug, um den Brokkoli zu umhüllen und hat die nötige Säure.

Schritt für Schritt zum besten rohen Brokkolisalat mit Feta
- Vorbereitung: Zuerst das Gemüse vorbereiten. Den Brokkoli in sehr kleine Röschen teilen oder fein hacken. Den Apfel würfeln, Radieschen in Scheiben und die Zwiebel in feine Ringe schneiden.
- Dressing anrühren: Alle Zutaten für das Dressing in einem Schraubglas kräftig durchschütteln oder in einer Schüssel verquirlen.
- Alles verbinden & ziehen lassen (der wichtigste Schritt!): Gib den vorbereiteten Brokkoli, Apfel, Radieschen und Zwiebeln in eine große Schüssel. Gieße das Dressing darüber und vermenge alles gründlich. Decke den Salat ab und lasse ihn nun mindestens 20–30 Minuten bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank ziehen. Das ist entscheidend!
- Das Finale: Erst kurz vor dem Servieren den zerkrümelten Feta und die gehackten gerösteten Mandeln unterheben. So bleiben der Käse cremig und die Mandeln knackig.
Brokkoli Salat einen Tag vorher zubereiten: So geht’s!
Ja, dieser Salat ist perfekt für Meal Prep! Damit er am nächsten Tag optimal schmeckt, befolge ich diese Methode.
Komponenten getrennt halten. Mische die harten Gemüsesorten (Brokkoli, Zwiebel, Radieschen) in einer Schüssel. Lagere den Apfel (mit etwas Zitronensaft beträufelt), den Feta, die Mandeln und das Dressing in separaten kleinen Behältern.
Am nächsten Tag einfach alles kurz vor dem Essen zusammenmischen. So bleibt alles knackig und frisch. Alternativ kannst du den Salat auch komplett anmachen. Er wird dann etwas weicher, aber die Aromen sind noch intensiver durchgezogen – beides ist lecker, probiere aus, was dir besser gefällt!

Brokkoli Salat roh mit Feta & Apfel
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Zutaten für den Salat:
- 1 Brokkoli
- 1 Apfel
- ½ Bund Radieschen
- 1 Zwiebel rot
- 100 g Cherrytomaten
- 100 g Feta
- 20 g Mandeln geröstet und gesalzen
Zutaten für das Dressing:
- 1 TL Dijonsenf
- 1 EL Ahornsirup
- 1 EL Apfelessig
- 3 EL Olivenöl
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
Anleitung
- Brokkoli in kleine Röschen teilen. Apfel vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden, Radieschen waschen und in Scheiben schneiden, rote Zwiebel in Halbringe schneiden, Cherrytomaten halbieren oder vierteln.
- Brokkoli zusammen mit Apfel, Radieschen, Zwiebel und Tomaten in eine große Schüssel geben.
- In einer separaten Schüssel die Zutaten für das Dressing vermengen und zu einem cremigen Dressing verrühren. Dressing über den Brokkoli Salat geben, einmal gut durchmischen.
- Nun Fetakäse über dem Salat zerkrümeln, Rauchmandeln grob hacken und ebenfalls über den Salat streuen. Salat bis zum Servieren im Kühlschrank lagern.
Tipps
- Portionen: Wenn Du den Brokkoli Salat als Grillbeilage servierst, reicht die Menge ohne Weiteres für 6-8 Personen.
- Wie lange hält Brokkoli Salat? Einmal zubereitet solltest Du den Brokkoli Salat innerhalb von einem Tag essen.
- Brokkoli Salat vorbereiten: Du kannst den Salat bereits bis zu 1 Tag im Voraus vorbereiten. Wichtig ist, das Dressing separat zu lagern und den Brokkolisalat gut zuzudecken damit der Apfel nicht braun werden kann. Kurz vor dem Servieren gießt Du dann nur noch das Dressing über den Salat.
FAQ – Deine Fragen zum rohen Brokkolisalat
Ja, unbedingt! Schälen und fein raspeln oder in kleine Würfel schneiden. Super gegen Lebensmittelverschwendung!
Durch das feine Zerkleinern und das „Marinieren“ im säurehaltigen Dressing wird er bekömmlicher. Wer einen sehr empfindlichen Magen hat, kann den Brokkoli auch 1–2 Minuten blanchieren und in Eiswasser abschrecken.
Ja, einfach veganen Feta-Ersatz verwenden und im Dressing Ahornsirup statt Honig.
Getrocknete Cranberries oder Rosinen für mehr Süße, rote Weintrauben, Pekannüsse oder geröstete Pinienkerne.
Ich hoffe, ich konnte dich überzeugen, rohem Brokkolisalat eine Chance zu geben! Es ist wirklich ein unglaublich leckeres und gesundes Gericht. Was ist deine liebste Zutat in einem Brokkolisalat? Verrate es mir in den Kommentaren!









