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Grünes Thai Curry: Scharf, Süß & Cremig

Autorin: Annelie Ulrich

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25 Minuten
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Achtung, jetzt wird es feurig! Mit meinem Rezept für grünes Thai Curry hast du in nur 25 Minuten ein Gericht auf dem Tisch, das so authentisch schmeckt, dass du fast das Tuk-Tuk hupen hörst.

Ein grünes Thai Curry in einer Schüssel.

Gleich zu Anfang meiner ersten Thailand-Reise bin ich direkt einem sehr großen Missverständnis aufgesessen. Naiv und unerfahren, wie ich damals war, dachte ich, dass es sich mit den Schärfegraden der Thai-Currys verhält wie mit einer Ampel. Grün am mildesten, Gelb geht so und Rot teuflisch scharf. Mit dem grünen Thai Curry vor der Nase – und Tränen in den Augen – dachte ich, dass Gelb und Rot ja dann ungenießbar sein müssen. Und wurde von einer netten Kellnerin aufgeklärt.

Das grüne Thai Curry (Kaeng Khiao Wan) ist traditionell das schärfste der drei Klassiker. Seine Farbe kommt nämlich nicht (nur) von Kräutern, sondern vor allem von frischen, grünen Thai-Chilis. Und die haben es in sich! Aber keine Sorge: Ich zeige dir, wie du diese Schärfe bändigst und mit der cremigen Süße der Kokosmilch in perfekte Balance bringst. Los geht’s!

Neben dem grünem Curry mit Kokosmilch. steht eine Schale Reis.

Die heilige Dreifaltigkeit der Thai-Currys

Falls du dich fragst, wo der Unterschied liegt:

  • Gelb / Massaman: Mild, warm, viele trockene Gewürze (Zimt, Kardamom).
  • Rot: Mittelscharf, Basis sind getrocknete rote Chilis.
  • Grün: Scharf & frisch, Basis sind frische grüne Chilis, Kaffirlimette und Thai-Basilikum.

Das Besondere am grünen Curry ist der Name „Wan“, was „süß“ bedeutet. Es ist also eine faszinierende Mischung aus sehr scharf und deutlich süß. Genau dieser Kontrast macht süchtig!

Ein grünes Thai-Curry original wie in Thailand gekocht.

Deine Zutaten für das grüne Curry

Wir brauchen Zutaten, die Power haben:

  • Grüne Currypaste: Hier steckt die Musik drin. Du bekommst sie im Asialaden. Veggie-Tipp: Die meisten grünen Currypasten sind vegetarisch bzw. sogar vegan. Ein Blick aufs Zutatenlabel schadet aber nicht, denn in seltenen Fällen kann Garnelenpaste enthalten sein. Marken wie „Cock“ oder „Aroy-D“ sind aber in der Regel veggie.
  • Kokosmilch: Sie ist der „Feuerlöscher“. Nimm Vollfett-Milch, um die Schärfe abzufedern und dem Curry eine schöne Konsistenz zu geben.
  • Das Gemüse: In ein grünes Curry gehört traditionell grünes Gemüse. Ich verwende kleine Thai-Auberginen (die knackigen runden), Zucchini, Zuckerschoten oder Pak Choi. Auch Bambussprossen passen super.
  • Die Würze: Kaffir-Limettenblätter (für den Duft), Fischsauce (veggie – für das Salz/Umami) und brauner Zucker (für die Balance).
  • Thai-Basilikum: Unverzichtbar! Es bringt eine feine Anis-Note, die perfekt mit der grünen Chili harmoniert.
Grünes Curry scharf mit etwas Reis auf einem Teller.

So bleibt dein Curry schön grün

Kennst du das Problem, dass grünes Curry zu Hause oft bräunlich-grau aussieht? Das passiert, wenn das Curry zu lange kocht. Wie so oft in der Thai-Küche gilt auch beim grünen Curry „schnell und heiß“, wenn es um die Zubereitung geht. Mein Profi-Tipp: Koche die Curry-Soße ruhig ein paar Minuten, damit sie sämig wird. Aber gib das grüne Gemüse (Zucchini, Bohnen, Basilikum) erst in den allerletzten 3–4 Minuten dazu. So bleibt es knackig und leuchtend grün!

Grünes Thai Curry mit Kokosmilch & Gemüse

Original Thailändisches Rezept für grünes Thai Curry mit Kokosmilch. Im handumdrehen zubereitet holst du dir mit diesem Rezept ein Stück Thailand in die eigene Küche.
Autor: Annelie

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Vorbereitung 10 Minuten
Koch-/Backzeit 15 Minuten
Gesamtzeit 25 Minuten
Anzahl Personen 4

Zutaten 

  • 150 g Jasminreis
  • 1 EL Kokosöl
  • 3 – 4 EL Grüne Currypaste
  • 700 ml Kokosmilch
  • 3 Kaffir Limettenblätter
  • 60 ml Fischsauce (Veggie)
  • 2 EL Brauner Zucker oder Palmzucker
  • 200 g Thailändische Auberginen
  • 3 Mini Pak Choi
  • 1 Zucchini
  • 150 g Tofu optional
  • 1 Hand voll Thai Basilikum

Anleitung 

  • Reis nach Packungsangabe kochen.
  • Derweil Kokosöl in einer tiefen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Die Currypaste dazu geben und kurz anbraten. Dann mit der hälfte der Kokosmilch ablöschen. Für zwei Minuten köcheln lassen.
  • Die Kaffir Limettenblätter dazu eben. Fischsaue und Zucker dazu geben. Die restliche Kokosmilch dazu geben und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Derweil das Gemüse und die Auberginen in mundgerechte Stücke schneiden.
  • Gemüse zur Currysoße geben und kurz mit kochen lassen bis das Gemüse gar, aber noch bissfest ist. Mit Thai Basilikum garnieren und mit dem fertig gegarten Reis direkt, heiß servieren.

Tipps

Fischsauce bitte nach Geschmack zugeben. Die Intensität der Fischsauce kann je nach Hersteller und je nachdem wie lange die Fischsauce bereits geöffnet ist variieren. Angebrochene Fischsauce am besten im Kühlschrank lagern. Es gibt mittlerweile auch pflanzliche Fischsauce-Varianten. 

Ungefähre Nährwerte pro Portion

Kalorien 422 kcal
Fett 28 g
Zucker 4 g
Eiweiß 8 g
Kohlenhydrate 39 g
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FAQ: Häufige Fragen zum grünen Thai Curry

Hilfe, es ist zu scharf geworden! Was tun?

Mehr Fett: Gib noch einen Schuss Kokosmilch oder Sahne dazu.
Mehr Süße: Zucker ist der Gegenspieler von Schärfe. Ein weiterer Löffel Zucker wirkt Wunder.
Säure: Ein Spritzer Limettensaft kann die Schärfe manchmal etwas „kappen“.

Welche Fischsauce für Vegetarier?

Die klassische Fischsauce (Nam Pla) besteht aus fermentierten Sardellen. Für die vegetarische Version gibt es im Asialaden „No Fish Sauce“ (meist auf Basis von Algen oder Ananas). Wenn du die nicht hast, nimm helle Sojasauce gemischt mit einer Prise Salz.

Kann ich anderes Gemüse nehmen?

Ja, aber für die Optik empfehle ich, im Farbschema „Grün“ zu bleiben: Brokkoli, grüne Paprika, Zuckerschoten, grüne Bohnen oder Spinat passen perfekt. Rote Paprika oder Karotten gehen natürlich geschmacklich auch, stechen aber optisch stark heraus.

Grün, Gelb oder doch Rot? Welches Thai-Curry magst du am liebsten? Verrate es mir in den Kommentaren!

Ein Bild von Annelie von Heisse Himbeeren
Über den Author

Herzlich Willkommen in meiner Küche! Mein Name ist Annelie. Ich bin Foodie, Food Fotografin, vegetarische Rezeptentwicklerin, Autorin, Unternehmerin und Hundemama. Zum Autor

3 Gedanken zu „Grünes Thai Curry: Scharf, Süß & Cremig“

  1. Geschmacklich ist das echt sehr gut. Ein bisschen Vorsicht sollte man allerdings mit der Fischsauce walten lassen. Beim ersten Versuch war das Gericht völlig versalzen, was an der Fsichsauce lag. Hier gibt es gff. Deutliche unterschiede bzgl. Des Salzgehaltes. Sonst 5 Sterne.
    Als Variante mit mehr „normalem“ Gemüse schmecken auch Paprika, Zucchini und Karotten.

    Antworten
    • Vielen Dank für Dein Feedback lieber Martin :)
      Du hast vollkommen recht, Fischsauce kann je nach Hersteller und wie lange sie bereits geöffnet ist in der Intensität variieren. Ich nehme gleich einen entsprechenden Hinweis ins Rezept auf.
      Liebe Grüße
      Annelie

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