Kennst du das? Gäste haben sich spontan angekündigt, du hast Lust auf etwas Süßes, aber absolut keine Zeit (oder Motivation), einen Kuchen zu backen. Genau für diese Momente ist mein Schichtdessert im Glas der absolute Retter. Es ist unkompliziert, sieht durch die sichtbaren Schichten wunderschön aus und schmeckt jedem.

Wer mich kennt, weiß, dass ich leidenschaftliche Gastgeberin bin. Geburtstage, Krönungs-Brunch oder einfach zum Sonntagskaffee – ich habe immer gerne liebe Menschen zu Besuch. So manches Mal kollidiert ein aufwendiges Menü aber mit meinem Zeitplan oder es ergibt sich eine spontane Einladung. Für solche Momente habe ich immer mein Schichtdessert im Glas in der Hinterhand. Nach einem simplen Baukasten stelle ich in ein paar Minuten das leckerste Dessert zusammen. Mein Mascarpone Dessert im Glas funktioniert ganz ähnlich. Es schmeckt frisch, ist aber sogar noch leckerer, wenn es ein paar Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchziehen durfte.
Es ist bisher jedes Mal ein bisschen anders geworden, denn welche Kekse und/oder Früchte hineinwandern, hängt ganz davon ab, was gerade Saison hat, was mein Vorrat hergibt oder wonach mir der Sinn steht. Die universelle Formel ist dafür einfach genial. Ich gebe dir hier die perfekte Basis-Creme an die Hand – und beim Rest darfst du dich austoben! Ob Schwarzwälder Art, tropisch mit Kokos oder ganz klassisch mit Beeren: Hier ist erlaubt, was schmeckt!

Schichtdessert im Glas: 3 Komponenten zum Glück
Ein perfektes Schichtdessert besteht immer aus drei Säulen. Wenn du dir das merkst, kannst du die Schichtdesserts im Glas ab sofort im Schlaf zubereiten.
- Der „Crunch“ (Der Boden): Wir brauchen Kekse! Sie sorgen für Textur und saugen sich später herrlich mit der Creme voll, sodass sie fast wie Kuchenboden schmecken.
- Helle Varianten: Butterkekse, Löffelbiskuits, Haferkekse, Amarettini.
- Dunkle Varianten: Schokokekse, Oreos, Brownie Reste.
- Kuchen: Generell kannst du auch jeden übrigen Rührkuchen verwenden.
- Die Creme (Die Basis): Meine Basis-Creme besteht aus Sahne (für die Luftigkeit), Magerquark (für die Stabilität) und griechischem Joghurt (für die cremige Frische). Sie ist an sich neutral und kann beliebig aromatisiert werden.
- Die Frucht (Die Frische): Egal ob frisches Obst der Saison oder der Klassiker aus der Dose – Früchte bringen die nötige Säure und Leichtigkeit ins Glas.

Die Basis-Creme verfeinern
Das Grundrezept unten ist mit Vanille und Zitrone abgeschmeckt – ein echter Allrounder. Aber du kannst die Creme ganz einfach abwandeln:
- Mit Sirup: Ersetze einen Teil des Zuckers durch Sirup (z. B. Kokos, Karamell oder Amaretto).
- Mit Gewürzen: Zimt im Winter, Tonkabohne für Feinschmecker.
- Mit „Schuss“: Ein Löffel Eierlikör oder Baileys in der Creme schadet nie (wenn keine Kinder oder Personen, die auf Alkohol verzichten, mitessen).

Meine 3 liebsten Schichtdessert Kombinationen im Glas
Damit du direkt loslegen kannst, hier drei Ideen, wie du das Grundrezept variieren kannst:
1. Die „Pina Colada“ (Tropisch)
- Kekse: Helle Butterkekse oder Kokosgebäck.
- Frucht: Ananas (Dose oder frisch).
- Creme-Tuning: Rühre etwas Kokossirup (Barsirup) unter die Creme.
- Deko: Geröstete Kokosflocken.
2. Die „Schwarzwälder Kirsch“ (Der Klassiker)
- Kekse: Schokokekse oder zerbröselter Schokobiskuit.
- Frucht: Sauerkirschen aus dem Glas (angedickt oder pur).
- Creme-Tuning: Ein Hauch Kirschwasser (optional) oder einfach purer Vanillegeschmack.
- Deko: Raspelschokolade und eine Kirsche obendrauf.
3. Die „Beeren-Liebe“ (Sommerlich)
- Kekse: Amarettini (italienisches Mandelgebäck).
- Frucht: Himbeeren oder Erdbeeren (püriert oder in Stücken).
- Creme-Tuning: Viel Zitronenabrieb für die Frische.
- Deko: Ein Minzblatt.

Schichtdessert im Glas: Das schnelle Baukasten-Rezept (15 Min.)
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Creme:
- 250 ml Schlagsahne
- 250 g Magerquark
- 250 g griechischer Joghurt
- 50 g Zucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 msp. Zitronenabrieb
- 1 Zitrone Saft
Außerdem:
- 200 g Kekse nach Wahl
- 250 g Obst nach Wahl
- Schokostreusel Kakao etc. zur Dekoration
Anleitung
- Schlage 250 ml Sahne steif und vermische sie dann mit 250 g Quark, 250 g griechischen Joghurt sowie 50 g Zucker, 1 TL Vanilleextrakt, 1 msp. Zitronenabrieb und dem Saft einer Zitrone.
- Zerkrümle die Kekse. Gib eine Schicht der Kekse in in jedes Glas. Gib dann mit einem Löffel oder einem Spritzbeutel eine Schicht Creme ins Glas, gefolgt von einer Schicht Obst. Es folgt wieder eine Schicht Kekse, Creme, Obst usw. bis das Glas voll ist.
- Garniere jedes Glas mit Schokostreuseln, Kakao oder eine anderen Dekoration nach Wahl und stelle die Schichtdesserts im Glas bis zum Servieren abgedeckt in den Kühlschrank.
FAQ: Häufige Fragen zum Schichtdessert
Das kommt auf den Anlass an.
Für Buffets: Kleine Weckgläser (ca. 160–200 ml) sind perfekt, damit die Gäste nicht zu schnell satt sind.
Als Haupt-Dessert: Schöne Whisky-Tumbler oder einfache Wassergläser (ca. 250–300 ml). Wichtig ist nur, dass das Glas durchsichtig ist, damit man die schönen Schichten sieht! Du kannst auch hohe Weingläser oder Martini-Gläser verwenden, das sieht auch super aus.
Ja, das Schichtdessert eignet sich super für „Meal Prep“.
Vorteil: Die Kekse ziehen gut durch und werden weich.
Achtung bei Obst: Frische Beeren oder Bananen können nach 24 Stunden matschig oder braun werden. Wenn du es am Vortag machst, nimm lieber Dosenobst (Kirschen, Pfirsiche) oder gib das frische Obst erst kurz vor dem Servieren als oberste Schicht darauf.
Die Kombination aus Sahne und Magerquark ist normalerweise standfest genug. Falls du sehr wässriges Obst (z. B. aufgetaute TK-Beeren) nimmst, kann es verwässern.
Lösung: Lass TK-Obst gut abtropfen oder rühre ein Päckchen Sahnesteif in die Sahne, bevor du sie unterhebst. Außerdem kannst du die Keksschichten etwas dicker machen, dann saugen sie mehr Feuchtigkeit aus der Creme und den Früchten auf.
Na, welche Kombination testest du als Erstes für das Schichtdessert im Glas? Verrate es mir in den Kommentaren!









