Wenn es draußen grau und ungemütlich ist, brauchen wir dringend Farbe auf dem Teller! Diese Rote Bete Suppe mit Kokosmilch ist nicht nur ein optisches Highlight in knalligem Pink, sondern auch geschmacklich eine echte Offenbarung.

Bei uns zuhause gab es schon immer viel Rote Bete. Als Kind konnte ich damit herzlich wenig anfangen, denn sie war mir zu erdig. Nur eingelegt fand ich sie schon immer lecker. Mit den Jahren änderte sich dann auch mein Verhältnis zur Roten Bete im Allgemeinen und heute bin ich großer Fan und koche sehr gerne mit ihr – mal Rote Bete Risotto, mal als rote Bete Gnocchi. Aber auch dieses Rezept hat einen großen Teil zu meine Rote Bete Liebe beigetragen. Durch die Süße der Kokosmilch, die Schärfe vom Ingwer und einen ordentlichen Spritzer Säure wird die Suppe herrlich harmonisch, exotisch und mild. So zubereitet lieben alle Rote Bete!
Ob als gesundes Mittagessen im Homeoffice oder als wärmendes Abendessen – dieses Rezept ist unkompliziert, vegan (wenn du das Topping anpasst) und echtes Soulfood.

Warum diese Kombination so gut funktioniert
Bei diesem Rezept treffen zwei Welten aufeinander, die wie füreinander gemacht sind: heimisches Wurzelgemüse und asiatische Aromen.
- Rote Bete & Kokosmilch: Die Rote Bete bringt eine tiefe, herzhafte Note mit. Die Kokosmilch fängt das mit ihrer cremigen Süße auf und macht die Suppe samtig weich.
- Der Frische-Kick: Das eigentliche Geheimnis bei dieser Rote Bete Suppe sind aber Ingwer und Zitrone (oder Limette!). Diese beiden Zutaten „schneiden“ durch die Schwere der Knolle und sorgen dafür, dass die Suppe leicht und frisch schmeckt.

Frische Rote Bete oder vorgegart?
Das ist die häufigste Frage. Mein Rezept verwendet frische Rote Bete.
- Warum frisch? Frische Knollen haben ein viel feineres, süßeres Aroma und schmecken weniger „muffig“ als die vorgegarte, vakuumierte Variante aus dem Supermarkt. Außerdem enthalten sie noch alle Vitamine und sind auch im tiefsten Winter für kleines Geld zu bekommen.
- Die Express-Variante: Wenn es mal super schnell gehen muss (oder du keine Lust auf das Schälen hast), kannst du natürlich auch die vorgegarte Rote Bete verwenden. Die Kochzeit verkürzt sich dadurch etwas, da eigentlich nur noch die Kartoffeln garen müssen.
Wichtige Tipps für die Zubereitung der Rote Bete Suppe mit Kokosmilch
Damit dein Küchentraum nicht zum Putz-Albtraum wird, hier mein wichtigster Rat: Trage Handschuhe! Rote Bete färbt extrem stark. Wenn du die frischen Knollen schälst und schneidest, werden deine Hände sonst noch länger pink leuchten. Alternativ ist ein guter Tipp, die Hände mit etwas Vaseline einzucremen und nach dem Schälen der Knollen direkt zu waschen. Auch Holzbretter nehmen die Farbe gerne an, ich habe deswegen ein designiertes Brett aus dunklem Holz, das ich gerne für Rote Bete, aber auch Granatapfel und andere färbende Zutaten verwende.

Der Trick für die perfekte Bindung
Du wunderst dich vielleicht über die Kartoffeln im Rezept. Sie sind nicht nur Sättigungsbeilage, sondern dienen als natürliche Bindung. Durch die Stärke der mehlig kochenden Kartoffeln wird die Suppe beim Pürieren wunderbar sämig, ganz ohne Mehl oder Sahne.
Toppings & Variationen
Eine pürierte Suppe lebt von ihren Toppings! Hier kannst du kreativ werden:
- Cremig: Im Rezept nutze ich Crème fraîche als klassischen Kontrast. Für eine komplett vegane Variante nimmst du einfach einen Klecks Kokosjoghurt oder Soja-Cuisine.
- Knusprig: Röste ein paar Sonnenblumenkerne, Walnüsse oder Kichererbsen in der Pfanne an. Der „Crunch“ ist wichtig für das Mundgefühl.
- Frisch: Koriandergrün spaltet die Nation. Wenn du ihn (wie ich) liebst, sei großzügig damit! Wenn nicht, passt auch frische Petersilie oder Schnittlauch hervorragend.

Meal Prep & Aufbewahrung
Diese Suppe ist ein Meal-Prep-Wunder. Sie schmeckt am zweiten Tag oft sogar noch besser, weil die Gewürze (Kreuzkümmel & Koriander) richtig durchgezogen sind.
- Kühlschrank: Luftdicht verpackt hält sie 2–3 Tage.
- Einfrieren: Du kannst die Suppe problemlos einfrieren. Die Kokosmilch macht das gut mit. Sollte sie sich beim Auftauen leicht trennen, einfach kurz aufkochen und kräftig umrühren oder den Pürierstab nochmal reinhalten.

Rote Bete Suppe mit Kokosmilch & Ingwer (Cremig und Gesund)
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- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 3 cm frischer Ingwer
- 500 g rote Bete frisch
- 200 g Kartoffeln mehlig kochend
- 2 EL Kokosöl
- 400 ml Gemüsebrühe
- 400 ml Kokosmilch
- 1 Zitrone Saft und etwas Abrieb – alternativ eine Limette
- 1 msp Kreuzkümmel
- 1 msp Koriandersaat
- Salz und Pfeffer
- Creme Fraiche zum Servieren
- Koriandergrün zum Servieren
Anleitung
- Hacke Zwiebel, Knoblauch und Ingwer. Es musst nicht zu fein sein, denn wir pürrieren die Suppe später. Schäle Kartoffeln und rote Bete und schneide sie in relativ gleichmäßige Stücke.
- Erhitze das Kokosöl in einem Topf und brate zunächst Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin an bis sie glasig sind. Gib dann die Gemüsebrühe und die Kokosmilch dazu und lass die Suppe für 20-30 Minuten köcheln bis Kartoffeln und rote Bete gar sind.
- Püriere die Suppe und würze sie mit Zitronensaft und -Abrieb sowie Kreuzkümmel, Koriander und Salz und Pfeffer. Schmecke sie ganz nach deinen Vorlieben ab.
- Serviere sie dann mit einem Klecks Creme Fraiche und etwas Koriandergrün.
Tipps
Häufige Fragen zur Rote Bete Suppe mit Kokosmilch und Ingwer
Absolut. Wenn du den Kokos-Geschmack nicht magst, kannst du normale Schlagsahne oder eine Hafer-Sahne verwenden. Die Suppe verliert dann ihren asiatischen Touch, wird aber schön klassisch.
Nimm am besten mehlig kochende Kartoffeln. Sie zerfallen beim Kochen leichter und sorgen durch ihren hohen Stärkegehalt für eine natürliche Bindung und Cremigkeit. Vorwiegend festkochende gehen zur Not auch, die Suppe wird dann aber etwas flüssiger.
Ja, sehr! Rote Bete ist reich an Eisen, Folsäure und Vitamin B. In Kombination mit dem Vitamin C aus dem Zitronensaft kann der Körper das Eisen besonders gut aufnehmen. Ein echter Power-Boost für das Immunsystem im Winter.
Für welches Topping der Rote Bete Suppe hast du dich entschieden? Verrat es mir unbedingt in den Kommentaren!






