Schokolade hat zu Ostern absolute Hochkonjunktur! Wenn du zum nächsten Osterfest aber nicht den Standard-Schokohasen aus dem Supermarkt, sondern etwas ganz Besonderes und Persönliches verschenken möchtest, dann sind diese edlen selbst gemachten Osterpralinen genau das Richtige für dich.
Osterschokolade ist mein Highlight. Ich sage nur Stichwort: Blätterkrokant. Nachdem ich zu Weihnachten und Geburtstagen schon immer gerne Trüffel oder Schnapspralinen gemacht habe, wollte ich auch zu Ostern selbst gemachte Pralinen verschenken – und mir vor allem selbst schmecken lassen! Denn auch für Ostereier lohnt sich der Aufwand geschmacklich in jedem Fall. Wie immer versuche ich, es mir dabei so einfach wie möglich zu machen, denn auf Dinge wie Hohlkörper selbst gießen und Co. habe ich ehrlich gesagt in der Regel keine Lust und auch keine Zeit. Wir nehmen also eine Abkürzung, mit der es wirklich ganz einfach ist, wunderschöne Schokoeier selber zu machen.
Das Beste daran: Die Qualität der Zutaten ist garantiert grandios, denn darüber entscheidest du ganz alleine. Ich zeige dir meine 3 liebsten Pralinen-Füllungen, mit denen du Familie und Freunde beim Osterbrunch garantiert beeindruckst!
Der ultimative Pralinen-Hack: Ostereier-Hohlkörper
Das Gießen von perfekten, dünnen Schokoladenhüllen ist oft die größte Hürde beim Osterpralinen-Selbermachen. Deswegen überspringen wir diesen Schritt einfach! Besorge dir sogenannte „Ostereier-Hohlkörper“ (die bekommst du online, im Pralinenfachhandel oder zur Osterzeit manchmal sogar im gut sortierten Supermarkt). Das sind kleine, hohle Schokoeier mit einem Loch an der Oberseite. Du musst sie „nur noch“ nach Herzenslust befüllen, verschließen und dekorieren. Das spart Stunden an Arbeit und das Ergebnis sieht aus wie vom Profi-Chocolatier!
Meine 3 leckersten Füllungen um Osterpralinen selber zu machen
Mit diesem Rezept bereitest du direkt eine tolle, bunte Mischung aus drei verschiedenen Geschmacksrichtungen zu (die Mengen reichen für viele leckere Eier):
- Die Einfache: Zartschmelzendes Nougat. Nougat ist der absolute Klassiker und extrem unkompliziert. Du bekommst Schnittnougat in der Backabteilung jedes Supermarktes. Es wird einfach sanft geschmolzen und direkt in die Hohlkörper gespritzt.
- Die Edle: Marzipan-Rum. Marzipan-Rohmasse und ein guter, brauner Rum sind eine himmlische Kombination. (Tipp für eine alkoholfreie Variante: Ersetze den Rum einfach durch etwas Orangenblüten- oder Rosenwasser, um das Marzipan geschmeidig glatt zu rühren!)
- Der Oster-Klassiker: Cremiger Eierlikör. Weiße Schokolade und Eierlikör ergeben zusammen eine wunderbare Ganache. Mein Geheimnis hierbei ist 1 TL Kokosöl! Es sorgt dafür, dass die Füllung selbst im abgekühlten Zustand herrlich zartcremig bleibt und auf der Zunge zergeht.
Schokolade richtig temperieren (So glänzt sie perfekt!)
Zum Schluss müssen die Eier verschlossen und mit Schokolade überzogen werden. Dafür verwenden wir hochwertige Vollmilch-Kuvertüre (der Fettgehalt ist hier genormt, was sie fließfähiger macht). Damit deine Pralinen am Ende schön glänzen, beim Reinbeißen herrlich „knacken“ und nicht sofort in den Fingern schmelzen, müssen wir die Schokolade temperieren (wir nutzen hier die einfache „Impf-Methode“).
Mein Tipp: Wenn du ganz genau wissen willst, worauf es dabei ankommt und warum Kuvertüre hier die viel bessere Wahl ist als normale Tafelschokolade, schau dir unbedingt meinen ausführlichen Basis-Artikel zum Thema Schokolade oder Kuvertüre an! Dort erkläre ich dir das Temperieren bis ins kleinste Detail.
Für unsere Osterpralinen hier die Kurzfassung:
- Hacke die Kuvertüre fein.
- Schmilz nur 2/3 der Schokolade auf einem Wasserbad (das Wasser darf heiß sein, aber nicht kochen!). Auch die Mikrowelle funktioniert gut. Hier darfst du aber wirklich nur 10-Sekunden-Intervalle verwenden und nach jeder Runde gut rühren, denn in der Mikrowelle kann Schokolade auch schnell verbrennen.
- Nimm die Schüssel vom heißen Wasserbad herunter und gib das letzte Drittel der fein gehackten Schokolade dazu.
- Rühre so lange, bis alles geschmolzen ist. Die kalte Schokolade kühlt die warme Schokolade auf exakt die richtige Verarbeitungstemperatur herunter. Perfekt!

Osterpralinen selber machen
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Für die Hohlkörper:
- Fertige Hohlkörper für Ostereier oder eine Form für Schokoladen Ostereier
Für die Füllungen:
- 200 g Nougat
- 200 g Marzipan Rohmasse
- 40 ml brauner Rum
- 100 g weiße Schokolade
- 100 ml Eierlikör
- 1 TL Kokosöl
Für die Dekoration:
- 600 g Vollmilch Schokolade
- 50 g weiße Schokolade
- bunte Zuckerstreusel
- Essbare Blüten
Anleitung
- Hohlkörper aus temperierter Schokolade gießen. Wer mit fertigen Hohlkörpern arbeitet überspringt diesen Schritt.
- Für die Nougat Füllung das Nougat auf dem Wasserbad schmelzen. Acht geben, dass das Nougat nicht zu heiß wird.
- Für die Marzipanfüllung das Marzipan mit dem Rum glattführen.
- Für die Eierlikörfüllung die weiße Schokolade mit dem Kokosöl schmelzen. Eierlikör unterrühren.
- Alle Füllungen in Spritzbeutel füllen und die Hohlkörper damit füllen. Die gefüllten Pralinen für 30-60 Minuten in den Kühlschrank stellen. Anschließend mit etwas geschmolzener Schokolade verschließen und nochmal kühl stellen bis der Verschluss ausgehärtet ist.
- Die Schokolade für die Dekoration temperieren. Dafür die Schokolade fein hacken. 2/3 der Schokolade in eine Schüssel geben und auf einem Wasserbad mit warmem, nicht kochenden Wasser schmelzen. Wenn die Schokolade geschmolzen ist vom Wasserbad nehmen das restliche Drittel dazu geben. Die Schokolade schmilzt nun und temperiert die Schokolade optimal.
- Die kalten Ostereier nun mit der Schokolade überziehen oder die Schokolade in einen Einweg Spritzbeutel füllen und die Ostereier damit dekorieren. Mit geschmolzener weißer Schokolade, Zuckerstreuseln und getrockneten Blüten den letzten Schliff verleihen.
- Am besten halten sich die Ostereier in Pappschachteln an einem kühlen und trockenen Ort.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
FAQ: Häufige Fragen zu selbst gemachten Pralinen
Da keine der drei Füllungen frische Sahne oder frische Butter enthält, sind diese Pralinen wunderbar haltbar! Wenn du sauber gearbeitet und die Hohlkörper komplett luftdicht mit Schokolade verschlossen hast, kannst du die Osterpralinen problemlos 2 bis 3 Wochen lagern.
Am besten lagerst du die fertigen Schokoeier in Pappschachteln oder Blechdosen an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort (z. B. in der Speisekammer oder im kühlen Flur bei ca. 15–18 °C). Bitte nicht in den Kühlschrank stellen! Schokolade mag keine Feuchtigkeit. Im Kühlschrank bildet sich Kondenswasser auf den Pralinen, wodurch der Zucker auskristallisiert und die Pralinen einen unschönen, grauen Schleier (Zuckerreif) bekommen.
Auf keinen Fall wegwerfen! Gieße die temperierte Schokolade einfach flach auf ein Stück Backpapier. Bestreue sie mit ein paar Nüssen, getrockneten Früchten oder Streuseln und lass sie fest werden. So hast du im Handumdrehen noch leckere, selbst gemachte Bruchschokolade gezaubert!
Wie füllst du deine Schoko-Ostereier am liebsten? Verrate es mir in den Kommentaren!











1 Gedanke zu „Osterpralinen selber machen: 3 geniale Füllungen für Schokoeier“