Es gibt Rezepte, die brauchen keinen Schnickschnack. Sie sind einfach, ehrlich und schmecken nach Heimat. Dieser klassische Gurkensalat mit Essig und Öl ist genau so ein Fall – der Inbegriff von Omas Sommerküche. Mit Gurken aus dem eigenen Garten zubereitet weiß ich heute, was für ein Geschenk diese kleinen Rezept im Alltag sind.

Aber ich kenne das Problem nur zu gut: Man mischt alles zusammen und nach 10 Minuten schwimmt der Salat in einer wässrigen Pfütze. Das Aroma ist dahin, die Knackigkeit auch. Da kann die Gurke noch so lecker gewesen sein. Doch meine Oma hatte einen simplen, aber genialen Trick, der das verhindert. Heute teile ich dieses Geheimnis mit dir, damit auch dein Gurkensalat immer knackig, frisch und voller Geschmack bleibt.
Dies ist die leichte, erfrischende Vinaigrette-Variante, die perfekt zu deftigen Gerichten passt. Wenn du hingegen Lust auf die cremige Version hast, schau dir unbedingt mein Rezept für Omas Gurkensalat mit saurer Sahne und Dill an!
Das Geheimnis vom klassischen Gurkensalat
Regel 1: Hauchdünn hobeln!
Der erste Schritt zur Perfektion sind hauchdünne Gurkenscheiben. Ich nehme dafür immer meinen Gemüsehobel (Mandoline) der in unserem Haushalt umgangssprachlich nicht umsonst “Gurkenhobel” heißt. Ob du die Scheiben hauchdünn oder etwas dicker magst, ist reine Geschmackssache. Ich bevorzuge sie relativ dünn weil sie für mich dann die perfekte Konsistenz haben.
Regel 2: Salzen & ‚weinen‘ lassen! (Der wichtigste Trick)
Das ist Omas Magie: Nachdem die Gurken gehobelt sind, werden sie mit Salz vermischt und müssen mindestens 15-20 Minuten ziehen. Das Salz entzieht den Gurken durch Osmose einen Großteil ihres Wassers. Sie ‚weinen‘ quasi eine ganze Menge Flüssigkeit aus. Das Wasser geben die Gurken dadurch also nicht mehr ans Dressing ab. Erstaunlicherweise bleiben die Gurken selbst aber total knackig.
Regel 3: Gut abtropfen oder sanft ausdrücken
Diesen Schritt darfst du nicht überspringen, denn das angesammelte Wasser der Gurken muss jetzt dringend weg. Gieße es ab und drücke die Gurken am besten noch sanft mit den Händen aus. So sind sie perfekt vorbereitet und können das Dressing aufsaugen, ohne es zu verwässern.

Die Zutaten: Einfach, klassisch & gut
- Die Gurke: Eine feste, frische Salatgurke. Bei diesem Salat schäle ich die Gurke gerne teilweise (im ‚Zebra-Muster‘), das sieht hübsch aus und ist ein guter Kompromiss.
Das simple Essig-Öl-Dressing
- Heller Essig: Ich liebe den Geschmack von einem guten Kräuter- oder Apfelessig. Aber auch ein einfacher Weißweinessig ist perfekt.
- Neutrales Öl: Oma hat immer Sonnenblumenöl genommen. Rapsöl geht genauso gut. Ein starkes Olivenöl würde den feinen Gurkengeschmack überdecken.
- Ein Hauch Süße: Eine Prise Zucker ist Omas Geheimnis, um die Säure des Essigs perfekt auszubalancieren.
- Salz & Pfeffer
- Die optionalen Begleiter: Je nach Laune gebe ich noch fein gehackten Dill oder hauchdünne Zwiebelringe zum Salat. Fein gehackter Knoblauch wäre auch sehr lecker.

So einfach geht’s: Schritt für Schritt zu Omas klassischem Gurkensalat
- Gurken vorbereiten (der wichtigste Schritt!): Hobel die Gurke in eine Schüssel, vermische sie mit Salz und lasse sie wie in Regel 2 beschrieben ziehen.
- Dressing anrühren: Während die Gurken ‚weinen‘, verrühre in einer zweiten Schüssel Essig, Öl, Zucker, Salz und Pfeffer. Das mache ich gerne in der Schüssel in der ich den Gurkensalat später auch serviere. Spart Abwasch.
- Alles verbinden: Gieße die Gurken ab und drücke sie sanft aus. Gib die vorbereiteten Gurkenscheiben nun zum Dressing und vermenge alles gründlich. Wenn du magst, hebe jetzt den Dill oder die Zwiebelringe unter.
- Servieren: Der Salat schmeckt sofort, wird aber noch besser, wenn er 10-15 Minuten im Kühlschrank durchziehen darf.
Meine Ideen: Wozu der Salat passt & Variationen
Serviervorschläge: Dieser Salat ist der perfekte erfrischende Begleiter zu deftigen Gerichten wie Schnitzel, Frikadellen, geratenem Lachs oder Bratkartoffeln. Aber auch zum Grillen oder als Teil eines klassischen ‚Abendbrots‘ ist er unschlagbar.
Der asiatische Twist: Wenn du Lust auf eine andere Geschmacksrichtung hast, probiere diese Variante: Ersetze den Essig durch Reisessig, das Öl durch eine Mischung aus neutralem Öl und etwas Sesamöl und füge einen Spritzer Sojasauce hinzu. Mit geröstetem Sesam bestreuen – köstlich! Und wenn du generell ein Fan von asiatischen Aromen bist, dann musst du unbedingt meinen asiatischen Gurkensalat testen.

Klassischer Gurkensalat wie früher mit Essig und Öl
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Gurkensalat mit Essig und Öl
- 1 Gurke
- 3 EL Pflanzenöl
- 1 EL Essig hell
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
Anleitung
Gurkensalat mit Essig und Öl
- Gurke waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer anmachen und abschmecken. Dann den Salat servieren.
Tipps
FAQ – Deine Fragen zu klassischem Gurkensalat
Antwort: Wahrscheinlich haben die Gurken nicht lange genug gezogen oder wurden nicht gut genug abgetropft/ausgedrückt. Würze am besten nochmal mit etwas Essig, Öl, Salz und Pfeffer nach und achte beim nächsten mal darauf, die Gurken länger ziehen zu lassen un gründlich auszudrücken.
Ja! Du kannst die Gurken bereits entwässern und das Dressing anrühren. Beides separat im Kühlschrank lagern und erst kurz vor dem Servieren mischen. So bleibt er am knackigsten. Komplett angemacht hält er sich aber auch einige Stunden im Kühlschrank.
Das ist Geschmackssache! Geschält wird der Gurkensalat zarter, ungeschält (bei Bio) ist er knackiger und nährstoffreicher. Der Zebra-Look ist ein guter Kompromiss).
Ja, in seiner klassischen Form ist er komplett vegan!
Ich hoffe, Omas Gurkensalat wird auch bei dir zur liebsten Sommer-Erinnerung! Welches ist dein liebstes ‚wie früher‘-Rezept von Oma oder Opa? Ich freue mich auf deine Geschichten in den Kommentaren!







