Diese Hasselback Kartoffeln sorgen garantiert für einen Wow-Effekt. Superknusprig, würzig und dabei schnell gemacht sind Fächerkartoffeln im Backofen eine wunderbare Abwechslung im Beilagenrepertoire. Ich verrate dir alle Tricks, mit denen die garantiert gelingen!

Kartoffeln sind für mich als Beilage zum Essen vollkommen unterschätzt. Klar, Kartoffelsalat und Pommes sind etablierte Klassiker, aber die goldenen Knollen können so viel mehr! Nämlich unter anderem, dass Fächerkartoffeln für große Augen bei deinen Gästen sorgen.
Ich serviere sie sehr gerne als Beilage zum Grillen oder auch mal zu Burgern als Abwechslung zu Kartoffelwedges und Pommes. Die Technik habe ich übrigens das erste Mal vor vielen Jahren für meinen Butternut-Kürbis zum Herbstsalat verwendet.

Was Fächerkartoffeln im Backofen besonders macht
Der Clou an den Hasselback Kartoffeln ist, dass sie durch das tiefe und vielfältige Einschneiden der Kartoffeln eine sehr große Oberfläche bekommen, sodass sie mehr Fläche zum Knusprigwerden haben. Öl und Gewürze dringen außerdem durch die Lamellen tief in die Kartoffel ein und liegen nicht nur außen auf. Das Ergebnis sind Kartoffeln, die außen knusprig wie Chips sind und innen cremig weich. Du bekommst also das Beste aus zwei Welten.
Die hübsche Optik der Fächerkartoffeln entsteht übrigens ganz von selbst, denn durch den Wasserverlust beim Backen öffnen sich die Lamellen automatisch. Der Name „Hasselback Kartoffeln” stammt übrigens aus dem Stockholmer „Hasselbacken”-Restaurant, wo die Technik in den 1950ern populär wurde.

Der Trick beim Einschneiden: die Essstäbchen-Methode
Der wichtigste Schritt für das Gelingen liegt im Einschneiden der Kartoffeln. Die Lamellen sollten möglichst fein sein, gleichmäßig tief und in regelmäßigem Abstand zueinander, das garantiert die maximale Knusprigkeit.
Damit das auch funktioniert und du die Kartoffeln zwar schön tief einschneiden kannst, aber nicht versehentlich durchschneidest, helfen Essstäbchen oder Schaschlikspieße als “Bremse”, die du parallel zur Kartoffel legst; dann schneidest du, das Messer stoppt automatisch.
Der ideale Abstand der Lamellen beträgt 3–5 mm. Je enger du die Schnitte setzt, desto knuspriger werden die Kartoffeln. Verwende unbedingt ein sehr scharfes Messer, das glatte Schnitte produziert.

Worauf es bei den Zutaten ankommt
- Festkochende Kartoffeln mit sauberer Schale sind die beste Wahl. Die Schale bleibt nämlich als stabilisierendes “Skelett” dran. Im Zweifel funktionieren auch vorwiegend festkochende Kartoffeln, sie werden jedoch nicht so knusprig. Mehlig kochende Kartoffeln eignen sich leider nicht, denn sie zerfallen beim Garen. Achte außerdem darauf, dass die Kartoffeln etwa gleich groß sind, damit sie auch zeitgleich gar sind.
- Parmesan kommt ganz zum Schluss über die Kartoffeln und gibt ihnen ein wunderbares Umami-Finish. Kaufe ihn am besten am Stück und reibe ihn frisch, denn der fertig geriebene Parmesan enthält oft Trennstärke, die das Schmelzen verhindert.
- Paprikapulver in edelsüß oder rosenscharf gibt den Fächerkartoffeln ein tolles Aroma. Du kannst hier aber auch gerne andere Kräuter und Gewürze verwenden. Einige Ideen findest du weiter unten.

Der wichtigste Zeitpunkt: wann der Käse dazukommt
Dieses kleine, aber feine Timing macht den Unterschied zwischen Genuss und Verdruss. Denn der Parmesan kommt erst ganz zum Schluss über die Hasselback Kartoffeln. Du solltest vorher schon mit einem scharfen Messer prüfen, ob die Kartoffeln gar sind. Lassen sie sich leicht anstechen, sind sie fertig und der Parmesan kommt dazu. Zu früh, und der Käse verbrennt und wird bitter.
Hasselback Kartoffeln Varianten & Toppings
Bei den Gewürzen kannst du gerne kreativ werden. Anstelle oder zusätzlich zur Paprika kannst du auch mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Thymian verwenden. Auch Knoblauch, Kreuzkümmel oder fein gemörserte Koriandersamen sind sehr lecker.
Auch den Parmesan kannst du zum Beispiel durch Bergkäse, Gouda oder einen würzigen Schafskäse ersetzen, die werden jedoch unter Umständen nicht so knusprig.
Am liebsten serviere ich meine Hasselback Kartoffeln mit Kräuterquark, Guacamole oder Salsa. Sie sind ein tolles Hauptgericht, wenn du sie mit einem gemischten Salat servierst, und auch eine tolle Beilage zu Ofengemüse. Übrigens funktioniert die Technik auch sehr gut mit Süßkartoffeln.

Vorbereiten & Aufbewahren
Wenn du die Kartoffeln vorbereiten möchtest, dann kannst du sie im Voraus schon einschneiden und im kalten Wasser im Kühlschrank lagern. Das kannst du bereits 12–24 Stunden im Voraus machen. Achte darauf, die Kartoffeln wirklich gut abzutrocknen, bevor sie in den Ofen schiebst, denn Feuchtigkeit verhindert das Knusprigwerden.
Sollte etwas übrigbleiben, kannst du die Kartoffeln am nächsten Tag im Backofen oder dem Airfryer wieder warm machen. Bitte nicht in der Mikrowelle, da werden sie weich. Im Kühlschrank halten sich übrige Kartoffeln ohne Weiteres 2–3 Tage, sie schmecken aber ganz frisch immer am leckersten.
Fächerkartoffeln im Backofen (Hasselback Kartoffeln)
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- 8 Kartoffeln mittelgroß und festkochend
- 50 ml Pflanzenöl
- 30 g Parmesan
- 1 TL Salz
- 1 TL Paprika edelsüß oder rosenscharf
- 1 Prise Pfeffer
Anleitung
- Heize den Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vor. Wasche die Kartoffeln gründlich, denn die Schale bleibt dran.
- Schneide nun 8 Kartoffeln tief mit einem Messer ein. Essstäbchen helfen dabei, dass du sie nicht ganz durchschneidest. Lege die Kartoffeln auf ein Blech, streiche sie großzügig mit 50 ml Pflanzenöl ein und backe sie bei 170 °C Ober- und Unterhitze für 40 Minuten.Wichtig: Die genau Backzeit hängt stark von der Größe und Sorte der Kartoffeln ab. Piekse sie nach 35 Minuten mit einem scharfen Messer vorsichtig an. Sie sind gar, wenn du sie ohne wiederstand anpieksen kannst.
- Reibe 30 g Parmesan und vermenge den geriebenen Parmesan mit 1 TL Salz, 1 TL Paprika und 1 Prise Pfeffer.
- Streue diese Mischung gleichmäßig über die Kartoffeln und backe sie für weitere 5-10 Minuten bei 170 °C Ober- und Unterhitze bis der Parmesan goldbraun und knusprig ist.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zu Fächerkartoffeln
Am besten eignen sich mittelgroße, festkochende Kartoffelsorten. Ich habe sie auch schon mit lila- oder pinkfleischigen Kartoffeln gemacht, und das ist ebenfalls ein Hingucker!
Ja, das funktioniert sogar wunderbar. Verwende einfach anstelle des Parmesans Semmelbrösel, die du mit etwas Öl vermengst, und streue sie genauso wie den Parmesan über die Kartoffeln. Schmeckt herrlich knusprig und ist richtig, richtig lecker.
Verwende am besten Essstäbchen oder Schaschlikspieße als “Bremse”. So stellst du außerdem sicher, dass die Schnitte gleichmäßig tief sind.
Nein, die Schale dient sogar der Stabilität, verwende also am besten Kartoffeln mit einer schön sauberen Schale und wasche sie vorab gründlich.
Das hängt ganz von der Größe der Kartoffeln und der Sorte ab. In der Regel brauchen sie gut 40 Minuten, bis sie gar sind, und dann nochmal 5–10 Minuten zum Verfeinern mit Parmesan.
Vermutlich hast du ihn zu früh auf die Kartoffeln gestreut. Er kommt wirklich nur für die letzten 5–10 Minuten dazu, wenn die Kartoffeln eigentlich schon gar sind, und ist lediglich ein leckeres Finish.
Jein. Du kannst die Kartoffeln vorab einschneiden und bis zum Backen in kaltem Wasser im Kühlschrank lagern. Du solltest sie dann aber “à la Minute” zubereiten, denn sie schmecken frisch am allerbesten.
Das kann mehrere Gründe haben. Vielleicht hast du zu wenig Öl verwendet, die falsche Kartoffelsorte gewählt (festkochende funktionieren am besten) oder die Schnitte zu weit auseinander gesetzt? Drehe beim nächsten Mal an diesen Stellschrauben, und es klappt bestimmt.
Ja, allerdings werden sie nicht so knusprig, denn Süßkartoffeln sind feuchter und werden beim Garen außerdem matschiger. Die Methode an sich klappt aber auch für sie.
Wie servierst du deine Hasselback Kartoffeln am liebsten und auf welche Gewürzmischung schwörst du? Verrate es mir in den Kommentaren!









