Eine gut bestückte Käseplatte ist der Star jeder Einladung und jedes Buffets. Ich zeige dir, wie du eine leckere weihnachtliche Käseplatte im Handumdrehen zusammenstellst.

Käseplatten sind ganzjährig meine liebste Wahl, wenn ich Gäste erwarte. Mal als Hauptact für einen Weinabend, als Vorspeise oder auch gerne als Käsegang nach einem Menü. Mit Käse macht man einfach nichts falsch. Besonders gerne serviere ich sie in der Adventszeit als weihnachtliche Käseplatte, denn man kann sie sehr gut vorbereiten. Und in den Wochen vor Weihnachten ist eh schon genug los, da braucht es simple Lösungen, wenn Besuch kommt.

Die richtige Käseauswahl: das 5-Käse-Prinzip
Egal ob weihnachtliche Käseplatte oder während des Jahres, die wichtigste Entscheidung für eine richtig gute Käseplatte ist die Auswahl der Käsesorten. Je nachdem, wie viele Personen es sind, kannst du mehr oder weniger Sorten anbieten. Wähl mindestens 3 Käse. Ab 6 Personen nimmst du 4 Käse, ab 10 gern 5 oder mehr.
Das Prinzip lautet fest/weich × mild/kräftig plus eine Nicht-Kuhmilch-Option.
- Fest und kräftig – reifer Bergkäse, Comté
- Fest und mild – Emmentaler, junger Gouda oder Butterkäse
- Weich und kräftig – Gorgonzola oder anderer Blauschimmelkäse
- Weich und mild – junger Brie oder Saint Félicien
- Schaf oder Ziege – Ziegenkäserolle, Pecorino, Ziegenfrischkäse
Diese Regel funktioniert, weil auch Käseskeptiker mit einer milden Sorte einen Einstieg finden und Käseliebhaber werden ebenfalls fündig. Lass dich auch gerne an der Käsetheke beraten, du kannst dort auch verschiedene Käse probieren und deine Lieblings finden.
Achtung: Käse ist nicht automatisch vegetarisch, denn einige Sorten werden mit tierischem Lab hergestellt. Wenn du vegetarisch lebst, dann frag beim Einkaufen nach und kaufe Käsesorten mit mikrobiellem Lab.

Wie viel Käse pro Person?
Das hängt ein bisschen davon ab, wann du die Käseplatte servieren willst. Als Faustregel kannst du dir Folgendes merken:
- als Hauptgericht (mit Brot und Beilagen): ca. 150–200 g pro Person
- als Vorspeise oder Snack: ca. 50–80 g
- als Käsegang nach dem Menü: ca. 30–50 g
Besorge aber im Zweifelsfall etwas zu viel Käse, das ist immer besser als am Ende zu wenig zu haben.

Was die Käseplatte weihnachtlich macht
Richtig weihnachtlich wird die Käseplatte vor allem durch ein paar Ergänzungen. Granatapfelkerne, Orangenspalten und Cranberries sehen hübsch und weihnachtlich aus. Ich breche den Granatapfel gerne grob auseinander und verwende die Stücke als Deko zusammen mit den herausgelösten Kernen.
Feigensenf ist immer lecker zur Käseplatte, für die weihnachtliche Variante greife ich auch gerne zu Zwetschgenmarmelade mit Zimt, Preiselbeermarmelade oder Orangenmarmelade. Ein paar Zimtsterne sehen nicht nur hübsch aus, sondern schmecken mit cremigem Weichkäse auch erstaunlich lecker. Auch die Rosmarin-Tannenbäumchen von meinem weihnachtlichen Cheesecake würden hier als Deko gut funktionieren. Walnüsse oder Rauchmandeln passen ebenfalls hervorragend und wirken direkt weihnachtlich.

Brot, Cracker und Begleiter
Ich biete am liebsten eine bunte Mischung aus würzigen und milden Beilagen an. Baguette, Butterkekse oder Salzcracker sind die milden Optionen, Knäckebrot-Chips, Käsewaffeln oder auch dunkles Schwarzbrot wie Pumpernickel sind die würzigen Varianten. Frisch gebackenes Weizenbrot oder Roggensauerteigbrot ist außerdem eine sehr gute Wahl. Auch Salziges wie Cornichons, Pickles aller Art und Oliven sind immer eine gute Idee als Begleiter zur Käseplatte.

So baust du die weihnachtliche Käseplatte auf
Ich starte gerne mit einer Basis aus Brettchen oder noch besser drehbarem Teller in einem Tablett. So gehen herunterfallende Cracker und Deko nicht verloren und du kannst den Zwischenraum von Teller und Tablett für noch mehr Cracker nutzen. Dann richtest du zunächst die Käse auf dem Brettchen an und garnierst jeweils eine begleitende Soße oder Dip dazu. Die Faustregel ist: Je funkiger der Käse, desto süßer darf die Begleitung sein. Zwischenräume füllst du mit Crackern, Obst und Co. Ich schneide die Käse auch gerne schon an, das nimmt etwas die Zurückhaltung, selbst zum Messer zu greifen.
Decke am besten pro Käse ein separates Messer. Bis zum Servieren kannst du die Käseplatte im Kühlschrank lagern. Nimm sie 30–60 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, denn Käse entfaltet erst bei Zimmertemperatur sein volles Aroma.

Was trinkt man dazu?
Erlaubt ist, was schmeckt. Klassischerweise passt aber zu Bergkäse ein kräftiger Rotwein und zu Blauschimmelkäse Dessertwein sehr gut. Weißwein harmoniert mit Ziegenkäse. Du siehst, die Auswahl ist also groß. Ich serviere meist einen säurebetonten Weißwein wie Riesling und einen eher kräftigen Rotwein wie Spätburgunder oder Shiraz. Alkoholfreie Drinks sind natürlich auch immer eine gute Wahl.
Vorbereiten & Resteverwertung
Das Käsebrett lässt sich gut vorbereiten, denn ein paar Stunden im Kühlschrank sind kein Problem. Cracker und Obst, das braun wird (Apfel oder Birne), solltest du aber erst frisch dazugeben, denn die Cracker werden im Kühlschrank labberig.
Käsereste lagerst du am besten in Käsepapier oder Butterbrotpapier. Luftdichte Folie eignet sich nicht, denn Käse muss atmen. Eventuelle Reste kannst du auch sehr gut in Käsefondue verarbeiten oder zum Überbacken von Lasagne und Co. verwenden.
Weihnachtliche Käseplatte
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Zutaten:
- 1 Stück Bergkäse
- 1 Stück Pecorino
- 1 Kleine Ziegenkäse Rolle
- 1 Stück Cremiger Gorgonzola
- 1 Stück Brie oder Saint Felicien
- 1 Rispe Trauben
- 1 Granatapfel
- 1 Hand voll Blaubeeren
- ½ Orange
- 50 g Getrocknete Cranberries
- 200 g Grüne Oliven
- 2 EL Feigensenf
- Cracker
Utensilien:
- 1 Runder Drehteller aus Holz
- 1 Käsemesser optional
Anleitung
- Zunächst 1 Stück Bergkäse, 1 Stück Pecorino, 1 Kleine Ziegenkäse Rolle, 1 Stück Cremiger Gorgonzola und 1 Stück Brie auf dem Brett anrichten. Dafür ggf. einige Stücke oder Scheiben vom Käse anrichten und diese mit anrichten.
- 1 Rispe Trauben, 1 Granatapfel, 1 Hand voll Blaubeeren, ½ Orange und 50 g Getrocknete Cranberries um den Käse herum dekorieren. Schälchen mit 200 g Grüne Oliven und 2 EL Feigensenf mit dazu stellen.
- Cracker rund um das Brett verteilen. Etwa 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Zimmerwarmer Käse schmeckt aromatischer.
Tipps
- Fest und Aromatisch – Ein reifer Bergkäse
- Fest und Mild – Pecorino oder Butterkäse
- Weich und Aromatisch – Gorgonzola oder Blauschimmekäse
- Weich und Mild – ein junger Brie oder Saint Felicien
- Kuhmilchfrei – Ziegenkäserolle, Schaftskäse oder Ziegenfrischkäse
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zur weihnachtlichen Käseplatte
Als Hauptgericht kannst du ruhig 150–200 g rechnen, ist es eine Vorspeise 50–80 g, und nach einem Menü als Käsegang sind es 30–50 g. Zu viel ist hier aber besser als zu wenig.
Das ist am Ende ganz dir und deinen Vorlieben überlassen. Ich nehme aber gerne eine Mischung aus fest/weich × mild/kräftig und einen der nicht aus Kuhmilch ist. Ein fester, milder Käse kriegt also einen weichen, kräftigen Partner und dazu noch einen Ziegenkäse.
Einige Stunden im Voraus sind kein Problem, gib allerdings Obst, das braun wird (Apfel oder Birne), und Cracker erst kurz vorher dazu, denn Obst wird braun und Cracker werden labberig.
30–60 Minuten vor dem Servieren, damit er warm werden kann, Käse schmeckt bei Zimmertemperatur am besten.
Salziges wie Oliven, Essiggürkchen oder Silberzwiebeln passen immer sehr gut und natürlich eine bunte Auswahl an Crackern.
Je würziger die Käse werden, desto schwerer darf auch der Wein werden. Ich serviere aber meist eine eher säurebetonte Weißwein wie Riesling und einen kräftigen Rotwein (Shiraz oder Ähnliches), denn dann findet jeder Gast etwas für sich.
Nein, vor allem viele traditionelle Käsesorten werden mit tierischem Lab gemacht. Frag hier beim Einkaufen nach oder konsultiere das Etikett, falls du abgepackten Käse kaufst. Mikrobielles Lab ist nicht tierischen Ursprungs, und die Käse, die damit gemacht werden, sind dementsprechend vegetarisch.
In Butterbrot- oder Käsepapier gewickelt halten sie einige Tage im Kühlschrank und eignen sich dann gut zum Überbacken oder auch für Käsefondue.
Welcher Käse darf bei dir auf einer Käseplatte nicht fehlen? Verrate es mir in den Kommentaren!







Mein Mann und ich Lieben Käse. Käse ist super vielseitig und Käseplatten gehen auf jeder Party ruck zuck weg. Ich hole mir ständig neue Inspirationen fürs anrichten der Platten. Danke dafür!
Liebe Kyra,
vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Käseplatten sind einfach das Beste! Aktuell plane ich schon eine Sommerversion!
Ganz liebe Grüße
Annelie
Ich liebe ja Käse. Ich finde die Idee, das Brett noch auf ein Tablett zu stellen total gut. Dann können die Cracker und so nicht überall hin kullern. Mit den Orangen und den Zimtsternen ist die Käseplatte wirklich schön weihnachtlich!