Samtige Maronencremesuppe ist im Winter die leckerste Vorspeise überhaupt. Die Zubereitung ist dabei ganz einfach. Mit meinem Rezept kannst du die feine Maronencremesuppe auch problemlos vorbereiten.

Dass ich gerne Gastgeberin bin, wird die, die hier schon länger mitlesen, wohl kaum verwundern. Und dass ich es mir dabei gerne so einfach wie möglich mache, um viel Zeit mit meinen Gästen zu haben, ist ebenfalls ein offenes Geheimnis. Deshalb liebe ich Rezepte, die man komplett am Vortag vorbereiten kann und dann nur noch warm machen muss.
Die Maronencremesuppe ist eines dieser Rezepte – und dabei die absolute Premium-Version, denn sie sorgt immer für einen Wow-Effekt und ist dabei in nur 40 Minuten vorbereitet. Ich zeige dir, worauf du beim Einkaufen und Kochen achten musst.

Was Maronen sind – und welche du kaufen solltest
Maronen sind Esskastanien. Sie schmecken mild, süßlich und mehlig-nussig. Deshalb eignen sie sich so gut als Basis für eine cremige Suppe. Sie sehen den Rosskastanien ähnlich, sind mit ihnen aber nicht verwandt – und anders als Esskastanien sind Rosskastanien ungenießbar.
Du bekommst Esskastanien im Herbst und Winter jedoch in jedem Supermarkt. Es gibt sie in zwei Varianten. Einmal roh und ungeschält, so eignen sie sich sehr gut zum Zubereiten im Backofen als wärmender Snack an kalten Tagen (du kennst sie vermutlich vom Weihnachtsmarkt). Es gibt sie aber auch geschält und gekocht. Das ist die Variante, die zum Kochen am praktischsten ist. Außerdem bekommst du sie auch außerhalb der Saison. Sie stehen entweder in der Gemüseabteilung im Supermarkt oder bei den Nüssen.
Die Aromabasis: warum Suppengemüse dazugehört
Damit die Maronen ihr volles Aromapotenzial entfalten, brauchen sie ein bisschen Hilfe von echten Aromaklassikern. Die „üblichen Verdächtigen“ für Suppen aller Art sind Zwiebeln und Lauch sowie Sellerie und Karotten. Das typische Suppengrün also. Sie sorgen für eine würzige Basis. Beim Sellerie empfehle ich Knollensellerie, denn er hat die würzig-erdigen Noten, die die Suppe braucht, ohne unnötige Fasern.
Mehligkochende Kartoffeln sorgen außerdem für eine extra sämige Suppe. Etwas Piment und Lorbeer runden die Aromen ab. Insgesamt ist die Zutatenliste also abgesehen von den Maronen herrlich unkompliziert.

Sherry zum Ablöschen – der festliche Kniff
Ein weiterer kleiner Aromatrick für die Maronensuppe ist, den Gemüseansatz mit Sherry abzulöschen. Dabei handelt es sich um einen starken Weißwein aus Spanien, der nussige Aromen mitbringt, die herrlich mit der Maronensüße harmonieren. Lass ihn kurz verkochen, damit er die alkoholische Schärfe verliert. Solltest du keinen Sherry zur Hand haben, funktioniert auch ein trockener Weißwein. Für eine alkoholfreie Variante nimmst du einfach etwas Apfelsaft und einen Spritzer Zitronensaft.
Vegan zubereiten
Ich mag an meiner Maronencremesuppe auch, dass man sie ohne große Mühe vegan zubereiten kann. Du musst nur Butter und Sahne gegen eine pflanzliche Alternative ersetzen, die es zum Glück mittlerweile in jedem Supermarkt gibt. Sie schmeckt absolut identisch zur herkömmlichen Variante.

So servierst du die Suppe festlich
Das Servieren ist ganz simpel. Als Vorspeise reicht eine kleine Portion, denn die Suppe ist sehr gehaltvoll. Ich serviere sie dann gerne in antiken Tässchen vom Flohmarkt. Mit einem Sahnetupfer und etwas Rosmarin oder Thymian. Fein gehobeltem Trüffel oder fein gehobelten Maronen ist sie ein echter Hingucker. Ein frisch gebackenes Sauerteigbrot passt ganz hervorragend dazu.
Maronencremesuppe Vorbereiten & Aufbewahren
Die Maronencremesuppe ist komplett vorbereitbar. Deshalb liebe ich sie auch fürs Weihnachtsmenü sehr. Sie hält sich ohne Weiteres 2–3 Tage im Kühlschrank und kann sogar für 2–3 Monate eingefroren werden. Wenn du die Maronencremesuppe bewusst vorbereiten und einfrieren willst, dann empfehle ich aber, die Sahne erst nach dem Erwärmen unterzurühren, denn sie kann beim Auftauen ausflocken. Die Toppings kommen dann auch erst kurz vor dem Servieren ganz frisch drauf.

Maronencremesuppe Rezept
Rezept bewerten!
Drucken Pinnen BewertenZutaten
- 1 Zwiebel
- 1 Stange Lauch
- 1 Karotte
- 2 Kartoffeln mehlig kochend
- 200 g Knollensellerie
- 2 EL Butter
- 200 g Maronen vorgekocht
- 70 ml Sherry optional
- 1 Liter Gemüsebrühe
- 1 Lorbeerblatt
- 1 msp Piment
- 200 ml Schlagsahne
- Salz und Pfeffer
Anleitung
- Hacke 1 Zwiebel grob, wasche 1 Stange Lauch und schneide ihn in Ringe, schäle 1 Karotte, 2 Kartoffeln und 200 g Knollensellerie und schneide sie in grobe Würfel.
- Dünste Zwiebeln und Lauch in einem Topf mit 2 EL Butter an, bis sie glasig sind. Gib dann Kartoffeln, Karotten und Sellerie sowie 200 g Maronen dazu und lösche alles mit 70 ml Sherry ab. Lass den Sherry kurz verkochen und gieße dann 1 Liter Gemüsebrühe auf.
- Füge 1 Lorbeerblatt und 1 msp Piment hinzu und lass die Maronencremesuppe etwa 30 Minuten köcheln.
- Püriere die Suppe, rühre 200 ml Schlagsahne unter und schmecke sie Maronencremesuppe mit Salz und Pfeffer ab.
- Serviere die Maronencremesuppe mit einem Klecks Schlagsahne (gerne geschlagen) und frisch gemahlenem Pfeffer.
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zur Maronencremesuppe
Maronen ist ein anderer Begriff für Esskastanien, die du ganz bestimmt vom Weihnachtsmarkt kennst.
Ja, allerdings ist die Vorbereitung hier etwas aufwendiger, denn du musst sie einschneiden, rösten und dann erst schälen. Die vorgegarte Variante ist deutlich unkomplizierter.
Du kriegst sie in jedem gut sortierten Supermarkt in der Gemüseabteilung oder bei den Nüssen.
Ja, du kannst entweder einen trockenen Weißwein verwenden oder Apfelsaft und einen Spritzer Zitronensaft.
Na klar, das funktioniert super. Verwende einfach pflanzliche Alternativen für Butter und Schlagsahne.
Ja, im Kühlschrank hält sie sich 2–3 Tage und eingefroren sogar 2–3 Monate.
Ein Klecks Schlagsahne oder Crème fraîche, etwas Preiselbeermarmelade oder fein gehobelte Maronen oder Trüffel funktioniert super. Etwas Rosmarin oder Thymian bieten einen grünen Farbtupfer.
Da die Suppe sehr reichhaltig ist, reichen 250–300 ml pro Portion, wenn du sie als Vorspeise servieren willst.
Womit startet das Weihnachtsmenü bei dir in der Regel? Verrate es mir in den Kommentaren, ich bin immer dankbar für Inspiration.











