Pommes selber machen ist einfacher, als die meisten denken – und aus dem Ofen brauchst du dafür nur drei Zutaten und fünf Minuten Arbeit. Die eigentliche Frage ist nur: Wie werden sie wirklich knusprig statt labbrig? Genau darum geht es hier. Mit ein paar Handgriffen, die den Unterschied machen, bekommst du Pommes, die außen knusprig und innen zart sind.

Pommes sind für mich das Comfort Food schlechthin. Ich habe immer eine große Tüte TK-Pommes im Gefrierfach für den spontanen Pommes-Hunger! Wenn ich allerdings richtig leckere Veggie Burger oder Ähnliches mache, dann darf’s auch in Sachen Pommes gerne noch „mehr“ sein. Und genau dann mache ich meine allerbesten, selbstgemachten Pommes.
Das dauert eigentlich gar nicht lang, man muss allerdings die richtigen Kartoffeln zu Hause haben – oder überhaupt Kartoffeln. Und das ist auch der Grund, warum es trotz der leckersten, selbstgemachten Pommes auch immer die Notfalltüte im Gefrierfach gibt – man weiß ja nie. Ich verrate dir jetzt aber erst mal alle meine Tipps und Tricks für die allerleckersten, selbstgemachten Ofenpommes!

Die drei goldenen Regeln für knusprige Ofen-Pommes
Labbrige Ofen-Pommes haben fast immer dieselben drei Ursachen. Wenn du diese Punkte beachtest, gelingen sie zuverlässig:
- Stärke abwaschen: Lege die geschnittenen Pommes in kaltes Wasser und wasche sie gründlich ab. Dabei löst sich die oberflächliche Stärke, die beim Backen sonst verkleistert und dafür sorgt, dass die Pommes aneinanderkleben und pappig werden.
- Gründlich trocken tupfen: Das ist der Schritt, der am häufigsten unterschätzt wird – und der wichtigste von allen. Restfeuchte auf den Kartoffelstreifen verdampft im Ofen und dämpft die Pommes, statt sie zu rösten. Nimm dir die Minute und tupfe sie mit einem Küchentuch wirklich trocken, bevor das Öl dazukommt.
- Platz auf dem Blech lassen: Die Pommes dürfen sich nicht überlappen. Liegen sie übereinander, entsteht dazwischen Dampf – und Dampf ist der Feind der Knusprigkeit. Lieber zwei Bleche nehmen als eines überladen.

Pommes selber machen: Der Salz-Trick
Ein Punkt, den ich zu Anfang meiner Pommes-Reise oft falsch gemacht habe: Salze die Pommes erst nach dem Backen. Salz zieht Wasser aus der Kartoffel – gibst du es vorher dazu, arbeitet es genau gegen die Knusprigkeit, die du erreichen willst.
Nach dem Backen bestreue ich die heißen Pommes großzügig mit Salz oder selbstgemachtem Pommesgewürz. Auf den heißen, leicht öligen Pommes haftet die Würze perfekt.

Worauf es bei den Zutaten ankommt
Bei nur drei Zutaten zählt jede Entscheidung:
- Kartoffeln: Vorwiegend festkochende Sorten sind hier ideal – sie sind der Mittelweg. Genug Stärke für eine fluffige, cremige Mitte, aber fest genug, dass die Streifen ihre Form behalten und außen knusprig werden.
- Pflanzenöl: Ein neutrales Öl mit hoher Hitzestabilität wie Sonnenblumen- oder Rapsöl. Es sorgt dafür, dass die Oberfläche richtig knusprig ausbackt. Zu wenig Öl macht die Pommes trocken statt knusprig – zwei Esslöffel auf 600 g Kartoffeln sind ein guter Richtwert.
- Pommesgewürz oder Salz: Kommt erst nach dem Backen dazu (siehe oben).
Schälen oder nicht?
Beides funktioniert – das ist reine Geschmackssache. Mit Schale bekommst du rustikalere Pommes mit etwas mehr Biss und sparst dir Arbeit; wichtig ist nur, dass die Kartoffeln gut gewaschen sind und die Schale einwandfrei ist. Ohne Schale werden sie klassischer und gleichmäßiger goldbraun.
Tipp: Schneide die Streifen möglichst gleichmäßig, etwa 8 mm dick. Ungleichmäßige Pommes garen unterschiedlich schnell – dünne verbrennen, während die dicken noch weich sind. Ein Gemüsehobel ist hier ein sehr nützlicher Küchenhelfer.

Vorbereiten
Du kannst die Pommes gut vorbereiten: Die geschnittenen Kartoffelstreifen bleiben einfach im kalten Wasser liegen. So verfärben sie sich nicht und du kannst sie nach ein bis zwei Stunden weiterverarbeiten. Wichtig ist auch dann: vor dem Ölen gründlich trockenzutupfen.
Was passt zu selbstgemachten Pommes?
Pommes sind die Beilage schlechthin – zu selbstgemachten Burgern, zu Sandwiches oder vom Grill. Auch zu vegetarischen Fleischbällchen oder einem großen gemischten Salat schmecken sie hervorragend. Zum Dippen mag ich Burgersoße, vegane Mayo oder klassisch Ketchup.
Knusprige Pommes im Ofen selber machen
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- 600 g Kartoffeln vorwiegend festkochend
- 2 EL Pflanzenöl
- Pommesgewürz oder Salz
Anleitung
- Backofen auf 180 °C Heißluft oder 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Kartoffeln ggf. schälen.
- 600 g Kartoffeln in ca. 8 mm dicke Scheiben schneiden und dann in 8 mm breite Pommes.
- Pommes im kaltes Wasser legen und gründlich abwaschen. Anschließend trocknen.
- Pommes mit 2 EL Pflanzenöl beträufeln und gleichmäßig auf einem Backblech verteilen. Bei 180 °C Heißluft für 30-45 Minuten backen, bis die Pommes goldbraun sind. Nach 20 Minuten wenden.
- Pommes auf dem Ofen mit Salz oder Pommesgewürz bestreuen und nach Herzenslust servieren.
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
Häufige Fragen zu selbstgemachten Pommes
Meist liegt es an Restfeuchte oder zu wenig Platz auf dem Blech. Tupfe die Pommes nach dem Wässern gründlich trocken und verteile sie so, dass sie sich nicht überlappen.
Das Wasser löst die oberflächliche Stärke ab. Bleibt sie dran, verkleistert sie beim Backen und die Pommes kleben zusammen, statt einzeln knusprig zu werden.
Erst nach dem Backen. Salz entzieht der Kartoffel Wasser und verhindert vorher, dass sie richtig knusprig wird.
Ja. Lass die geschnittenen Streifen im kalten Wasser liegen und verarbeite sie innerhalb von ein bis zwei Stunden weiter. Vor dem Backen gut trocken tupfen.
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