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Traumstücke Plätzchen nach Omas Rezept

Autorin: Annelie Ulrich

Veröffentlicht:

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1 Stunde 45 Minuten
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Omas Traumstücke zergehen im Mund und sind dabei eines der einfachsten Plätzchen überhaupt.

Traumstücke Plätzchen​ auf einem Teller.

Seit 2016 backe ich jedes Jahr Plätzchen für Heisse Himbeeren. Man möchte meinen, dass man irgendwann alle Rezepte ausprobiert hat und Plätzchen “auserzählt” sind. Aber weit gefehlt, denn noch nicht mal das Rezeptbuch meiner Oma habe ich durchgearbeitet. Heute folgt daraus ein weiteres Rezept. Als Kind fand ich die Traumstücke zwar lecker, aber irgendwie auch unspektakulär. Keine Streusel, kein Zuckerguss und auch keine Schokolade.

Jetzt, wo ich jedes Jahr selbst backe, weiß ich genau, wie grandios solche Plätzchen wie die Traumstücke sind, die superlecker schmecken, gleichzeitig aber kaum Arbeit machen. Denn du musst den Teig weder ausrollen und schon gar nicht ausstechen. Einfach zum Strang formen und in Portionen teilen, fertig. Dabei zergehen die Plätzchen so wunderbar auf der Zunge, dass sie heute zu meinen Lieblingen gehören. Weil sie so simpel gemacht sind UND so lecker schmecken.

Omas Traumstücke sind mit Puderzucker bestreut.​

Warum Traumstücke Plätzchen so zart werden

Dass die Traumstücke so zart werden, hat vor allem zwei Gründe. Zum einen verwenden wir im Teig nur Eigelb. Die binden den Teig zwar, aber nicht so sehr wie ganze Eier mit Eiweiß. Außerdem verwenden wir kalte Butter und kneten den Teig so kurz wie möglich, so vermeiden wir, dass sich das Gluten entwickelt, was die fertigen Plätzchen automatisch mürber werden lässt. Auch das kalte Verarbeiten ist hier ein wichtiger Faktor. Ich verzichte zudem komplett auf Backtriebmittel wie Hirschhornsalz oder Backpulver, was den Teig zarter werden lässt.

Die Plätzchen sind alle auf einem Backblech und sind mit Puderzucker bestreut.

Die Zutaten, auf die es ankommt

  • Kalte Butter in Würfeln: Die kalte Butter lässt sich zwar zu einem glatten Teig verarbeiten, es bleiben aber immer noch kleine Butterflöckchen im Teig enthalten, die dann beim Backen dafür sorgen, dass er schön zart wird. Auch der Glutenentwicklung wirkt die kalte Butter entgegen.  
  • Eigelb: In Größe M oder L. Das Eiweiß kannst du für andere Plätzchenrezepte wie Makronen verwenden.  
  • Mehl Typ 405 oder 550: sorgt für eine zarte Krume, du kannst auch ein vergleichbares Dinkelmehl verwenden.  
  • Vanilleextrakt: Ich verwende hier gerne mein selbst gemachtes Vanilleextrakt, du kannst aber auch Vanillezucker oder das Mark einer halben Vanilleschote verwenden.  
  • Puderzucker: kommt ganz zum Schluss auf die Traumstücke und gibt ihnen ihre typische Optik.

So gelingen Omas Traumstücke

Nachdem der Teig zusammengemischt ist, darf er ein bisschen im Kühlschrank entspannen. Vorher bitte einmal kurz zusammenkneten. Keine Sorgen, falls er sehr krümelig wirkt, das ist normal und erledigt sich durch die Wärme deiner Hände in Nu. Formen ihn dann zu einer Platte und wickle ihn in Folie oder ein Bienenwachstuch für den Kühlschrank. Als Platte kühlt er gleichmäßiger durch als als Kugel und lässt sich später besser verarbeiten.

Forme dann gleichmäßige Stränge mit ca. 2 cm Durchmesser und schneide sie dann in 2-3 cm große Stücke. Ab auf ein Backblech damit. Achte darauf, dass sie gleichmäßig groß sind, damit alle Traumstücke auch gleich lang im Ofen brauchen.

Sollte der Teig beim Formen recht warm geworden sein, geht’s vor dem Backofen bitte nochmal ein paar Minuten auf dem Blech in den Kühlschrank, das sorgt dafür, dass die Plätzchen nicht zu sehr verlaufen. Ab in den Ofen und regelmäßig den Garpunkt kontrollieren. Traumstücke sollten nämlich eher hell bleiben, wenn sie an den Rändern leicht zu bräunen beginnen, also bitte gleich raus aus dem Ofen. Abkühlen lassen und lauwarm mit Puderzucker bestäuben. Sind sie zu heiß, schmilzt er, sind sie kalt, haftet er nicht richtig.

Die fertig gebackenen Traumstücke.

Varianten

Traumstücke sind ja ein eher schlichtes Plätzchen und bieten sich daher ideal zum Aromatisieren an. Eine simple aber effektive Variante ist, etwas gemahlene Vanilleschote oder eine Messerspitze des Marks einer Vanilleschote unter den Puderzucker zu mischen. Auch mit Zitronen- oder Orangenabrieb habe ich schon gute Erfahrungen gemacht und auch ein Spritzer Rosen- oder Orangenblütenwasser passt gut. Eine Schoko-Variante könnte ich mir außerdem auch gut vorstellen. Dafür musst du nur 10 % des Mehls durch Backkakao ersetzen und die fertigen Traumstücke dann eher in Backkakao wälzen. Das habe ich aber selbst noch nicht getestet, stelle es mir aber lecker vor.

Wohin mit den Eiweißen

Da wir für die Traumstücke nur das Eigelb brauchen, haben wir eine größere Menge Eiweiß übrig. Das ist in der Weihnachtsbäckerei aber gar kein Problem, denn Eiweiß brauchen wir zur Genüge. Für Elisenlebkuchen oder Mandelhörnchen zum Beispiel. Aber auch Makronen aller Art und Zimtsterne brauchen Eiweiß. Ich plane gerne so, dass ich eine Sorte, die Eiweiß braucht, am selben Tag zubereite wie die Traumstücke, sodass sie gleich verarbeitet werden.

Aufbewahren und vorbereiten

Lagere die fertigen Plätzchen am besten in einer Keksdose an einem kühlen, trockenen Ort. So halten sie 3-4 Wochen. Ich lege gerne etwas Butterbrot- oder Backpapier in die Dosen, um die Plätzchen zu schützen. Wenn du die Traumstücke länger lagerst, kann es sinnvoll sein, die Puderzuckerschicht vor dem Servieren aufzufrischen, das ist aber Ermessenssache und nicht zwingend nötig. Du kannst den Teig auch sehr gut vorbereiten und 2-3 Tage im Kühlschrank lagern, dann nur kurz geschmeidig kneten. Auch einfrieren kannst du den rohen Teig gut. 1-2 Monate im Eisfach sind kein Problem. Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und bitte ebenfalls nochmal kurz kneten vor dem Verarbeiten.

Omas Traumstücke Plätzchen

Omas Traumstücke: mürbe Plätzchen mit Eigelb, die auf der Zunge zergehen. Ohne Ausstechen, dick mit Puderzucker und bis zu 4 Wochen haltbar.
Autor: Annelie

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Vorbereitung 30 Minuten
Ruhezeit 1 Stunde
Koch-/Backzeit 15 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 45 Minuten
Anzahl Personen 70 Plätzchen

Zutaten 

  • 500 g Weizenmehl Typ 405 oder Typ 550
  • 5 Eigelb
  • 250 g Butter kalt in kleine Würfel geschniten
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 150 g Zucker
  • 100 g Puderzucker zum dekorieren

Anleitung 

  • Gib500 g Weizenmehl zusammen mit 5 Eigelb, 250 g Butter, 1 TL Vanilleextrakt und 150 g Zucker in eine große Rührschüssel. Vermenge die Zutaten kurz mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät zu einem glatten Teig.
  • Form den Teig zu einer Platte, wickle sie in Folie oder ein Bienewachstuch ein und lege sie für 30-60 Minuten in den Kühlschrank.
  • Heize den Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vor und belege einige Backbleche mit Backpapier. Teile den gekühlten Teig in 6 gleich große Portionen. Rolle jede Teigportion zu einem Teigstrang mit etwa 2 cm Durchmesser.
  • Tipp: Falls der Teig sehr krümelig ist, hilft es, ihn kurz geschmeidig zu kneten.
  • Teile den Teigstrang dann in etwa 2-3 cm große Portionen und lege sie direkt auf die vorbereiteten Backbleche. Backe die Traumstücke im vorgeheizten Backofen für ca. 12-15 Minuten bis sie an den Rändern zu Bräunen beginnen.
  • Tipp: Wenn der Teig beim Verarbeiten recht warm geworden ist, hilft es die Bleche mit den Plätzchen drauf vor dem Backen für 30-60 Minuten in den Kühlschrank zu stellen und dann direkt gekühlt zu backen.
  • Lass die Traumstücke kurz abkühlen und bepudere sie, wenn sie lauwarm sind mit einer großzügigen Schicht Puderzucker.

Tipps

Fülle sie dann in eine Plätzchendose aus Blech und lagere sie an einem kühlen, trockenen Ort. So halten sie ohne Weiteres 3-4 Wochen. Ich lege meine Keksdosen gerne mit etwas Back- oder Butterbrotpapier aus damit die Plätzchen geschützt sind.

Ungefähre Nährwerte pro Portion

Kalorien 70 kcal
Fett 3 g
Zucker 4 g
Eiweiß 1 g
Kohlenhydrate 9 g
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Die häufigsten Fragen zu den Traumstücken  

Warum ist mein Teig für die Traumstücke so krümelig?  

Das passiert, wenn er etwas zu kühl ist. Knete ihn kurz etwas geschmeidig, dann löst sich das Problem von selbst. 

Brauchen Traumstücke Hirschhornsalz?  

Nein, mein Rezept kommt ohne aus. Ich weiß, dass es Rezepte mit Hirschhornsalz gibt, die es verwenden, damit die Plätzchen besonders zart werden. Im Rezept von meiner Oma kommt es nicht vor und die Traumstücke werden durch Eigelb und Butter auch ohne Hirschhornsalz wunderbar zart.  

Was mache ich mit den übrigen Eiweißen?  

Mit denen kannst du sehr leckere Plätzchen wie Makronen, Elisenlebkuchen oder auch Mandelhörnchen backen.  

Wie lange halten Traumstücke?  

Bei richtiger Lagerung in einer Keksdose an einem kühlen, trockenen Ort halten sie problemlos 3-4 Wochen.  

Welche Plätzchen dürfen bei dir in der Weihnachtsdose auf keinen Fall fehlen? Verrate es mir in den Kommentaren!

Ein Bild von Annelie von Heisse Himbeeren
Über den Author

Herzlich Willkommen in meiner Küche! Mein Name ist Annelie. Ich bin Foodie, Food Fotografin, vegetarische Rezeptentwicklerin, Autorin, Unternehmerin und Hundemama. Zum Autor

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