Wenn ich mich an regnerischen Tagen in den Sommerurlaub zurückträumen möchte, gibt es dafür einen ganz einfachen Trick: ein super cremiges Pistazien Pesto, italienisch und unglaublich aromatisch!

Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich vor einigen Jahren im Urlaub in Italien das erste Mal Pistazienpesto zu meiner Pasta hatte. Was ist DAS denn? Ganz anders als klassisches grünes Pesto, leicht zitronig und so, so lecker. Kaum wieder zu Hause, musste ich das selbst ausprobieren! Bei meinen Recherchen habe ich dann festgestellt, dass das Pistazienpesto Rezept eigentlich aus Sizilien stammt. Diese italienische Insel hat sich dadurch mal eben auf Platz 1 meiner Reiseliste katapultiert. Wer so tolles Pesto macht, der muss besucht werden!
Denn die Kombination aus nussigen Pistazien, würzigem Pecorino, frischem Basilikum und etwas Zitronenabrieb schmeckt unfassbar lecker zu frischer Pasta, macht aus jedem einfachen Risotto ein Gourmet-Gericht und ist der genialste Dip für jede Antipasti-Platte. Das Beste daran? Die Zubereitung dauert keine 5 Minuten. Wenn du Pistazien magst, wirst du dieses grüne Gold ab sofort immer auf Vorrat im Kühlschrank haben wollen!

Die Pistazienpesto Falle: Bitte keine Snack-Pistazien!
Damit dein sizilianisches Pesto perfekt wird, ist die Wahl der Nüsse entscheidend. Der häufigste Fehler: Bitte verwende keine gerösteten und gesalzenen Pistazien aus der Knabberabteilung!
Da in ein original sizilianisches Pesto viel salziger Hartkäse (Parmesan oder Pecorino) kommt, würde gesalzene Snackware das Pesto komplett versalzen und ungenießbar machen. Du brauchst naturbelassene, ungesalzene und geschälte Pistazien (diese findest du meist in der Backabteilung im Supermarkt). Mein Tipp: Da Pistazien recht teuer sind, lohnt es sich enorm, sie direkt in größeren Mengen online zu bestellen.

Warum Pecorino und kein Parmesan?
In ein klassisches Basilikumpesto (Pesto Genovese) gehört meist Parmesan. Für unser süditalienisches Pesto greifen wir aber ganz traditionell zu Pecorino. Das ist ein harter Schafskäse, der etwas würziger, salziger und pikanter ist als Parmesan. Er liefert das typische, kräftige Aroma, das dieses Pistazienpesto so besonders macht und perfekt mit der süßlichen Nussnote harmoniert.

3 goldene Pesto-Regeln für die Zubereitung
- Die Bitter-Falle beim Mixen: Pesto bedeutet übersetzt „zerstoßen“. Wenn du die Zutaten in einen Hochleistungsmixer gibst und diesen minutenlang auf höchster Stufe laufen lässt, wird das Olivenöl durch die Reibungshitze bitter. Mixe dein Pesto daher immer nur in kurzen Schüben (pulsen), bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist.
- Die Konsistenz anpassen: Ein gutes Pesto darf Struktur haben! Mit den 50 ml Wasser im Rezept wird es schön cremig. Ist es dir noch zu fest, gib einfach esslöffelweise noch ein winziges bisschen Wasser oder Öl hinzu.
- Der Schimmel-Schutz (Haltbarkeit): Fülle dein fertiges Pesto in ein sauberes Schraubglas. Damit es im Kühlschrank problemlos ein bis zwei Wochen hält, musst du es nach jedem Gebrauch mit einer dünnen Schicht Olivenöl bedecken. Das Öl versiegelt das Pesto luftdicht und verhindert, dass es schimmelt oder braun wird.

Pistazienpesto Sizilien Original Rezept
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- 200 g Pistazien
- 3 Stiele Basilikum
- 1 Zitrone Bio
- 50 ml Wasser
- 100 g Pecorino
- 100 ml Olivenöl
- 1 TL Salz nach Bedarf
Anleitung
- Gib die Pistazien, Basilikumblätter und Stänge, Abrieb und Saft der Zitrone, Wasser, geriebenen Pecorino und Olivenöl in einem Food Processor oder kräftigen Mixer. Mixe die Zutaten zu einem cremigen Pesto. Gib nach Bedarf etwas mehr Wasser dazu.
- Schmecke das Pistazienpesto mit Salz ab und lager es bis zum Servieren im Kühlschrank.
Tipps
- Das Pistazienpesto schmeckt hervorragend mit selbst gemachter Pasta. Es ist aber auch zu gebratenem Lachs oder Ofenkartoffeln sehr lecker.
- Das fertige Pistazienpesto hält im Kühlschrank ohne Weiteres eine Woche. Du kannst es auch sehr gut für mehrere Monate einfrieren.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
FAQ: Häufige Fragen zum Pistazien-Pesto
Die genialste Art, das Pesto zu servieren, ist ganz simpel mit frischer, selbstgemachter Pasta! Du behältst einfach eine halbe Tasse des stärkehaltigen Nudelwassers zurück, vermengst es mit dem Pesto und den heißen Nudeln – ein Gedicht! Es passt aber auch herrlich als Kruste auf gebratenem Lachs, als Dip zu Ofenkartoffeln oder einfach auf geröstetem Ciabatta-Brot.
Wenn du sauber arbeitest und das Pesto im Kühlschrank aufbewahrst, hält es sich locker 1 bis 2 Wochen. Wichtig: Die Oberfläche des Pestos muss im Glas immer komplett mit einer Schicht Olivenöl bedeckt sein, um es vor Sauerstoff zu schützen.
Ja, das klappt hervorragend! Wenn du eine größere Menge der oft günstigeren Großpackungen Pistazien verarbeitest, kannst du das Pesto super für mehrere Monate einfrieren. Am besten füllst du es dafür in Eiswürfelformen. Sobald es gefroren ist, kannst du die Pesto-Würfel in einen Gefrierbeutel umfüllen und hast immer genau die richtige Portionsgröße für schnelle Pasta-Gerichte parat!
Wozu servierst du Pistazienpesto am liebsten? Verrate es mir in den Kommentaren!








