Diese Tomatensauce aus frischen Tomaten schmeckt nach Sommer pur – aromatisch, fruchtig und herrlich vielseitig. Das Beste daran: Sie wird mit Schale zubereitet. Das lästige Häuten der Tomaten (einritzen, blanchieren, abschrecken, pellen) fällt komplett weg – und trotzdem wird die Sauce wunderbar fein.

Pasta mit Tomatensauce geht einfach immer. Es ist vermutlich das Gericht, das es am häufigsten bei uns gibt. Ich weiß, reichlich unspektakulär für jemanden, der einen Foodblog hat, aber mal ehrlich. Denn mit der richtigen Sauce kann aus dem Standardessen ganz schnell ein echter Hochgenuss werden. Ich habe durch unzählige Tests mittlerweile ein absolut gelingsicheres Rezept gefunden, das ich meistens gleich in größeren Mengen zubereite und einkoche oder einfriere. Express-Abendessen sind damit garantiert!
Als italienisches Grundrezept ist sie unglaublich wandelbar: ob klassisch zu Pasta, als Pizzasauce, als Dip zu Arancini oder als Basis für Lasagne. Einmal gemacht, willst du nie wieder zur gekauften Sauce greifen.

Warum diese Tomatensauce mit Schale gelingt
Der Trick, die Schale dranzulassen, klingt fast zu einfach – funktioniert aber zuverlässig, wenn du eine Sache beachtest: Die richtige Tomatensorte. Ich nehme am liebsten Cherrytomaten: Sie sind besonders aromatisch und haben eine dünne Haut, die beim Pürieren praktisch vollständig verschwindet. So sparst du dir die ganze Häuten-Prozedur, ohne dass die Sauce stückig wird.
Mein wichtigster Tipp: Wenn du größere Tomaten (San Marzano, Ochsenherz) verwendest, funktioniert das Rezept auch – aber ihre dickere Haut püriert sich nicht ganz so fein. Bei sehr dickschaligen Sorten kann es sich lohnen, die Sauce nach dem Pürieren einmal durch ein Sieb zu streichen. Bei Cherrytomaten ist das nie nötig.

Worauf es bei den Zutaten ankommt
- Die Tomaten: Cherrytomaten sind meine erste Wahl (aromatisch, dünne Haut). San Marzano (die klassische italienische Saucen-Tomate) und Ochsenherztomaten funktionieren ebenfalls. Wichtig generell: reife, aromatische Tomaten – im Hochsommer aus regionalem Anbau schmeckt die Sauce am intensivsten.
- Zwiebel und Knoblauch: Die Aromabasis. Werden zuerst sanft glasig angeschwitzt, das gibt der Sauce Tiefe.
- Eine Prise Zucker: Klingt unscheinbar, ist aber wichtig: Eine Prise brauner Zucker balanciert die natürliche Säure der Tomaten aus – besonders bei nicht ganz vollreifen Tomaten. Nicht weglassen.
- Basilikum: Kommt erst zum Schluss in die fertige Sauce – frisch gehackt, nicht mitgekocht. So bleibt sein Aroma frisch und lebendig. Wer mag, verfeinert zusätzlich mit Oregano oder Thymian (die dürfen mitkochen).
Aroma-Tipp: Je länger die Sauce köchelt, desto intensiver und runder wird der Geschmack. 30 Minuten sind das Minimum – wer Zeit hat, lässt sie gerne 45–60 Minuten leise vor sich hin köcheln.
Fein pürieren oder grob lassen?
Beites ist möglich – Geschmackssache:
- Püriert: fein und samtig, ideal als Pizzasauce, für Lasagne oder eine elegante Pasta. Die Schale verschwindet dabei vollständig.
- Grob gelassen: rustikal und stückig, schön für eine sommerliche Pasta mit Biss.

Tomatensauce aus frischen Tomaten vielseitig verwenden
Das macht dieses Grundrezept so wertvoll – es ist die Basis für unzählige Gerichte:
- Zu Pasta: der Klassiker, mit frisch gehacktem Basilikum und etwas Parmesan.
- Als Penne all’Arrabiata: einfach mit Chili verfeinern – fertig ist die scharfe Variante.
- Als Pizzasauce: etwas dicker einkochen und auf den Teig streichen.
- Als Dip zu Arancini: die perfekte Begleitung zu den knusprigen Reisbällchen.
- Für Lasagne: als fruchtige Tomatenschicht zwischen den Platten.
Auf Vorrat: Einfrieren und Einkochen
Eine der größten Stärken dieses Rezepts – perfekt für die sommerliche Tomatenschwemme:
- Einfrieren: Die Sauce hält im Gefrierschrank problemlos drei bis vier Monate. Ich mache im Hochsommer gleich die mehrfache Menge und friere portionsweise ein – so habe ich den Sommergeschmack das ganze Jahr.
- Einkochen: Klassisch in sterilisierte Gläser einwecken – so hält sie monatelang im Vorratsschrank.
- Im Kühlschrank: Die fertige Sauce hält zwei bis drei Tage, gut abgedeckt.

Tomatensauce aus frischen Tomaten mit Schale
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- 1 Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 800 g Cherry Tomaten
- 1 TL Zucker braun
- 2 TL Salz mehr nach Bedarf
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Handvoll Basilikum
Anleitung
- Hacke 1 Zwiebel und 3 Knoblauchzehen fein und brate sie in 2 EL Olivenöl an, bis sie glasig sind. Gib 800 g Cherry Tomaten hinzu sowie 1 TL Zucker, 2 TL Salz und 1 Prise Pfeffer.
- Koche die Tomatensoße 30-40 Minuten, bis die Tomaten weich sind. Püriere die Tomatensoße und schmecke sie mit Salz, Pfeffer und Zucker ab. Hacke 1 Handvoll Basilikum und rühre ihn unter die Tomatensauce.
Tipps
- Serviere die Tomatensauce aus frischen Tomaten zu Nudeln, als Dip zu Arancini oder lagere sie bis zum Servieren ihm Kühlschrank. Dort hält sie ohne Weiteres 2-3 Tage.
- Zum Einfrieren eignet sich die Tomatensauce aus frischen Tomaten mit Schale ebenfalls hervorragend. Sie hält im Gefrierschrank problemlos 3-4 Monate.
- Auch zum Einkochen eignet sich dieses Rezept ebenfalls hervorragend.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zur Tomatensauce aus frischen Tomaten
Nein – das ist der ganze Clou dieses Rezepts. Bei Cherrytomaten bleibt die dünne Schale einfach dran und verschwindet beim Pürieren. Du sparst dir das mühsame Einritzen, Blanchieren und Pellen komplett.
Cherrytomaten (aromatisch, dünne Haut) sind ideal. San Marzano und Ochsenherztomaten funktionieren auch – bei dickschaligen Sorten die Sauce gegebenenfalls durch ein Sieb streichen.
Nein. Die Schale von Cherrytomaten ist dünn und mild und verschwindet beim Pürieren vollständig. Bitterkeit entsteht eher durch angebrannten Knoblauch – den also nur sanft glasig anschwitzen, nicht braun werden lassen.
Ja, hervorragend. Sie lässt sich drei bis vier Monate einfrieren oder klassisch einkochen. Perfekt, um die sommerliche Tomatenschwemme zu konservieren.
Zwei bis drei Tage, gut abgedeckt im Kühlschrank.
Einfach Chili mitkochen (frisch oder getrocknet) – schon hast du die Basis für Penne all’Arrabiata.
Wofür verwendest du deine Tomatensauce am liebsten – klassisch zu Pasta oder als Basis für etwas anderes? Verrate es mir gerne in den Kommentaren!








