Cremige Polenta mit Mangold

Sämig cremige Polenta mit einer extra Portion frisch geriebenem Parmesan trifft auf aromatischen, gebratenem Mangold. Das ist herbstliches Feed Good Food in Reinform und ein absoluter gute Laune Garant an grauen Herbsttagen.

“Ich mag keinen Grießbrei” – eigentlich ist Andy nicht wählerisch, ist mindestens genauso neugierig wie ich auf neue Geschmäcker und hat so wie ich immer Hunger. So muss Man(n) wohl auch sein wenn man es so viele Jahre schon mit mir aushält. Bei Grießbrei allerdings, da ist schluss mit lustig. Das ist nämlich eines der sehr wenigen Dinge, die Andy nicht mag. Erweitern lässt sich dies übrigens auch auf Milchreis co. Dementsprechend habe ich Grießbrei, Milchreis und Polenta immer für mich alleine gekocht wenn Andy auf Geschäftsreise war oder ich zu Studienzeiten oft alleine zuhause mittag gegessen habe. An dieser Stelle ein kleiner Exkurs zu “Warenkunde mit Annelie”. Polenta stammt aus der italienischen Küche. Du kannst sie dir als eine Art herzhaften Grießbrei vorstellen der mit Maisgrieß gekocht wird. Milch, Parmesan und/oder Butter verleihen dem Maisgrießbrei ein tolles Aroma und machen ihn super cremig.

Vor ein paar Wochen, im Angesicht des wunderschönen Mangolds der gerade wie wild bei uns im Garten sprießt, habe ich dann doch einen Versuch unternommen und meine liebste und zugleich schnellste Polenta der Welt gekocht, kombiniert mit gebratenem Mangold, Knoblauch und jeder Menge frisch geriebenem Parmesan. Und was soll ich sagen? Andy war begeistert. Ich sowieso, weil ich Polenta gerne esse. Weil ich mit diesem Rezept also sogar einen bekennenden Grießbrei, Milchreis und Polenta verschmäher bekehren konnte, kann ich es Dir natürlich auf keinen Fall vorenthalten.

Natürlich weiß ich, dass Polenta ein wirklich schwieriger Fall sein kann und für Hobbyköche öfter man zur echten Herausforderung wird. Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks ist die perfekte Polenta aber wirklich kein Hexenwerk und schmeckt einfach unglaublich lecker. Vorneweg, die perfekte Polenta gibts für mich in exakt zwei Aggregatzuständen. Entweder sie ist frisch, heiß, cremig, sämig und aromatisch, von der Konsistenz her in etwa wie griechischer Joghurt. Oder sie durfte einmal abkühlen und ist dann in kleine Stücke geschnitten in der Pfanne golden und knusprig ausgebacken. Kleistrige, klebrige Polenta oder Polenta, die frisch gekocht so fest ist, dass man sie mit dem Messer schneiden könnte und sie kaum herunter geschluckt bekommt geht garnicht. Sorry, aber irgendwo hat jeder Mensch seine Grenzen ;-)

Wie aber gelingt die perfekte Polenta an einem Werktag mit wenig Zeit aber viel Hunger? Das Geheimnis heißt Minuten-Polenta. Der Maisgrieß wird für diese Variante der Polenta bereits vorgegart, dann wieder getrocknet und verpackt. Dadurch braucht die Minuten-Polenta wesentlich weniger Kochzeit und lässt sich perfekt in jeden Alltag integrieren. Summa Summarum brauchst Du für das ganze Rezept ungefähr 15 Minuten, bis es auf dem Teller ist.

 

Los geht’s mit der Polenta. Dafür bringst Du in einem mittelgroßen Topf Wasser zum kochen.Bis Dein Wasser so weit ist, kannst Du den Mangold verarbeiten. Den wunderschönen, bunten Mangold gibts aktuell übrigens auf vielen Bauernmärkten in großen Bunden zu kaufen. Er sieht einfach netter aus als sein weiß grüner Kollege aus dem Supermarkt finde ich. Der tut es im Fall der Fälle aber natürlich auch. Allerdings ist Blattgemüse immer etwas problematisch in der Lagerung. Theoretisch ließe es sich ja ganz wunderbar im Kühlschrank verstauen. Wäre da nicht das leidige Platzproblem. Gebraten verringert sich der benötigte Kühlschrank-Platz dann ganz plötzlich von “halber Kühlschrank” auf “Mittleres Glasgefäß mit Deckel”. Wesentlich Platzsparender also. Wie dem auch sei… Vom gewaschenen Mangold ziehst du die Blätter vom Stängel ab und schneidest die Stängel in mundgerechte Stücke. Die Blätter werden grob gehackt. Ebenso schneidest du zwei Knoblauchzehen in feine scheiben.

Mittlerweile sollte das Wasser für die Polenta kochen. Während in einer Pfanne Öl für den Mangold heiß wird rührst du die Polenta ins Wasser ein und lässt sie unter ständigem rühren garen. Derweil kannst Du wunderbar den Mangold anbraten. Erst die Stiele und dann das Grünzeug dazu. Sobald der Mangold fertig ist erhält die Polenta mit etwas Salz, Butter und einem Schluck Sahne den letzten Schliff und schon ist es Zeit zum essen!

Sollte etwas übrig bleiben, lassen sich die Reste übrigens ganz wunderbar lagern. Die Polenta füllst Du einfach in ein passendes, flaches gefäß und lässt sie abkühlen. Abgekühlt kannst du sie dann in stückchen schneiden und in etwas Olivenöl ausbacken. Sie wird herrlich knusprig und unwiderstehlich lecker. Übrigen Mangold lagerst Du am Besten auch im Kühlschrank. Dort hält er sich mehrere Tage. Du kannst ihn dann entweder zu den gebackenen Polentaecken genießen oder mit frisch gekochter Pasta kombinieren. In jedem Fall super lecker und gleich ein Abendessen für mehrere Tage!

Cremige Polenta mit Mangold
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Vorbereitungszeit: 10 Minuten

Kochzeit: 10 Minuten

Gesamtzeit: 20 Minuten

Category: Abendesse, Mittagessen, Vegetarisch, Glutenfrei

Cuisine: Italienisch

Menge: 2 Portionen

Cremige Polenta mit Mangold

Zutaten

  • 750 ml Wasser
  • 150 g Minuten-Polenta
  • 40 g geriebener Parmesan
  • 50 ml Sahne
  • 2 EL frische Butter
  • 500 g bunter Mangold
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer zum Würzen nach Wunsch

Zubereitung

  1. Wasser in einem mittelgroßen Topf zum kochen bringen. In der Zwischenzeit in einer Pfanne 2 EL Olivenöl langsam erwärmen. Zwei Knoblauchzehen schälen und in feine scheiben schneiden. Den Mangold waschen und die Blätter vom Stiel abziehen.
  2. Die Mangoldstiele in Mundgerechte Stücke schneiden und die Blätter ganz grob hacken. Wenn das Öl warm ist, die Knoblauchscheiben hineingeben und kurz anbraten. Dann die Mangoldstiele dazugeben und ebenfalls kurz anbraten.
  3. In der Zwischenzeit die Polenta ins kochende Wasser einrühren. Etwa 1/4 TL Salz dazu geben. Unter gelegentlichem Rühren 10 Minuten köcheln lassen.
  4. Wenn die Mangoldstiele langsam Farbe bekommen die Blätter dazu geben. Im Optimalfall sind die Blätter noch etwas feucht vom Waschen. Ansonsten 1-2 TL Wasser dazugeben und den Deckel auf die Pfanne setzen. Hitze abdrehen und bei geschlossenem Deckel ziehen lassen.
  5. Die fertig gekochte Polenta ebenfalls vom Feuer nehmen. Butter, Parmesan und Sahne einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nochmal für 5 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit den Mangold abschmecken.
  6. Polenta in einen tiefen Teller oder eine Flache Schüssel füllen. Etwas Mangold darauf verteilen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit frisch gemahlenem Pfeffer und Olivenöl garnieren und sofort heiß genießen.

Reste wie folgt aufbewahren: Polenta in ein flaches Gefäß füllen und im Kühlschrank abkühlen lassen. Zum aufwärmen in Stücke schneiden und diese in etwas Olivenöl knusprig und golden braun ausbacken.

Mangold ebenfalls im Kühlschrank lagern und nach Belieben zu den gebackenen Polenta-Ecken oder frischer Pasta servieren.

https://heissehimbeeren.com/cremige-polenta-mit-mangold/

Wenn Du die cremige Polenta mit gebratenem Mangold ausprobierst, freue ich mich wie immer riesig über ein Foto Deiner Leckerei auf Instagram oder Twitter unter #heissehimbeeren.

Sämig cremige Polenta mit einer extra Portion frisch geriebenem Parmesan trifft auf aromatischen, gebratenem Mangold. Das ist herbstliches Feed Good Food in Reinform und ein absoluter gute Laune Garant an grauen Herbsttagen.
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