Startseite · Backrezepte · 1 Teig 3 Plätzchen – Geheimtipp für leckere Plätzchen

1 Teig 3 Plätzchen – Geheimtipp für leckere Plätzchen

Autorin: Annelie Ulrich

Veröffentlicht:

Aktualisiert:

4,27 von 60 Bewertungen
3 Stunden 10 Minuten
Springe zum Rezept

Vanillekipferl, Husarenkrapfen und Nusskrapferl alle 3 Plätzchen, kannst du alle aus 1 Plätzchenteig backen. Ganz ohne Ei ergibt er die leckersten Plätzchen, die intensiv nach Nuss schmecken.

Aus 1 Teig werden 3 Plätzchen gebacken.

Dieser Teig war in der Weihnachtsbäckerei einer Mama immer die ganz große Kunst. Sie hat das Rezept von ihrer eigenen Mutter geerbt, es ist also schon lange eine Familientradition. Tricky ist der Teig deswegen, weil er ganz ohne Ei zubereitet wird, dafür aber mit Butter und gemahlenen Nüssen. Das macht ihn sehr fettig und damit empfindlich.

Das Geheimnis, damit die Verarbeitung auch klappt, ist also, den Teig möglichst kühl zu halten. Die Zeitangaben zum Kühlen sind also für diese Plätzchen keine Empfehlung, sondern zwingend fürs Gelingen erforderlich. Mit meinen Tipps und Tricks gelingen die drei Sorten aus einem Tag aber ganz bestimmt. Und du sparst dir ordentlich Zeit in der Weihnachtsbäckerei!

Drei verschiedene Plätzchen liegen auf einem Teller.

Warum 1 Teig 3 Plätzchen so gut funktioniert

Das Geheimnis einer großen Auswahl an Plätzchensorten lässt sich an diesem Rezept sehr gut erkennen. Denn nicht für jede Sorte brauchst du einen eigenen Teig. Manche Sorten kannst du wunderbar aus demselben Teig zubereiten und genau so funktioniert auch dieses Rezept.

Der Teig kommt ganz ohne Ei aus und ergibt daher besonders zarte und mürbe Plätzchen. Die Nüsse bringen Aroma. Ich verwende am liebsten eine Mischung aus Walnüssen und Mandeln, aber auch Haselnüsse oder eine bunte Nussmischung funktionieren wunderbar. Da die Verarbeitung des Teiges zwar bei den richtigen, kühlen Temperaturen gut funktioniert, aber zügiges Arbeiten erforderlich ist, empfehle ich zum Backen mit Kindern eher meinen klassischen Butterplätzchenteig, den du ebenfalls für viele Sorten, nämlich zum Beispiel für 5 Sorten aus einem Teig, verwenden kannst.

Die Nusskrapferl aus 1 Teig 3 Plätzchen in der Nahaufnahme.

So lässt sich der Teig ohne Ei gut verarbeiten

Okay, dass Teige ohne Ei etwas anspruchsvoller sind, wissen wir jetzt, aber warum ist das so? Der Hauptgrund ist, dass Ei für Elastizität sorgt. Ohne Ei sind wir vollkommen auf die Butter für die Teigkonsistenz angewiesen und die ist am stabilsten, wenn sie kühl ist. Nimm daher immer nur den Teig aus dem Kühlschrank, den du gerade auch wirklich verarbeiten kannst. Knete ihn ganz kurz etwas geschmeidig und solle ihn dann mit etwas Mehl aus. Hier solltest du sparsam sein, denn mit zu viel extra Mehl wird der Teig schnell krümelig. Zwischen Backpapier oder Folie ausrollen hilft außerdem, dass nichts klebt.

Diese 3 Plätzchen backst du aus 1 Teig

1. Vanillekipferl

Aus dem ersten Drittel des Teiges entstehen Vanillekipferl. Du rollst den Teig einfach zu einem etwa 1,5 cm dicken Teigstrang. Diesen unterteilst du in etwa 2 cm große Teile und formst daraus die Kipferl. Im vorgeheizten Backofen werden die Vanillekipferl für ca. 10 Minuten bei 170 °C Ober- und Unterhitze gebacken. Nach dem Backen werden sie noch lauwarm in Vanillezucker gewälzt.

2. Husarenkrapfen

Husarenkrapfen entstehen ganz ähnlich wie Vanillekipferl. Nur werden die Teigportionen nicht zu Kipferl geformt, sondern zu Kugeln, in die wir mithilfe eines Kochlöffelstiels eine Mulde drücken. Dort hinein wird dann vor dem Backen Marmelade bzw. Gelee gefüllt. Besonders empfehlen kann ich Johannisbeergelee. Aber auch Waldbeermarmelade, Quittengelee usw. funktionieren wunderbar.

3. Nusskrapferl

Plätzchen Nummer 3 im Bunde sind Nusskrapferl. Dabei handelt es sich um eine Art Linzerplätzchen oder Spitzbuben. Aus dem ausgerollten Teig werden Plätzchen ausgestochen. Nach dem Backen werden die Plätzchen dann mit Hilfe von Johannisbeergelee zusammengeklebt. Etwas Puderzucker drauf und fertig sind die leckeren Nusskrapferl.

So bewahrst du die Plätzchen auf

Fertig gebacken und dekoriert halten sich die 3 Plätzchen aus einem Teig ohne Probleme 3 – 4 Wochen an einem kühlen Ort in einer Blechdose. Den Boden der Plätzchendose lege ich gerne mit etwas Backpapier aus und auch zwischen einzelnen Lagen Plätzchen hilft eine Lage Backpapier dabei, dass nichts verrutscht.

Du kannst den Teig übrigens sehr gut vorbereiten und einfrieren. Er hält im Gefrierfach gut eingewickelt 1–2 Monate und kann dann über Nacht im Kühlschrank auftauen, bevor du ihn verarbeitest.

1 Teig 3 Plätzchen – Geheimtipp für die leckere Plätzchen

Bei dem Rezept handelt es sich um ein Weihnachtsplätzchen Rezept komplett ohne Ei, aus dem wir Vanillekipferl, Husarenkrapfen und Nusskrapferl backen werden. Drei ganz unterschiedliche Plätzchen also, die aber alle aus demselben Grundteig bestehen. 
Autor: Annelie

Rezept bewerten!

4,27 von 60 Bewertungen
Drucken Pinnen Bewerten
Vorbereitung 1 Stunde
Kühlzeit für den Teig 2 Stunden
Koch-/Backzeit 10 Minuten
Gesamtzeit 3 Stunden 10 Minuten
Anzahl Personen 50

Zutaten 

Für den Teig:

  • 250 g Mehl
  • 70 g Zucker
  • 100 g gemahlene Nüsse
  • 200 g Butter
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz

Für die Dekoration:

  • 50 g Zucker
  • 50 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g Johannisbeergelee
  • 100 g Zartbitterkuvertüre

Anleitung 

  • 250 g Mehl, 70 g Zucker, 100 g gemahlene Nüsse, 200 g Butter, 1 TL Vanilleextrakt und 1 Prise Salz in eine Rührschüssel geben und mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät zu einem homogenen Teig verkneten. Diesen in Frischhaltefolie packen, flach drücken und für mindestens 2 Stunden, besser über Nacht in den Kühlschrank legen.
  • Wenn der Teig gut durchgekühlt ist, den Backofen auf 170 °C Heißluft vorheizen und mehrere Backbleche mit Backpapier belegen.
  • Teig in drei gleich große Teile teilen. Das erste Drittel kurz durchkneten und zu einer 2 cm dicken Wurst rollen. Je 1,5 cm große Teile von der Teigwurst abschneiden. Zwischen den Händen zu einer Kugel rollen und dann zu einer Teigwurst, die an den Enden dünner wird und etwa so lang ist wie die Handfläche. Zu einem Kipferl biegen und auf ein Backblech legen. Sobald das Blech voll ist für 8-10 Minuten bei 170 °C Heißluft backen. Nach dem Backen einige Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, lauwarm in einer Mischung aus 50 g Puderzucker, 50 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker wälzen.
  • Das zweite Drittel ebenfalls kurz kneten, zur Wurst rollen, in 1 cm große Stücke schneiden und zu Kugeln rollen. Diese Kugeln auf ein Backblech setzen. Mit der Rückseite eines Kochlöffels eine Mulde in jede Kugel drücken und diese mit insgesamt 100 g Johannisbeergelee füllen. Ebenfalls für 8-10 Minuten backen
  • Das letzte Drittel des Teiges ebenfalls kurz durchkneten, 2-3 mm dick ausrollen und ausstechen. Auf ein Backblech setzen und 5-7 Minuten backen. Nach dem Backen und auskühlen mit Marmelade zusammenkleben und nach Wunsch in 100 g Zartbitterkuvertüre (geschmolzen) tauchen oder mit Puderzucker bestreuen.

Ungefähre Nährwerte pro Portion

Kalorien 78 kcal
Fett 5 g
Zucker 5 g
Eiweiß 1 g
Kohlenhydrate 9 g
Hast Du mein Rezept ausprobiert?Bewerte das Rezept!

Die häufigsten Fragen zu 1 Teig 3 Plätzchen

Warum bröselt mein Plätzchenteig ohne Ei?

Das passiert gerne, wenn der Teig zu kalt ist, dann einfach mit den Händen zusammendrücken und kurz kneten, bis er geschmeidig ist. Hast du ihn schon länger in der Verarbeitung, kann es auch sein, dass du mit der Zeit zu viel Mehl unterarbeitet hast, was den Teig ebenfalls bröselig macht.

Warum brechen meine Vanillekipferl beim Wälzen?

Sie sind noch zu warm. Lass sie auf dem Blech etwas länger abkühlen, bevor du sie im Zucker wälzt.

Warum verlaufen meine Plätzchen beim Backen?

Das passiert, wenn der Teig zu warm ist. Du kannst die geformten und ausgestochenen Plätzchen vor dem Backen nochmal mitsamt des Blechs in den Kühlschrank stellen, falls du den Eindruck hast, der Teig ist sehr weich.

Welche Nüsse kann ich verwenden?

Ich verwende gerne eine Mischung aus Walnüssen und Mandeln, du kannst aber auch Haselnüsse oder eine Mischung aus allen drei Nussarten verwenden.

Kann ich den Teig vorbereiten oder einfrieren?

Ja, du kannst den Teig sehr gut vorbereiten und auch einfrieren. Er muss ohnehin in den Kühlschrank und kann hier auch ohne Weiteres 2–3 Tage auf dich warten. Zum Einfrieren eignet er sich auch. Dafür bitte gut in Gefrierbeutel verpacken und innerhalb von 1–2 Monaten wieder auftauen. Dafür über Nacht in den Kühlschrank legen.

Welche Weihnachtsplätzchen dürfen bei dir in der Weihnachtsbäckerei nicht fehlen? Verrate es mir in den Kommentaren!

Ein Bild von Annelie von Heisse Himbeeren
Über den Author

Herzlich Willkommen in meiner Küche! Mein Name ist Annelie. Ich bin Foodie, Food Fotografin, vegetarische Rezeptentwicklerin, Autorin, Unternehmerin und Hundemama. Zum Autor

6 Kommentare zu „1 Teig 3 Plätzchen – Geheimtipp für leckere Plätzchen“

  1. 5 Sterne
    Liebe Annelie,
    Jetzt hab ich noch eine Frage (Nervensäge ‍♀️): Könnte ich eine kleine Menge Mehl durch Backkakao ersetzen? Ich möchte gerne auch Schoko-Husarenkrapferl mit entweder Schoko- oder Nougatfüllung. Hast du das schon probiert?

    Antworten
    • Hi liebe Elisabeth, na klar, immer her mit den Fragen! Das mit dem Kakao funktioniert wunderbar, ich würde aber nicht zu viel nehmen. 20 g Mehl durch dieselbe Menge Kakao ersetzen sollte das gewünschte Ergebnis bringen ohne das der Teig zu trocken wird. :D

  2. 5 Sterne
    Liebe Annelie,
    deinen Rat werde ich befolgen und gleich 3 Sorten aus einem Teig backen. Nur eine Frage hätte ich, bei den Husarenkrapferln gibst du die Marmelade vor dem Backen in die Mulden. Kocht die nicht hoch und rinnt dann am Krapferl herunter. Das würde unschön ausschauen.
    Deine Vanillekipferl hab ich im Vorjahr gebacken. Das wird jetzt mein Standard-Rezept. Waren zum ersten Mal so wie sie gehören. LG aus Österreich

    Antworten
    • Der Trick liegt darin, die Krapferl nicht ganz voll zu füllen sondern die Mulden nur zu etwa 3/4 mit Marmelade zu füllen. Ja, sie kocht etwas hoch, ein Überlaufen hatte ich aber in gut 10 Jahren wirklich noch nie. Nach dem Backen ist mir die Marmelade ehrlich gesagt zu „Nass“ und die Mulden schließen sich beim Backen ja auch wieder etwas. Für mich funktioniert die vorher-Variante sehr gut. Schau auch gerne mal bei meinen Engelsaugen oder den Husarenkrapfen als Einzelrezept, da gibts Schritt für Schritt Bilder die zeigen wie voll ich sie jeweils mache :)

4,27 from 60 votes (58 ratings without comment)

Schreibe einen Kommentar

Rezeptbewertung