Super knusprige Kartoffelpuffer kannst du mit diesem Rezept ganz einfach selber machen. Sie schmecken leckerer als aus auf dem Weihnachtsmarkt, sind außen perfekt knusprig, innen zart und das Allerbeste ist, dass du nur 5 Zutaten brauchst!

Der Herbst beginnt für mich immer dann, wenn es Sonntagabend das erste Mal Kartoffelpuffer gibt. Da kocht nämlich seit vielen Jahren meine Mama und es ist mittlerweile Tradition, dass es am ersten Sonntagabend, an dem es zu kalt zum Abendessen auf der Terrasse ist, Reiberdatschi (wie Kartoffelpuffer bei mir in der Region heißen) gibt. Es scheint einfach bei uns das Familien Comfortfood schlechthin zu sein.
Was die Beilagen betrifft, wird dann übrigens groß aufgefahren. Denn es gibt in der Regel Apfelmus, Sauerkraut UND geräucherten oder gebeizten Lachs. Wenn schon, denn schon! Aber auch ich nehme gerne jede Ausrede, um Kartoffelpuffer zu kochen. Denn wie gesagt, gibt es nichts Besseres an kalten Herbst- und Wintertagen. Im Laufe der Jahre habe ich deshalb so ziemlich jeden Trick gelernt, den es gibt, und teile mein Wissen natürlich gerne mit dir!

Der Trick gegen suppige Puffer: portionsweise abtropfen lassen
Der wichtigste Tipp kommt gleich zu Beginn, denn er entscheidet darüber, ob du knusprige Kartoffelpuffer bekommst oder nicht. Denn Kartoffeln enthalten sehr viel Wasser, das durch das Reiben und den Kontakt mit dem Salz im Teig nach und nach austritt. Häufig wird empfohlen, die geriebenen Kartoffeln mit Hilfe eines Küchentuchs richtig trocken auszuwringen, das hilft meiner Erfahrung nach aber nur für die ersten Puffer, denn mit den anderen Zutaten im Teig ziehen die Kartoffeln Wasser und die letzten Puffer werden suppig.
Ich habe deshalb einen anderen Trick, der für mich sehr gut funktioniert. Ich wähle einen kleinen Schöpflöffel oder großen Esslöffel und nehme immer nur eine Portion Teig aus der Schüssel, die ich mit Hilfe des Löffels am Rand meiner Schüssel ablaufen lasse. So bleibt die Flüssigkeit in der Schüssel und meine Puffer werden knusprig. Und zwar auch noch die letzte Runde!

Die richtigen Kartoffeln
In Sachen Knusprigkeit ist nicht nur die Technik wichtig, sondern auch die Wahl der Kartoffeln spielt eine große Rolle. Am besten eignen sich festkochende Kartoffeln, aber auch vorwiegend festkochende Sorten funktionieren gut. Abstand halten solltest du beim Kartoffelpuffer selber machen von mehlig kochenden Kartoffeln. Sie ergeben zwar ein tolles Kartoffelpüree, sind für Puffer aber ungeeignet, denn sie zerfallen zu Brei.
Beim Mahlgrad kannst du außerdem etwas mit der finalen Textur spielen. Du kannst sie richtig fein zu einer Art Mus mahlen, dann werden sie weniger knusprig, dafür aber superzart. Grobe Raspel sind rustikaler und haben mehr Biss. Ich entscheide mich meist für feine Raspel, denn sie vereinen das Beste aus beiden Welten, sind innen cremig und zart und entwickeln trotzdem eine super knusprige Kruste. Ein Häckselwerk erspart Zeit und Muskelkraft, eine Handreibe geht aber genauso. Wichtig ist nur, dass du zügig arbeitest, damit die Kartoffeln nicht braun werden.
Ei, Mehl und Würze – die Bindung
Die weitere Zutatenliste ist herrlich kurz, denn wir brauchen lediglich Ei für die Bindung, etwas Mehl, das für Stabilität sorgt, sowie Salz und Muskatnuss für eine tolle Würze. Die Muskatnuss ist dabei optional, sollte, wenn, dann aber frisch gemahlen werden.

Richtig ausbacken
Das Ausbacken entscheidet außerdem über die Knusprigkeit. Denn du solltest nicht am Öl sparen. Das heißt noch lange nicht, dass die Puffer das Öl komplett aufsaugen, im Gegenteil. In genug Öl, das richtig heiß ist, ausgebacken, werden sie knusprig, ohne ölig zu werden. Lass die Pfanne und das Öl also ausreichend vorheizen.
Wichtig ist auch, die Puffer in der Pfanne flach zu drücken, damit sie gleichmäßig garen. Am besten nur einmal wenden, wenn die Unterseite goldbraun ist. Zum Abtropfen geht’s auf ein Gitter und im Backofen bei 80 °C kannst du die ersten Kartoffelpuffer gut warmhalten, während du den restlichen Teig ausbäckst.

Süß oder herzhaft servieren
Kartoffelpuffer sind super vielseitig, was die Beilagen betrifft. Sie schmecken süß zu Apfelmus, Zimtzucker oder Pflaumenmarmelade genauso wie herzhaft zu Sauerkraut, Kräuterquark, Meerrettich Dip und gebeiztem Lachs. Außerdem kannst du sie sowohl als Hauptgericht servieren, sie sind aber auch eine tolle Beilage zu Salat und in Miniformat gebacken ein tolles Fingerfood.
Vorbereiten & Aufbewahren
Zum Vorbereiten eignen sich Kartoffelpuffer nur bedingt, der Teig muss nämlich frisch verarbeitet werden, damit er nicht braun wird. Bleiben Puffer übrig, halten sie sich 1–2 Tage im Kühlschrank und können dann im Backofen oder in der heißen Pfanne wieder warmgemacht werden. Auch einfrieren kannst du sie, und zwar im gebackenen Zustand. Einfach gefroren in die Pfanne oder den Ofen legen und so auftauen und aufwärmen.
Einen kleinen Vorbereitungstipp gibt’s aber doch. Du kannst die Kartoffeln im Voraus schälen und bis du sie brauchst in kaltem Wasser lagern. Gerieben werden sie aber bitte erst dann, wenn du den Teig auch wirklich ausbacken kannst.
Kartoffelpuffer selber machen: so werden sie knusprig
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- 1 kg Kartoffeln festkochend oder vorwiegend festkochend
- 2 Eier
- 50 g Weizenmehl
- 1 TL Salz
- 1 Prise Muskatnuss optional
- Pflanzenöl zum Ausbacken
Anleitung
- Schäle 1 kg Kartoffeln und rasple sie fein. Das geht sehr gut mit einem Häckselwerk, aber auch eine Handreibe funktioniert super. Vermenge die geriebenen Kartoffeln dann mit 2 Eier, 50 g Weizenmehl, 1 TL Salz und 1 Prise Muskatnuss.
- Erhitze etwas Pflanzenöl zum Ausbacken in einer Pfanne und brate den Teig Portionsweise darin aus. Wende die Kartoffelpuffer nach einigen Minuten wenn sie auf der Unterseite schön goldbraun geworden sind. Lass sie auf einem Kuchengitter kurz abtropfen und serviere sie dann sofort heiß mit Apfelmus, Sauerkraut oder gebeiztem Lachs.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zu Kartoffelpuffern
Der Teig zieht mit der Zeit mehr Wasser, was die Puffer suppig macht. Entnimm die festen Bestandteile des Teiges mit einem Schöpflöffel oder Esslöffel und lass den Teig kurz am Schüsselrand abtropfen. Dann werden auch die letzten Puffer knusprig.
Entweder hast du zu viel Wasser im Teig (lass ihn besser abtropfen), du hast die falschen Kartoffeln gewählt (bitter nur festkochend oder vorwiegend festkochend) oder die Pfanne war nicht richtig heiß (es sollte direkt brutzeln, wenn du etwas Teig hineinl gibst).
Festkochende Kartoffeln funktionieren am besten, aber auch vorwiegend festkochende Sorten erzielen gute Ergebnisse.
Das passiert, wenn der Teig zu lange steht. Denn die Kartoffeln oxidieren im Kontakt mit Sauerstoff mit der Zeit. Arbeite also bitte zügig, um das zu vermeiden.
Nein, das geht leider nicht, denn die Kartoffeln oxidieren mit der Zeit und werden braun bzw. grau.
Bei 80 °C im Backofen, am besten auf ein Gitter, damit sie von unten nicht weich werden.
Wenn sie gebacken sind, funktioniert das sogar richtig gut!
Ja, das geht, aber sie werden dann längst nicht so knusprig. Airfryer und Backofen eignen sich aber sehr gut zum Wiederwarmmachen, sollte etwas von den Puffern übrigbleiben!
Du kannst sowohl süß als auch herzhaft zu den Kartoffelpuffern servieren. Schau einfach weiter oben im Text, da findest du ganz viele Ideen, die weit über das klassische Apfelmus hinausgehen.
Wie isst du Kartoffelpuffer am liebsten? Süß mit Apfelmus, herzhaft mit Kraut oder Lachs oder ganz anders? Verrate es mir in den Kommentaren!








