Wenn du auch genug von fertigen Wan Tan Teig hast und dich am selbst machen ausprobieren willst, dann ist dieses Rezept für selbst gemachten Wan Tan Teig genau das Richtige für dich. Ideal für den spontanen Wan-Tan-Hunger am Sonntag oder man hat schlicht keinen Asiamarkt in der Nähe hat.

Deshalb habe ich mich an das Projekt „Wan-Tan-Teig selber machen“ gewagt. Und durfte feststellen, dass es viel einfacher ist als gedacht. Tatsächlich entstand die Idee an einem verregneten Sonntag, an dem ich akuten Wan-Tan-Hunger hatte, aber kein Asiamarkt weit und breit geöffnet war. Ein bisschen Recherche und Ausprobieren später hatte ich mein leckerstes und super simples Rezept für Wan-Tan-Teig fertig.
Du brauchst dafür nämlich genau 3 Zutaten, die du garantiert im Schrank hast. Das Ergebnis sind seidige, elastische Teigblätter, die sich perfekt falten lassen und beim Dämpfen oder Kochen nicht reißen. Ich zeige dir meine Tricks, wie der Teig hauchdünn wird und warum Stärke dabei dein bester Freund ist. Verwandelt habe ich den fertigen Teig übrigens in die leckersten Wan Tans und Gyoza. Ein Träumchen!

Warum du deinen Teig ab jetzt selbst machst
- Die Konsistenz: Selbst gemachter Teig (besonders mit der „Hot Water“-Methode) ist weicher und weniger gummiartig als gekaufte Ware.
- Clean Eating: Mehl, Wasser, Salz. Mehr nicht. Keine Konservierungsstoffe, kein Ei (vegan!).
- Der Preis: 50 Blatt selbst gemacht kosten dich Cent-Beträge. Gekauft bist du schnell bei 3–4 Euro.

Das Geheimnis: Heißes Wasser & Stärke
Damit dein Wan-Tan-Teig-Rezept gelingt, gibt es zwei physikalische Tricks, die du kennen musst (Expertise-Alarm! 🤓):
- Kochendes Wasser („Hot Water Dough“): Wir verwenden kochend heißes Wasser. Warum? Die Hitze „denaturiert“ die Proteine im Mehl teilweise. Das sorgt dafür, dass sich weniger starkes Gluten bildet. Der Teig wird dadurch nicht zäh und elastisch wie Pizzateig, sondern weich und geschmeidig. Genau das wollen wir für Dumplings!
- Stärke statt Mehl zum Ausrollen: Das ist der wichtigste Tipp! Wenn du den Teig ausrollst, benutze Maisstärke (Speisestärke) oder Tapiokastärke zum Bestäuben – kein Mehl!
- Der Grund: Der Teig würde normales Mehl aufsaugen und trocken werden. Stärke hingegen legt sich wie ein feiner Film auf den Teig und verhindert zuverlässig, dass die gestapelten Blätter zusammenkleben.
Nudelholz oder Pastamaschine?
Du hast zwei Möglichkeiten, den Teig dünn zu bekommen:
- Mit der Pastamaschine (Meine Empfehlung): Das ist der Gamechanger. Du kannst den Teig absolut gleichmäßig und hauchdünn (Stufe 6 oder 7 von 9) ausrollen, ohne ins Schwitzen zu kommen. Die Ergebnisse sehen aus wie gekauft.
- Mit dem Nudelholz: Das geht natürlich auch, erfordert aber etwas mehr Muskelkraft. Rolle den Teig so dünn aus, dass du fast die Zeitung durchlesen kannst (ca. 1 mm). Wenn der Teig sich immer wieder zusammenzieht, lass ihn einfach nochmal 5 Minuten entspannt liegen und versuche es dann erneut.

Wan-Tan-Teig aufbewahren & einfrieren
Du kannst den Teig wunderbar auf Vorrat produzieren (Meal Prep!).
- Im Kühlschrank: Die gestapelten Blätter (gut mit Stärke bestäubt!) in Frischhaltefolie wickeln. Hält sich 2–3 Tage. Dunkle Pünktchen sind übrigens nicht schlimm, das passiert durch die Oxidation des Mehls.
- Einfrieren: Das ist mein Favorit. Bestäube jedes Blatt großzügig mit Stärke, staple sie und friere sie luftdicht verpackt ein. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank legen.

Wan Tan Teig selber machen
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- 300 g Weizenmehl
- ½ TL Salz
- 160 ml heißes Wasser
- Maisstärke oder Reismehl zum Ausrollen
Anleitung
- Gib Weizenmehl und Salz in eine Schüssel und vermenge es kurz. Füge dann das heiße Wasser hinzu und rühre es zunächst kräftig unter. Sobald der Teig klumpig ist, gibst du ihn auf die Arbeitsfläche und knetest ihn für 5-10 Minuten geschmeidig.
- Decke den Wan Tan Teig ab und lass in für ca. 30 Minuten ruhen. Knete ihn dann nochmal kurz durch. Rolle den Wan Tan Teig dann sehr dünn aus. Das klappt mit einer Nudelmaschine oder mit einem herkömmlichen Nudelholz. Damit der Wan Tan Teig nicht klebst, empfehle ich Reismehl zum Ausrollen zu verwenden. Viertle die Teigmenge am besten, dann kannst du leichter damit arbeiten.
- Arbeitsfläche großzügig mit STÄRKE bestäuben. Den Teig hauchdünn ausrollen (ca. 1 mm). Mit der Pastamaschine bis zur zweitdünnsten Stufe arbeiten.
- Quadrate (ca. 8×8 cm) oder Kreise ausstechen. Jedes fertige Teigblatt sofort beidseitig in Stärke wenden, bevor du es auf den Stapel legst. Sonst kleben sie untrennbar zusammen!
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
FAQ – die häufigsten Fragen
Das liegt daran, dass jedes Mehl anders ist und andere Saugeigenschaften aufweist. Keine Panik, du hast also nichts falsch gemacht und es lässt sich easy beheben.
Zu trocken/bröselig: Feuchte deine Hände mit Wasser an und knete weiter. Gib kein Wasser direkt in die Schüssel.
Zu klebrig: Arbeite noch etwas Mehl unter. Nach der Ruhezeit sollte der Teig aber nicht mehr kleben.
Wie füllst du deine Wan Tans am liebsten? Verrate es mir in den Kommentaren!








Wunderbares Rezept, hat sofort geklappt.
Das freut mich riesig!