Dieser fruchtig leckere Weihnachtsaperitif mit Rum ist der perfekte Begleiter für einen festlichen Abend mit Freunden und Familie. Er lässt sich gut für viele Personen zubereiten und schmeckt auch in einer alkoholfreien Variante grandios! Die Weihnachtstage können kommen!

Ich bin das ganze Jahr über gerne Gastgeberin, zu Weihnachten liebe ich es aber ganz besonders. Irgendwie hat es eine besondere Magie, noch „ein letztes Mal dieses Jahr” die Lieben zu versammeln und gemeinsam das Jahr ausklingen zu lassen und auf alles anzustoßen, was war.
Dafür braucht es natürlich auch einen richtig guten Aperitif, der zur Stimmung passt und sich im besten Fall auch für viele Personen gut vorbereiten lässt. Denn worauf ich in solchen Situationen ehrlich gesagt wenig Lust habe, ist, stundenlang in der Küche individuelle Drinks zu mixen. Mein Weihnachtsaperitif ist perfekt dafür! Ich bereite ihn mit Orangenmarmelade zu, das gibt ihm eine wunderbar herbe Note. Dank Rum und etwas Rosmarin schmeckt er wunderbar weihnachtlich. Auch alkoholfrei macht er sich gut. Ich verrate dir alles, was du für den leckersten Aperitif zu Weihnachten wissen musst.

Was einen guten Weihnachtsaperitif ausmacht
Generell ist es bei Aperitifs wichtig, dass sie nicht zu stark sind und schön leicht schmecken. Denn ein Aperitif soll Appetit machen und nicht sättigen oder benebeln. Deshalb haben wir relativ wenig Alkohol im Drink, den wir mit Orangensaft verdünnen. Das macht diesen Drink wunderbar alltagstauglich und du kannst die Stärke auch selbst bestimmen.
Außerdem schätze ich es sehr, wenn sich Drinks gut vorbereiten lassen und schon mehr oder weniger fertig im Kühlschrank warten, wenn meine Gäste kommen. Aus all diesen Gründen funktioniert der Orange Noel nicht nur als Aperitif, sondern auch generell als weihnachtlicher Drink hervorragend.

Der Clou: Orangenmarmelade statt Sirup
Das ist mein allerliebster Aromatrick bei Drinks im Allgemeinen. Orangenmarmelade klingt zwar im ersten Moment sehr ungewöhnlich, macht aber sehr viel Sinn. Denn viele Drinks werden mit Zuckersirup oder purem Zucker (Mojito) gesüßt. Und Marmelade ist am Ende ja auch nur Zucker mit Frucht. Die Orangenmarmelade im Weihnachtsaperitif liefert also neben Süße auch intensive, leicht bittere Orangennoten. Das würden Zucker und Orangensaft alleine niemals hinkriegen.
Die Bitternoten geben dem Drink nämlich eine tolle Tiefe und Struktur. Ich verwende übrigens am allerliebsten feine Orangenmarmelade oder püriere gröbere Marmelade, damit sie sich gut im Drink verteilt. Für die Zubereitung gebe ich sie dann mit den anderen Aromaten in einen Shaker und zerdrücke sie kurz (muddeln), damit sie die Aromen lösen.

Die Aromen-Kombination: Rum, Orangenlikör und Rosmarin
- Die Orangenmarmelade ist gewissermaßen das Aroma-Rückgrat des Drinks. Wir haben aber noch einige andere Komponenten, die ihm sein unverwechselbares Aroma geben:
- Brauner Rum: Die karamellig-nussigen Noten passen sehr gut zur Orange und schmecken außerdem schön weihnachtlich.
- Orangenlikör (Cointreau oder ähnliches): Er verstärkt die Zitrusrichtung, die wir dem Drink schon durch die Marmelade gegeben haben, ohne ihn schwerer zu machen.
- Rosmarin: Die harzige Würze sorgt dafür, dass der Drink eindeutig weihnachtlich schmeckt und nicht zu “sommerlich” wird. Aber dosiere ihn sparsam, denn die ätherischen Öle sind sehr kräftig.
- Granatapfelkerne: Sie sehen fast aus wie kleine Edelsteine im Drink und sorgen für eine fruchtige Säure beim Trinken.
- Ein Rosmarinzweig sorgt nicht nur für eine hübsche Deko, sondern liefert die weihnachtlichen Aromen auch direkt an die Nase.

Den Weihnachtsaperitif alkoholfrei genießen
Obwohl wir im Weihnachtsaperitif sowohl Rum als auch Orangenlikör haben, funktioniert er auch alkoholfrei wunderbar. Gib einfach etwas mehr Orangensaft oder einen Schluck Mandarinen- oder Blutorangensaft mit dazu. Auch ein alkoholfreier Rum-Ersatz funktioniert gut, ist aber kein Muss. Ich gebe gerne einen Schluck Tonic oder Ginger Ale dazu für etwas Spritzigkeit.
Die tragenden Aromen des Drinks bleiben aber unangetastet, da sie sowieso alkoholfrei sind. Wo möglich, mache ich sehr gerne eine alkoholfreie Variante des eigentlichen Aperitifs, damit alle Gäste das Gefühl haben, gleichwertig bedacht zu werden.

Tipps fürs Gastgeben
Apropos Gäste, der Weihnachtsaperitif eignet sich hervorragend zum Vorbereiten für mehrere Personen. Mische einfach Marmelade, Rosmarin, Saft und Spirituosen in einem Krug und gieße den Drink dann zum Servieren in mit Eis gefüllte Gläser. Du kannst ihn schütteln, musst du aber nicht. Kräftiges Rühren funktioniert ebenfalls gut.
Die Gläser kannst du schon im Voraus mit Granatapfelkernen und Rosmarin garnieren und dementsprechend ebenfalls vorbereiten. Ich wähle gerne Whiskey- bzw. Old-Fashioned-Gläser. Und sei beim Eis bitte nicht sparsam!
Mehr festliche Drinks
Vor allem zu Weihnachten und Silvester ist der Bedarf an guten und abwechslungsreichen Drinks bei mir groß. Denn ja, du kannst den Weihnachtsaperitif auch sehr gut zu Silvester servieren. Außerdem serviere ich immer gerne meine drei Gin Drinks. Ein super leichter Aperitif ist mein Prosecco-Birnen-Cocktail. Aber auch ein Klassiker wie Negroni ist immer eine gute Wahl.
Fruchtiger Weihnachtsaperitif Orange Noel
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Für den Drink:
- 15 g Orangenmarmelade
- 1/2 TL Rosmarin
- 8 cl Saft von einer Orange
- 3 cl Brauner Rum
- 1,5 cl Orangenlikör Cointreau etc.
- Eiswürfel
Zum Servieren:
- 1 Orangenscheibe
- 20 g Granatapfelkerne
- Rosmarinzweige
Anleitung
- 15 g Orangenmarmelade und 1/2 TL Rosmarin in den Cocktailshaker geben. Mit einem Stößel etwas zerdrücken. Eis in den Shaker geben. 8 cl Saft von einer Orange, 3 cl Brauner Rum und 1,5 cl Orangenlikör in den Shaker geben. Verschließen und so lange kräftig schütteln, bis der Cocktailshaker komplett kalt und beschlagen ist.
- Glas mit Eiswürfel füllen und 1 Orangenscheibe dazugeben. 20 g Granatapfelkerne ins Glas geben und Cocktail einfüllen. Mit Rosmarinzweige garnieren und sofort servieren.
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zum Weihnachtsaperitif
Ja, das funktioniert sehr gut! Ersetze Rum und Likör einfach durch Mandarinen- oder Blutorangensaft. Auch ein alkoholfreier Rum ist eine gute Wahl, aber wirklich kein Muss. Etwas Ginger Ale oder Tonic sorgt für Spritzigkeit.
Ja, sehr gut sogar! Bereite ihn einfach in einem großen Krug vor und rühre ihn kräftig anstatt zu schütteln. Auf Eis serviert hast du so einen Drink, den du wirklich hervorragend vorbereiten kannst!
Nein, nicht unbedingt. Du kannst den Drink zum einen auch rühren, aber auch jedes saubere Marmeladenglas ist ein hervorragender Cocktailshaker, solange der Deckel gut schließt.
Ich verwende am liebsten eine feine Orangenmarmelade, aber auch eine mit größeren Schalenstücken geht ohne Weiteres. Hier würde ich dir immer raten, sie vorab zu pürieren.
Du kannst etwas mehr Orangenmarmelade sowie etwas mehr Rum verwenden. Aber auch etwas frischer Mandarinensaft funktioniert hier sehr gut.
Nein, eher nicht. Hier brauchst du die frischen Aromen des Rosmarins.
Ich verwende sehr gerne Whiskey- oder Old-Fashioned-Gläser, da hier die Granatapfelkerne richtig schön zur Geltung kommen.
Na klar, sehr gut sogar! Er ist wunderbar festlich und daher auch perfekt zu Silvester. Auch hier kommt dir wieder zugute, dass er sich gut für viele Personen vorbereiten lässt.
Welchen Drink servierst du in der Weihnachtszeit besonders gerne? Verrate es mir in den Kommentaren!






