Mit diesem Rezept machst du die saftigsten Nutella-Zöpfe im Miniformat! Supersaftig, ideal zum Kaffee, für die nächste Party oder für unterwegs.

In der großen, weiten Welt der Backwaren gibt es eine Gruppe, die klingt für mich einfach immer nach Zuhause und nach Gemütlichkeit pur: Hefegebäck! Denn sowohl mit meiner Oma als auch mit meiner Mama habe ich in meiner Kindheit unzählige Hefeteige zubereitet und ihnen dann ganz gespannt beim Aufgehen zugeschaut.
Ob klassischer Hefezopf, fluffiges Osterbrot oder eben diese himmlischen Mini-Nutella-Zöpfe – sie schmecken vertraut, heimelig und sind lauwarm aus dem Ofen ein absoluter Hochgenuss. Für dieses Rezept kombiniere ich meinen geliebten, samtweichen Hefeteig mit dem beliebtesten Frühstücksbrotaufstrich der Deutschen. Die schokoladig-nussige Creme ist der absolute Alleskönner in Sachen Füllung, denn durch ihren Fett- und Zuckergehalt bleiben die kleinen Nusszöpfe tagelang saftig. Und keine Angst vor der aufwendigen Optik: Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du das wunderschöne Zopfmuster ganz einfach hinbekommst.

Das Geheimnis für perfekten Hefeteig
Das Zuhause für unsere Schoko-Füllung bildet ein klassischer, süßer Hefeteig. Er wird aus wenigen Zutaten zusammengeknetet und braucht dann erst mal Zeit zum Aufgehen. Der perfekte Hefeteig sollte am Ende fluffig und weich wie eine Wolke sein und nicht mehr an den Händen oder der Schüssel kleben. Damit dir das gelingt, beachte diese zwei Grundregeln (wenn du es ganz genau wissen willst, schau dir mein großes Hefeteig 1×1 an!):
- Die Temperatur: Deine Milch darf nur lauwarm sein. Ist sie zu heiß, geht die Hefe kaputt und der Teig geht nicht auf.
- Das Kneten: Für die ideale Konsistenz musst du den Hefeteig lange kneten. Gut 10 Minuten in der Küchenmaschine sollten es sein. So entwickelt sich das Glutengerüst, das den Nutella-Zopf später so schön faserig und weich macht.

Die Füllung: Nutella & Haselnüsse
Wir machen keine halben Sachen, deshalb besteht unsere Füllung nicht nur aus purem Nutella (bzw. Nuss-Nougat-Creme deiner Wahl), sondern wir geben noch einen Crunch dazu.
- Nuss-Nougat-Tipp: Damit du den weichen Hefeteig beim Bestreichen nicht zerreißt, stelle das Nutella-Glas kurz ins warme Wasserbad oder für ein paar Sekunden in die Mikrowelle. Leicht flüssig lässt es sich perfekt streichen!
- Der Crunch: Ich röste gemahlene Haselnüsse kurz in der Pfanne ohne Fett an (das dauert ca. 5 Minuten und verzehnfacht das Aroma!) und streue sie über das Nutella. Alternativ funktionieren auch Mandeln oder Walnüsse wunderbar. Eine Prise Zimt rundet das Ganze ab.


Schritt für Schritt: So flechtest du kleine Nutella-Zöpfe
Das Muster sieht aus wie vom Bäckermeister, ist aber eigentlich nur ein genialer Trick:
- Ausrollen: Teile deinen aufgegangenen Teig in 16 kleine Portionen (Kugeln). Rolle jede Kugel auf etwas Mehl länglich (oval) und ca. 2 mm dick aus.
- Bestreichen: Streiche 1–2 TL der Füllung darauf, lass dabei den Rand etwas frei.
- Aufrollen: Rolle den Teig von der langen Seite her eng auf, sodass du eine „Zigarre“ vor dir liegen hast.
- Der Schnitt: Schneide diese Rolle jetzt der Länge nach mit einem scharfen Messer (oder Pizzaschneider) fast komplett durch (lass an einem Ende ein kleines Stück zusammen).
- Das Flechten: Klappe die zwei entstandenen Stränge so auf, dass die Schnittfläche (mit dem sichtbaren Nutella) nach oben zeigt. Schlinge die beiden Stränge nun einfach abwechselnd übereinander (wie eine Kordel).
- Das Finish: Verstecke die Enden unter dem kleinen Zopf, damit sie beim Backen nicht aufspringen. Fertig!

Aufbewahren und Einfrieren
Ich gebe zu: Frisch gebacken und noch leicht warm schmeckt ein Nutella-Zopf mit Abstand am besten. Aber durch die reichhaltige Füllung und die Butter im Hefeteig bleiben die kleinen Zöpfchen auch an den Folgetagen extrem saftig.
- Lagerung: Verpacke sie nach dem Abkühlen luftdicht unter einer Kuchenglocke oder in einer Tupperdose. So halten sie sich problemlos 3–4 Tage.
- Einfrieren: Du kannst die fertig gebackenen Nutella-Zöpfe hervorragend einfrieren! Packe sie portionsweise in Gefrierbeutel (Gefrierbrand vermeiden!). Zum Auftauen legst du sie einfach für ein paar Stunden auf die Arbeitsfläche oder wärmst sie kurz auf dem Toaster auf.


Mini Nutella Zopf Schritt-für-Schritt frisch backen mit Haselnüssen
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Für den Hefeteig
- 500 g Mehl
- 40 g Hefe
- 1 TL Salz
- 100 g Zucker
- 200 ml warme Milch
- 2 Eier
- 50 g zerlassene Butter
Für die Füllung
- 200 g Nutella
- 100 g gemahlene Haselnüsse
- 1 Prise Salz
- 1 TL Zimt
- 1-2 EL Milch
Für das perfekte Finish
- 100 g Puderzucker
- 1 EL Wasser
Anleitung
- Mehl in eine große Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde formen.
- Hefe und 1 TL Zucker in die Mulde bröseln und zusammen mit ca. 4 EL lauwarmer Milch einen Vorteig anrühren und diesen ca. 10 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
- Den restlichen Zucker, Salz und das Ei zum Teig geben und nach und nach die restliche lauwarme Milch dazu geben.
- Wenn sich die Zutaten bereits etwas vermengt haben, die zerlassene Butter zum Teig geben (darf nicht zu heiß sein) und ca. 10 Minuten zu einem glatten, nicht klebrigen Teig kneten. (Bei Bedarf noch etwas mehr Mehl dazu geben)
- Teig ca. 30 Minuten an einem Warmen Ort gehen lassen, dazu mit einem trockenen und sauberen Küchentuch abdecken. Der Teig ist fertig gegangen, wenn er mindestens das doppelte seiner Ursprungsgröße angenommen hat.
- Teig in 16 gleich große Teile aufteilen und diese auf einem Holzbrett und mit einem Tuch abgedeckt weitere 15 Minuten gehen lassen.
- Backofen auf 170 °C vorheizen.
- Nutella, Haselnüsse, Zimt und Salz zu einer gut streichfähigen Masse verrühren. Nach Bedarf etwas Milch dazu geben. Die Konsistenz sollte in etwa wieder die von Nutella ohne Nüsse haben.
- Teigkugeln einzeln mit dem Nudelholz ausrollen. Die Arbeitsunterlage und das Nudelholz dafür mit etwas Mehl bestäuben.
- 1-2 TL Füllung auf dem ausgerollten Hefeteig gleichmäßig verstreichen.
- Teig sehr eng aufrollen und zuerst vom einen Ende bis zur Mitte einschneiden und die beiden Stränge abwechselnd übereinander legen. Das Ende der unter dem Zopf „verstecken“ und den selben Prozess auf der anderen Seite wiederholen.
- Zöpfchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Ich empfehle nicht mehr als 8 Zöpfchen pro Blech zu backen, da diese beim Backen noch größer werden und somit etwas Platz benötigen.
- Zöpfchen für 30-35 Minuten backen, bis diese eine schon Goldbraune Farbe haben.
- Zöpfchen abkühlen lassen und mit Zuckerguss beträufeln.
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
FAQ: Häufige Fragen zu Nutella-Zöpfen
Ja! Knete den Teig wie beschrieben, aber lass ihn dann nicht im Warmen gehen, sondern stelle die Schüssel gut abgedeckt sofort in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen nimmst du ihn heraus, lässt ihn 30 Minuten Zimmertemperatur annehmen und startest dann direkt mit dem Ausrollen und Füllen.
Es ist völlig normal, dass beim Backen von angeschnittenem Hefegebäck ein kleines bisschen Füllung auf das Blech schmilzt. Damit es nicht zu viel wird, achte darauf, die Stränge nach dem Aufschneiden gut miteinander zu verdrehen (Schnittfläche nach oben) und bestreiche den Teig nicht ganz bis zum Rand.
Ja, das geht. Für 500 g Mehl brauchst du 2 Päckchen Trockenhefe. Diese musst du nicht als Vorteig ansetzen, sondern kannst sie direkt mit dem Mehl vermischen und dann die restlichen (lauwarmen!) Zutaten zugeben.
Bist du Team Nutella oder bevorzugst du eine andere Nuss-Nougat-Creme? Verrate mir deinen Favoriten in den Kommentaren!







Hallo die kleinen Zöpfe sind sehr lecker, die gibt es bestimmt öfters. Vielen Dank
Freut mich sehr, dass die Zöpfchen so gut ankommen :)
Eine tolle Idee! Ich brauchte noch eine Leckerei zum Mitbringen für eine Einladung- der Anfang ist gemacht. Ich denke an Variationen mit Mohn oder Nüssen und Marzipan.
Dankesehr für das Rezepz.
Liebe Grüße, Uschi
Freut mich, wenn dir das Rezept gefällt! Deine Füllung klingt Mega lecker! Wenn du magst, kannst du gerne Berichten wie die Zöpfchen geworden sind. Ich wünsche gutes Gelingen :)
Hallo Steffi,
es freut mich sehr wenn dir das Rezept gefällt! :)
LG Annelie
Oh sehen die aber lecker aus.
Perfekt zum Kaffe oder auch zum Sonntagsfrühstück :-)
Lieben Dank für das tolle Rezept, werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
LG Steffi