Startseite · Kochrezepte · Getränke · Ultravioletter Aperitif – Der lila Frühlingsdrink mit Veilchen

Ultravioletter Aperitif – Der lila Frühlingsdrink mit Veilchen

Autorin: Annelie Ulrich

Veröffentlicht:

Aktualisiert:

4,39 von 13 Bewertungen
5 Minuten
Springe zum Rezept

Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen die Nase kitzeln und im Garten die Krokusse und Veilchen blühen, ist es Zeit für einen besonderen Drink. Vergiss Aperol Spritz oder Hugo – diesen Frühling servieren wir Ultra Violet! Dieser Aperitif besticht durch seine leuchtend lila Farbe und eine Geschmackskombination, die überrascht: Blumiges Veilchen trifft auf herbe Beeren und feines Mandel-Aroma.

Aperitif mit Veilchen, Wodka und Amaretto

Auf Veilchensirup bin ich vor einigen Jahren aufmerksam geworden, weil meine Schwiegermama ihn aus dem Frankreich-Urlaub mitgebracht und ihn uns freudig zum Aperitif mit Sekt kredenzt hat. Ich war direkt so begeistert, dass ich mir einen Drink damit ausgedacht habe. Seitdem gehört er im Frühling, wenn im Garten wilde Veilchen wachsen, einfach dazu. Ich serviere ihn auch gerne zum Auftakt des Osterbrunches und werde immer wieder nach dem Rezept gefragt. Denn die fruchtigen Brombeeren und etwas Zitronensaft runden den blumig-pudrigen Veilchensirup einfach perfekt ab.

Er sieht aus wie ein Zaubertrank, ist aber in nur 5 Minuten gemixt. Perfekt als Starter für dein nächstes Dinner oder einen entspannten Abend auf der Terrasse. Ein weiterer sehr leckerer blumiger Drink, der dir gefallen könnte, ist übrigens mein Pink Rose Cocktail!

Ultra Violet Aperitif, serviert in der Champagnerschale und garniert mit Zitronenzeste und Veilchen

Was macht einen perfekten Aperitif aus?

Der Begriff Aperitif kommt vom Lateinischen aperire (öffnen). Er soll sprichwörtlich den Magen öffnen und den Appetit anregen, ohne dabei zu schwer zu sein oder direkt zu Kopf zu steigen.

Mein „Ultra Violet“ erfüllt genau diese Kriterien:

  • Leicht: Durch das Auffüllen mit viel Sodawasser ist der Alkoholgehalt moderat.
  • Aromatisch: Er ist nicht pappsüß, sondern balanciert blumige Süße mit Säure.
  • Der Look: Das Auge trinkt mit – und dieses Lila ist einfach ein Showstopper!
Aperitif mit Veilchensirup. Zitronensaft rundet den Geschmack ab.

Die Zutaten für den lila Aperitif

Für diesen Drink brauchen wir ein paar besondere Zutaten, die zusammen eine wahre Geschmacksexplosion ergeben:

  • Veilchensirup (Der Star): Er sorgt für die Farbe und das blumige Aroma (erinnert geschmacklich leicht an die lila Bonbons aus der Kindheit). Du findest ihn von Marken wie Monin in gut sortierten Supermärkten oder online.
  • Amaretto: Klingt ungewöhnlich in einem Spritz? Vertrau mir! Das Mandelaroma des Amarettos harmoniert perfekt mit der blumigen Note des Veilchens. Es gibt dem Drink Tiefe.
  • Brombeeren (oder Himbeeren): Für die tiefe lila Farbe sorgen im Originalrezept Brombeeren.
    • Profi-Tipp: Nimm am besten gefrorene Früchte! Sie sind meiner Erfahrung nach farbintensiver, lassen sich super zerstoßen („muddeln“) und kühlen den Drink gleichzeitig.
    • Alternative: Wenn du keine Brombeeren da hast, funktionieren gefrorene Himbeeren genauso gut. Der Geschmack ist top, der Drink geht dann farblich nur etwas mehr ins Pink-Violette.
  • Wodka: Als neutrale Basis.
  • Zitrone & Soda: Für die Frische und das Prickeln.
Der Ultra Violet Aperitif hat eine tolle, violette Farbe.

Safety First: Welche Blüten darf ich essen?

Da wir den Drink mit Blüten dekorieren, hier ein wichtiger Sicherheitshinweis: Bitte pflücke keine Veilchen am Straßenrand oder kaufe Zierpflanzen im Baumarkt. Diese sind oft gespritzt oder durch Abgase belastet.

  • Die beste Wahl: Essbare Hornveilchen (Viola cornuta) aus dem eigenen Bio-Garten oder spezielle essbare Blüten aus dem Feinkosthandel.
  • Alternative: Wenn du keine frischen Blüten findest, sehen auch getrocknete Blüten (aus dem Tee-Laden) wunderschön aus.
Sommerlich leckerer Aperitif mit Veilchensirup

Zubereitung: Schütteln oder Bauen?

Dieser Drink wird im Glas „gebaut“ (Built in Glass), aber für die Farbe hilft ein kleiner Trick: Zerdrücke die Beeren zuerst ordentlich am Boden des Glases. Wenn du es gerne klar magst (ohne Stückchen), kannst du die Beeren mit dem Zitronensaft und Wodka auch im Shaker zerdrücken und dann durch ein Sieb ins Glas gießen. Ich persönlich mag die „rustikale“ Optik mit den Fruchtstücken im Glas aber sehr gerne!

Auf Eis serviert ist der Ultra Violet Aperitif eine herrliche Erfrischung.

Alkoholfreie Variante: Der Virgin Violet

Dieser Aperitif lässt sich wunderbar ohne Alkohol mixen, ohne dass der Geschmack leidet:

  1. Lass den Wodka weg.
  2. Ersetze den Amaretto durch Mandelsirup (den kennst du vielleicht für Kaffee).
  3. Gieße mit etwas mehr Sodawasser oder einem fruchtigen Tonic Water auf. Ich hatte zum Beispiel schon ein Holunder-Tonic oder ein Rosen-Tonic, aber auch Mediterranean Tonics sind hier sehr lecker.

Das Ergebnis ist eine erfrischende, lila Limonade, die genauso komplex schmeckt wie das Original.

Ultra Violetter Aperitif mit Wodka & Veilchen

Die Basis für den Ultra Violette ist Veilchen Sirup. Das ist ein super leckerer Sirup aus Veilchen der erstens schön lila und zweitens auch sehr sehr lecker schmeckt. 
Autor: Annelie

Rezept bewerten!

4,39 von 13 Bewertungen
Drucken Pinnen Bewerten
Vorbereitung 5 Minuten
Gesamtzeit 5 Minuten
Anzahl Personen 1 Drink

Zutaten 

  • 2 Brombeeren
  • 3 cl Veilchensirup
  • 1,5 cl Amaretto
  • 2 cl Zitronensaft
  • 4 cl Vodka
  • Eine Hand voll Eis
  • 1 Zitronenscheibe
  • 6 cl Soda Wasser
  • Einige Veilchenblüten

Anleitung 

  • Brombeeren am Boden des Cocktailglases zerdrücken. Veilchensirup, Amaretto, Zitronensaft und Vodka dazu geben. Alles gut verrühren.
  • Das Glas mit einer Hand voll Eis befüllen. Dann mit Soda Wasser aufgießen und den Cocktail mit Zitronenscheibe und Veilchenblüten dekorieren.

Tipps

Schmeckt mit Mandelsirup statt Amaretto und ohne Vodka auch Alkoholfrei wunderbar.

Ungefähre Nährwerte pro Portion

Kalorien 258 kcal
Fett 1 g
Zucker 30 g
Eiweiß 1 g
Kohlenhydrate 39 g
Hast Du mein Rezept ausprobiert?Bewerte das Rezept

Häufige Fragen

Wo bekomme ich Veilchensirup?

Den Sirup (am weitesten verbreitet ist in Deutschland die Marke Monin) findest du in gut sortierten Supermärkten oft in der Spirituosen-Abteilung oder bei den Kaffeesirupen. Falls nicht, wirst du online oder in Feinkostläden garantiert fündig. Falls du oder jemand aus deinem Umfeld einen Urlaub in Frankreich plant, kannst du ihn auch direkt von dort mitbringen (lassen).

Kann ich Veilchensirup selber machen?

Ja, das geht super einfach, wenn die Veilchen im Garten blühen! So geht’s: Übergieße ca. 1 Handvoll frische Duftveilchen (das sind die kleinen lila Blüten, nicht die bunten Hornveilchen mit den größeren Blüten) mit 500 ml kochendem Wasser und lass es 24 Stunden ziehen. Seihe die Blüten ab, gib 500 g Zucker und einen Spritzer Zitronensaft dazu und koche alles kurz auf, bis sich der Zucker gelöst hat. In sterile Flaschen füllen – fertig!

Kann ich den Drink für eine Party vorbereiten?

Absolut! Dieser Aperitif eignet sich perfekt als „Pitcher-Drink“ (Karaffe). Verrühre einfach die 8-fache Menge der Zutaten (außer Eis und Soda) in einer großen Karaffe. Wenn die Gäste da sind, füllst du die Gläser mit Eis, gibst einen großen Schluck der Basis-Mischung darauf und füllst frisch mit Sodawasser auf.

Schmeckt der Drink sehr parfümiert?

Nein, keine Sorge. Durch die Kombination mit Amaretto (Mandel) und der Säure der Zitrone wird die blumige Note schön eingebettet. Er schmeckt eher wie ein frisches, lila Bonbon und nicht wie Seife. Wichtig ist nur: Übertreibe es nicht mit dem Sirup!

Bist du ein Fan von Blüten im Drink? Und wenn ja, welche Kombination ist deine Liebste?

Schlagwörter

Ein Bild von Annelie von Heisse Himbeeren
Über den Author

Herzlich Willkommen in meiner Küche! Mein Name ist Annelie. Ich bin Foodie, Food Fotografin, vegetarische Rezeptentwicklerin, Autorin, Unternehmerin und Hundemama. Zum Autor

4 Gedanken zu „Ultravioletter Aperitif – Der lila Frühlingsdrink mit Veilchen“

  1. Mein Problem liegt im Amaretto. Durch dessen braune Farbe wird der Cocktail leider dunkel rot, statt lila. Was hast du anders gemacht als ich?

    Antworten
    • Hallo Sören, vielen Dank für Deine Frage. Tatsächlich bereite ich den Drink immer genau so wie im Rezept zu, der Amaretto macht im Volumen ja nicht so viel aus, sodass die Farbe sich dadurch eigentlich nicht großartig verändern dürfte. Vielleicht liegt der Unterschied auch im Veilchensirup. Ich verwende den Sirup von Monin und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Vielleicht liegt dir dunkelrote Farbe auch an eine Reaktion von Zitronensaft und Beeren. Brombeerflecken auf weißer Kleidung werden ja auch rot, wenn sie mit Zitronensaft in Berührung kommen. Da Zitronen ja nicht immer gleich sauer sind, wäre mein Vorschlag den Zitronensaft etwas zu reduzieren, vielleicht klappt es dann mit der lila Farbe. Ansonsten könntest Du auch Mandelsirup statt Amaretto verwenden, der ist meist durchsichtig. Ich hoffe, meine Ideen helfen ein bisschen weiter.
      Liebe Grüße
      Annelie

4,39 from 13 votes (13 ratings without comment)

Schreibe einen Kommentar

Rezeptbewertung