Perfekten Lachs zu braten, ist mit ein paar kleinen Tipps und Tricks ganz einfach – und das Ergebnis schmeckt wie im guten Restaurant! Lachs enthält extrem viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren, ist ein echtes Superfood und der perfekte Allrounder für die schnelle Feierabendküche.

Egal, ob sanft aus dem Backofen, edel gebeizt oder eben mit knuspriger Haut in der Pfanne gebraten: Frischer Lachs ist immer ein Genuss. Dabei war Lachs in der Pfanne zu braten, lange so gar nicht meine Königsdisziplin. Meistens war er innen noch roh, wenn er außen schon fertig aussah, oder viel zu trocken. Das perfekte Mittelmaß zu finden, war gar nicht so einfach. Mit etwas Übung und ein paar kleinen Tricks klappt es aber mittlerweile sehr gut.
Damit du die Geheimnisse für perfekten Lachs aus der Pfanne nicht selbst lüften musst, habe ich all mein Wissen für dich zusammengetragen. Wenn du bisher Angst davor hattest, dass der Fisch in der Pfanne zu trocken wird oder zerfällt, bist du hier genau richtig. Ich zeige dir in dieser einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du Lachs richtig braten kannst, sodass er außen herrlich kross wird und innen perfekt saftig und glasig bleibt.

Die 3 goldenen Regeln, um Lachs richtig zu braten
- Regel 1: Niemals waschen! Bitte spüle deinen Lachs (genau wie rohes Geflügel) niemals unter fließendem Wasser ab. Das verteilt eventuelle Bakterien durch unsichtbare Spritzer in deiner ganzen Küche. Es reicht völlig aus, das Filet mit etwas Küchenpapier gründlich trocken zu tupfen. Je trockener der Fisch, desto knuspriger wird er beim Braten!
- Regel 2: Der Kühlschrank-Schock: Brate den Lachs niemals direkt aus dem Kühlschrank. Lass ihn vorher etwa 15 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen. Trifft eiskalter Lachs auf die heiße Pfanne, zieht er sich krampfartig zusammen und verliert stark das weiße Eiweiß (Albumin), das dann unschön an den Seiten ausflockt. Wenn dir das doch mal passiert, dann ist es aber kein Beinbruch, denn der Lachs wird trotzdem hervorragend schmecken.
- Regel 3: Die 80/20-Methode: Die Hautseite ist der natürliche Hitzeschild des Lachses. Wir braten den Fisch deshalb zu 80 % der Zeit auf der Hautseite an. So wird die Haut unfassbar knusprig und das empfindliche Fleisch gart sanft von unten nach oben durch. Erst ganz am Ende wird er für das finale Finish kurz gewendet.

Wie viel Lachs pro Person?
Als Faustregel gelten 150 bis 200 g Lachsfilet als ideale Menge pro Portion. Du kannst dir die Filets bereits an der Fischtheke in gleich große Stücke schneiden lassen oder ein großes Stück Lachs kaufen und es selbst portionieren. Ich kaufe gerne eine ganze Lachshälfte im Angebot, portioniere sie mir selbst und friere sie dann stückweise ein. So ist immer Lachsfilet vorrätig.
Tipp: Zum Braten eignet sich Lachsfilet mit Haut am besten. Die Haut verträgt die Hitze der Pfanne optimal und schützt das Fleisch vor dem Austrocknen. Du kannst aber natürlich auch Lachsfilet ohne Haut sehr gut braten (dazu unten mehr im Rezept!). Tiefgekühlten Lachs solltest du immer schonend über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen, bevor du ihn brätst.

Lachs braten: so gehts Schritt-für-Schritt
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- 400 g Lachsfilet mit oder ohne Haut
- 1 EL Pflanzenöl
- 1 EL Butter
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Scheibe Zitrone
- Salz
- Pfeffer
Anleitung
- Tupfe 400 g Lachsfilet mit etwas Küchenrolle trocken. Schneide das Lachsfilet in zwei gleich große Portionen. Würze die Lachsfilets mit Salz.
- Erhitze eine Pfanne und gib 1 EL Pflanzenöl hinein. Brate den Lachs zunächst auf der Hautseite für 3-4 Minuten an. Wende den Lachs dann und brate ihn auf der Oberseite und bei dickeren Filets auf den Seiten für jeweils 1-2 Minuten an.
- Gib 1 Knoblauchzehe, 1 Scheibe Zitrone und 1 EL Butter in die Pfanne. Übergieße den Lachs für etwa 1 Minuten mit der geschmolzenen Butter.
- Würze den fertig gegarten Lachs mit Salz und Pfeffer und serviere ihn nach Herzenslust.
Tipps
Ungefähre Nährwerte pro Portion
FAQ: Häufige Fragen zum Lachsbraten
Wenn dein Lachs keine Haut hat, fehlt der natürliche Hitzeschutz. Brate ihn in diesem Fall bei etwas milderer Hitze an und wende ihn häufiger, damit er von keiner Seite zu viel Hitze abbekommt und nicht trocken wird.
Die genaue Garzeit hängt von der Dicke des Filets ab. Am einfachsten lässt sich der Garpunkt mit dem Drucktest prüfen: Drücke den Fisch an den Seiten vorsichtig mit den Fingern zusammen. Wenn sich die einzelnen Lamellen des Lachsfleisches leicht voneinander lösen, ist er gar. Wer ein Bratenthermometer hat: Bei einer Kerntemperatur (gemessen an der dicksten Stelle) von 52 bis 55 °C ist der Lachs perfekt saftig und innen noch glasig. Wer ihn lieber komplett durchgebraten mag, peilt ca. 60 °C an.
Gebratener Lachs ist ein unglaubliches Kombinationstalent! Er schmeckt hervorragend zu Pasta (wie zum Beispiel Zitronen-Spaghetti oder einer cremigen Pasta mit Feta), zu frischen Ofenkartoffeln oder einem leichten Glasnudelsalat. Für einen kleinen Wow-Effekt serviere ich auch gerne eine fruchtige Salsa dazu.
Bist du Team „knusprige Haut“ oder kaufst du den Lachs lieber direkt ohne Haut? Schreib es mir in die Kommentare!











Sehr lecker klappt hervorragend. Die Haut ist schön knusprig der Fisch saftig. Ich habe Ingwer ind die Butter gegeben. Ein Traum ❤️
Das freut mich sehr liebe Pia :D